Helmut Lauschke - Der Arzt Björn Baródin

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Vom Werdegang und der Persönlichkeit eines Arztes in seiner vielseitigen Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen Seele und äußerer Wirklichkeit. Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Auf die Zunahme der Streepsychosen hat die Psychiatrie im besonderen Maße einzugehen.

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Nachdem er die Geschichte mit dem Schriftsteller und der synoptischen Nachbetrachtung des Professors ausführlich geschildert hatte, kam er auf die Überraschung zu sprechen, als ihn der Professor fragte, ob er die ersten Verse aus dem Prolog zu Goethes “Faust” aufsagen könne. “Das war aber eine Überraschung”, gab ihm Mutter Vera Recht. “Konntest Du ihm denn die ersten Verse aufsagen?”, fragte sie und fuhr fort: “Ich erinnere mich an eure “Faust”-Aufführung zum Schulabschluss, die mir sehr gut gefallen hat. Aber hast Du je danach wieder im “Faust” gelesen?” “Nein, das habe ich nicht”, gab Björn offen und beschämt zu. Mutter Vera: “Was konntest Du denn nun aus dem Prolog aufsagen?” Björn: “Ich kratzte meine letzte Erinnerung zusammen und sagte ihm die ersten Verse auf. Ich muss hinzufügen, dass von einer flüssigen Rezitation keine Rede war.” Mutter Vera: “Und was hat der Professor zu den aufgesagten Versen gesagt?” Björn: “Er sagte, dass das nicht Goethe, aber auch nicht schlecht war, was ich aufgesagt hatte, und meinte, dass ich mir den “Faust” wieder zur Hand nehmen und den Prolog gründlich durchlesen solle. Denn es handele sich hier, so fuhr der Professor fort, um eine große Dichtung, an der der Dichter einen Großteil seines Lebens gearbeitet habe, die es verdiene, dass man sie sich zu Herzen nehme.” Mutter Vera: “Da hat doch der Professor nicht Unrecht, auch wenn ich in meiner Schulzeit in Polen vom “Faust” und seinem Verfasser nichts gehört habe. Da wurde nur die polnische und etwas die russische Literatur gelesen, aus der auch die Themen für unsere Aufsätze kamen.” Björn: “Versteh mich richtig, Mutter, ich habe da nicht widersprochen. Vielmehr hat der Kommentar des Professors bei mir wie eine Bombe eingeschlagen und ein bleibendes Engramm gesetzt. Ich habe mir fest vorgenommen, im “Faust” noch vor Beginn der Examina zu lesen, denn ich rechne fest damit, dass der Professor in der Prüfung mich nach dem Beginn des Prologs wieder fragen wird.” Mutter Vera: “Wann ist denn die erste Prüfung?” Björn: “Die erste Prüfung ist in drei Wochen in Pathologie und die zweite Prüfung eine Woche später in Hygiene und Bakteriologie.” Mutter Vera: “Hast Du den Prüfungsbammel oder fühlst Du dich in deinem Wissen sicher?” Björn: “Bei dem Wust an Stoff kannst Du nicht alles wissen. Da braucht man schon das Glück im Examen. Und in meiner Gruppe haben wir mit der Paukerei begonnen, zweimal in der Woche von abends acht bis Mitternacht.” Mutter Vera: “Du hast Recht, alles wissen kann man nicht, da braucht ihr fürs Examen auch das Glück, das ich dir von Herzen wünsche.”

Mutter Vera räumte das Teegeschirr zusammen und brachte es in die Küche. Während Jasmin der Mutter beim Raustragen des Geschirrs half, war Björn im Wohnzimmer sitzen geblieben, wo er seinen Gedanken nachhing, die die Familie, das Examen und, wenn alle Prüfungen gut gelaufen sind, den Beruf des Arztes betrafen. Aus der Küche rief Mutter Vera die Frage ins Wohnzimmer, ob Björn nicht mal aus der “russischen” Sonate spielen wolle, die sein Vater in den letzten Tagen seines früh verblichenen Lebens verfasst hatte, von der die ersten beiden Sätze, das >Allegro non molto< in c-Moll und das >Andante con expressive< in b-Moll, fertig geschrieben sind, dagegen der letzte Satz, das >Allegro mit Fuge< in As-Dur, unvollendet geblieben war, weil ihn da der Tod vorm Fertigschreiben weggerissen hatte. Diese unvollendete Sonate war das große Vermächtnis eines großen Pianisten, der schon mit jungen Jahren in den Konzertsälen der Welt zu Hause war. Dieses Vermächtnis wurde von Mutter Vera und dem Sohn wie ein Heiligtum behandelt. Da die Mutter keine Reaktion aus dem Wohnzimmer hörte, trat sie in die Küchentür, ließ nun die Frage weg und bat den Sohn, aus der Sonate zu spielen. “Björn, tu mir den Gefallen, setz dich an den Flügel und spiel aus Vaters Sonate!” Björn, der auf diese Bitte seine Vorausgedanken in die Zukunft abbrach, sah in das erwartungsvolle Gesicht der Mutter, die in der Küchentür stand und auf die Reaktion ihres Sohnes wartete. Björn: “Mutter, wo ist die Sonate?” Mutter Vera: “Sie liegt auf dem Flügel unter Schumanns “Kinderszenen”. Björn folgte der Bitte der Mutter, zog Vaters Sonate unter den “Kinderszenen” heraus und setzte sich an den Flügel, der immer gut gestimmt war, so wie draußen der Rasen immer kurz geschnitten und die rechteckigen Tulpenbeete immer in bester Verfassung waren.

So spielte der Sohn aus Vaters “russischer” Sonate, deren Vorgeschichte der Entstehung die Mutter viele Male erzählt hatte, die mit dem Begräbnis von Björn’s Großvater Ilja Igorowitsch Tscherebilski, der nach dem Krieg der erste russische Stadtkommandant der Stadt Bautzen in der Oberlausitz war, zusammenhing. Der Großvater, der ein gebildeter Mann war und fünf Sprachen sprach, der in der Literatur der fünf Sprachen bewandert war und die großen deutschen Dichtungen kannte und vieles aus dem Stegreif daraus rezitierte, soll auch ein hervorragender Pianist mit einem phänomenalen Gedächtnis gewesen sein. Er hatte Boris Baródin, der Name Baródin kommt von der Mutter seines Großvaters, die Katharina Zwetlana Baródin hieß, zuletzt in Moskau erlebt, wo Boris das zweite Brahms’sche Klavierkonzert in B-Dur mit überwältigendem Erfolg gespielt hatte. Nur wenige Wochen später sei der Großvater Ilja Igorowitsch, den Boris sehr geliebt und als seinen ersten Klavierlehrer sehr verehrt hatte, im Koma nach einem zweiten Schlaganfall gestorben.

Björn spielte das >Allegro non molto<, den ersten Satz und legte in sein Spiel das tiefe Gefühl der Bewunderung für seinen hochmusikalischen Vater. Unzählige Male hatte er, der sich auf dem Klavier nach vielen Jahren des Unterrichts sehr gut auskannte, aus der “russischen” Sonate gespielt, und unzählige Male hatte ihm die Mutter dabei zugehört und dem geliebten Komponisten nachgeträumt. Sie selbst kannte und spielte die Sonate auswendig, nachdem sie nach dem ersten Unterricht durch Boris sich nach seinem Tod das Klavierspielen als Autodidaktin angeeignet hatte. Denn es war der Wunsch von Boris Baródin, aus Vera eine Pianistin zu machen, als er sich bereits in Warschau anlässlich seines Konzertes mit der Warschauer Philharmonie unter dem großartigen Dirigenten Wiktor Kulczynski von ihrer herausragenden Musikalität überzeugt hatte und ihr die ersten Schritte des Klavierspiels auf dem Flügel im Musiksaal des Polnischen Hofes beibrachte. Oft hatte Mutter Vera von der Begegnung mit Boris im Polnischen Hof ihrem Sohn erzählt. So hatte sie es durch Ausdauer und Fleiß im Üben zu einer Fingerfertigkeit gebracht, die Björn, der ihr bei ihrem Wunsch, das Klavierspielen zu erlernen, hilfreich war, soweit es seine Studienzeit zuließ, ebenso ins Staunen versetzte wie einige ihrer musikliebenden Freunde, vor allem jener, die den großen Pianisten Boris zu seinen Lebzeiten am Flügel gehört hatten.

Mutter Vera saß auf dem Sofa, und Jasmin hatte sich an sie geschmiegt. So hörten beide mit der größten Aufmerksamkeit dem Spiel zu. “Großartig, wie Du den Satz spielst”, sagte die Mutter, als Björn den ersten Satz beendet hatte. Aus ihren Worten war die große Liebe, die sie für Boris auch jetzt empfand, nicht zu überhören. So wunderte es nicht, dass sie von seiner Tondichtung begeistert war, als sie sagte: “Da spricht doch eine große Sehnsucht aus der Musik.” Björn ergänzte: “Und das Leid, dass Menschen der Liebe wegen auf sich nehmen.” Mutter Vera: “Das stimmt auch. Ich kann die Sonate, die so viel Gefühl ausdrückt, immer wieder hören und höre jedesmal neue Dinge heraus, die Boris da vertont hat.” Björn: “Vater muss ein begnadeter Musiker und großartiger Pianist gewesen sein. Wie sonst hätte er diese Musik schreiben können, bei der mir die Tränen der Bewunderung kommen, sooft ich aus der unvollendeten Sonate spiele.” Mutter Vera: “In der Tat war dein Vater ein musisch begnadeter Mensch, der mit jungen Jahren zahlreiche deutsche und internationale Preise bei seinen Konzerten einspielte. Zuletzt hatte ihn Leonard Bernstein, der bei den Kieler Musikwochen auf Boris stieß, nach New York zum Vortrag des zweiten Brahms’schen Klavierkonzertes eingeladen, nachdem der junge Igor Sergej Majakowski, der hochmusikalische Dirigent der Moskauer Philharmonie, Bernstein von Boris und seinem hervorragenden Brahms-Spiel vorgeschwärmt hatte.” Björn: “Schade, dass ich diesen Pianisten, der mein Vater war, nicht zu seinen Lebzeiten kennengelernt habe. Unter seiner Anleitung und Führung hätte ich mich wahrscheinlich auch für die Musik und nicht für die Medizin entschieden.” Mutter Vera: “Das glaube ich auch, denn Boris riss nicht nur die Menschen durch sein Spiel mit, sondern er war in seiner schönen Erscheinung eine äußerst sympathische und mitreißende Persönlichkeit. Bei seiner Kinderliebe wäre er dir ein lieber Vater gewesen, davon bin ich fest überzeugt. Er hätte dich im Huckepack durch die Welt getragen.”

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