Michael Siemers - Gefreiter Jablonski

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Gefreiter Jablonski: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Bundeswehr mit ihrer Hierarchie hat ihre eigenen Gesetze. Alles ist genormt, geregelt, festgelegt und olivgrün. Menschliches Fehlverhalten aber kann diese Ordnung durcheinanderbringen. Ob nach eigenem Kalkül oder vorgegebene Gesetze, kann jeder dem anderen das Leben schwer machen. Diensteifrige Emporkömmlinge und gleichgültige Wehrpflichtige sorgen für ein reges Gegeneinander. Überzeugung und Desinteresse reiben sich aneinander bis zur erbitterten Feindschaft. So nutzt jeder Führungssoldat seine Macht, die ihm die Bundeswehr ermöglicht, dem einfachen Soldaten zu schikanieren. Es liegt an jedem selbst, mit dem Strom zu schwimmen oder regelmäßig anzuecken. Vielleicht aber sind es auch die Reibereien und Umgehungsversuche der Dienstvorschriften, die das Leben in der Kaserne attraktiver gestalten.
Die meisten Begebenheiten und Charakterdarstellungen haben sich tatsächlich in der Hamburger Graf Golz-Kaserne zugetragen. Die Geschichte an sich aber ist fiktiv und hat so nie stattgefunden. Es soll gezeigt werden, dass die Bundeswehr nicht nur ein uniformierter Apparat ist, sondern von Menschen in Uniformen, mit ihren Führungsqualitäten und Schwächen, bis hin zur Borniertheit, geführt wird.
Der Autor selbst hat in den Jahren 1971/72 in der Graf Golz-Kaserne als Sanitäter gedient.

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dem er noch immer guten Kontakt hatte. Er grüßte nickend, als Jablonski seinen

Parker auf den Tresen legte. Dabei blickten seine Augen müde zwischen die

Regale hindurch zum VU.

„Hemd, Hose, Schuhe. Alles?“, fragte Hechler, als er die Sachen über die

Tresenplatte schob.

„Ne Krawatte kannst du mir noch mitgeben, meine ist schon so ausgeblichen. Die

bringe ich dir nachher hoch“, sagte Unteroffizier Schrader tonlos. Der VU

verschwand hinter den Regalen, auf denen pedantisch geordnet die

verschiedensten Wäschestücke lagerten. Ein Bilderbuch hätte die Ordnung nicht

besser darstellen können. Selbst die ausgesonderte Kleidung war trapezförmig

auf dem Fußboden gelagert. Die Schuhe standen sortiert in Reih und Glied. Eine

DIN A4 Seite verriet, dass er noch immer die Hemden in Rekrutenmanier

zusammenlegte. Die Abstände zwischen den Wäschestapeln betrug genau 4

Zentimeter, das Maß eines Dachlattenstückes. Unteroffizier Hechler brachte ihm

die Krawatte. Schrader packte seine Sachen zusammen und ging zum Ausgang.

„Empfehlen Sie uns weiter, Herr Unteroffizier!“, rief Jablonski ihm scherzhaft

nach. Schrader nickte kurz und ließ ein knappes Lächeln über die Lippen

huschen.

„Einmal tauschen“, sagte Jablonski tonlos, schob den Parka rüber und legte

seinen Anforderungszettel daneben. Eindringlich untersuchte Hechler den Parka,

während Jablonski ihm schweigend mit berechtigter Vorahnung auf die Finger

sah. Er hatte schon einmal Ärger mit diesem VU gehabt. Damals wollte Jablonski

durchlöcherte Strümpfe tauschen, doch musste er sie erst stopfen, tragen und

wieder waschen. Als es dann endlich soweit war, waren keine Strümpfe auf

Lager. Sein Protest wurde mit dem kurzen Befehl „Raus!“ beendet. Hechler

verstand es, wenn auch ungewollt, seine Beliebtheitsskala auf den Tiefstand zu

bringen. Mit jedem UvD (Kompaniewache als Unteroffizier vom Dienst) oder

Wachdienst schaffte er sich neue Feinde. Fieberhaft suchte er nach Fehlern am

Parka.

„Suchen Sie Flöhe?“, fragte Jablonski ungeduldig.

„Ihr Parka weist diverse Löcher auf. Es fehlen drei Knöpfe und schmutzig ist er

auch. So nehme ich ihn nicht an.“

„Wäre er in tadellosem Zustand würde ich ihn wohl nicht tauschen wollen.“

„Interessiert mich nicht!“, wehrte Hechler ab und begründete sein Handeln: „Laut

Dienstvorschrift hat er sauber und heil zu sein.“

„Westphal hat es nie so eng gesehen“, erinnerte Jablonski ihn, womit er auf

dessen Vorgänger anspielte.

„Ich bin nicht Westphal“, wehrte Hechler gelassen ab.

„Rein menschlich sind Sie auch weit davon entfernt, Herr Unteroffizier!“, sagte

Jablonski, nahm seinen Parka und wollte gehen.

„Ihr Ton passt mir nicht, Herr Gefreiter!“, schrie Hechler ihn an und stützte seine

Hände auf. Lässig zog Jablonski sein Maßband aus der Tasche und hielt sie dem

Unteroffizier sichtbar hin. „Neunundachtzig,“, kommentierte er knapp. Hechler

blähte sich auf und drohte: „Wenn Sie mir noch einmal ihre Tageszahl nennen,

nehme ich Sie fest!“

„Sie können mich so fest nehmen wie Sie wollen, Herr Unteroffizier, das ändert

nicht an der Tatsache, dass ich nur noch 89 Tage habe“, wiederholte Jablonski

und steckte das Maßband wieder weg. Wie von einer Tarantel gestochen jagte

Hechler um den Tresen herum und baute sich drohend vor Jablonski auf. Dieser

sah ihn erwartungsvoll und abwartend an.

„Gefreiter Jablonski, hiermit nehme ich Sie vorläufig fest. Folgen Sie mir aufs

Geschäftszimmer!“

Unbeeindruckt steckte Jablonski die linke Hand in die Hosentasche und fragte: „

Wie wollen Sie ihre Festnahme begründen?“

„Wegen Beleidigung eines Unteroffiziers.“

Jablonski überlegte kurz. Ein Gedankenblitz ließ sein Gesicht aufhellen.

„Okay“, sagte er überlegen, „Sie machen Meldung über die Beleidigung und ich

beschwere mich darüber, dass Sie mir in den Schritt gefasst haben. Was halten

Sie davon?“

Unteroffizier Hechler verschlug es die Sprache. Er rang fieberhaft nach Worten

und brauchte eine geraume Zeit, sich zu fassen. Ihm war klar, dass er ohne

Zeugen gar nichts machen konnte. Seine Unsicherheit festigte Jablonskis

Haltung.

„Selbst wenn meine Beschwerde abgelehnt wird, so werden sich doch einige ihre

Gedanken machen. Und wer sich Gedanken macht, plaudert gern. So entstehen

Gerüchte Herr...“

„Halt die Schnauze!“, fuhr Hechler ihn an, wobei sein ganzer Körper bebte und

das rotanlaufende Gesicht verriet die Wut, die in ihm tobte. Die Fäuste ballten

sich und er wankte unschlüssig hin und her. Der sonst so dienstbewusste

Unteroffizier vernachlässigte seine vorschriftsmäßige Umgangsform nur dann,

wenn er in Rage geriet und es keine dritten Zuhörer gab. Er nutzte die Zeit

einiger Atemzüge, um zu überlegen, wie er diesem rotzfrechen Gefreiten

beikommen konnte. Aber ihm fiel nichts gescheites ein.

„Du mieses kleines Dreckschwein“, fluchte er leise vor sich hin.

„Dienstgeile Z-Sau!“, konterte Jablonski, drehte sich um und ließ ihn stehen.

„Eines Tages krieg ich dich!“, schrie Hechler in seiner Verzweiflung hinterher.

Ohne sich noch einmal umzudrehen, hob Jablonski die Faust in die Höhe und

streckte den Mittelfinger. Deutlicher hätte er seine Abneigung gegen Hechler

nicht zeigen können. Dem VU blieb nichts anderes übrig, als zahlreiche Flüche

hinterher zu schicken. Diese kleine Niederlage bekam der VU-Gehilfe Gefreiter

Liebherr zu spüren. Für seine fünfminütige Verspätung faltete Hechler ihn

gnadenlos zusammen und ließ ihn die ausgemusterten Stiefel putzen, die auf

einem Regal unterhalb des Fensters aufgereiht waren.

Liebherr war ein stiller, introvertierter Typ mit einem regelrechten Milchgesicht,

der nur schwer mit der rauhen Realität der Bundeswehrumgebung zurechtkam.

Hechlers Opportunismus machte ihn unweigerlich zum Duckmäuser und

Denunziant. Niemand legte Wert auf seine Bekanntschaft und er fühlte sehr wohl

die Ablehnung seiner Kameraden. Er selbst aber verbaute sich, ob ungewollt oder

aus Dummheit, den Anschluss an das kameradschaftliche Kasernenleben. Der

Hang zur Absonderung ließ ihn zu einen Leisetreter werden. Die Anbiederungen

an Hechler tat ihr übriges. Er und der VU verkörperten das typische Herr- und

Knechtgespann.

Jablonski hängte seinen Parka wieder in den Spind zurück und ging ohne große

Eile zum San-Bereich. Nach kurzer Rückmeldung beim Gruppenführer begab er

sich in das Bestrahlungszimmer, wo der Gefreite Hoppe hastig einen Lappen griff

und vorgab, als putze er die Geräte. Er ließ sich und den Lappen auf einen Stuhl

fallen, als er seinen Kameraden erkannte.

„Bestrahlung?“, erkundigte er sich scheinbar besorgt. Jablonski beantwortete die

überflüssige Frage gar nicht erst. Es war längst ein offenes Geheimnis, dass sich

von Zeit zu Zeit die Sanitäter eine Bestrahlung verabreichten. Er nahm den

Lichtkasten, schraubte fünf der sechs Glühbirnen lose und legte sich auf die

Liege. Hoppe stülpte ihm den Kasten über den Kopf. Doch der Schein trog im

wahrsten Sinne des Wortes. Statt der Hitze genoss Jablonski für die nächste halbe

Stunde die Ruhe. Die eine Birne tat seiner Müdigkeit keinen Abbruch. Dies alles

wurde vom San-Gruppenführer Oberfeldwebel Hamann stillschweigend und

indirekt geduldet. Er legte nur Wert darauf, dass ihm die lasche Disziplin nicht

außer Kontrolle geriet. Wichtig waren ihm die An- und Abmeldung, die

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