M.P. Anderfeldt - Dunkelheit über Tokyo
Здесь есть возможность читать онлайн «M.P. Anderfeldt - Dunkelheit über Tokyo» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Dunkelheit über Tokyo
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Dunkelheit über Tokyo: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Dunkelheit über Tokyo»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Doch Etwas ist ihm gefolgt aus den Bergen, etwas Gefährliches. Der Tod kommt nach Tokyo und droht sein neues Leben zu zerstören. Und welches Geheimnis verbirgt die junge Frau?
Dunkelheit über Tokyo — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Dunkelheit über Tokyo», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Und der Schrein?«
»Den Schrein haben unsere Ahnen vor langer Zeit errichtet. Ich vermute, so lange der Schrein da ist, bleibt auch der Kami dort. Ob der Schrein ihn irgendwie gefangen hält oder ob er einfach dort bleiben möchte – wer weiß das schon. Doch sicher ist: Dieses Wesen gehört nicht in die Welt der Menschen. Es ist wichtig, dass es dort bleibt, wo es ist.«
Sie sah Teru in die Augen. »Wirst du zum Schrein gehen, wenn ich nicht mehr bin?«
»Aber Obaachan, sag doch nicht so etwas. Du lebst doch noch ganz lange.«
»Ich meine es ernst, Teru. Versprich es mir. Bitte.«
»Na gut. Ich verspreche es.«
An dieses Versprechen hatte sich Teru ihr ganzes Leben lang gehalten. Bis ins hohe Alter war sie regelmäßig zum Schrein gegangen und auch jetzt war sie nur ein paar Wochen zu Hause geblieben, weil sie eine schwere Erkältung gehabt hatte.
Doch nun war der ganze Schrein verlassen. Es gab keinen Priester mehr und gewiss war seit Tagen niemand mehr hier gewesen, um zu beten. Teru stand vor dem Haiden und fühlte sich mit einem Mal ganz klein und hilflos. Sie war plötzlich vier Jahre alt, wie ihre Großmutter, als sie den Kami das erste Mal traf. Sie spürte, wie sich etwas hinter ihr aufbaute, etwas Gewaltiges, etwas von ungeheurer Kraft.
Teru drehte sich um.
1
Natürlich war Takeo schon ein paar Mal in der Provinzhauptstadt gewesen. Und Tokyo, dachte er, wäre sicher auch nicht anders, nur eben noch größer. Zumindest hatte er sich das eingeredet. Wie viel größer, das wurde ihm erst klar, als der Shinkansen Schnellzug nach endlosen Industriegebieten durch die Vororte der Stadt sauste. Schon hier gab es große Wohnblocks, Einkaufszentren und Pachinko-Hallen, wahrscheinlich war jede dieser Vorstädte größer als die Stadt, die bisher für ihn das Maß aller Dinge gewesen war.
Die Gleise machten eine sanfte Kurve und der Zug schoss geräuschlos auf Stelzen über weiße, graue und braune Wohnsilos, die aussahen, als hätte ein Kind sie achtlos hingeworfen. Obwohl sie immer noch mit hoher Geschwindigkeit dahinfuhren, brauchten sie noch über eine halbe Stunde, bis eine freundliche Frauenstimme die Fahrgäste darauf hinwies, dass sie bald am Bahnhof Ueno ankommen würden.
Takeo konnte seinen Blick nicht vom Häusermeer abwenden, das unter ihnen lag. Wohnten wirklich in allen Häusern Menschen? Aßen sie dort, sahen sie fern, badeten sie – lebten sie dort? Und in der nächsten Wohnung, gleich daneben, war wieder eine andere Welt, mit anderen Menschen …
So in Gedanken versunken war er, dass er beinahe nicht gemerkt hätte, wie der Zug abbremste. Einige der Reisenden erhoben sich. Takeo erschrak, als sich direkt vor ihm ein hünenhafter, blonder Mann aus seinem Sitz erhob. Er hatte hellgraue Augen und seine Haut war so rosig wie die eines kleinen Schweins. Bisher hatte er Gaijin nur im Fernsehen gesehen. Koharu, ein Mädchen aus seiner Klasse, hatte zwar behauptet, sie hätte einen Onkel aus Amerika, aber vielleicht wollte sie sich auch nur interessant machen, denn niemand hatte ihn je gesehen.
Schnell sah Takeo woanders hin. Er war entschlossen, sich nicht als Hinterwäldler zu outen und starrte mit dem gleichen leeren, desinteressierten Blick vor sich hin, den er bei seinen Mitreisenden beobachtet hatte.
»Oioioi, das ist aber eine große Stadt. Wahnsinn, so was Großes, oder?« Oh nein, dachte Takeo. Der Akzent kam ihm bekannt vor; es klang nach einem alten Mann aus Takeos Heimat. Jetzt bloß nicht umdrehen.
»Oi, oi, oi. Wo ist denn der Tokyo Tower, mein Junge? Den muss man doch sehen«, jetzt tippte er ihm von hinten auf die Schulter. Notgedrungen wandte Takeo sich um. Vor ihm stand ein alter Mann in einer grauen, angesichts des überheizten Zugs viel zu dicken Jacke.
»Meine Tochter hat nämlich gesagt, dass sie da in der Nähe arbeitet. Aber wie soll man den denn sehen vor lauter Häusern?« Takeo nickte unsicher. Die dunkle Haut des Mannes verriet, dass er sich meist draußen aufhielt.
»Sie arbeitet bei einer großen Firma. Am Empfang. Eine ausl ä ndische Firma«, betonte er und sah den Gaijin an, als erwarte er einen Kommentar von ihm. Der Mann blickte ausdruckslos zurück. Hoffentlich hat er das nicht verstanden, dachte Takeo.
Dann griff er in eine Tüte und zog etwas heraus.
»Da! Damit du mal was Ordentliches isst.« Strahlend hielt er dem Jungen einen Apfel hin. Takeo bedankte sich und nahm ihn entgegen. Auch die umstehenden Reisenden bekamen Äpfel, wobei der Mann die Qualität seiner Früchte lobte. Takeo war das Ganze peinlich, Äpfel waren der ganze Stolz seiner Heimat und er hatte Angst, dass der Alte ihn als Landsmann erkennen könnte.
Zum Glück fuhren sie in diesem Augenblick in den Bahnhof ein und der Zug hielt an. Mit einem leisen Zischen öffnete sich die Tür und die Kolonne setzte sich in Bewegung. Auf dem Bahnsteig verabschiedete sich Takeo von dem alten Mann und bat ihn, seine Tochter zu grüßen.
»Mach ich! Heute wollen wir Sushi essen gehen!«
Der Bahnhof wimmelte von Menschen, es schien Takeo wie ein Wunder, dass sie nicht ständig zusammenstießen. Es erinnerte ihn an die Ameisenhaufen, die er als Kind immer wieder beobachtet hatte. Fasziniert betrachtete er die unterschiedlichen Menschen. Büroangestellte in dunklen Anzügen und mit akkurat gescheiteltem Haar hetzten zu ihren nächsten Terminen. Ein paar Mädchen mit aufwendigen Perücken und barocker Fantasiekleidung schlenderten neben ihm. Mit ihren manikürten Fingern tippten sie desinteressiert auf Handys herum, an denen unzählige kleine Plüschfiguren hingen. Wenn einer der Passanten eine Kamera zückte, um ein Foto zu machen, warfen sie sich sofort in Pose und zeigten ebenso routiniert wie gelangweilt das »Peace«-Zeichen.
Zwei ältere Frauen in Kimonos unterhielten sich laut darüber, welchen Zug sie nehmen müssten oder ob ein Taxi nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre.
Ein europäisch aussehender Mann schob einen Kinderwagen, neben ihm ging seine Frau. Noch nie hatte Takeo einen derart riesigen Kinderwagen gesehen, der musste doch überall anecken. Und überhaupt, warum schob der Mann den Kinderwagen? Wenn in seinem Dorf ein Mann einen Kinderwagen schieben würde, würden sich die anderen wahrscheinlich noch Jahre später darüber lustig machen.
Eine schicke junge Frau im adrett sitzenden Businesskostüm eilte in Richtung Ausgang. Das gibt’s bei uns nicht, dachte Takeo. Ihr Gesicht schien völlig makellos, wie das einer Puppe, und sie musterte die Menschen mit einer bewundernswerten Gleichgültigkeit.
Am Ausgang stand eine lange Reihe Taxis. Takeo steuerte auf das erste zu. Die hintere Tür öffnete sich automatisch, der Fahrer stieg aus und nahm ihm den Rucksack ab. Er öffnete den Kofferraum und legte ihn hinein.
Takeo nannte sein Ziel. Der Taxifahrer hielt inne und sah Takeo an.
»Da willst du hin? Mit dem Taxi? Bist wohl neu hier, was?«
»Wieso?«
»Pass mal auf, junger Mann. Du denkst vielleicht, Aomori ist ›ne große Stadt. Aber das ist ein Dreck verglichen mit Tokyo. Wenn ich dich da hinbringe, wo du hinwillst, bist du ein armer junger Mann.« Er legte den Kopf schief und musterte ihn. »Weil, so reich siehst du mir nicht aus.«
Takeo errötete.
»Okay, ich gebe dir einen Tipp. Geh noch mal rein in den Bahnhof und such die Yamanote-Linie. Das ist die Linie, die den großen grünen Kreis fährt. Immer im Kreis. Die nimmst du und fährst bis Ikebukuro. Und dann schaust du weiter. Alles klar?«
Takeo nickte unsicher und bedankte sich. »Hey!«, der Taxifahrer hielt die Hand auf, »Kriege ich keinen Apfel?«
»Das – also … ich …«
»Ein Scherz!«, lachte der Mann und klopfte ihm auf die Schulter, »Nur ein Scherz!« Gut gelaunt drückte er Takeo wieder seinen Rucksack in die Hände und ließ ihn verdattert stehen. Takeo ärgerte sich. Warum wussten nur alle, woher er kam? War sein Akzent wirklich so schlimm? Er blickte an sich herab. Oder verriet ihn seine Kleidung? Seufzend schulterte er seinen Rucksack und machte sich wieder auf den Weg.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Dunkelheit über Tokyo»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Dunkelheit über Tokyo» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Dunkelheit über Tokyo» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.