M.P. Anderfeldt - Dunkelheit über Tokyo

Здесь есть возможность читать онлайн «M.P. Anderfeldt - Dunkelheit über Tokyo» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Dunkelheit über Tokyo: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Dunkelheit über Tokyo»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ein junger Mann hat das einsame Leben in einem Shinto-Schrein in den Bergen Nordjapans satt und fängt in Tokyo ein neues Leben an. Er findet Freunde, einen Job und trifft eine junge Frau.
Doch Etwas ist ihm gefolgt aus den Bergen, etwas Gefährliches. Der Tod kommt nach Tokyo und droht sein neues Leben zu zerstören. Und welches Geheimnis verbirgt die junge Frau?

Dunkelheit über Tokyo — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Dunkelheit über Tokyo», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Der Kommissar machte sich Notizen auf einem kleinen Notizblock.

»Haben Sie etwas von dem Selbstmord mitbekommen?«

»Ich war dabei, als die Angestellte ihn am nächsten Morgen gefunden hat.«

»Aha …« Wieder machte er eine Notiz. Das musste er doch alles längst wissen. »Sonst noch etwas?«

»Hmmm … er hat geschnarcht. Ich habe ihn schnarchen hören.«

»Sind Sie sicher, dass das Schnarchen aus der Kabine des Verstorbenen kam?«

»Ja, ziemlich sicher.«

»Ist es nicht seltsam, dass sich jemand erst einmal schlafen legt und sich dann später umbringt?« Ichihara legte seinen Notizblock zur Seite und blickte Takeo durchdringend an.

»Ich weiß nicht. Jetzt, wo Sie es sagen, vielleicht schon.«

»Naja, so ungewöhnlich auch wieder nicht. Vielen Dank, das war’s schon wieder. Wir werden den Fall höchstwahrscheinlich bald abschließen. Für alle Fälle lasse ich Ihnen trotzdem meine Karte hier.« Er erhob sich zum Gehen.

Takeo hielt ihn noch zurück. »Ichihara-san, Sie wissen nicht zufällig, wo ich eine günstige Wohnung finde? Eine wirklich günstige.«

Überrascht drehte sich er Kommissar um. Dann kratzte er sich am Kopf und überlegte. »Haben Sie es schon unter den Bahnschienen versucht?«

»Unter den Schienen?«

»Ja. Da gibt es auch Wohnungen. Wir haben da schon öfters … Leute untergebracht. Weil es manchmal ziemlich laut ist, ist es auch billig. Nicht weit von hier gibt’s ein paar Wohnungen.«

»Arigato gozaimasu.«

Die Wohnungen waren nicht schwer zu finden, man musste einfach nur an den meist erhöht verlaufenden Bahnschienen entlanggehen. Und tatsächlich sah er mehrere Häuser, die direkt unter den Gleisen der Yamanote-Linie lagen. Ein Zug ratterte über die Gleise. Wenn es hier schon so laut war, wie musste sich das erst unter den Schienen anhören?

Aber es war besser als nichts. Sein Onkel hatte ihm bereits einmal die kalte Schulter gezeigt, und wenn der sagte, Takeo solle sich eine Wohnung suchen, dann war es ihm sicher ernst damit. In einem der Häuser stand in einem Fenster im Erdgeschoss ein Schild mit dem Mietbetrag und der Aufforderung, bei Interesse zu klingeln. Zu seiner Überraschung war die Miete wirklich günstig.

Eine winzige, gebückt gehende Frau zeigte ihm ein freies Zimmer. Das viereinhalb Tatami-Zimmer roch nach kaltem Zigarettenrauch und Moder.

»Neu in Tokyo?«

»Hai. Ich bin gerade erst angekommen.«

»Aha.« Sie schlurfte zum Fenster und öffnete es. Dann wandte sie sich ihm zu. »Kein Frauenbesuch nach 22 Uhr.«

»Hai«, antwortete Takeo, doch seine Antwort ging im Lärm eines Zugs unter, der über sie hinwegfuhr. Die Wände zitterten.

Die Alte lachte. »Da gewöhnt man sich dran. Am Anfang brauchst du zum Schlafen wahrscheinlich Ohrenstopfen.«

Dann zeigte sie ihm die Wohnung. »Saubere Wohnung. Alles da. Gasherd. Mikrowelle. Spüle. Hier ist Geschirr. Und hier … der Reiskocher. Ganz neu.« Stolz präsentierte sie einen chromschimmernden Reiskocher der Marke Tiger. Das Display zeigte ein blinkendes ›12:00 PM‹. Sie öffnete eine Tür: »Badezimmer.« Er sah eine winzige Sitzbadewanne und eine kleine Toilette und fragte sich, ob man die Tür überhaupt schließen konnte, wenn man auf dem Klo saß. Naja, irgendwie musste das wohl gehen. Über der Badewanne hing ein abenteuerlich aussehender Boiler. »Der Boiler fürs Badezimmer und die Spüle.«

»So einen hatten wir zu Hause auch.«

»Ach, so ist das. Dann muss ich Ihnen das ja nicht erklären.«

Dann stellte sie sich neben die Eingangstür. »Wollen Sie es?«

»Ja … aber ich weiß nicht, ob ich mir die Kaution leisten kann.«

»Kann jemand für Sie bürgen?«

»Ich denke schon … mein Onkel.«

»Dann sollte das kein Problem sein. Wann wollen Sie einziehen?«

»So bald wie möglich.«

»Kommen Sie morgen Vormittag. Bis dahin mache ich das Zimmer fertig.«

»Hai, arigato gozaimasu.«

Der Arbeiter mit der Hornbrille freute sich, dass Takeo wieder da war. »Die meisten kommen nur einmal.«

»Ich brauche das Geld.«

»Man merkt, dass du nicht von hier bist. Die jungen Leute von hier taugen nichts.« Er klopfte sich auf die Brust. »Ich komme aus Nagano. Ich mache das schon seit 12 Jahren.«

Auch die anderen Arbeiter nahmen nun Notiz von ihm. Einer bot ihm in der Pause etwas heißen Tee aus einer Thermoskanne an. Takeo fühlte sich etwas wohler. Aber die Arbeit war immer noch anstrengend und langweilig. Der Arm, in dem er die Warnkelle trug, schmerzte und vom ständigen Verbeugen meldeten sich in seinem Rücken Muskeln, von denen er keine Ahnung gehabt hatte, dass er sie überhaupt besaß.

Sein Onkel war nicht zu Hause, als er todmüde seinen Futon ausbreitete, sodass er ihm gar nicht die frohe Botschaft von seiner neuen Wohnung überbringen konnte.

Nach viel zu kurzer Zeit riss ihn der Wecker aus dem Schlaf. Er erhob sich und machte sich auf den Weg zu seiner neuen Wohnung. Er kam an dem Park vorbei, wo er mit Mei gesessen hatte und setzte sich erschöpft auf die Stufen. War das nun sein Leben? Unter den Bahnschienen hausen, nachts bis zur totalen Erschöpfung arbeiten und tagsüber schlafen? Ein Mann im Anzug eilte vorüber und betrachtete ihn gleichgültig. Erst dachte Takeo, dass es der Sarariman war, der den Unfall gehabt hatte, aber dann erkannte er seinen Irrtum.

Er fühlte sich einsam, schrecklich einsam. Er legte seinen Kopf zwischen die Beine und war im Nu eingeschlafen.

Etwas Warmes an seiner Wange weckte ihn. Er schreckte auf.

»Da braucht jemand dringend einen Kaffee, was?« Mei saß neben ihm und drückte ihm eine warme Dose Kaffee in die Hand. Sie öffnete eine weitere Dose, die sie für sich selbst geholt hatte.

»Takeo-chan. Ich habe mir Sorgen gemacht.«

Takeo war ganz baff. »Du …«, stammelte er.

»Ja, stell dir nur mal vor.« Sie wirkte ärgerlich. »Ich wusste ja nicht, wo du bist und in einer Stadt wie Tokyo kann man leicht verloren gehen. Hättest dich ruhig mal melden können.« Vorwurfsvoll sah sie ihn an. »Was sagt der Angeklagte zu den Vorwürfen?«

»Ich … ich habe eine Wohnung.«

»Einspruch, das tut hier nichts zur Sache. Aber schön, das freut mich für dich.« Sie lächelte, um gleich darauf wieder grimmig zu schauen. »Wir kommen zur Urteilsverkündung. Der Angeklagte ist schuldig in allen Punkten. Er wird mit einem Tag Mei bestraft. Ohne Bewährung.«

»Ein Tag – Mei?«

»Ich habe morgen frei. Ich kann dir die Stadt zeigen. Weißt du, Tokyo besteht nicht nur aus diesem Park und meinem Konbini.«

»Heute Nacht muss ich arbeiten. Aber morgen … sehr gerne.« Er sah sich um, die Sonne stand hoch am Himmel. »Wie spät ist es eigentlich? Verdammt, meine Wohnung!«

Hektisch sprang er auf und spurtete davon. Nachdenklich lächelnd sah Mei ihm nach und nahm noch einen Schluck Kaffee.

Diesmal musste ihn niemand abholen, Takeo fand die Baustelle alleine. Die Bauarbeiter begrüßten ihn herzlich, für sie gehörte er jetzt schon dazu. Takeo dachte wieder über sein Leben nach, während er sich entschuldigend vor den wartenden Autos verbeugte. Tokyo hatte ihm die kalte Schulter gezeigt, aber er hatte sich nicht unterkriegen lassen. Und irgendwie war ihm Mei ›passiert‹. Was war er für Sie? Vermutlich sah sie in ihm eine Art kleinen Bruder, daher auch die Anrede mit »Takeo-chan«. Wenn ein cooler Typ wie dieser Koji ihr Freund war, dann hatte er natürlich keine Chance. Nein, berichtigte er sich, in jedem Fall hatte er keine Chance. Er ließ die Schultern hängen. Mei war nicht wie die pausbäckigen Mädchen aus seiner Highschool. Sie war clever und hatte Stil. In seinem Heimatdorf würden sie sie für einen Filmstar oder so was halten.

Einer der Bauarbeiter tippte ihm auf die Schulter. Zeit, Pause zu machen. Wieder hatte er vergessen, etwas einzukaufen und nur schnell eine schon etwas braune Banane aus dem Kühlschrank seines Onkels mitgenommen. Er wollte sie sich für die nächste Pause aufheben.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Dunkelheit über Tokyo»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Dunkelheit über Tokyo» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Dunkelheit über Tokyo»

Обсуждение, отзывы о книге «Dunkelheit über Tokyo» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x