Helmut Lauschke - Der Arzt Björn Baródin

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Vom Werdegang und der Persönlichkeit eines Arztes in seiner vielseitigen Tätigkeit im Spannungsfeld zwischen Seele und äußerer Wirklichkeit. Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Auf die Zunahme der Streepsychosen hat die Psychiatrie im besonderen Maße einzugehen.

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Ab elf klingelte das Telefon. Gute Freunde gratulierten der Mutter zum Geburtstag mit den guten Wünschen für das neue Lebensjahr. Auch kamen zwei Anrufe aus Polen, wo die jüngeren Brüder der älteren Schwester zu ihrem Ehrentag in der Sprache ihrer Mutter gratulierten. Die polnische Mutter selbst konnte es nicht mehr tun, sie war vor drei Jahren an einem fortgeschrittenen Unterleibskrebs, der nicht mehr zu operieren war, gestorben. Dann läutete es an der Haustür. Nachbarn und Bekannte erschienen, um der Mutter ihre Glückwünsche auszusprechen, wobei einige von ihnen Blumensträuße als Geste der Zuneigung und der guten Nachbarschaft überreichten. Es gab Menschen, die Mutter Vera ins Wohnzimmer bat, wo sie mit einer guten Tasse Kaffee, den Jasmin aufgegossen hatte, einen gemütlichen Plausch hielten, den die Mutter aber nie länger als eine halbe Stunde dauern ließ. Da es etliche Menschen, meist Frauen ohne ihre Männer waren, die zur Tasse Kaffee hereingebeten wurden, blieb Jasmin für gut zwei Stunden im Trab des Pendelverkehrs zwischen Küche und Wohnzimmer, um frischen Kaffee aufzugießen, die gebrauchten Tassen, Untertassen und Teelöffel zu spülen, sie gespült und abgetrocknet auf den Klubtisch im Wohnzimmer zu stellen, die aufgefüllte Kaffeekanne aus der Küche zu bringen, den frischen Kaffee in die Tassen einzugießen und Milchkännchen und Zuckerdose je nach Gebrauch aufzufüllen. Die Gratulationscour nahm gegen halbzwei mittags ihr Ende, als die ältere redefreudige Dame, die eine Nachbarin aus dem übernächsten Haus war, mit der Mutter hin und wieder Plausche über die Gartenhecke führte, wenn sie zum Einkaufen in den nächsten Supermarkt ging, der einige Straßen weiter in der Lindenberger Straße war, oder von diesem Supermarkt zurückkehrte, als diese Dame das Haus verließ, die beim Gang vom Wohnzimmer bis zur Haustür sicher viermal ihre guten Wünsche zum neuen Lebensjahr aussprach. Ihr Mann mit dem Hörgerät im linken Ohr sagte dagegen kein Wort, selbst dann nicht, als er sich an der Haustür mit Handschlag von der Mutter verabschiedete. Mutter fand den alten Herrn aufgrund seiner Zurückhaltung, die bis zum völligen Schweigen ging, gegenüber der “dämlichen” Quasselstrippe recht sympathisch.

Jasmin räumte das Kaffeegeschirr vom Klubtisch und brachte es in die Küche, wo sie es gestapelt neben der Spüle abstellte, die Untertassen alle übereinander, bei den Tassen jeweils eine auf der andern. Mutter Vera hatte ihre Kinder zum Mittagessen in einem vornehmen Restaurant in Pankow eingeladen, das mit der S-Bahn schnell zu erreichen war. Bis sie das Haus verließen, klingelte es noch einmal an der Tür, wo der Fahrer von Interflora einen Geburtstagsstrauß überreichte und sich die Überreichung quittieren ließ. Weil Mutter oben in ihrem Schlafzimmer war, um sich zum Ausgehen anzukleiden, war es Björn, der den Strauß entgegennahm und den Empfang durch Unterschrift quittierte. Der Sender musste eine besondere Zuneigung zur Mutter haben, denn es war auch ein Rosenstrauß. Neun gelbe Rosen waren es, die mit einer Klarsichthülle umwickelt waren, der eine gelbe Schleife aufsaß. Mit einer Nadel war ein Briefumschlag angesteckt, auf dem “Vera Breiting, Berlin-Blankenburg, Suderoder Straße 3” in schöner Handschrift geschrieben stand. Björn brachte den Strauß mit den gelben Rosen der Mutter, die mit ihren letzten Vorbereitungen vor dem Schlafzimmerspiegel zugange war. An der Handschrift auf dem angesteckten Umschlag erkannte sie sofort den Absender. “Ach, die gute Lydia”, sagte sie, “die vergisst meinen Geburtstag nie.” Lydia Lodz war eine frühere Kollegin im Polnischen Hof in Warschau, die gerne mit ihr in den Westen gegangen wäre, was ihr aber, weil sie nicht einen Promotor wie den Sowjetgeneral Sergej W. Woroschilow hinter sich hatte, wie Mutter ihn hinter sich hatte, weil nach dem Begräbnis von Ilja Igorowitsch Tscherebilski in Moskau, an dem auch der General teilgenommen hatte, Boris Baródin ihn um seine Unterstützung gebeten hatte. Dieser General war noch ein junger Major, als er Boris nach seiner Geburt in Bautzen in den Armen hielt, wo Generalmajor Tscherebilski, der Vater von Boris, der erste Stadtkommandant nach dem Kriege war. So lehnten die polnischen Behörden anders als bei Mutter Lydias Ersuchen mit Einzug des Reisepasses und ohne Angabe von Gründen ab. Es war die Zeit des kalten Krieges. Doch seit den Tagen der gemeinsamen Arbeit im Polnischen Hof war die Freundschaft lebendig geblieben, die die vielen zurückliegenden Jahre nicht verblasst hatten. Zwischen beiden wurde durch all die Jahre der Briefverkehr aufrechterhalten, wobei mit vierteljährlicher Regelmäßigkeit die Briefe von einer Seite zur anderen wechselten.

Jasmin hatte Tränen in den Augen, als Mutter Vera, die trotz ihrer Jahre eine schöne Frau geblieben war und ihren jugendlichen Charme behalten hatte, die Treppe mit den gelben Rosen in der linken Hand herunter kam. “Was ist, mein Kind? Warum die Tränen?”, fragte sie und drückte Jasmin an sich. “Warum hat Vater noch nicht angerufen und dir zum Geburststag gratuliert?”, schluchzte sie in die rechte Hand der Mutter, die ihren Kopf sanft gegen sich gedrückt hielt. Die Mutter suchte nach einer verständlichen Erklärung, die das Problem auflöste, das bei Jasmin zum Tränenausbruch geführt hatte. “In New York ist noch Nacht, oder der Morgen beginnt gerade erst zu dämmern”, versuchte die Mutter das Schluchzen des Kindes zu stillen. “Aber wenn ein Mensch den andern lieb hat, dann spielt das mit der Nacht oder der ersten Dämmerung doch keine Rolle”, erwiderte Jasmin. Die Mutter merkte die Schwäche ihrer Erklärung und fand so schnell keine bessere, die Jasmin akzeptieren würde. So sagte sie im Bemühen, das Kind aus der seelischen Not zu befreien, dass Vater sicher anrufen wird, wenn er ausgeschlafen und seine erste Tasse Kaffee getrunken hat. Björn, der die “Tragödie” vom Wohnzimmer aus verfolgt hatte, kam heraus, nahm der Mutter den Rosenstrauß aus ihrer linken Hand, holte eine Vase aus der Vitrine, füllte sie mit Wasser, steckte die gelben Rosen in die Vase und stellte sie neben die Kristallvase mit den fünf roten Rosen auf den abgeräumten Frühstückstisch, auf dem außer den beiden mit Rosen gefüllten Vasen nur noch die geöffnete rote Schachtel mit der Silberkette und der Umschlag mit dem aufgemalten roten Herz und dem eingesteckten Geburtstagsbrief von Jasmin lagen.

Nachdem die Mutter ihre traurige Jasmin getröstet hatte, zumindest konnte sie ihr Schluchzen zum Stehen bringen, verließen die drei das Haus und begaben sich zur nächsten S-Bahn-Station, um mit der Schnellbahn nach Pankow zu fahren, wo sie in einem guten Restaurant zu Mittag essen wollten. Björn und Jasmin nahmen auf dem Weg die Mutter in die Mitte, die sich beim Sohn links einhakte, während sie mit der rechten Hand die linke Hand von Jasmin hielt. Sie hatten sich nicht zu sehr verspätet, als sie das Restaurant betraten. Sie bekamen von einer jungen freundlichen Serviererin einen Tisch am Fenster zugewiesen, von dem sie, da die vorherigen Gäste gerade den Tisch verlassen hatten und die anderen Tische besetzt waren, die gebrauchten Teller, Bestecke, Tuchservietten und Biergläser abräumte und die bekleckerte Tischdecke durch eine frische ersetzte, deren Bügelfalten nach Auslegen von ihr und der Mutter gemeinsam glatt gestrichen wurden. Aus Anlass ihres Tages bestellte Mutter Vera eine Flasche Beaujolais zum Kalbsfilet mit Bratkartoffeln, Pilzsauce und jungen Bohnen. Als Getränk bestellte Jasmin für sich einen Apfelsaft. Es dauerte nicht lang, und das Essen wurde auf großen Tellern serviert. Der Appetit hatte sich beim Blick auf die Teller noch gesteigert. Die Serviererin schenkte den Rotwein in die Weingläser, und für Jasmin den Apfelsaft in das Saftglas. Beim Entfalten der Tuchservietten wünschte die Serviererin in einem Deutsch mit russischem Akzent den guten Appetit. Das Filet schmeckte vorzüglich, nicht weniger mundete der rote “Saft” von den sonnigen Rhônehängen. Es wurde auf das Wohl der Mutter getrunken, Björn tat es mit Beaujolais und Jasmin mit holsteinischem Apfelsaft.

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