Martin Pfaff - Grenzgänger

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Professor Dr. Martin Pfaff beschreibt in seinem Buch seine einzigartige Reise: Ein Weg, der eine lange Suche wurde, mit dem Ziel, den Sinn des Lebens zu erkunden. Auf allen Ebenen hat der Autor Grenzen überwunden: spirituelle, kulturelle, politische Grenzen ebenso wie Mauern im Inneren.
Das Buch beginnt mit der Jugend eines Mannes, dessen Kindheit vom Katholizismus geprägt ist, der nach Indien gelangt und dort die großen Religionen des Landes entdeckt. Professor Dr. Martin Pfaff berichtet dem Leser über seinen äußeren und inneren Weg. Darüber, wie er sich immer wieder selbst neu erfinden muss, um die Welt um sich herum mit zu gestalten. Er ist dabei der ehrenamtliche Mitbegründer von Blindenschulen in Indien, wird Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und schafft eine außerordentliche wissenschaftliche Karriere in den USA und Deutschland. Durch sein politisches Engagement wird er schließlich Mitglied des Deutschen Bundestages in mehreren Legislaturperioden.

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Schon beim Eintreffen in der anglikanischen Kirche war mir eine junge Frau aufgefallen: Inmitten der bunten Vielfalt der weiblichen Kleidung stach sie hervor wie eine Lichtgestalt: im weißen Punjabi-Kleid – dem Salvar Kamiz – mit einem schönen ovalen Gesicht, umringt von dunklen Haaren und mit leuchtenden dunklen Augen. Sie strahlte geradezu von innen heraus. Später sollte ich erfahren, dass sie Jane war, die älteste Tochter der Joshuas.

Eine Woche später folgten wir der Einladung der Joshuas, als ihre Gäste bei ihnen zu wohnen. Wir nahmen diese Einladung gerne an. Wie wir lernten, war Herr Joshua der einzige Christ in der Regierung der Provinz Punjab. Er war ein Experte in Punjabi, der Sprache der Provinz, und hatte mehrere Bücher in dieser seiner Muttersprache geschrieben. Frau Dr. Joshua unterrichtete in einer Medical School zur Ausbildung von Krankenschwestern. Ihre älteste Tochter Jane, dreiundzwanzig Jahre alt, wollte ihre Ausbildung als Ärztin („M.B.B.S.“) innerhalb eines Jahres abschließen. Die zweite Tochter Mariamm (Spitzname: „Riffeth“) studierte Mathematik am College. Der älteste Sohn „Raju“ studierte mit dem Ziel Bachelor of Arts (B.A.). Sein sechzehnjähriger Bruder „Sam“, sehr klug für sein Alter, studierte für seinen Bachelor of Arts in Volkswirtschaftslehre. Dann kam der vierzehnjährige „Kaka“, Schüler in der Secondary School (Gymnasium). Seine Schwester „Baby“ besuchte die Klosterschule für Mädchen. „Sonny“ Emanuel war der Jüngste, voller Streiche den ganzen Tag: Er besuchte den YMCA-Kindergarten.

Diese Familie sollte unser Zuhause für die nächsten Wochen werden. In Erinnerung geblieben sind mir vor allem die Diskussionen beim Mittagstisch und beim Abendessen. Wir tauschten uns aus über das Leben in Europa und in Pakistan, über die Rolle der Jugend, ihre Freiheiten und Sorgen. Offenbar machten vor allem Jane und Mariamm einen großen Eindruck auf mich. Am besten greife ich auf den Eintrag in meinem Tagebuch zurück: „Ich war sehr beeindruckt von der lieblichen Würde von Jane und Mariamm. Ich weiß nicht, ob ich zwei wie sie in unserer Stadt Baden finden könnte. Jane wird eine erstklassige Ärztin im kommenden Jahr. Und als Tochter eines Stellvertretenden Ministers könnte sie ein leichtes Leben führen. Aber sie – und Mariamm – arbeiten zu Hause, waschen ihre eigenen Kleider und helfen mit, das Essen für die Familie vorzubereiten. Ich bin sicher, dass ihre zukünftigen Männer sehr glücklich mit ihnen sein werden.“

Der Motor unseres Volkswagens machte mir Kummer. Ein örtlicher Mechaniker hatte ihn ausgebaut. Seine Diagnose: Die Kolbenringe hatten ihre Elastizität verloren und die Ventile mussten nachgeschliffen werden. Die Suche nach Kolbenringen brachte in Lahore keinen Erfolg. Sie mussten von Mian Brothers aus Karachi angeliefert werden.

Zudem waren die Einfuhrerlaubnis und die Zollbefreiung noch immer nicht in Lahore eingetroffen. Der High Commissioner schickte mehrere Telegramme nach Delhi. Die stereotype Antwort, wiederholt gegeben: „Case considered“ – „Ihr Fall ist in Überprüfung!“ Zudem sollte das Büro des High Commissioners am 10. Juli 1958 wegen der eingefrorenen Beziehungen zwischen Indien und Pakistan geschlossen werden – eine Hiobsbotschaft für uns. Dann konnte sich niemand mehr um unser Anliegen kümmern und wir standen verloren da: Den Wagen würden wir so nicht nach Indien mitnehmen können.

In dieser Situation empfahl mir der Stellvertretende High Commissioner: „Fahren Sie selbst nach Delhi, um die Papiere vom Revenue Board zu erhalten. Als österreichischer Staatsbürger haben Sie keine Probleme, die Grenze zu überschreiten und wieder nach Pakistan zurückzukommen – im Gegensatz zu Father Abraham. Er kann natürlich jederzeit nach Indien, in sein Heimatland, einreisen. Aber er wird kein weiteres Visum für Pakistan erhalten!“

Father stimmte diesem Vorschlag sofort zu. Offensichtlich traute er mir, dem Neunzehnjährigen, mehr zu, als ich mir selbst zugetraut hatte. Mit Behörden hatte ich allenfalls eher deprimierende Erfahrungen während der Reise selbst gemacht. Ich willigte aber sofort ein: Es wird schon gelingen, wenn man fest daran glaubt, sagte ich mir. Der Stellvertretende High Commissioner gab mir einen Brief als Einführung beim Sekretär des Revenue Board und ein weiteres Schreiben „To whom it may concern!“. Father Abraham wiederum diktierte einen Brief an Herrn Lal Advani, den Assistant Educational Officer im Bildungsministerium: Lal Advani war selbst blind. Des Weiteren ein Schreiben an Herrn M.O. Mathai, Special Assistant to the Prime Minister, Pandit Jawaharlal Nehru.

Ich fuhr mit dem Zug zunächst nach Amritsar. Um 15 Uhr verließ der Zug Amritsar, um am nächsten Morgen in Delhi anzukommen. Die ganze Nacht schlief ich auf einer Bank. Später sollte ich in indischen Zügen noch oft auf Bänken oder auf den Gepäckablagen über den Sitzen schlafen. Und dies in der dritten Klasse – ein Erlebnis fürs Leben. Von der Geburt bis zum Tod spielte sich fast alles im Zug ab. Neben Handgepäck brachten die Reisenden auch Tiere mit. Man kann sich dieses bunte Treiben kaum vorstellen, wenn man es nicht selbst erlebt hat.

Nun zwingt einen niemand, in Waggons dritter Klasse zu reisen. Ich sollte später auf langen Strecken auch klimatisierte Waggons der zweiten Klasse kennenlernen. Diese, und erst recht die Wagen der ersten Klasse, brauchen den Vergleich mit europäischen Zügen nicht zu scheuen.

Am Montag, dem 7. Juli 1959, nahm ich eine der berühmten Roller-Rikschas – ein dreirädriges Fahrrad mit überdachtem Rücksitz und Platz für zwei Personen – zur Wohnung von K. T. Varghese. Aus Travancore kommend und Christ, hatte er Father Abraham in Indien begleitet, bevor dieser das Land in Richtung USA zum Studium verlassen hatte. Er hatte im Holy Family Hospital gearbeitet, seinen Job jedoch im Februar 1958 verloren. Seither hatte er keinen „richtigen Job“, wie er sagte, arbeitete aber im Ashoka Hotel. Er teilte sich mit drei anderen jungen Männern eine Unterkunft.

Varghese zeigte mir das Holy Family Hospital, ein großes, imposantes Gebäude. Schon am Nachmittag fuhren wir zum Bildungsministerium beim Connaught Circus, um Herrn Lal Advani zu treffen. Er erinnerte sich sehr gut an Father Abraham. Er beauftragte seinen Mitarbeiter Herrn Bhan, für uns einen Termin beim Revenue Board zu machen – für den 9. Juli um 11 Uhr. Herr Bhan hatte in Erfahrung gebracht, dass unser Antrag schon einmal abgelehnt worden war. Er zeigte wenig Optimismus über unsere Chancen für einen positiven Bescheid. Dennoch sandte ich am Abend ein Telegramm an Father: „Met Pappachen: Contacted Advani. Revenue Board appointment fixed. Greetings, Martin.“ Gleichzeitig schickte ich ihm einen umfangreichen Bericht per Aerogramm.

Am 9. Juli war das Interview bei Herrn Rangaswamy, Sekretär des Central Board of Revenue, einem Südinder. Er war mit unserem Fall bestens vertraut, hegte aber wenig Hoffnung für eine Zollbefreiung: „Sie müssen die Einfuhrgenehmigung vom Chief Controller of Imports bekommen!“ Der zuständige Beamte stand nicht zur Verfügung, aber der Reception Officer wollte unseren Antrag suchen. Nach einiger Zeit fand er ihn auch.

Und siehe da: Die Einfuhrgenehmigung für Father Abrahams Auto war bereits vor einiger Zeit per Luftpost an die Indische Botschaft in Teheran geschickt worden. „Aber es wurde kein Antrag für die anderen Ausrüstungsgegenstände eingereicht. Diese brauchen Sie aber“, sagte der Beamte.

Also zurück zu Herrn Rangaswamy, um herauszufinden, ob unsere entsprechenden Anträge in einer anderen Abteilung des Central Revenue Board gelandet waren. Er wiederum schickte mich zurück zum Büro des Chief Controller of Imports. Also noch eine Runde.

In meiner Enttäuschung wollte ich ein Telegramm nach Teheran schicken, um unsere Einfuhrbescheinigung umzuleiten. Dann aber intervenierte Fortuna, die Göttin des Glücks: Ich erhielt ein Interview mit dem Personal Secretary des CCO. Er zeigte Interesse und rief Lt. Col. Dharampal Singh an, einen früheren Offizier, der jetzt offensichtlich für Einfuhren zuständig war. Herr Singh stellte mir einige Fragen, denen ich entnahm, dass er sich tatsächlich für unseren Fall interessierte. Ergebnis: „Herr Pfaff, schreiben Sie einen neuen Antrag für die Ausrüstungsgegenstände zur Verwendung in der Blindenschule, die Father Abraham und Sie gründen wollen! Ich werde Ihnen hierfür Importgenehmigungen besorgen. Und für die Einfuhrgenehmigung für das Auto bekommen Sie von mir ein Duplikat. Kommen Sie morgen wieder. Dann ist alles zum Abholen bereit!“ Ich war sehr glücklich, sagte mir aber: Es bleibt eine harte Nuss! Die Entscheidung des Central Board of Revenue über unseren Antrag auf Zollbefreiung sollte morgen fallen. Ich musste mir eingestehen, dass ich nicht sehr optimistisch war.

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