Michael Siemers - Gefreiter Jablonski

Здесь есть возможность читать онлайн «Michael Siemers - Gefreiter Jablonski» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Gefreiter Jablonski: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Gefreiter Jablonski»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Bundeswehr mit ihrer Hierarchie hat ihre eigenen Gesetze. Alles ist genormt, geregelt, festgelegt und olivgrün. Menschliches Fehlverhalten aber kann diese Ordnung durcheinanderbringen. Ob nach eigenem Kalkül oder vorgegebene Gesetze, kann jeder dem anderen das Leben schwer machen. Diensteifrige Emporkömmlinge und gleichgültige Wehrpflichtige sorgen für ein reges Gegeneinander. Überzeugung und Desinteresse reiben sich aneinander bis zur erbitterten Feindschaft. So nutzt jeder Führungssoldat seine Macht, die ihm die Bundeswehr ermöglicht, dem einfachen Soldaten zu schikanieren. Es liegt an jedem selbst, mit dem Strom zu schwimmen oder regelmäßig anzuecken. Vielleicht aber sind es auch die Reibereien und Umgehungsversuche der Dienstvorschriften, die das Leben in der Kaserne attraktiver gestalten.
Die meisten Begebenheiten und Charakterdarstellungen haben sich tatsächlich in der Hamburger Graf Golz-Kaserne zugetragen. Die Geschichte an sich aber ist fiktiv und hat so nie stattgefunden. Es soll gezeigt werden, dass die Bundeswehr nicht nur ein uniformierter Apparat ist, sondern von Menschen in Uniformen, mit ihren Führungsqualitäten und Schwächen, bis hin zur Borniertheit, geführt wird.
Der Autor selbst hat in den Jahren 1971/72 in der Graf Golz-Kaserne als Sanitäter gedient.

Gefreiter Jablonski — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Gefreiter Jablonski», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Stadt, um die letzten Stunden

dieses Sonntages zu genießen.

Am Montag gegen 6 Uhr 30 erreichte Jablonski den kleinen Rahlstedter Bahnhof.

Da es am Vorabend sehr spät geworden war, zog er es vor, einfach zu Hause zu

schlafen, da er es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht geschafft hätte.

Seine Freundin brauchte ihren Wagen selbst, um an diesen Tag nach Marburg zu

kommen.

Der Himmel war grau mit Wolken behangen und es sah nach Regen aus. Bis auf

wenige Leute, die ihm entgegen kamen, um zum Bahnhof zu eilen, wirkte die

Schweriner Straße recht verlassen. Am Straßenrand türmten sich rausgestellte

Möbel, Kartons und allerlei Müll aus den Kellern der Anwohner und den

Geschäften. Teils sorgfältig aufgebaut, teils aber auch völlig durchwühlt von

sogenannten Sperrmüllsammler sah es recht unordentlich aus und passte nicht so

recht in das Straßenbild der ansonsten gepflegten Ladenreihe. Papier und

Styroporstücke wehten am Straßenrand entlang und fingen sich in den Büschen

der Begrünungsflächen.

Die Hände tief in den Taschen vergraben ging Jablonski in Richtung der

Stapelfelder Straße. Sein Blick fiel plötzlich auf einen gynäkologischen

Untersuchungsstuhl, der von dem, in der Schweriner Straße ansässigen Frauenarzt

zum Sperrmüll gestellt wurde. Ausgerechnet an einer Bushaltestelle musste er

das Ding hinstellen. Etwas pikiert sahen die dort wartenden Frauen demonstrativ

in eine andere Richtung. Jedem vorbei eilenden Mann huschte ein verhaltenes

Schmunzeln über das Gesicht. Doch Jablonski sah rücksichtsvoll in eine andere

Richtung und presste die Lippen zusammen.

Von der Schweriner Straße aus bog er links ein in die Stapelfelder Straße ein,

vorbei an der Tankstelle, in der sich Leutnant Schlapphoff regelmäßig seine

Tageszeitung, Zigaretten und einen Flachmann holte. Letzteres verschwand recht

schnell in seiner Jackentasche, um nicht Gefahr zu laufen, dass ihn irgendein

Soldat dabei erwischte. Dabei war es längst ein offenes Geheimnis, dass dieser

Leutnant ein Alkoholproblem hatte.

Auf der Sieker Landstraße kamen Jablonski schon die ersten Bundeswehr-Lkws

entgegen, die sich bereits vor Dienstbeginn in Marsch setzten mussten, um nicht

in den morgendlichen Stoßverkehr zu kommen.

Als er nach kurzer Ausweiskontrolle das Tor durchschritt, reihten sich gerade die

Wachen auf um sich für die morgendliche Flaggenparade bereit zu machen. Das

wiederum beflügelte einige Soldaten, sich schnell aus dem Staub zu machen,

damit sie nicht während der Flaggenhissung mit Ehrenbezeigung zum Fahnenmast

stehen bleiben mussten.

Er musste aufpassen, dass ihm nicht Hechler oder ein ähnlich diensteifriger

Gruppenführer begegnete. Denn er hatte keine Heimschläfergenehmigung und

durfte demnach gar nicht außerhalb der Kaserne übernachten. Es war den

Soldaten aber erlaubt, lange vor Dienstbeginn die Kaserne zu verlassen, um

Besorgungen zu machen. Für den Fall der Fälle hatte Jablonski natürlich

vorgesorgt. Seine Stubenkameraden waren stets bereit zu bezeugen, dass ihr

Kamerad auf seiner Stube war und er früh aufstanden war, um etwas zu besorgen.

UvD und Wachen scherten sich ohnehin nicht darum. Im Zweifelsfall hätten auch

sie jede Aussage ihres Sanitätsgefreiten bestätigt oder sich nicht mehr daran

erinnern können.

Jablonskis kleine Rache

Wie an jeden Montagmorgen war der Warteraum des San- Bereichs überfüllt. Die

Zahl der Simulanten hatte sich aufgrund des Fünfundzwanzigers fast verdoppelt.

Die Symptome waren alle ähnlich. Fuß- und Kniebeschwerden waren die

typischen Erkrankungen, die ohnehin schwer nachzuweisen waren. Gelegentlich

wagte es auch einer mit dem Kreuz. Der Stabsarzt sorgte dann mit ein paar gut

gemeinten Spritzen in den Rücken für rasche Hilfe. Wenn der Soldat

anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht heraustrat, hielt er die anderen

heilend davon ab, die gleichen Beschwerden anzugeben. Scheinkranke meldeten

sich grundsätzlich am Anfang der Woche in der Hoffnung, eine Marsch- und

Sportbefreiung zu erhaschen. Andere wiederum hatten den Dreh heraus, sich

bestrahlen zu lassen. Möglichst morgens, damit sie ein bisschen Schlaf

nachholen oder sich den morgendlichen Appell entziehen zu konnten.

Je mehr sich eine Woche dem Ende neigte, um so echter waren die Kranken. Wer

sich auf einen Freitag krank meldete, musste damit rechnen, auf die Station des

San-Bereichs gelegt zu werden. Verständlich, dass man das Wochenende über die

Zähne zusammenbiss und sich das mögliche Malheur für den Montag

aufbewahrte.

Jablonski gab meistens immer die gleichen Medikamente heraus: Mobilat und

Heruduisalbe, die gut und teuer waren. Das Dumme daran war, dass sie später

ungenutzt im Spind oder zivilen Hausapotheken lagen.

An diesem Tag hatte Jablonski UvD und war daher auch für die Mahlzeiten der

im San- Bereich liegenden Patienten verantwortlich. Der UvD Dienst dauerte von

12 bis 12 Uhr. Normalerweise hätte er den morgigen Marsch gar nicht mitmachen

brauchen. Aber der freie Tag war ihm wichtiger. Dem Oberfeldwebel hatte er im

Laufe des Vormittags das Versprechen abgeluchst, den möglichen Tag

Sonderurlaub schon am Freitag nehmen zu dürfen. Der San-Gruppenführer war

nicht weniger stolz, dass sich auch einmal ein Sanitäter um Leistung bemühte.

Der Tag verging stupide und ereignislos wie unzählige andere auch. Der einzige

Unterschied war, dass einige erfolglose Simulanten der Ersten die Tauglichkeit

ihres Stabsarztes infrage stellten. Ab 17 Uhr trat im San-Bereich Ruhe ein.

Kameraden und Vorgesetzte verdrückten sich pünktlich und Jablonski suchte

sich, nachdem er die Kranken auf der Station versorgt hatte, eine Beschäftigung.

Erst räumte er sein Behandlungszimmer auf, dann sah er mit ein paar Kranken

fern und zum Schluss legte er sich schließlich auf das Bett im UvD- Zimmer und

las ein Buch.

Spätabends gegen 23 Uhr ging er noch einmal nach draußen um ein wenig frische

Luft zu schnappen. Es war kühl und der bedeckte Himmel verschluckte das Licht

des Mondes. Unzählige Mücken tanzten um die Laternen. Ein leichter Wind

bewegte die Blätter des Rhododendronbusches links vom Eingang.

„Hallo Sani!“, grüßte ihn plötzlich jemand aus der Dunkelheit. Jablonski erkannte

zwei Wachsoldaten der Ersten, die in das Neonlicht des Eingangs traten. Beide

waren Reservisten wie er, die vom Soldatendasein genug hatten. Ausgerechnet

Unteroffizier Hechler war ihr Wachhabender und sie erzählten, wie sie unter

seinen Schikanen zu leiden hatten. Er kontrollierte seine Streifen auf Schritt und

Tritt, duldete keine Kippen im Aschenbecher und kein überflüssiges Wort mit

den Arrestanten. Aus jeder gewöhnlichen Wachablösung machte er einen

Staatsakt, kontrollierte Kleidung und Wissen über das Verhalten einer Streife.

Am meisten hatte der Posten am Schlagbaum zu leiden. Dieser war angehalten,

jeden rein- und rausgehenden Soldaten zu überprüfen, egal wie gut er ihn kannte.

Hechlers stichprobenartige Fragerei nach Namen und Einheit verunsicherten ihn

jedes mal. Wer konnte sich schon drei oder vier Namen mit Kompaniezugehörigkeit

merken? Er scheute nicht einmal davor zurück, den unkontrollierten

Passierenden mit dem Rad zu verfolgen, um sich dessen Truppenausweis zeigen

zu lassen.

„Das Schlimmste ist“, erzählte der Eine, „mein Kumpel sitzt in der Arrestzelle

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Gefreiter Jablonski»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Gefreiter Jablonski» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Gefreiter Jablonski»

Обсуждение, отзывы о книге «Gefreiter Jablonski» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x