M.P. Anderfeldt - Dunkelheit über Tokyo

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Dunkelheit über Tokyo: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein junger Mann hat das einsame Leben in einem Shinto-Schrein in den Bergen Nordjapans satt und fängt in Tokyo ein neues Leben an. Er findet Freunde, einen Job und trifft eine junge Frau.
Doch Etwas ist ihm gefolgt aus den Bergen, etwas Gefährliches. Der Tod kommt nach Tokyo und droht sein neues Leben zu zerstören. Und welches Geheimnis verbirgt die junge Frau?

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Es war bereits dunkel, als er das Haus erreichte, in dem sein Onkel lebte. Ein freundlicher Polizist in einer winzigen Polizeibox hatte ihm geduldig den Weg erklärt, sonst hätte er es wohl nie gefunden. Er war nervös und ihm fiel ein, dass er gar kein Geschenk dabei hatte. Zum Glück hatte er am Eck einen Convenience Store gesehen. Rasch ging er dorthin zurück.

Die strahlend hellen Neonröhren im Laden taten seinen Augen weh. Er überlegte, ob er Bier oder Sake kaufen sollte, oder doch das billigere, bierähnliche Malt? Er beschloss, sich nicht lumpen zu lassen und entschied sich für zwei große Dosen echtes Bier. Yebisu, das hatte sein Vater getrunken, wenn er etwas feiern wollte. Dazu noch etwas zu knabbern. Das Mädchen an der Kasse sah ihn prüfend an.

»Darfst du überhaupt schon Bier trinken?«

»Äh, ja … natürlich.« Takeo räusperte sich und versuchte, erwachsen zu wirken. Vermutlich wenig überzeugend, dem Mädchen schien das aber zu genügen.

»Okay.« Gleichgültig scannte sie seine Waren, auf dem Display der Kasse erschien die Summe. Als Takeo in seinem Geldbeutel kramte, stellte er fest, dass seine Barreserven bereits erschreckend zusammengeschmolzen waren.

»Wenn du kein Geld hast, kannst du mich auch in Äpfeln bezahlen.«

Takeo sah das Mädchen an und spürte, wie er knallrot anlief.

»Entschuldige, das war ein dummer Scherz. Wirklich. Es tut mir leid.« Sie verbeugte sich, griff dann unter die Theke und packte ein paar Mini-Tütchen mit Knabberzeugs mit in die Tüte. »Hier, das ist für dich. Gratis-Service.«

Aus irgendwelchen Gründen war das Mädchen auch rot geworden. Immerhin – vielleicht war ihr der Scherz ja wirklich peinlich gewesen. Takeo bedankte sich und verließ den Laden.

Als er bei seinem Onkel klingelte, fragte er sich, ob es nicht schon zu spät sei. Aber schließlich hatte sein Onkel ihm ja immer wieder versichert, dass er jederzeit zu ihm kommen könne. Er hielt den Atem an.

Schlurfende Schritte näherten sich der Tür und blieben dann stehen. Vielleicht sah sein Onkel durch den Türspion. Takeo lächelte. Dann öffnete sich die Tür.

»Guten Abend, Masao-ojisan!«

»Ah, Takeo-kun, was machst du denn hier?«

»Naja, du hattest doch gesagt, ich könne jederzeit …«

»Ach so … ja.« Er warf einen Blick auf Takeos Rucksack. Er sah übermüdet aus, fand Takeo. Bekleidet war er lediglich mit einem schon etwas abgetragen aussehenden Bademantel. Vielleicht war er gerade aus der Badewanne gekommen.

»Was ist denn?«, meldete sich eine Frauenstimme hinter dem Onkel.

»Nichts, falsche Tür.«

Als Takeo ihn entsetzt ansah, entschuldigte er sich: »Heute ist es grad ungünstig. Du verstehst das sicher.« Er lächelte und zeigte mit dem Kopf nach hinten, »Gomen, ne.«

»Masao-chan? Komm doch wieder ins Bett …«

Er zwinkerte Takeo zu. »Ich komme, Liebling.«

Dann kramte er in einer Tasche neben der Tür und steckte Takeo ein paar Scheine zu.

»Geh ins Kino oder so. Komm doch morgen wieder, sagen wir … 10 Uhr? Bis dann!« Damit schlug er die Tür zu und Takeo war wieder allein.

Im giftgrün gestrichenen Flur zählte Takeo das Geld, das ihm sein Onkel gegeben hatte: 900 Yen. In was für ein Kino sollte er damit gehen? Takeo war sauer, aber er traute sich auch nicht, nochmals zu klingeln. Verdammt, warum hatte er auch nicht vorher angerufen? Natürlich wusste er, warum. Er hatte befürchtet, dass es seinem Onkel nicht passte und er sich dann niemals nach Tokyo wagen würde. Aus dem gleichen Grund hatte er sich auch von niemandem verabschiedet; weil er Angst hatte, dass er sich zum Bleiben überreden lassen würde.

Eine Frau mittleren Alters ging an ihm vorbei, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Er war aber sicher, dass sie ihn genau betrachtet hatte. Naja, hier konnte er sowieso nicht bleiben. Eine Weile stand er noch vor der Tür, dann ging er langsam die Treppe hinunter.

Dunkel war die Gasse und der Asphalt war ein schwarzes Loch, das direkt in die Hölle führte. Einzig der Himmel schimmerte gelblich und betonte die grotesken Silhouetten der eng zusammenstehenden Häuser. In diesem Augenblick schaltete die Ampel an der großen Straße auf grün und ließ ihre Melodie ertönen. Unbewusst murmelte Takeo den Text des Kinderlieds mit.

Geht hindurch, geht hindurch.

Wohin führt dieser enge Pfad?

Es ist der schmale Pfad zum Tenjin Schrein.

Hineingehen ist einfach, doch der Rückweg ist grauenvoll.

Geht hindurch, geht hindurch.

Auf einmal schien es ihm, als ginge er durch völlige Dunkelheit, doch als er hochblickte, war der Himmel von dem gleichen blassen Gelb wie vorher. Er schüttelte sich, um den bösen Traum loszuwerden.

2

Er blieb vor dem Schaufenster des Convenience Store stehen, ratlos, was er tun sollte. Eine Frau mit einem kleinen Mädchen hatte gerade an der Kasse bezahlt. Die Mutter wirkte sehr müde. Die Angestellte an der Kasse zog einen Lolli aus einer Schublade, zeigte ihn unauffällig der Frau und als die nickte, lief sie um die Theke herum, kniete sich vor dem Kind auf den Boden und gab ihm strahlend die Süßigkeit. Das Kind lachte und Takeo erkannte an seinen Lippen, dass es »Arigato!« rief.

Die Szene erinnerte Takeo frappierend an seinen Traum von seinem Leben in Tokyo und kam ihm völlig unwirklich vor. Zögernd betrat er das Geschäft.

»Irasshaimase!«, rief die junge Verkäuferin routiniert, ohne richtig aufzusehen. Takeo schlurfte unschlüssig zu den Zeitschriften und begann, darin zu blättern. Da nahm ihn das Mädchen wahr.

»Was?«, murmelte sie überrascht. Takeo drehte sich nicht herum. Was sollte er auch sagen? Er sah auf seine Uhr. Verdammt, gerade mal 21:34. Für ein Hotel hatte er nicht genug Geld. Ein Love Hotel? So etwas kannte er nur aus dem Fernsehen, war das überhaupt billiger als ein normales Hotel? Dann vielleicht doch ins Kino? Sein Geld zusammen mit dem, was ihm sein Onkel gegeben hatte, sollte dafür ausreichen. Aber Kinos hatten doch nicht die ganze Nacht geöffnet, oder? Seufzend blätterte er um. Erst jetzt nahm er wahr, was er da in der Hand hatte – irgend so ein Manga. Schulmädchen mit Matrosenuniform und langen Zöpfen sahen ihn aus riesigen Augen an. Neben ihm stand ein Mann mittleren Alters in einem hellen Trenchcoat, den Aktenkoffer hatte er zwischen den Füßen abgestellt. Er las in einer Computerzeitschrift.

Das Mädchen brachte einen Karton voller Magazine und setzte ihn auf dem Boden ab. Dann begann sie damit, sie einzuräumen. Takeo konnte deutlich sehen, dass sie ihn immer wieder von der Seite ansah. Demonstrativ vertiefte er sich in sein Manga und tat so, als sähe er sie nicht. Er hatte gerade wirklich keine Lust, mit jemandem zu sprechen.

Schweigend nahm sie einen Stapel nach dem anderen aus dem Karton und stellte ihn in das entsprechende Fach. Jedes Mal, wenn ein neuer Kunde den Laden betrat, rief sie lautstark »Irasshaimase!« Hin und wieder eilte sie zur Kasse, um etwas abzukassieren.

Das Handy des Mannes neben Takeo vibrierte.

Der Mann sah sich um, nahm ab und flüsterte: »Ja? … Du sollst mich doch nicht während der Arbeit anrufen. … Was? 39 Grad? Das ist in dem Alter doch nichts Ungewöhnliches, oder? … Nein, leider nicht. Ich muss dann noch mit den Kollegen was trinken gehen. … Nein, das kann ich wirklich nicht. Ich schlafe im Büro. Oder bei Nakamura-kun. … Ja, ich rufe dich morgen früh an.« Mit einem Piepen legte er auf.

Der Mann sah auf seine Uhr. Er räumte die Zeitschrift, in der er gelesen hatte, ordentlich auf, nahm seinen Aktenkoffer und ging zum Kühlregal, in dem das Bier stand.

Die Angestellte nahm eine Handvoll Magazine aus dem Karton und räumte sie in das Fach direkt vor Takeo. Takeo sah auf. Auf dem Titelbild war ein Mädchen im weißen Bikini abgebildet, das lasziv an ihrem Finger lutschte. Die Angestellte sah Takeo an und lächelte. Er wurde rot.

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