Michael Siemers - Gefreiter Jablonski

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Gefreiter Jablonski: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Bundeswehr mit ihrer Hierarchie hat ihre eigenen Gesetze. Alles ist genormt, geregelt, festgelegt und olivgrün. Menschliches Fehlverhalten aber kann diese Ordnung durcheinanderbringen. Ob nach eigenem Kalkül oder vorgegebene Gesetze, kann jeder dem anderen das Leben schwer machen. Diensteifrige Emporkömmlinge und gleichgültige Wehrpflichtige sorgen für ein reges Gegeneinander. Überzeugung und Desinteresse reiben sich aneinander bis zur erbitterten Feindschaft. So nutzt jeder Führungssoldat seine Macht, die ihm die Bundeswehr ermöglicht, dem einfachen Soldaten zu schikanieren. Es liegt an jedem selbst, mit dem Strom zu schwimmen oder regelmäßig anzuecken. Vielleicht aber sind es auch die Reibereien und Umgehungsversuche der Dienstvorschriften, die das Leben in der Kaserne attraktiver gestalten.
Die meisten Begebenheiten und Charakterdarstellungen haben sich tatsächlich in der Hamburger Graf Golz-Kaserne zugetragen. Die Geschichte an sich aber ist fiktiv und hat so nie stattgefunden. Es soll gezeigt werden, dass die Bundeswehr nicht nur ein uniformierter Apparat ist, sondern von Menschen in Uniformen, mit ihren Führungsqualitäten und Schwächen, bis hin zur Borniertheit, geführt wird.
Der Autor selbst hat in den Jahren 1971/72 in der Graf Golz-Kaserne als Sanitäter gedient.

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irgendwie geleimt, weil er es mal wieder mit viel Überredung und Charme

geschafft hatte, ihr die Arbeit zu überlassen. Unermüdlich nähte sie einen Knopf

nach dem anderen an, während er mit einem Fleckenwasser seinen Parka zu

Leibe rückte. Britta studierte Architektur in Marburg und so hatten sie nur am

Wochenende Gelegenheit, sich zu sehen.

Gerade an diesem Wochenende lag ihr besonders viel an einer intensiven

Zweisamkeit. Denn für die nächsten sechs Wochen stand eine Studienreise bevor.

Aus unerklärlichen Gründen hatte sie es ihm noch nicht erzählt, und während sie

so vor sich hin nähte, formten sich in ihrem Kopf passende und zugleich

schonende Worte, um es ihm beizubringen.

Jablonski war ihr erster richtiger Freund. Die sechswöchige Trennung und die

Angst, ihn zu verlieren, bereiteten ihr großes Kopfzerbrechen.

„Du, ich muss dir etwas sagen“, begann sie zögernd. Jablonski blickte zu ihr auf,

brummte eine Art Bestätigung und machte weiter.

„Ich, ich verreise nächste Woche...“, kam es zögernd aus ihr heraus. Jablonski

sah kurz zu ihr und fragte: „Und wie lange?“

„Sechs Wochen. Weißt du, wir machen eine Studienreise nach Israel.“

Ihm fiel die Kinnlade herunter und es dauerte eine ganze Weile, bis er das

geschluckt hatte.

„Muss das sein?“, fragte er fast vorwurfsvoll. Britta legte die Jacke beiseite und

sah ihn entschuldigend und traurig zugleich an.

„Ich kann mich nicht davon ausschließen.“

„Und das fällt dir erst jetzt ein?“, fragte er vorwurfsvoll.

„Eigentlich weiß ich das schon seit vier Wochen, aber ich...“

„Ich wette, dass euer Hund es früher wusste als ich!“, unterbrach er sie beleidigt,

als hätte sie zu ihrem Hund mehr Zutrauen.

„Die Reise ist für mein Studium sehr wichtig“, verteidigte sie sich und sah ihn

mitfühlend an. Jablonski schüttelte nur verständnislos den Kopf. Ausgerechnet an

diesem Wochenende musste er seine Sachen dem UvD vorführen. Mit beleidigten

Mundwinkeln machte er sich wieder an seinem Parka zu schaffen. Britta sah ihm

schweigend zu. Sie fühlte sehr wohl, wie wütend er war und sie musste ihm

ehrlicherweise recht geben. Sie hüpfte vom Bett herunter und setzte sich auf

seinen Schoß. Sanft schmiegte sie sich an ihn und flüsterte ihm ins Ohr: „Es war

doch immer so schön, deshalb wollte ich dir nicht die Laune verderben. Das

verstehst du doch, oder?“

Jablonski küsste ihren Hals und brummte zustimmend. Wahrscheinlich wären die

vorangegangenen Treffen nicht so harmonisch verlaufen, wenn der Tag der

Abreise immer näher rückte.

„Ich fliege nächsten Samstag früh. Aber ich kann schon am Freitagmorgen hier

sein“, sagte sie mit euphorischer Vorfreude.

„Dann bin ich in der Kaserne“, warf Jablonski ein. Doch da erinnerte er sich an

den Fünfundzwanziger und den eventuellen Tag Sonderurlaub. Sein Gesicht

wurde durch die kleine Hoffnung wieder freundlicher und er erzählte seiner

Freundin davon.

„Glaubst du wirklich, dass du es schaffst?“, fragte sie misstrauisch.

„Ich marschiere ganz gut. War fast immer einer der Ersten“, beruhigte er sie und

auch sich.

„Muss nur meinen Oberfeld fragen, ob ich den Tag Freitag schon kriegen kann.“

„Kannst du dir nicht so einen Tag freinehmen?“, fragte Britta. Sie wollte nicht,

dass er solche Strapazen auf sich nimmt.

„Ich bin Soldat und kein Angestellter“, lachte Jablonski, „Vierzigstundenwoche

und Betriebsrat gibt es bei uns nicht!“

Britta sah ihn mitleidig an und sagte: „Ihr Soldaten seid wirklich arme Schweine.

Jeder popelige Lehrling hat mehr Rechte als ihr. Bei euch kommt doch sowieso

nichts Produktives zustande und Soldaten sind genug vorhanden, da können sie

dir doch mal einen Tag geben.“

Sie hatte nie viel Verständnis für die Bundeswehr.

„Achtundachtzig“, flüsterte ihr Jablonski küssend zu, was sie ebenso gefühlvoll

erwiderte.

„Ich möchte nicht, dass du dich deswegen kaputt machst“, sagte sie besorgt und

drückte ihre Stirn gegen seine.

„Gemessen an der Belohnung, die ich von dir bekomme, ist der

Fünfundzwanziger ´ne Lachpille!“ lachte Jablonski und drückte sie fest an sich.

Fast unbemerkt wurden die grauen und olivgrünen Jacken beiseitegeschoben und

sie befassten sich mit der Anatomie ihrer Körper. Die gefühlvolle Hingabe war

kein Vergleich zum stumpfsinnigen Annähen der Knöpfe. Die Schallplatte war

längst zu Ende und kratzte unbeachtet vor sich hin.

Den Samstag über half Britta Frau Jablonski im Garten, während ihr Freund sich

um ihren altersschwachen VW-Käfer kümmerte. Sein Vater saß zeitungslesend

auf einer Holzbank, die unter einem Apfelbaum stand. Ab und zu sah er zu den

beiden Frauen, wobei er wohl eher Brittas wohlgeformtes Hinterteil betrachtete,

der den Stoff ihrer Jeans spannte. Er mochte sie sehr gern und hoffte natürlich

dass sie eines Tages seine Schwiegertochter werden würde. Frau Jablonskis

Garten war bis auf den letzten Quadratmeter mit Gemüse bepflanzt und liebevoll

hergerichtet. Britta zeigte großes Interesse, da sie als reiner Stadtmensch das

Gemüse nur aus den Auslagen eines Supermarktes kannte. Für Frau Jablonski

war das die beste Gelegenheit ihr jede Pflanze vorzustellen und deren Pflege zu

erklären. Ihrem Sohn dagegen hatte sie jede Tätigkeit im Garten untersagt,

nachdem er einmal statt Unkraut die Setzlinge beseitigt hatte.

Auch diese Nacht hatte sie bei ihm verbracht. Frau Jablonski hatte Britta, getreu

ihrer moralischen Vorstellung, ein Bett in der Wohnstube zurechtgemacht. Dass

es nur zum Zubettgehen und Aufstehen benutzt wurde, dafür sorgte schon ihr

Sohn. Um seiner Mutter die Illusion vom braven, wohlerzogenem Mädchen zu

erhalten, durfte es Britta nicht verpassen, frühzeitig aus seinem Bett zu flüchten,

damit seine Mutter sie auch wirklich im Wohnzimmer antraf.

Am Sonntagmorgen machten sich beide auf den Weg zur Kaserne. Die Sonne

schien und es kamen ihnen die ersten Sonntagsausflügler entgegen, die es in die

freie Natur trieb. Mit verschränkten Armen und etwas missmutig saß Jablonski

auf dem Beifahrersitz und sah ins Leere.

Auf der Bundesstraße 75 fing der Wagen ein paar Mal an zu stottern, als nehme

man das Gas weg. Jedes Mal, wenn es ruckte, sahen sie sich kurz, aber

schweigend an. Die Abstände wurden immer kürzer. „Du fährst heute so

stümperhaft. Reiß dich doch mal zusammen!“, schimpfte Jablonski gereizt. Dabei

blickte er kontrollierend zur Tankanzeige, die aber noch über Halbvoll anzeigte.

„Das bin ich nicht“, verteidigte sie sich. „das macht er, seit du daran herumgewerkelt

hast.“

„Blödsinn, ich hab' nur die Kerzen ausgewechselt“, wehrte er ab.

„Vielleicht hast du eine verkehrt herum eingesetzt?“, überlegte Britta laut.

„Verkehrt herum“, wiederholte er spöttisch. „Mensch, lass das bloß keinen

hören.“ Lachend schüttelte er den Kopf. Vom Motor hatte sie wahrlich nicht die

geringste Ahnung. Daher kümmerte er sich um die kleinen Macken ihres

altersschwachen Wagens. Ersatzteile besorgte er sich auf dem Schrottplatz und das

Wissen von einigen Kameraden der Instandsetzung, die vor ihrer Einberufung

schon als Automechaniker tätig waren. Da in der Golz Kaserne auch ein VW

Käfer stationiert war, fiel auch mal für Brittas Wagen etwas ab. Für zwanzig

Vitamintabletten bekam Jablonski ohne Weiteres ein Paar Wischergummis und

für vier elastische Binden vier Zündkerzen. So wusch eine Hand die andere.

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