Martin Pfaff - Grenzgänger

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Professor Dr. Martin Pfaff beschreibt in seinem Buch seine einzigartige Reise: Ein Weg, der eine lange Suche wurde, mit dem Ziel, den Sinn des Lebens zu erkunden. Auf allen Ebenen hat der Autor Grenzen überwunden: spirituelle, kulturelle, politische Grenzen ebenso wie Mauern im Inneren.
Das Buch beginnt mit der Jugend eines Mannes, dessen Kindheit vom Katholizismus geprägt ist, der nach Indien gelangt und dort die großen Religionen des Landes entdeckt. Professor Dr. Martin Pfaff berichtet dem Leser über seinen äußeren und inneren Weg. Darüber, wie er sich immer wieder selbst neu erfinden muss, um die Welt um sich herum mit zu gestalten. Er ist dabei der ehrenamtliche Mitbegründer von Blindenschulen in Indien, wird Student an einer US-amerikanischen Eliteuniversität und schafft eine außerordentliche wissenschaftliche Karriere in den USA und Deutschland. Durch sein politisches Engagement wird er schließlich Mitglied des Deutschen Bundestages in mehreren Legislaturperioden.

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Nach Dalbandin ging es durch gebirgige Stammesgebiete. Diese wurden schon damals als gefährlich eingestuft, vor allem für Reisende in der Nachtzeit.

In Quetta wiederholten sich bekannte Muster: Father predigte im Bible Study Circle zum Thema „Das Evangelium nach Johannes“. Wir wurden vom obersten Richter, Herrn Ihaq Rahim Baksh, zum Abendessen eingeladen. Das Charisma von Father Abraham war so groß, dass auch Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften auf ihn zugingen.

Während der Fahrt über Belutschistan zum Indus wandelte sich das Wüstenklima zum subtropischen Klima des Industals: Die Vegetation wurde üppig, und mich beeindruckte, wie vielfältig die blühenden Büsche und Bäume waren, wie gewaltig das Konzert der Vögel am Morgen und wiederum am Abend, wenn die Nacht schnell herabsank. Und wie betörend der Duft der Blüten und Pflanzen, gerade nach Einbruch der Dunkelheit! Davon hatte ich schon in Österreich gelesen und geträumt: Rudyard Kipling ließ grüßen. Zwischen Sibi und Jacobabad, die als „heißeste Flecken des Subkontinents“ galten, gerieten wir erneut in einen ausgewachsenen Sandsturm. Ich sah, wie die Kamele einer Karawane sich mit dem Kopf gegen den Wind hinlegten. „Von Kamelen lernen heißt in der Wüste überleben lernen“, dachte ich und stellte unseren Volkswagen daneben, mit dem Bug zum Sturm. Der heiße Strahl fühlte sich an wie der glühende Atem eines Wüstendrachen! Feinstaub rieselte in die Kabine des Volkswagens, auf unsere Gesichter und Kleidung, obwohl wir Tücher vor das Gesicht banden. Nach einiger Zeit war der Spuk vorbei.

In der Mittagszeit erreichten wir Qazi Ahmedabad, eine Stadt voller Leben. Die Menschen trugen ihre schönsten Kleider, die Geschäfte waren farbenprächtig geschmückt: Man beging das muslimische Fest „Id“.

Wir erkundigten uns bei einem Mann am Straßenrand nach einem Restaurant, in dem wir essen könnten. Er sagte: „Bitte warten Sie hier eine Minute“, und verschwand. Fast wäre ich schon weitergefahren, doch Father sagte: „Bleib stehen. Er wird wiederkommen!“ In der Tat kam er wieder – mit einem Tablett voller Speisen: „Bitte essen Sie mit mir. Seien Sie meine Gäste am heutigen Festtag!“

Nach dem Essen dankten wir. Ich fotografierte den namenlosen Fremden, der über Länder und Religionen hinweg das Gemeinsame in uns sah und jene Gastfreundschaft zeigte, die ihm seine Religion gebot.

Am Dienstag, 24. April, erreichten wir Karachi. Zwölf Jahre zuvor war der Ort eine kleine Fischerstadt gewesen. Bei unserem Besuch fasste er schon fast zwei Millionen Einwohner.

Zweifelsohne ist schon Niarchos, der Admiral Alexanders des Großen, in dieser Region gewesen: „Alexandrou Limen“ – der Hafen des Alexander – ist entweder identisch mit dem heutigen Karachi, oder er lag nicht weit davon entfernt; die Details konnte ich nicht erfahren. Jedenfalls hatten wir in Sukkur am Indus wieder die historische Route Alexanders erreicht: Nach seinem Sieg im Fünfstromland des Indus („Punjab“) ließ er eine Flotte bauen und segelte den Fluss abwärts nach Süden, während ein Teil des Heeres am Flussufer entlangzog. Es wird berichtet, dass er von der Flussmündung aufs offene Meer hinausfuhr und sich damit zumindest symbolisch seinen Traum vom Erreichen des östlichen Meeres erfüllte. In Wirklichkeit war er wohl deprimiert, hatte doch sein Heer ihm endgültig die Gefolgschaft verweigert, als es um den Zug weiter nach Osten, durch die dichter besiedelten Gebiete der nordindischen Ebene ging. Während Niarchos und die Flotte an der Küste entlang zurück zum Zweistromland segelte, war Alexander mit einem großen Heer von Gwadar aus über Pura und Alexandria von Carmania (das heutige Kerman?) zurück nach Persepolis gezogen. Durch Hitze, Durst und Krankheit starben Zehntausende seiner Soldaten auf dem Weg. Wenig später starb auch Alexander, wohl an den Folgen eines Malariaanfalls. Über andere Todesursachen, einschließlich Vergiftung, wird bis heute spekuliert.

Nach mehr als einer Woche Aufenthalt verließen wir Karachi am Freitag, 2. Mai. Über Hyderabad ging es nach Sukkur, wo Father in der örtlichen Kirche predigte und wir unsere Freunde Padree Sahib und Herrn Isaacs trafen. Herr Isaacs arrangierte ein Quartier für uns in der Freimaurerloge, von der örtlichen Bevölkerung „Bhud Khana“ – „Haus des Teufels“ – genannt. Die unterirdischen Räume waren wohl die kühlsten im aufgeheizten Gebiet von Sind, in dem Sukkur liegt: Belutschistan im Westen, die große Indische Wüste im Osten, heizten gerade zu dieser Jahreszeit kräftig ein. Und damit es so richtig unangenehm wurde, lieferte der Indus ein hohes Maß an Luftfeuchtigkeit – ein Dampfbad!

Für mich sollte sich das Haus des Teufels als Segen erweisen: Während der Feier eines Kirchenjubiläums am 6. Mai befiel mich ein hohes Fieber. Am nächsten Tag begann ein Martyrium. Fieber, Erbrechen, Fieber, Erbrechen … Weder Nahrung noch Wasser blieb in meinem Magen. Meine Krankheit wurde als ein schwerer Fall von Malaria diagnostiziert. Es war rührend, wie sich Father trotz seines Handicaps um mich kümmerte, unterstützt von der Mutter unseres Bekannten Isaacs, dessen Dienern und dem örtlichen Arzt.

Es wurde einfach nicht besser. Ich war abgemagert, bleich, schwach und deprimiert, als die Missionsärztin Frau Dr. Terry mir drei Injektionen mit Qui-ninhydrochlorid verabreichte. Endlich – am Sonntag, dem 18. Mai – wurde ich wieder gesund. Meine Gedanken gingen nach Österreich, wo meine Familie den Muttertag feierte. Ich wusste, dass Mutter gerade an diesem Tag besonders an mich denken würde, war aber froh, dass sie keine Ahnung hatte, wie mies es mir ergangen war! Dies hätte die Befürchtungen bestätigt, mit denen sie meine Abreise aus Österreich begleitet hatte.

An meine Mutter schrieb ich: „Jetzt bin ich schon fast wieder ganz der Alte. Am Muttertag ist mir viel besser geworden. Ich habe den ganzen Tag an dich gedacht, liebe Mutter. Ich habe gefühlt, dass ich in einer erbärmlichen Stadt am Indus war, wo ich doch gerne bei meinen Lieben zu Hause gewesen wäre. Doch eines: Father Abraham ist ständig aktiv, einmal macht er dieses Getränk, bald jenes, dann wäscht er mich. Es sorgt sich wirklich um mich, er versucht Mutter, Vater und Bruder zu sein. Also, jetzt bin ich schon fast gänzlich o. k. (nicht k. o.!!!). Macht euch keine Sorgen um mich.“

Auf der Weiterfahrt besuchten wir Harrappa, die Ruinen der jahrtausendealten Industal-Zivilisation. Zusammen mit Mohenjo Daro ist Harrappa beredtes Zeugnis einer vergangenen Hochkultur: Bäder, gepflegte Straßen, Wasserleitungen, Kanalanlagen für Toiletten und Abwasser, ein Fort auf einem Hügel. All das gab es in Harrappa bereits zweieinhalb Jahrtausende vor Christi Geburt! Diese Zeugnisse der menschlichen Entwicklung reihen sich ein in die Schar der Flusstal-Zivilisationen: das Alte Ägypten am Nil, die Kultur am Euphrat und Tigris und die Chinesische Zivilisation am Hoangho-Fluss. Das örtliche Museum zeigte Artefakte vom Zweistromland und auch vom Hoangho als Belege für die Kontakte, die schon damals zwischen den Zivilisationen bestanden haben müssen. Ein weiterer Höhepunkt unserer Expedition in die Kulturgeschichte der Menschheit!

Schließlich erreichten wir sehr spät abends Lahore, ein Ort mit großer Geschichte und beeindruckenden Kulturdenkmälern. Die nächsten Tage bemühten wir uns beim Deputy High Commissioner für Indien in Pakistan um eine Einfuhrgenehmigung und Befreiung von der Zollgebühr für Auto und Ausrüstung. Aber dies ging nur über Neu-Delhi und die Indische Bundesregierung, wohin er schrieb. Also wieder warten. Aus dem Iran waren wir ja schon daran gewöhnt, es war aber dennoch nicht leichter zu ertragen.

Am Sonntag, 8. Juni, gingen wir zum Gottesdienst in die anglikanische Kirche. Wir besuchten den Erzdiakon, der Father prompt einlud, im folgenden Gottesdienst zu predigen. Im Anschluss lernten wir die Kinder von Herrn Joshua-Fazluddin, dem Stellvertretenden Justizminister der pakistanischen Provinz Punjab, kennen. Frau Dr. Joshua, seine Frau, eine Ärztin, kam aus Travancore, der Heimat von Father Abraham. Sie luden uns für den folgenden Sonntag zum Abendessen ein.

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