Claudia Rimkus - Geraubtes Leben

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Die Ärztin Constance Meves wacht, an eine Eisenkette gefesselt, in einer Holzhütte auf. Zunächst kann sie sich an nichts erinnern, doch dann vermutet sie, dass ihre Tante Elsbeth mit den Entführern gemeinsame Sache macht. Die Kidnapper würden Lösegeld von ihrem Vater erpressen – und sie dann freilassen. Oder nicht? Sie ahnt nicht, welch teuflischer Plan wirklich hinter ihrer Entführung steckt – und dass ihr Tod bereits beschlossene Sache ist.

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„Man soll vor unangenehmen Dingen nicht davonlaufen!", rief Constance ihrer Mutter nach. „Man kommt nie so weit, dass sie einen nicht doch einholen!"

Ohne die Worte ihrer Tochter zu kommentieren, verließ Michelle den Raum.

„Dickschädel", murmelte Constance und nahm auf dem Sofa Platz. „Komm, setz dich zu mir", forderte sie ihre Tochter auf. „War es schön in Paris?"

„Es war toll", bestätigte das Mädchen und reichte seiner Mutter ein Päckchen. „Das habe ich dir mitgebracht, Ma."

„Ma?", wiederholte Constance verwundert. „Bin ich das etwa?“

Verlegen zuckte Nathalie die Schultern.

„Für Mami bin ich doch jetzt schon zu alt", erklärte sie. „Bei uns im Internat nennen alle ihre Mutter nur Ma."

„Ja, natürlich. Ma klingt viel erwachsener." Leise lächelnd öffnete sie das Geschenk, bei dem es sich um ein französisches Parfum handelte. „Oh, Nathalie ..." Gerührt schaute sie ihre Tochter an. „Du sollst doch nicht dein ganzes Taschengeld für mich ausgeben."

„Großmutter hat den größten Teil dazugegeben. Freust du dich trotzdem darüber?"

„Aber ja." Liebevoll strich sie ihr über das lange, dunkle Haar. „Danke, mein Schatz. – Vielleicht kann ich dir auch eine Freude machen? Was hältst du davon, schon zu Weihnachten und nicht erst im Frühjahr wieder nach Hause zu kommen?"

„Für immer?"

Lächelnd nickte Constance.

„Ich weiß, wir hatten ein Jahr Internatsbesuch ausgemacht. Wenn du so lange dort bleiben möchtest, akzeptiere ich das natürlich. Die Entscheidung liegt allein bei dir."

„Und was ist mit dem Zentrum? Du hast gesagt, das erste Jahr wäre das schwerste."

„Damals wusste ich noch nicht, dass wir kaum Anlaufschwierigkeiten haben würden. Viele Patienten haben mir die Treue gehalten. Außerdem bekommen wir inzwischen von mehreren Kollegen Überweisungen. Dazu haben wir noch die Patienten in der Klinik. Inzwischen läuft unser Zentrum gut; es steht sozusagen auf sicheren Füßen. Dadurch habe ich keine Schwierigkeiten, den Kredit abzutragen. Ich denke, dass auch der Vertrag mit der Klinik verlängert wird."

„Dann kriegst du den Fünfjahresvertrag? Hat Großvater das so bestimmt?"

„Nein." Ernst schüttelte Constance den Kopf. „Das möchte ich auch gar nicht. Vielleicht kannst du verstehen, dass ich eine Vertragsverlängerung durch gute Arbeit erreichen möchte und nicht, weil mein Vater dort zufällig im Aufsichtsrat sitzt."

„Ich verstehe, was du meinst", sagte Nathalie. „Möchtest du wirklich, dass ich schon zu Weihnachten zurückkomme? Was wird dann mit deiner Arbeit?"

„Wenn du in der Schule bist, arbeite ich im Zentrum. Mittags essen wir dann zusammen. Während du anschließend deine Haus­aufgaben machst, erledige ich Schreibarbeiten. Oder ich nehme noch den einen oder anderen Termin drüben im Zentrum wahr. Den restlichen Nachmittag hätte ich Zeit für dich. – Was natürlich nicht bedeutet, dass du dann keine Verabredungen treffen darfst. Du teilst dir deine Freizeit selbst ein."

„Das wird super!", freute sich ihre Tochter. „Wir könnten wie früher an den Wochenenden zu Großvater fahren, im See baden und ausreiten!"

„Du vermisst Diana, nicht wahr?“ Sie wusste, wie sehr Nathalie an der Stute hing, die sie von ihrem Großvater zum dreizehnten Geburtstag bekommen hatte. „Sie wartet schon sehnsüchtig auf dich."

„Echt?"

„Das hat sie mir verraten, als ich sie am letzten Wochenende geritten habe."

„Wann darf ich zu ihr, Ma?"

„Nach der Veranstaltung morgen ist es zu spät für einen Ausritt", überlegte Constance. „Und am Sonntag fliegst du schon zurück. Normalerweise würde ich dich hinfahren, aber dann müsste ich Großmutter allein­ lassen. Um nichts in der Welt käme sie mit zu Großvater." Die enttäuschte Miene ihrer Tochter veranlasste sie zu einem Vorschlag: „Wir könnten vielleicht Hetty bitten, dich abzuholen. Sie lässt sich doch freitags immer in die Stadt zum Frisör fahren. Wenn wir Glück haben, erwischen wir sie dort noch."

„Oh ja!", rief ihre Tochter begeistert aus, aber dann schaute sie ihre Mutter schuldbewusst an. „Bist du auch nicht traurig, wenn ich so schnell wieder verschwinde?"

„Du weißt, wie gern ich dich bei mir habe. Das bedeutet aber nicht, dass wir ständig zusammenhocken müssen. Ich verstehe, dass du so schnell wie möglich zu deinem Pferd willst, Schnuppe."

„Für Schnuppe bin ich doch schon zu groß.“

„Bist du nicht!“

„Bin ich doch!“

„Okay, du hast gewonnen ... Schnuppe!“

Lachend klatschten sie ihre Handflächen aneinander. Diese Wortspielerei machte ihnen auch nach Jahren noch Spaß – seit Nathalie sich zu alt für diesen Kosenamen fühlte.

„Du bist Spitze, Ma!" Temperamentvoll umarmte sie ihre Mutter. „Wir treffen uns ja schon morgen beim Rennen wieder."

„Dann versuche ich jetzt, Hetty zu erreichen."

Die alte Dame beglich gerade die Rechnung, als der Anruf ihrer Enkelin im Frisörsalon einging. Wie erwartet, stimmte Henriette Ellerbrook sofort zu, Nathalie abzuholen. Schon eine Viertelstunde später stoppte der Chauffeur die schwarze Limousine vor dem Haus. Henriette ließ es sich nicht nehmen, die für sie allmählich beschwer­lichen Treppen zu Constances Wohnung hinaufzusteigen. Sie wollte die Frau begrüßen, die sie trotz allem noch als ihre Schwiegertochter betrachtete. Die letzte Zusammenkunft der beiden Damen war anlässlich Nathalies Geburt gewesen. Das lag nun schon mehr als dreizehn Jahre zurück.

„Wie geht es disch, 'etty?", fragte Michelle nach der herzlichen Be­grüßung. „Du siehst gut aus."

„Für mein Alter bin ich noch recht ordentlich beisammen", erwiderte sie resolut. Aufmerksam musterte sie ihre Schwiegertochter, der man die beinah sechzig Jahre nicht ansah. Bis auf die winzigen Fältchen in den Augenwinkeln wirkte Michelles Haut glatt und rosig. Das schwarze Haar war im Nacken zu einem dicken Knoten geschlungen und wies nur vereinzelte Silberfäden auf.

„Wie machst du das nur?", brachte Henriette beeindruckt hervor. „Warum wirst du überhaupt nicht älter, Michelle?"

„Isch lebe allein", entgegnete diese lächelnd. „Das ist die ganze Ge'eimnis."

„Nun ja, Männer bringen oft auch Ärger mit sich", sagte Henriette ver­stehend. „Was aber wäre das Leben so ganz ohne sie? Und wenn man so fabelhaft ausschaut wie du, mangelt es bestimmt nicht an Verehrern.'

„Meine Arbeit vielleischt mansche verehren, aber sonst es gibt nie­manden."

„Sind die Franzosen heutzutage alle blind!? Zu meiner Zeit hatten sie den Ruf, besonders hart­näckig zu sein, wenn eine schöne Frau ihren Weg kreuzte. Du warst erst Mitte dreißig, als du nach Paris zurückgekehrt bist. Außerdem warst du eine gefeierte Künstlerin, der die Welt zu Füßen lag."

„Du vergisst, dass isch misch ’atte lange vor’er von die Bühne verab­schiedet", wandte Michelle ein. „Die paar Auftritte, die isch später ’atte ..."

„... waren große Erfolge", vollendete Constance. „Sei nicht immer so bescheiden, Maman. Du warst eine große Primaballerina, die von allen geliebt wurde."

„... geliebt!?", wiederholte Michelle nachdenklich. „Das nischt war die Art Liebe, die isch wollte. Immer denken die Menschen, es gibt keine größere Glück, als zu sein eine gefeierte Star. Sie nischt wissen von die Einsamkeit, die man verspürt, wenn man kommt nach die Vorstellung in eine leere ’aus. Oder von die Sehnsucht, als Mensch, als Frau geliebt zu werden - nischt nur als Primaballerina. Isch ’abe in meine Leben niemals getroffen eine Mann, der misch liebt ... wie sagt man? ... um misch selbst willen!?"

„Aber Paps ...", begann ihre Tochter, wurde jedoch sofort von Michelle unterbrochen.

„Non, ma chère! Isch selbst 'abe überrascht ihn mit eine andere Frau! Wahr­scheinlisch er misch ’at schon vor’er viele Jahre trompé ... betrogen. Isch sehr dumm war, zu vertrauen ihm."

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