Levi Krongold - Der Tanz der Bienen

Здесь есть возможность читать онлайн «Levi Krongold - Der Tanz der Bienen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Tanz der Bienen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Tanz der Bienen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Der triste Praxisalltag des Arztes Levi Krongold, wird plötzlich durch das Auftauchen eines schizophrenen Patienten, Herrn Maus, auf den Kopf gestellt. Dieser kündigt den baldigen Weltuntergang an, was er aus dem Verhalten eines Bienenschwarmes erkannt haben möchte. Krongold schickt den lästigen Patienten umgehend weiter in die Psychiatrie, zu seinem ehemaligen Lehranalytiker und Klinikchef Prof. Herold. Doch wenig später wird Herold ermordet im Garten der Psychiatrie aufgefunden mit einem Brandmal auf der Stirn. Ein Mord, der nicht nur für Krongold ohne Folgen bleiben wird. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf!

Der Tanz der Bienen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Tanz der Bienen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Herr Maus blieb stehen. Er war sich nicht mehr sicher. Hatte er den Studenten getötet? Hatte er den Professor getötet? Wieder starrte er seine schmerzenden Hände an und verspürte den verzweifelten Drang, sie zu waschen. Schnell steckte er sie in die Manteltaschen. Er war sich nun sicher, dass er getötet hatte. Er musste die Schuld von sich abwaschen, doch wo? Ihm fiel die Küche des Studentenwohnheims ein. Aber sollte er wirklich wieder dorthin zurückgehen? Schon im Umdrehen begriffen zögerte er. Nein, ER würde ihm dort auflauern. Die Stimme tobte wütend in seinem Kopf. Er zwang sich, nicht hinzuhören und ging langsam weiter. Die Herbstblätter auf dem Boden lagen in geordneten Schichten übereinander. Sie formten um seine Füße einen Weg, den er nur nachzugehen brauchte. Er ließ sich von ihnen führen. Er vertraute den Blättern, den traurigen Vorboten des nahenden Todes. Mit gesenktem Kopf, ohne wirklich zu schauen, ließ er sich von ihnen führen. So entstand der Eindruck von Bewegung in ihnen. Es war nicht so, dass er ging, sondern es erschien so, als ob er auf der Stelle verharrte, Schritt, Schritt, Schritt, so dass die Blätter an ihm herzogen, an ihm vorbeiglitten, während sein Blick sich auf nichts Bestimmtes heftete. So bildeten sie einen dahineilenden Fluss unter seinen Füßen, bildeten plötzlich eine räumliche Tiefe, eine vorbeifließende dreidimensionale Form, eine bewegte Architektur von berauschender Schönheit. Er stoppte erst, als die Form plötzlich an einer Straßenkreuzung abbrach. Da blickte er auf und sah das Apothekenschild. Daneben die alte Handschwengelpumpe, die in dieser Stadt liebevoll konserviert wurden, jedoch meistens ohne Funktion waren. Diese hier gab nach mehreren mühsamen Versuchen mit dem Handschwengel unter sich sträubendem Quietschen jedoch einen dünnen Strahl Wasser von sich, der sich auf den Bürgersteig ergoss und in den Rinnstein abfloss. Schnell versuchte er, seine Hände zu säubern, bevor der Wasserstrahl gänzlich versiegte, dann betrat er die Apotheke.

6. Levi

Silvia

Ich ging lange nicht nach Hause, wie ich es geplant hatte, aber ich half auch nicht, wie es eigentlich von mir verlangt worden wäre. Ich stand da und betrachtete die beiden Penner, den Dicken, der nun den auf den Boden Gefallenen erstaunt anschaute. Dieser lag nun regungslos auf dem Gesicht, nachdem er kopfüber von der Parkbank gestürzt war. Der Dicke ließ die Zigarre fallen, als er sich verwundert vornüber beugte und diesen an der Schulter rüttelnd bewegen wollte, wieder aufzustehen. Der andere, der Gefallene, rührte sich nicht und zwischen seinen Beinen bildete sich eine Pfütze von Urin, nachdem sich seine Blase entleert hatte. Die Bierflasche war davongerollt und eine kleine Blutspur bildete sich dort, wo seine Nase auf das Gehsteigpflaster aufgeschlagen war. Der Dicke schaute sich Hilfe suchend um, ich sah weg. Irgendwer musste wohl den Notarzt verständigt haben, wie ich im Weggehen feststellte, denn von der Ferne hörte man ein Martinshorn nahen.

Ich ging durch den Park, den Kopf gesenkt. Natürlich hätte ich helfen müssen, hätte hingehen, den Puls fühlen müssen, Verletzungen begutachten, Hilfe organisieren, in geschäftigem und routiniertem, sozial akzeptiertem mitfühlendem Helfen aufgehen müssen. Aber dieser Gedanke fand keinen Boden, er sank in die unendliche Tiefe meiner verwirrten Abneigung gegen jede professionelle Anforderung. Im Gegenteil. Ich wollte, dass der Gefallene Tod sein sollte, erlöst aus seiner brüchigen Existenz. Außerdem hasse ich Situationen mit Herzmassage und anderen Wiederbelebungsversuchen bei Menschen, die eigentlich nicht existieren sollten, die nach Verwesung stanken, noch während sie lebten.

Wie lange ich dort herumgelaufen war im Park, kann ich gar nicht mehr sagen. Ich versuchte, mich krampfhaft zu erinnern, wie das Siegel eigentlich in mein Leben getreten war, wo der Anfang zu suchen ist und ich fand keinen. Immer wenn ich dachte, nun den Beginn der Ereignisse erfasst zu haben, dann fand der Gedanke ein logisches Schlupfloch, einen früheren Zeitpunkt, der mit bedacht werden musste, wollte man Ursache und Wirkung wirklich ergründen.

Aber immer wieder trat mir das Bild von Silvia vor Augen. Silvia, die damals ebenso wenig ahnte wie ich, welche Folgen unser Zusammentreffen später haben würde, Folgen für die ganze Welt, auch Deine Welt, weißt Du?

Ich erinnere mich an fürchterliche Kopfschmerzen, nachdem wir zum ersten mal Sex miteinander hatten. Ich hielt mir den schmerzenden Schädel und drehte mich von ihr weg. Sie schimpfte mich deshalb aus, weil sie mutmaßte, ich wolle mich ihr unter einem Vorwand entziehen.

Ich litt eigentlich niemals an Kopfschmerzen als Student. Noch kurz vorher war ich in sie eingedrungen, ein wenig neugierig und ängstlich, nachdem sie mich mit den Worten aufgefordert hatte: "Wollen wir es mal versuchen - miteinander?" Natürlich wollte ich, deshalb war ich ja mit auf ihr Zimmer gegangen. Allerdings hatte mich die Direktheit ihrer Frage schon ein wenig überrascht. Eigentlich sollte es wohl anders herum sein, so war mir jedenfalls eingeredet worden. Überhaupt war Silvia eine Erlösung aus meiner armseligen, spießbürgerlichen, lustfeindlichen Existenz. Die Erlösung von einer frustriert verklemmten Elternbevormundung voller unausgesprochener Erwartungen, voller kontrolliertem Hass auf den anderen, den Ehemann, meinen Vater, voller antrainierter christlicher Prüderie, die die Seele auffraß, anstatt sie zu kultivieren, voller Schrecken vor den Dämonen der Lust und Lebensfreude.

Silvia mit ihren grellrot geschminkten Lippen, ihren kurzgeschnittenen strohblonden Haaren und ihrem schwarzen Lackmantel. Das genaue Gegenteil meiner Kommilitoninnen und strebsamen, langweiligen Mitstudentinnen oder aber den Ökoschlampen in ihren rosafarbenen Latzhosen mit dem Emanzengetue.

Silvia nahm mich mit in ihr Appartement, welches sie alleine bewohnte und anstatt mit dem Fahrrad oder der Bahn, wie gewohnt, fuhren wir mit dem Taxi, welches sie bezahlte, aßen in Restaurants ausgefallene Gerichte, die sie ebenfalls bezahlte, anstatt in der Mensa eine Essensmarke für 1,50 Mark gegen todgekochten Fraß einzutauschen. Ich ließ es mir gefallen, obwohl es ein wenig weh tat, mich ein wenig demütigte, dass nicht ich es war, der sie einlud, sondern ich mich aushalten ließ, wo ich es doch so sehr wollte, sie zu besitzen, wie man einen interessanten Gegenstand besitzen möchte.

Ich will nicht sagen, dass Silvia besonders interessant war. Ihre Konversation beschränkte sich auf wenige sinnvolle oberflächliche Sätze, das nahm ich hin, denn sie trug das Geheimnis in sich, welches ich zu ergründen suchte, das Geheimnis der Muttergöttin, des Weibes und eben des exotischen Andersartigen, durch das ich wiedergeboren werden wollte.

Ich hatte es mir jedoch anders vorgestellt. Bereits das Entkleiden war ohne jede Spannung geschehen, die Kleider irgendwo über den Boden verstreut mit dem Ziel beieinander zu liegen, ohne jede Zärtlichkeit oder wahre Hingabe. Immerhin reagierte mein Penis programmgemäß und ich drang in sie ein, ohne Widerstand zu spüren.

Jetzt weiß ich, dass ich damit mehr tat, als mir damals bewusst war. Ich verband ihre Welt mit meiner Welt, verspeiste ihren Körper und sie den meinen. Dem gespielt lustvollen Beginn gab sie sich nach wenigen Minuten des gegenseitigen Spürens plötzlich mit einer Welle von Schreien hin, die aus einer verzweifelten Tiefe herrühren mussten und voller Schmerz waren. Ich hielt vor Schreck in meinen Bewegungen inne und beobachtete sie, wie sie den Kopf von einer Seite zur anderen warf, ganz von Sinnen und immer wieder schrie, ich solle von ihr lassen, solle weggehen. Meine unsichere Frage "Was ist los mit dir?", ging in ihrem Rasen unter und ich bemühte mich, sie durch Zureden und Streicheln zu beruhigen, was erst nach einer ganzen Weile gelang. Sie hörte auf zu hyperventilieren und ihre Hände und Lippen verloren allmählich den Krampf, der sie erfasst hatte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Tanz der Bienen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Tanz der Bienen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Tanz der Bienen»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Tanz der Bienen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x