Martin Pfaff - Grenzgänger

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Professor Dr. Martin Pfaff beschreibt in seinem Buch seine einzigartige Reise: Ein Weg, der eine lange Suche wurde, mit dem Ziel, den Sinn des Lebens zu erkunden. Auf allen Ebenen hat der Autor Grenzen überwunden: spirituelle, kulturelle, politische Grenzen ebenso wie Mauern im Inneren.
Das Buch beginnt mit der Jugend eines Mannes, dessen Kindheit vom Katholizismus geprägt ist, der nach Indien gelangt und dort die großen Religionen des Landes entdeckt. Professor Dr. Martin Pfaff berichtet dem Leser über seinen äußeren und inneren Weg. Darüber, wie er sich immer wieder selbst neu erfinden muss, um die Welt um sich herum mit zu gestalten. Er ist dabei der ehrenamtliche Mitbegründer von Blindenschulen in Indien, wird Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und schafft eine außerordentliche wissenschaftliche Karriere in den USA und Deutschland. Durch sein politisches Engagement wird er schließlich Mitglied des Deutschen Bundestages in mehreren Legislaturperioden.

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Father Abraham war als Prediger gefragt, beispielsweise in Julfa. Und ich zeigte unsere Farbdias aus dem Heiligen Land.

Großartig war auch die Fahrt nach und der Aufenthalt in Shiraz, der Stadt der Rosen: Die Straße von Isfahan nach Shiraz erstreckte sich Hunderte von Kilometern durch das wüstenartige Hochland, begrenzt durch schneebedeckte Bergrücken. Mehrfach mussten wir den Medus-Fluss überqueren, obwohl es keine Brücken gab! Ich habe noch ein Diabild mit unserem getreuen Volkswagen, am Ufer stehend, während zwei große Lastwagen diesen mühsam durchqueren. Ich erläuterte Father die Lage: entweder umdrehen – oder durch! Mit all den Risiken, die damit verbunden waren, falls das Auto mitten im Fluss „absaufen“ würde. Zunächst würden wir selbst ans rettende Ufer waten müssen, dann würden wir auf einen Lastwagen warten müssen, der unseren Wagen aus dem Fluss herauszog. Und was dann? Woher die Gewissheit, dass der Wagen dann wieder anspringen würde?

Ich entschloss mich dennoch durchzufahren – im Vertrauen darauf, dass durch die hoch oben platzierten Lufteintrittsrillen im Heck des Autos nur begrenzte Mengen Wasser in den Motorraum eindringen würden und dass die Motorabdeckhaube dicht am Fahrzeugkörper aufsaß. Father stimmte zu.

Ersten Gang einlegen und mit hoher Tourenzahl die Böschung hinunter ins Nass. Ein Schub Wasser ging über die Windschutzscheibe hinweg, und ich hoffte, dass es nicht in die Lufteintrittsschlitze dringen würde. Dann waren wir drinnen, die Scheibenwischer an, das Wasser stand bis zum Unterrand der Scheiben der Wagentüren. Gerüttelt, geschüttelt, dann schoben wir uns nach einer schier endlos scheinenden Zeit auf der Gegenseite die Böschung hinauf! Ich stieß einen Schrei der Erleichterung aus, und Father beendete wohl die Gebete, die uns bei der Durchquerung des Flusses begleitet hatten.

In Shiraz wurden wir von Reverend Sharp, dem CMS-Missionar, in seinem attraktiven Haus begrüßt. Er hatte eine sehenswerte Kirche in der Stadt gebaut. Zu seinen Hobbys zählte die Geschichtsforschung auf der Grundlage der Inschriften in den Ruinen der Königsstädte. Seine Erkenntnisse vermittelte er in Büchern über die großartige Vergangenheit des Iran. Wir hätten uns keinen fachkundigeren Führer durch „den schönsten Juwel des Iran“ wünschen können als Reverend Sharp.

Der Höhepunkt war für mich zweifelsohne die über achtzig Kilometer lange Fahrt zurück nach Persepolis, zu den Palästen von Darius dem Großen: großartig die in die Felsen gemeißelten Gräber, darunter die von Artaxerxes II. und III. In einiger Entfernung von Persepolis findet man in Naqsh-e Rustam vier Gräber in die fünfzig Meter hohen Felswände gehauen: von Darius II. und Darius dem Großen sowie von Xerxes. Ihre Gräber hatten dieselbe unfreundliche Beachtung durch Grabräuber erlitten, wie dies bei vielen ägyptischen Pharaonen auch der Fall gewesen war.

Unterhalb der Gräber, schon fast auf ebener Erde, hatten die Sausanischen Monarchen ihre Spuren in Form von sieben Reliefs hinterlassen. Das berühmteste von ihnen zeigt den Triumph des persischen Herrschers Shapur I. über den römischen Kaiser Valerian: Letzterer kniet zu Füßen des persischen Königs, als Zeichen der Unterwerfung.

Auf der Rückreise von Shiraz nach Isfahan besuchten wird dann – endlich! – Pasargadae, die Residenz von Cyrus dem Großen. Sie liegt 1890 Meter über dem Niveau des Persischen Golfes, 43 Kilometer Luftlinie – 80 Straßenkilometer – von Persepolis entfernt. Die Straße folgte dem Pulvar-Fluss, dem antiken Medus. Zu den Höhepunkten unserer Besichtigungen zählten der Palast der Säulen, in dem Cyrus seine Audienzen abhielt, der private Palast und die Apadana sowie die Ruinen eines Turmes, die vom Grabmal des Kambyses übrig geblieben sind. Das vom Volksmund als „Grabmal der Mutter Salomons“ bezeichnete Gebäude ist wohl das Grab von Cyrus dem Großen: eine Struktur aus Stein, ohne Fenster im eigentlichen Grabraum, in dem der Leichnam von Cyrus einmal in einem goldenen Sarkophag ruhte, neben den Grabbeigaben, wie sie von Aristoteles beschrieben wurden.

Nach dem Abschied von unseren Freunden – diese schlossen mittlerweile auch Father Dionysios aus Julfa ein – ging es am Montag, 7. April, weiter nach Yazd, eine Stadt mit zoroastrischer Tradition. Die Anhänger dieser alten Religion werden manchmal auch „Sonnen- und Feueranbeter“ genannt, denn Sonne und Feuer betrachten sie als Symbole für Reinheit und Göttlichkeit.

Die Ursprünge der Lehre Zarathustras sind in der Vorgeschichte zu finden. Seine Geburt wird auf ca. 1000 v. Chr. datiert. Nach Nietzsche war Zarathustra (altgriechisch Zoroaster genannt) der erste, der im Kampf zwischen Gut und Böse das zentrale Element der Dinge sah. Demnach findet in der Welt ein epischer Kampf zwischen dem „guten“ Schöpfergott Ahura Mazda und seinem „bösen“ Widersacher Ahriman statt. Am Ende siegt Ahura Mazda, nachdem ein Jüngstes Gericht stattgefunden hat. Die Toten werden auferstehen; die Guten landen im Paradies, die Bösen in der Hölle.

Für mich brachte die Befassung mit der Lehre des Zarathustra so etwas wie eine kleine Erleuchtung: Zu offensichtlich waren die Parallelen zwischen den jüdischen und christlichen Konzepten von Gott und Teufel, dem Guten und dem Bösen und dem Glauben an das Ende der Welt. Selbst das Konzept des Messias war in den Vorstellungen der Anhänger Zarathustras enthalten! Allerdings glaubten diese, dass es drei Messiasse geben werde und dass der Kampf zwischen Gut und Böse zwölftausend Jahre dauern werde. Angesichts dieser Parallelen wunderte es mich nicht, dass einige Historiker und Wissenschaftler überzeugt waren und sind, viele dieser Vorstellungen seien in die jüdische, christliche und islamische Religion eingegangen. Selbst der Dualismus zwischen Ahura Mazda und Ahriman wurde in einer höheren Einheit aufgelöst, indem man sie später auf die Zeit, das Licht oder den Raum zurückführte. So kann man auch in dieser Religion einen schlichten Monotheismus sehen.

Noch verblüffender war für mich, dass die Lehre des Zarathustra eine Frage beantwortete, die ich im Stift Heiligenkreuz nicht befriedigend klären konnte: Warum lässt der liebende Gott das viele Leid in dieser Welt zu, wo er es doch leicht verhindern könnte? Nach der religiösen Auffassung der Anhänger Zarathustras hat der Mensch die Freiheit, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden, ist also ein aktiver Teilnehmer am epischen Kampf unserer Zeit. Ihrer Meinung nach ist er sogar dazu verpflichtet, dies durch gute Gedanken, gute Worte und gute Taten zu tun und die Wahrheit – nicht Lug und Trug – hochzuhalten. Wenn also Gott, so sagte ich mir im Lichte der Lehre Zarathustras, dem Menschen diese Freiheit gegeben hat, wie kann er dann im Einzelfall und direkt in die Prozesse eingreifen, die durch freie Entscheidungen von vielen Menschen entstanden sind? Ganz glücklich war ich mit dieser Erkenntnis allerdings nicht und ich haderte weiter mit der Ungerechtigkeit und Sinnlosigkeit der Welt.

In Yazd gab es noch Feuertempel mit dem immer brennenden Feuer und „Türme des Schweigens“ auf hohen Bergspitzen, wo die Leichname der Gläubigen den Vögeln zum Verzehr ausgesetzt werden. Durch die Invasion der muslimischen Araber im 7. Jahrhundert wurden viele Anhänger dieser Religion verfolgt und getötet. Andere flohen nach Indien, wo sie es als „Parsis“ – Perser – meist zu Wohlstand gebracht haben, vor allem in Bombay. Ich sollte später mehrfach Gelegenheit haben, mich mit heutigen Parsen – darunter auch entfernte Verwandte – über die Bedeutung ihrer Religion in der heutigen Welt zu unterhalten. Sie sehen in ihrer Religion eine lebensbejahende Konzeption und halten nichts von Selbstkasteiung oder Abstinenz. Das von vielen Hindus und Christen praktizierte Fasten halten sie gar für eine Sünde.

Bei unserem Eintreffen im Iran im Januar hatte grimmige Kälte geherrscht. Drei Monate später und Hunderte von Kilometern weiter südlich war es heiß geworden. Bedingt durch die Hochlage des Iran und das trockene Wüstenklima konnten wir die Hitze meistens gut aushalten, zumal es in der Nacht deutlich abkühlte. Dies sollte sich ändern, je weiter wir in den Süden kamen.

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