Neue Osnabrücker Zeitung - Die Flüchtlinge und wir

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Eine Million Menschen flohen im Jahr 2015 nach Deutschland. Sie aufzunehmen war
ein logistischer Kraftakt, und ihre Integration hat gerade erst begonnen. Was sind die
Ursachen ihrer Flucht? Wann endet der Strom? Wie ist Deutschland auf die
Zuwanderung vorbereitet? Was bedeutet der Zuzug wirtschaftlich und sozial für unser
Land? Wie kann Integration gelingen? Und hat die Bundeskanzlerin geltendes Recht
gebrochen? Die NOZ hat in diesem Band die wichtigsten Analysen und Interviews zum
Thema gesammelt, die im Jahr 2015 in der Zeitung erschienen sind.
Den Kern bilden berührende Reportagen aus der Region zur Migration gestern und
heute, die das Leid der Menschen ebenso veranschaulichen wie die Hoffnung und die
Zuversicht, aber auch die Herausforderung. Es sind die Geschichten von Dorothea, Ali,
Swetlana, Jun-Young, Mohammed und vielen anderen. Sie starteten aus den unterschiedlichsten
Gründen in den Regionen Osnabrück und Weser-Ems in ein neues Leben.
Und sie erzählen auch davon, wie wir sie aufgenommen haben.

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USA-Emigration

Bis 1820 kamen etwa 150.000 Deutsche in die USA. Dann stieg die Zahl rasant an. Gründe dafür waren die stetig wachsende Bevölkerung, häufige Missernten und die daraus resultierenden Hungersnöte hierzulande. Zwischen 1820 und 1920 wanderten 5,5 Millionen Deutsche in die USA aus. Allein 1882 kamen 250.000 Deutsche. Sie versprachen sich in Nordamerika bessere Perspektiven und einen sicheren Lebensunterhalt. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts starteten die meisten Auswanderer ihre oft gefährliche Überfahrt ab Bremerhaven. Der Statistik zufolge haben heute knapp 50 Millionen US-Amerikaner deutsche Wurzeln. Sie sind demnach die zweitgrößte ethnische Gruppe nach den Hispanics.

Jüdische Flucht

525.000 Juden lebten 1933 in Deutschland. In den ersten beiden Jahren der Nazi-Herrschaft verließen 60.000 Juden ihre Heimat. Dann ebbte die Auswanderungswelle zunächst ab. Nach dem Erlass der Nürnberger Gesetze 1935 änderte sich das: Juden waren fortan Bürger minderen Rechts. Mehr als 25.000 verließen das Land. Nach der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 folgte eine weitere Auswanderungswelle. Dieses Mal flohen 40.000 Juden. 1939 waren es noch einmal 78.000. Bis 1945 gelang mehr als 250.000 Juden die Flucht. Die Bedingungen für die Ausreise waren oft schwierig. Viele Länder weigerten sich, jüdische Flüchtlinge aufzunehmen. Hinzu kam, dass die Nazis es Juden 1941 verboten, das Land zu verlassen.

Deutsche Vertriebene und Flüchtlinge

Schätzungen von Historikern zufolge waren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 etwa zwölf bis 14 Millionen Menschen von Flucht, Vertreibung, Zwangsumsiedlung und erzwungener Auswanderung aus den sogenannten Ostgebieten des ehemaligen Deutschen Reichs betroffen. Unmittelbar nach Kriegsende gab es zunächst vor allem wilde Vertreibungen. Zudem irrten auch unzählige Landverschickte und zuvor verschleppte Zwangsarbeiter durch Deutschland. Ab 1946, infolge der Potsdamer Konferenz der Alliierten, setzte der Versuch der geordneten Umsiedlung ein. Doch auch dabei kam es oft zu Gewalt, Lagerinhaftierungen und Zwangsarbeit. Die bekanntesten Regionen, aus denen die Menschen nach 1945 vertrieben wurden, waren Ost- und Westpreußen, Schlesien, Pommern, das Baltikum sowie die Sudeten- und Wolgagebiete.

Gastarbeiter

In den 1950er-Jahren kam Deutschland wirtschaftlich langsam wieder auf die Beine. Es begann, Anwerbeverträge zur Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte zu schließen. Den Auftakt bildeten die Vereinbarungen mit Italien im Jahr 1955. Es folgten Verträge mit Spanien und Griechenland (beide 1960), der Türkei (1961), Marokko (1963), Portugal (1964), Tunesien (1965) und Jugoslawien (1968). Rund 14 Millionen ausländische Arbeitskräfte kamen auf diesem Weg bis 1973 nach Deutschland; elf Millionen kehrten wieder zurück. Die Arbeitsverträge waren in der Regel auf ein bis drei Jahre befristet. Die ausländischen Arbeitskräfte waren überwiegend in un- oder angelernten Bereichen tätig.

Die Suche nach Sinn

Die großen Wellen der Auswanderung dominieren die Wahrnehmung der Emigration. Während der Nazi-Herrschaft, davor in die USA, im Mittelalter Richtung Nordost- und Südeuropa. Bis in die neueste Zeit gab und gibt es aber auch immer wieder Menschen, die sich in kleinerem Rahmen auf den Weg gemacht haben, etwa einer Überzeugung oder der Liebe wegen. Zahlenmäßig sind sie kaum zu erfassen. Hippies gehören dazu, die auf der Suche nach sich selbst zum Yoga-Meister nach Südostasien zogen. Auch Kommunisten, die ihr Glück im Ostblock suchten, oder verfolgte Wiedertäufer wie die Mennoniten, die Enklaven in Nord- und Südamerika schufen. Und ebenso jene, die heute in der globalisierten Welt im Ausland ihre große Liebe gefunden haben.

Aussiedler

Ab 1989 stieg die Zahl der Aussiedler aus Osteuropa in der Bundesrepublik an. Zwischen 1950 und 1992 kamen 2,8 Millionen, davon 1,4 Millionen aus Polen. Allein zwischen 1993 und 2001 kamen dann knapp 1,4 Millionen sogenannte Spätaussiedler nach Deutschland, davon mehr als 1,3 Millionen aus der ehemaligen Sowjetunion. Ihre historischen Wurzeln lagen in der östlichen Siedlungswanderung aus dem deutschen Sprachraum während vergangener Jahrhunderte, die 1763 mit dem Anwerbemanifest der russischen Zarin Katharina die Große begann. Die Zuwanderung war deshalb eine Art „Rückwanderung“ nach vielen Generationen, weshalb diese Menschen auch Russlanddeutsche genannt werden.

Asylbewerber in den 1990ern

Bis Ende der 1980er-Jahre stammten zwei Drittel der Asylbewerber in Deutschland aus Staaten der sogenannten Dritten Welt. Wenig später sah das anders aus: 1993 stammten 72 Prozent der Asylanträge vor allem aus Südosteuropa. Gründe waren Krisen wie die Jugoslawienkriege von 1991 bis 1999. Die Zahl der Asylanträge erreichte 1992 ihren Höchstwert von fast 440.000. Untergebracht wurden die Flüchtlinge vor allem in Wohnheimen, Containern oder Zelten. Parallel nahm die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland zu. Die teils tödlichen Gewalttaten – darunter in Hoyerswerda (1991), Rostock, Mölln (beide 1992) und Solingen (1993) – häuften sich und lösten in weiten Teilen der Bevölkerung Entsetzen aus.

Fach- und Arbeitskräfte

Schon jetzt fehlen in Deutschland viele Fachkräfte – und aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich dieser Trend noch verschärfen. Die Wirtschaft setzt deshalb zum einen gezielt auf die Zuwanderung gut ausgebildeter Arbeitskräfte, zum anderen auf die Unterstützung durch billige Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor. Zwei Drittel der Zuwanderer kommen laut Bundesregierung aus EU-Staaten. Seit Mai 2011 gilt in Deutschland volle Arbeitnehmerfreizügigkeit auch für Bürger der zehn im Jahr 2004 zur EU beigetretenen Länder Ost- und Südeuropas, darunter Estland, Lettland, Polen oder Ungarn. Anfang 2014 fielen die Zuzugsbeschränkungen für Menschen aus Bulgarien und Rumänien. Nach beiden Stichtagen blieb die befürchtete Zuwanderung ins deutsche Sozialsystem aus.

Neue Flüchtlinge

Seit 2014 häufen sich die Asylanträge in Deutschland wieder. Von 2013 auf 2014 stieg die Zahl der Anträge um 60 Prozent auf 202.834. Im Jahr 2015 rechnet die Bundesregierung mit bis zu einer Million Asylbewerbern. Grund für die große Zahl sind viele ungelöste Konflikte, allen voran der seit vier Jahren wütende Krieg in Syrien. Unsicherheit und Instabilität nehmen in vielen Teilen der Welt zu. Auch aus Afghanistan, Eritrea und den Balkanstaaten kamen zuletzt viele Flüchtlinge nach Deutschland. Vielerorts werden sie mit großer Hilfsbereitschaft empfangen, aber auch Fremdenfeindlichkeit und Skepsis gegenüber den Neuankömmlingen nehmen spürbar zu. Im ersten Halbjahr 2015 kam es zu 202 Übergriffen auf Flüchtlingsheime.

1. Migration in der Region: Geschichte in Geschichten

Vom Hollandgänger zum Fabrikanten: Der lange Weg der Familie Meyer aus Berge

Von Jürgen Ackmann und Christoph Otten

„Lappiespop.“ Johann Gerhard Meyer wird dieses verächtliche Wort gekannt haben. Als „stinkende Lappen“ bezeichneten viele Niederländer anfänglich im 19. Jahrhundert die deutschen Tuchhändler, die durch ihr Land zogen. Von der langen Reise gezeichnet und arm wie Kirchenmäuse machten sie wohl tatsächlich keinen guten Eindruck. Johann Gerhard Meyer, der Heuermann aus der Berger Bauerschaft Dalvers, war einer von ihnen.

Das Leben als Heuermann war perspektivlos und wirtschaftlich kaum auskömmlich. Kein Wunder, dass im 19. Jahrhundert der Spruch „Besser ein Kind stirbt als die Kuh“ die Runde machte. Auch in Berge. Johann Gerhard Meyer, geboren am 18. August 1788, wollte jedoch diesen Kreislauf aus Armut und Resignation durchbrechen – wie viele andere auch. Ausgerechnet den feuchten und eher kargen Böden des Berger Landes gewann Johann Gerhard Meyer eine Zukunftsperspektive ab. Dort wuchs nicht viel, wohl aber der Flachs. Aus dem machten er und die Berger zunächst feines Leinen. Das verwebten sie später mit der Wolle der in den Mooren weidenden Schafe. Das Ergebnis: ein die Feuchtigkeit abweisender Stoff – Wolllaken genannt. Im armen Osnabrücker Nordland kaum verkäuflich, entwickelte sich das Produkt in den reichen Niederlanden zum Verkaufsschlager und machte viele Berger wohlhabend.

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