Erstens: Es musste immer die erste Entladung sein, die sie in ihrem Mund
aufnahm, niemals der dünne Nachgeschmack eines Zweit- oder
Drittorgasmus - kräftig und nussig wollte sie es schmecken.
Zweitens: Sie bestand darauf, vor ihm zu knien, denn nur so hatte sie
Schwanz und Eier gleichzeitig im Griff und konnte die von ihr so
geschätzte Macht ausüben.
Drittens: Sie nahm nie mehr als einen pro Nacht, das war sie sich selbst
und ihrem Lustobjekt schuldig - trotz der Vielzahl der Angebote, die
sie immer wieder bekam.
Und viertens: Jeder durfte sie nur immer einmal genießen - es gab kein
Wiedersehen, so groß auch die Verlockungen sein mochten.
Außerhalb dieser Grundsätze war sie nicht besonders wählerisch, sondern
verließ sich auf ihr Gefühl und ihre momentan Lustanfälle. Weder
Aussehen noch Alter, weder Hautfarbe noch Nationalität spielten eine
entscheidende Rolle, es waren andere, spontane Dinge, die im
Allgemeinen den Ausschlag gaben, wenn sie sich für einen entschied. Sie
redete sich manchmal ein, dass sie damit auch die Gefahr möglicher
Krankheiten verringerte, denn sie verließ sich immer auf ihr
Bauchgefühl; und das sah es einfach nicht vor, dass sie ob ihrer -
zugegeben ungewöhnlichen Leidenschaft - negative Erfahrungen machte.
Aber wenn sie ehrlich zu sich war, dann war ihr auch klar, dass ihre
Auswahlkriterien diesen Prüfungen nicht immer standhielten.
Sie hatte schon von so ziemlich allen Arten von Schwänzen gekostet: es
waren weiße, braune, olivfarbene, sogar einige schwarze dabei gewesen;
es waren kleine, mittlere und große darunter gewesen, und sogar zwei,
die so riesig waren, dass sie sie kaum in ihrem Mund aufnehmen hatte
können; es waren krumme und knochige dabei gewesen, dünne und dicke,
fette, trockene, dürre, dreckige, fleischige, stahlharte, butterweiche,
schweißige, wohlduftende, ungewaschene, nasse, knotige, pummelige,
wuchtige, brachiale, schwammige, monströse, sehnige, ebenmäßige. Und
alle hatte sie gelutscht, kniend, immer nur einer pro Nacht, immer beim
ersten Mal und immer hatte sie die Augen kurz vor dem Moment
geschlossen, als sie in ihrem Mund abspritzten. Und letztlich hatte sie
keinen einzigen von all diesen Schwänzen je bereut.
All das ging Gudrun durch den Kopf, als sie sich schließlich aufraffte,
ihre Sachen am Strand zusammensammelte und sich auf den Weg in ihr
Hotel machte. Die vergangene Nacht mit dem versagten Höhepunkt zog
jetzt wieder in ihrem Inneren. Den ganzen Weg auf ihr Zimmer dachte sie
unablässig nach, was sie machen könnte, um diese Panne wieder gut zu
machen und sich wieder in die Augen sehen zu können. Sich selbst gab
sie die Schuld für die Enttäuschung, ihrer Meinung nach lag es
ausschließlich in ihrer eigenen Macht, was wie passierte. Und nach so
einem Fehlschlag war sie mit sich selbst nicht im Reinen.
Als sie die Tür aufschloss, musste sie lächeln. Unerwartet war ihr die
Erinnerung an den Typ gekommen, der wohl der schnellste Spritzer
gewesen war, den sie jemals gehabt hatte. Es war eine ungewöhnliche
Begegnung gewesen an einem Abend, an dem sie eigentlich gar nichts
vorgehabt hatte. Dann war sie plötzlich dieser völlig ungelenke
Familienvater (das hatte er ihr gleich erzählt) erschienen: maximal
1,65 m groß, Bauch, blasse Haut, Halbglatze und Brille, so war er
allein an der Hotelbar vor seinem Bier gesessen. Sie hatte sich einfach
so zu ihm gesetzt, und bei der Vorstellung, wie wohl sein Schwanz
aussehen musste, war ihr von einer Sekunde auf die andere ganz anders
geworden. Es war die Absurdität der Situation, die sie total angemacht
hatte, und in der folgenden halben Stunde hatte sie den armen Mann so
heiß gemacht, dass er fast nicht mehr hatte sitzen können.
Sie hatte ihm zum Aufzug geholfen und ihm dann auch noch beim Ausziehen
unterstützen müssen, weil er vor Aufregung so gezittert hatte. Sie
selbst hatte sich erst gar nicht die Mühe gemacht. Er war einer der
einzigen gewesen, denen sie je erlaubt hatte, sich von ihr im Sitzen
lutschen zu lassen. Sein Schwanz war genau so gewesen, wie sie es
erwartet hatte: klein, dick, venig, geschwollen, und kaum steif.
Hechelnd hatte er auf sie hinab gesehen wie ein Frosch auf Ecstasy, als
sie sich seiner angenommen hatte. Weich und prall waren seine
knubbeligen Eier in ihrer Hand gelegen, und die zurückgezogene Vorhaut
hatte eine fette, blaue Eichel enthüllt - das einzig wirklich steife
Teil zwischen seinen Beinen.
Davon erregt hatte sie sich vorgebeugt und ihre Zunge ausgefahren, als
es in seinen Weichteilen ansatzlos und ohne Vorwarnung zu zucken und zu
brodeln begonnen hatte. Gerade noch rechtzeitig hatte sie ihre Lippen
über seinen weichen, fetten Schwanz stülpen und die Augen schließen
können, da hatte es sich auch schon aus ihm ergossen. In langen, tiefen
Schwällen war der Saft aus diesem völlig überforderten Sack
geplätschert und hatte ihren Mundraum ausgefüllt. Warm und wohlig war
es ihren Rachen hinabgelaufen, in mindestens fünfzehn vollen Ladungen
hatte er sich zwischen ihre Lippen entleert, ohne dass ihm auch nur ein
Laut über die Lippen gekommen war.
Selten war sie in solch einer Fülle mit Sperma vollgepumpt worden wie an
diesem Abend. Sie war so überwältigt gewesen von dem Kerl und seiner
schier unerschöpflichen Quelle, dass sie ihn am darauf folgenden Abend
noch Mal besucht hatte. Es war eines der wenigen Male gewesen, dass sie
ihre eigenen Regeln brach und sich zu einem Nachschlag hatte hinreißen
lassen; aber sie hatte einfach herausfinden müssen, ob sich diese
unglaubliche Konstellation noch mal wiederholen ließ. Und sie musste
zugeben, auch das zweite Mal war ähnlich lohnenswert und befriedigend
für sie verlaufen.
Genau das Gegenteil von diesem Schnellspritzer war ein dem ersten
Anschein nach ziemlich großmäuliger Kartenspieler gewesen, den sie
eines Abends ganz in einer Bar nahe ihrer eigenen Wohnung aufgegabelt
hatte. Mit seinen rund 50 Jahren und in seinem ziemlich angeheiterten
Zustand hatte er gegenüber seiner Zechrunde mit seiner angeblichen
Standfestigkeit so lange geprahlt, bis ihr es zu bunt geworden war. In
der Absicht, ihn vor seinen Kumpanen bloßzustellen, war sie zu ihm
hingegangen und hatte ihn aufgefordert, dass er ihr doch seine
Standfestigkeit in ihrem Bett beweisen sollte. Zu ihrer Überraschung
war er tatsächlich ohne große Umschweife mitgekommen - einer der
wenigen, die sie mit in ihre eigene Wohnung genommen hatte.
Dort angekommen hatte er sich sofort ausgezogen und ihr seinen Prügel
ins Gesicht geschoben. Es war ein echtes Riesenteil gewesen, ein fettes
und hartes Rohr, das geradewegs unter seinem Bierbauch wegstand. Sie
hatte Zweifel gehabt, ob sie ihn überhaupt in den Mund bekommen würde,
aber er hatte ihr Gesicht so selbstbewusst über seine Eichel gezogen,
dass sie einfach nur den Kiefer aufsperren konnte. Über Gebühr hatte
sie ihre Lippen spreizen müssen, um ihn sich endlich doch
hineinschieben zu lassen - er hatte sie komplett bis zum Anschlag
ausgefüllt. Ihre redlichen Bemühungen hatte er sich von oben herab
angesehen, und sie hatte nach den ersten zehn Minuten vor sich selbst
zugeben müssen, dass er sich wirklich extrem gut im Griff hatte. Sie
hatte hingebungsvoll gelutscht und geleckt, sie hatte alle Register
gezogen, aber er hatte die intensive Bearbeitung einfach nur genossen.
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