Neue Osnabrücker Zeitung - Die Flüchtlinge und wir

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Eine Million Menschen flohen im Jahr 2015 nach Deutschland. Sie aufzunehmen war
ein logistischer Kraftakt, und ihre Integration hat gerade erst begonnen. Was sind die
Ursachen ihrer Flucht? Wann endet der Strom? Wie ist Deutschland auf die
Zuwanderung vorbereitet? Was bedeutet der Zuzug wirtschaftlich und sozial für unser
Land? Wie kann Integration gelingen? Und hat die Bundeskanzlerin geltendes Recht
gebrochen? Die NOZ hat in diesem Band die wichtigsten Analysen und Interviews zum
Thema gesammelt, die im Jahr 2015 in der Zeitung erschienen sind.
Den Kern bilden berührende Reportagen aus der Region zur Migration gestern und
heute, die das Leid der Menschen ebenso veranschaulichen wie die Hoffnung und die
Zuversicht, aber auch die Herausforderung. Es sind die Geschichten von Dorothea, Ali,
Swetlana, Jun-Young, Mohammed und vielen anderen. Sie starteten aus den unterschiedlichsten
Gründen in den Regionen Osnabrück und Weser-Ems in ein neues Leben.
Und sie erzählen auch davon, wie wir sie aufgenommen haben.

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Vielleicht lässt er sich dort begraben, vielleicht in Buer, dort verhandeln sie derzeit über eine muslimische Begräbnisstätte. Aber erst einmal will er die Rente genießen. „Hier in Deutschland ist es schön“, sagt Yildiz, „die Leute sind etwas ganz Besonderes.“ Sein Sohn grinst etwas schief: „Ganz so bunt hätte ich es nicht ausgedrückt.“

47 Jahre in Deutschland gearbeitet Ali Yildiz mit einer Ehrenurkunde der IHK - фото 13

47 Jahre in Deutschland gearbeitet: Ali Yildiz mit einer Ehrenurkunde der IHK. (Jörn Martens)

Emsländischer Hans im Glück: Der Liebe wegen nach Dänemark

Von Stefan Prinz

Bernhard Griese ist der emsländische Hans im Glück: Vor mehr als vierzig Jahren fand er in Dänemark die Frau fürs Leben – und einen Beruf, der ihn zu einem der erfolgreichsten Unternehmer des Landes machte.

Ein Lächeln legt sich auf die Lippen des 73-Jährigen, wenn er an seine Heimat denkt. Bernd, wie sie ihn in Dänemark alle nennen, ist im Zweiten Weltkrieg in Walchum zur Welt gekommen und als Sohn eines Arbeiters aufgewachsen. Die Nachkriegszeit in ärmlichen Verhältnissen hat ihn geprägt. Angesichts der Schrecken, die deutsche Soldaten ein paar Jahre zuvor in der Welt verbreitet hatten, wollte Bernd Griese nie selbst eine Waffe in die Hand nehmen. Um dem Wehrdienst in der noch jungen Bundeswehr zu entgehen, heuerte der gelernte Elektriker auf Frachtschiffen an, die um die ganze Welt fahren. Jahrelang fuhr Griese so von Kontinent zu Kontinent. Als er nach einigen Jahren zurückkam, „da waren mir Walchum und das Emsland einfach zu klein“.

1972 führte ihn eine Dienstreise nach Skælskør, einer Kleinstadt auf der dänischen Ostseeinsel Seeland. Er genoss „das freie Leben“, das damals so ganz anders war als in seiner Heimat. Bei einer Strandparty lernte er nicht nur das „besonders leckere Bier“ der örtlichen Brauerei Harboe kennen, sondern auch Anne, die Tochter des Brauereibesitzers.

Aus der deutsch-dänischen Party-Bekanntschaft entwickelte sich eine Liebe fürs Leben. Die beiden heirateten und bekamen drei Töchter. Bernd Griese stieg in die kleine Dorfbrauerei seines Schwiegervaters ein. „Damals hatte der Betrieb 30 Mitarbeiter und belieferte die Häuser um den Kirchturm von Skælskør“, schmunzelt Griese heute. Das Bier wurde damals noch von Hand in die Flaschen gefüllt. Das sollte sich mit dem Emsländer ändern: Er investierte seine Ersparnisse in die Modernisierung des Unternehmens und packte an: „Wir haben jeden Tag 16 Stunden malocht.“ Der Erfolg ließ nicht auf sich warten: Die Brauerei wuchs von Jahr zu Jahr.

Harboe konnte es nun sogar mit dem dänischen Giganten Carlsberg aufnehmen, der damals den nationalen Biermarkt unangefochten dominierte. Grieses Leidenschaft für die Jagd und für das Segeln führte zur Begegnung mit dem dänischen Prinzgemahl Henri. Aus dieser Begegnung wurde eine bis heute andauernde Freundschaft zur Königsfamilie. Bernhard Griese sponserte auch den Segelsport Kronprinz Frederiks und belieferte mit seinem Bier den Königshof.

Nach mehr als 20 Jahren bekam Harboe den offiziellen Titel „königlicher Hoflieferant“. „Das hilft uns besonders im Ausland sehr“, sagt Bernd Griese. Das Ausland ist ein wichtiger Absatzmarkt für Harboe – heute eine der größten Brauereien des Landes. Harboe verkauft unter verschiedenen Bezeichnungen Bier, Limonade, Energydrinks und Mineralwasser in mehr als 90 Länder der Erde. Ganz egal, ob zweiprozentiges Schwachbier für Norwegen oder 16-prozentiges Starkbier für den afrikanischen Kontinent. Mit seinem größten Konkurrenten Carlsberg lieferte sich Griese jahrelang einen harten Wettbewerb. „Immer dann, wenn Carlsberg die Preise anhob, haben wir unsere Preise gesenkt“, lacht der Wahl-Däne. „Das hat uns in Dänemark viel Sympathie eingebracht.“

Ein wichtiger Baustein seines Erfolgs war Grieses Engagement in Deutschland: Unmittelbar nach dem Mauerfall baute der Unternehmer eine Brauerei in Dargun in Mecklenburg-Vorpommern. Drei Jahre lang musste das Bier mit Tanklastzügen nach Deutschland gefahren werden. Danach war das Brauen auch am neuen ostdeutschen Standort möglich. Der Gerstensaft fand reißenden Absatz, sagt Griese: „Wir haben gutes Bier zu günstigen Preisen angeboten.“

Sein Bier verkauft er in Deutschland unter anderem in den Netto-Märkten. Mit den Saisonarbeitskräften arbeiten über tausend Menschen in den Firmen von Bernd Griese. Denn er ist nicht nur einer der größten Brauereibesitzer in Dänemark, sondern auch ein großer Landwirt. Auf Hunderten Hektar bauen seine Mitarbeiter Kirschen an.

Bernhard Griese hat es vom Arbeiterkind zum ausgezeichneten Unternehmer gebracht: Er ist Vorsitzender der deutsch-dänischen Handelskammer und hat den deutschen Bundesverdienstorden Erster Klasse verliehen bekommen. Den Kontakt zu seiner emsländischen Heimat hat er dabei in all den Jahren nie verloren: „Meine Schwester wohnt in Oberlangen.“ Erst vor ein paar Jahren hatte er Verwandtschaft mit dem Bus nach Dänemark geholt und seinen 70. Geburtstag gefeiert: „Die Heimat vergisst man doch nie.“

Bernd der Unternehmer Die ehemals kleine Familienbrauerei Harboe seines - фото 14

Bernd, der Unternehmer: Die ehemals kleine Familienbrauerei „Harboe“ seines Schwiegervaters hat Bernhard Griese zu einer der größten Brauereien Dänemarks gemacht. (Stefan Prinz)

Bei ihnen steht die Bibel neben dem Koran

Von Rainer Lahmann-Lammert

Im Bücherregal steht die Bibel neben dem Koran. Margret Flohr-Bilalic ist Katholikin, ihr Mann Elvir Bilalic Muslim. Beiden ist der Glaube wichtig, aber keiner will den anderen bekehren. Auch nicht die beiden Kinder Malaika und Malik. Sie alle finden, dass Christentum und Islam ganz gut zusammenpassen.

Als in Osnabrück 4500 Menschen im Januar 2015 gegen Rassismus und Ausgrenzung demonstrierten, wagte sich die 15-jährige Malaika aus der Gesamtschule Schinkel ans Mikrofon und sprach einen Satz, der viele beeindruckte: „Meine Mutter ist Christin, mein Vater Muslim, und wenn sich Pegida in diesem Land durchsetzt, könnte ich nicht in Frieden in diesem Land leben!“

Elvir Bilalic ist stolz auf seine Tochter. Sie hat auf den Punkt gebracht, was auch ihm wichtig ist. In der Sutthauser Familie wird viel über Glaubensdinge gesprochen, über das Zusammenleben verschiedener Kulturen und über das, was Menschen jenseits aller Unterschiede ausmacht. Wenn Malaika erzählt, dass es für sie ein großes Glück sei, in ihrer Schulklasse auf so viel Wohlwollen und Sympathie zu stoßen, dann antwortet ihr Vater: „Deine Klasse kann sich freuen, dass sie dich hat!“

Malaika und ihr Bruder Malik (11) haben ihren Vater schon oft in die Moschee an der Wasastraße begleitet und ihre Mutter in die katholische Kirche Maria Königin des Friedens. Beiden Eltern ist die Religion wichtig. „Ich bin mit dem Glauben aufgewachsen“, sagt Margret Bilalic-Flohr, die 1988 aus Kenia nach Deutschland gekommen ist. In der Not habe sie immer im Gebet Trost gefunden. Ihr Mann Elvir Bilalic kam 1992 als Kriegsflüchtling aus Bosnien nach Deutschland. Für ihn sei es ein langer, schwieriger Weg gewesen, berichtet er. Der Glaube habe ihm geholfen, die schlimmen Erfahrungen seiner Flucht zu verarbeiten.

Kennengelernt haben sich die beiden 1993 in einer Diskothek in Herzebrock. „Es war die große Liebe“, erzählt Elvir Bilalic noch immer voller Begeisterung. Damals machte er eine Ausbildung zum Gas-und-Wasser-Installateur, Margret zur Kinderkrankenschwester. Die beiden heirateten, und das schwarz-weiße, christlich-muslimische Paar musste erst einmal die eigenen Familien von dieser Farbkombination überzeugen. „Man kannte das nicht in meiner Verwandtschaft“, sagt der 41-Jährige mit einem Augenzwinkern und erklärt, worauf es ankommt: „Wenn man jemanden liebt, darf so etwas nicht stören.“ Und dann war es für die Angehörigen in Bosnien tatsächlich kein Problem und für die in Kenia genauso wenig: „Wir wurden beide toll aufgenommen!“, erzählen Margret und Elvir freudestrahlend.

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