Martin Pfaff - Grenzgänger

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Professor Dr. Martin Pfaff beschreibt in seinem Buch seine einzigartige Reise: Ein Weg, der eine lange Suche wurde, mit dem Ziel, den Sinn des Lebens zu erkunden. Auf allen Ebenen hat der Autor Grenzen überwunden: spirituelle, kulturelle, politische Grenzen ebenso wie Mauern im Inneren.
Das Buch beginnt mit der Jugend eines Mannes, dessen Kindheit vom Katholizismus geprägt ist, der nach Indien gelangt und dort die großen Religionen des Landes entdeckt. Professor Dr. Martin Pfaff berichtet dem Leser über seinen äußeren und inneren Weg. Darüber, wie er sich immer wieder selbst neu erfinden muss, um die Welt um sich herum mit zu gestalten. Er ist dabei der ehrenamtliche Mitbegründer von Blindenschulen in Indien, wird Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und schafft eine außerordentliche wissenschaftliche Karriere in den USA und Deutschland. Durch sein politisches Engagement wird er schließlich Mitglied des Deutschen Bundestages in mehreren Legislaturperioden.

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Schon am Mittag verließen wir Bagdad in Richtung Osten durch das Flachland Mesopotamiens. Beeindruckend die große Ölraffinerie in Khanqin. Auf iranischem Gebiet angekommen, verbrachten wir die Nacht in einem sehr kalten Hotel in einem Dorf namens Quasr-e Shirin. Wir konnten nur ahnen, um wie viel kälter es weiter oben in den Bergen noch sein würde.

Am nächsten Tag stellten wir fest: Ja, es konnte noch sehr viel kälter werden! Eines der Hinterräder wies einen Platten auf und es dauerte, bis ich das Reserverad montiert und den Gummischlauch in einem kleinen Geschäft am Straßenrand vulkanisiert bekommen hatte. Dann ging es weiter über die hohen Pässe des westlichen Iran.

Wir hatten keine Winterreifen und es wurde dunkel: links der Abgrund, rechts die weiße Wand der Berge. Der Volkswagen rutschte gefährlich umher. An einem der kritischen Pässe konnten wir Schneeketten ausleihen, die nach der Überquerung auf der anderen Seite wieder abgegeben werden mussten. Wir zahlten die beträchtliche Gebühr gerne – ohne Schneeketten hätten wir es niemals geschafft!

Zu den positiven Eindrücken dieses Tages zählen die Inschriften des König Darius in einer Felswand, Teil eines hohen Felsengebirges. Positiv war auch das Gespräch mit zwei Hotelgästen – Herr Adnan Samara aus Bagdad und Herr Mostesar Younessi aus Teheran – beide fuhren mit dem Bus nach Teheran.

Am nächsten Tag folgten wir dem Bus auf einer schneebedeckten und eisigen Straße. Sobald wir die Berge hinter uns gelassen hatten, wurde es nur wenig besser – kein Eis mehr, dafür aber eine schreckliche Straße. Mit der Hilfe eines Einheimischen fanden wir in Teheran das Central Hotel, in dem auch der irakische Bekannte vom Vorabend wohnte. Am nächsten Morgen erschien auch Herr Younessi, ein Journalist. Er zeigte uns den Weg zur amerikanischen Mission: Prompt lud uns Herr Dr. Elder ein, in seinem Haus innerhalb des Areals der Mission zu wohnen.

4.2. Von Teheran nach Lahore:

Die verschlungenen Pfade der Bürokratie

Zu diesem Zeitpunkt – am 23. Januar 1958 – hatten wir eine klare Vorstellung von unseren weiteren Reiseplänen. Es kamen zwei Routen in Betracht: Die nördliche Route führt über die iranische Stadt Mashad am nordöstlichen Zipfel Irans, dann weiter über die afghanischen Städte Herat und Kabul zum berühmten Khaiberpass und nach Pakistan. Von dort über Peshawar und Lahore nach Indien. Die zweite Route lief über den südöstlichen Zipfel Irans via Isfahan, Yazd, Kerman, Bam und Zahedan in das pakistanische Belutschistan (Nok Kundi, Quetta) und dann weiter nach Nordosten über Lahore nach Indien. Die erste Route – so erfuhren wir von allen Befragten – wäre für uns im Winter unpassierbar, wegen des beträchtlichen Schneefalls. Also blieb nur die südliche Route über Belutschistan. Für beide Routen würden wir Visa benötigen: für Afghanistan und Pakistan für die Nord- und nur für Pakistan für die Südroute. Nicht einmal im Traum kam uns der Gedanke, dass wir fast drei Monate – bis zum 15. April – brauchen würden, um die Grenze nach Pakistan zu überqueren.

Die Schwierigkeiten hatten mit Fathers Nationalität zu tun. Angesichts der politischen Spannungen wollte man keinen indischen Staatsbürger durch die Region Quetta reisen lassen: „Quetta ist von strategischer militärischer Bedeutung für Pakistan. Visumantrag abgelehnt.“ So lautete die Auskunft des Referenten in der pakistanischen Botschaft in Teheran.

Father wäre nicht der Mann gewesen, der er war, wenn er bei dieser Hürde resigniert hätte. Er versuchte einflussreiche Menschen dazu zu bringen, für ihn zu intervenieren: In Teheran den pakistanischen Botschafter, auch den indischen Botschafter, in Isfahan – wohin wir als nächstes fuhren – den Anglikanischen Bischof Thompson (Church Mission Society, C.M.S.), um über seine Organisation in Karachi den Chef der zuständigen Behörde zu beeinflussen. Am 19. Februar erhielten wir ein Telegramm aus Karachi: „Permit erst nach zehn Tagen möglich.“ Hurra, endlich ein Lichtblick! Am 5. März dann die Ernüchterung: „Abrahams Permit abgelehnt.“

Also doch über die Nordroute, über Afghanistan, nach Pakistan und Indien. Aber die Pakistanische Botschaft weigerte sich, ein Visum für Father mit der Route über den Khaiberpass zu erteilen! Die Hiobsbotschaft: „Sie müssten Karachi konsultieren. Und das würde mehr als drei Wochen Zeit erfordern!“

Fathers Hoffnung war die Indische Botschaft, insbesondere ein christlicher Diplomat namens Axel Khan. Dieser empfahl als Ausweg die Seereise von Khorramshahr nach Bombay. Er rief mehrere Reedereien an, um günstige Passagen zu erhalten – teure konnten wir uns nicht leisten. Father befürchtete, dass er nach Ankunft im Hafen von Bombay einen sehr hohen Einfuhrzoll für das Auto zahlen müsste, wofür ebenfalls das Geld nicht reichte.

Also wurde ein Brief an den Chief Controller of Imports and Exports mit Bitte um Einfuhrerlaubnis geschrieben. Begründung: Der Wagen und sein Inhalt würden für die karitative Arbeit zur Gründung und Organisation einer Blindenschule benötigt. Ein weiteres Schreiben ging an Herrn M. O. Mathai, einen Christen aus Kerala, der Special Assistant to the Prime Minister of India, Pandit Jawaharlal Nehru, war, mit Bitte um Unterstützung zum Erhalt der Einfuhrgenehmigung. Weitere Telegramme nach Pakistan folgten.

Unsere Aufenthaltsgenehmigung für den Iran lief kurz vor der geplanten Abreise aus. Um von den Polizeistellen eine Verlängerung zu bekommen, musste jeder von uns sieben Fotos abliefern und vier Formulare ausfüllen – den Heiligen Bürokratius mag’s freuen, uns frustrierte es. Sollten wir nach so vielen positiven Wendungen unserer Reise hier scheitern, weil uns eine politisch-bürokratische Gummiwand immer wieder abprallen ließ?

Am 27. März gingen wir wieder einmal zur Indischen Botschaft, um unsere Post abzuholen. Und das Wunder geschah: Wir erfuhren von Botschaftsangehörigen, dass das erforderliche Visum für Father von den pakistanischen Behörden genehmigt worden sei – durch den Einfluss des Indischen Botschafters, seine Schreiben nach Neu-Delhi, Karachi und durch den Pakistanischen Botschafter in Teheran. Die Pakistanische Botschaft stellte das Visum aus, ohne eine Visumgebühr und die Telegrammgebühren von fünfundzwanzig Dollar in Rechnung zu stellen, zu denen sie uns vorher verpflichtet hatte!

Die zwei Monate Verzögerung gaben uns Gelegenheit, Zeugnisse der stolzen Geschichte Persiens zu sehen: In Isfahan besichtigten wir den Meidan i Schah, die Masjid i Shah (Moschee des Shahs), seine Residenz (Aali Quapu), die Moschee des Sheich Lutfollah und den großen Basar, der angeblich zwanzig Kilometer lang war. Auf dem großen Platz fanden früher Polospiele statt – unter den Augen des Shah, der in seiner Residenz einen „Logenplatz“ innehatte.

Wir besuchten auch den Fluss Zayandeh Rud – den „lebenden Fluss“ mit seinen herrlichen Brücken aus der Zeit des Großen Shah. Auf der anderen Seite Julfa, das armenische Viertel.

Damals schon zählte ich Isfahan neben Florenz zu meinen Lieblingsstädten – nicht nur wegen des Flusses und der Brücken, sondern auch wegen der Synthese von Natur und Kultur. Bei meiner Italienreise hatte ich am 27. Juli 1955, also fast drei Jahre zuvor, über Florenz eine Postkarte nach Hause geschrieben: „Florenz ist herrlich! Kunst! Die schönste Stadt der Welt!“ Fortan sollte ich Isfahan zusammen mit Florenz in die gleiche Kategorie von Städten einordnen.

Father nutzte die Gelegenheit, die christlichen Kirchen und deren Vertreter kennenzulernen, Bischof Thompson von der (anglikanischen) Church Mission Society und deren Schulen einschließlich einer Blindenschule.

Wir besuchten auch die Blindenschule für Knaben, die von Herrn Lörner und Frau Wilhelm geleitet wurde. Gegründet hatte diese Institution Pastor Christoffel, ein unermüdlicher Arbeiter zum Wohle der Waisen und Blinden im Mittleren Osten. Wie wir erfuhren, war er trotz vielfältiger Schwierigkeiten fünfzig Jahre lang tätig gewesen.

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