Ernst Meder - Gegen die Vergangenheit
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Umständlich stellte er sich mir vor, ich konnte die Hoffnung in seinen Augen sehen, die sagte, weise mich nicht ab, aber auch die Angst, dass er abgewiesen werden könnte. Ich nahm ihn an der Hand, dann zog ich ihn etwas weg von dem Trubel, den vielen Leuten, die uns beobachteten, dann sagte ich ihm meinen Namen.
Wir stellten fest, dass wir über fünfundzwanzig Ecken verwandt waren, hatten jedoch noch nie voneinander gehört. Seine Eltern gehörten zu der Gruppe von Juden, die aus Deutschland wegwollten, die in einem anderen Land neu beginnen wollten.
Wir hatten uns in eine Ecke der Synagoge zurückgezogen, dabei haben wir uns gegenseitig unser bisheriges Leben erzählt, die Zeit voreinander ausgebreitet, die wir ohne den Anderen gelebt hatten.
Ich erzählte ihm, dass ich eigentlich studieren wollte, aber jetzt keine Möglichkeit mehr sah, meinen Traum, hier in Deutschland zu erfüllen, da uns Juden der Zugang zur Universität verwehrt wurde. Mein Traum war es seit meiner frühesten Jugend einmal Medizin zu studieren. Ich wollte Menschen helfen, wobei ich in meinen Träumen immer Kindern geholfen habe, da in Kinderärztin geworden war.
Er hat mir erzählt, wie er zur Chemie gefunden hatte, von seinem Studium. Auch von dem Lob, welches er von seinem Professor erhalten hatte, der ihn auch an die Firma, in der er jetzt arbeitete und forschte, vermittelt hatte. Sein Kummer als feststellen musste, dass seine Forschung sich sehr eng an den Produkten orientierte, die von der Firma verkauft wurden. Sie hatten kein Interesse in eine Forschung zu investieren, die ihnen scheinbar keinen Nutzen brachte.
Um seine eigene Forschung weiter betreiben zu können, hatte er sich ein kleines Labor zu Hause eingerichtet, damit er auch zu Hause forschen konnte. Um die Kosten für sein Labor tragen zu können, hat er sich als Erstes darum gekümmert, dass er nach etwas geforscht hat, was sich schnell verkaufen lässt.
Aber das hat er mir eigentlich erst später erzählt, vorerst hatten wir mit unserer Lebensgeschichte mehr zu erzählen, als wir Zeit hatten. Mitten in unser Gespräch platzten meine Eltern, die mich schon eine Weile gesucht hatten. Kaum hatten sie mich gefunden, kamen auch schon seine Eltern, die von meinem Vater gerufen worden waren.
Die Enttäuschung war ihrem Gesicht anzusehen, eigentlich hatten sie sich für ihren Sohn etwas anderes vorgestellt. Eine reiche Kaufmannstochter oder eine reiche was weiß ich, auf alle Fälle jemand mit viel Geld. Nun hatte sich der dumme Junge die Tochter eines Lehrers ausgesucht, die noch weniger Geld als er selbst hatte.
Viele Einwände von allen Seiten sollten verhindern, dass wir zusammenfinden, sie sprachen von dem Fehler, der Unglück über unser Leben brächte. Allerdings hatten sie nicht für möglich gehalten was uns in den Minuten oder waren es nur Sekunden, wirklich geschehen war. Ich habe nie feststellen können, wie lange es wirklich gedauert hat, die wir uns in die Augen gesehen haben, dieser Augenblick, der bewirkte, dass wir uns unsterblich ineinander verliebten.
Das war auch einer der Gründe, weshalb ich später nie wieder geheiratet habe, ich wollte dieses Erlebnis, das wie ein Blitz uns beide getroffen hatte, nicht mit einer neuen Verbindung bagatellisieren. Mit jemandem diese einzigartige Liebe, meine einzigartige Liebe nicht dadurch auf das Niveau eines Alltäglichen herabsetzen.
Wir haben uns damals über viele Konventionen hinweg gesetzt, haben beschlossen uns nicht von anderen etwas auferlegen zu lassen, was wir beide nicht wollten. Nach diesem Sabbat haben wir uns jeden Tag gesehen, es gab keine Ausnahme kein Hindernis, welches dies hätte verhindern können. Nach drei Tagen beschlossen wir so schnell als möglich zu heiraten, wir wollten uns nicht jeden Tag aufs Neue treffen, um uns wieder zu trennen, wobei jeder in sein Zuhause zurückging.
Nachdem wir den anderen davon erzählten, wuchs der Widerstand auf allen Seiten. Seinen Eltern war ich nicht gut genug, außerdem sollten wir uns doch zuerst kennenlernen, damit wir prüfen, konnten, ob wir zusammenpassten. Meine Eltern hatten Einwände gegen die Levi‘s, diese seien nicht gläubig genug, sie seien zu liberal, während sie zu den konservativen Strömungen innerhalb der jüdischen Gemeinde zählten.
Seine Freunde rieten ihm ab, weil er doch noch Zeit habe, sich noch nicht genug ausgetobt hatte, außerdem sei er viel zu jung, um sich jetzt schon fest an eine Frau zu binden.
Meine Freundinnen waren auch nicht besser, auch sie wollten nicht, dass ich mich, mit meinen neunzehn Jahren, so schnell und ohne Überlegung in so ein Abenteuer stürzte. Stell Dir vor er ist gewalttätig, oder stell Dir vor er ist geizig, oder stell Dir vor er ist impotent, Du kannst Dir nicht vorstellen, welche Gründe genannt wurden, um uns unsere Heirat zu verleiden.
Die einzige Person, die uns in unserem Vorhaben gegen alle Widerstände bestärkte, war Rabbi Weizenbaum, der uns beglückwünschte, dass wir so eine große Liebe gefunden haben. Nun hatten alle ein neues Opfer gefunden, jetzt war Rabbi Weizenbaum Objekt ihrer Beschimpfung. Wie er sich erdreisten könne, uns zu der Hochzeit, der "Chuppa" zuzureden, er wisse doch sehr genau, welche Bedenken die jeweils andere Seite habe.
Langsam füllten sich ihre Augen, die plötzlich auftretende Flüssigkeit wirkte wie eine zweite Linse, die die vorhandene Linse mit einem Schleier überzog. Auf seinen fragenden Blick antwortete sie mit zittriger Stimme, Rabbi Weizenbaum wurde am neunten November in der Reichspogromnacht umgebracht, als von den Nazis aufgestachelte Deutsche unsere Synagoge geschändet und angezündet haben.
Er hatte versucht, dies zu verhindern, hatte sich den Plünderern und Brandschatzern in den Weg gestellt, wollte seine Synagoge verteidigen. Es wurde nie ein Schuldiger gefunden oder jemand deswegen verurteilt. Die Polizei hat sich geweigert Ermittlungen aufzunehmen, sie haben immer nur von einem Unfall gesprochen.
Der sogenannte Unfall war, dass jemand ihm von hinten den Schädel mit einem Knüppel zertrümmert hat, er dann auch noch in der Nähe der Synagoge liegen gelassen wurde. Aber damals hat der Tod eines Juden in Deutschland nur noch sehr wenig Leute interessiert, ihr neu erwachter Nationalstolz duldete solche Kreaturen, wie Göbbels und andere uns Juden damals nannten, nicht in ihrer Gemeinschaft.
Leise fuhr sie fort, aber wir waren noch bei unserer geplanten Hochzeit, die für erhebliche Unruhe in unsrer Gemeinde sorgte. Meine Eltern hatten mir übrigens bereits einen anderen Ehemann ausgesucht, einen passenden, wie sie meinten, da er auch der konservativen Glaubensrichtung angehörte.
Als sie spürten, dass sie mit ihren Einwänden nichts erreichen konnten, im Gegenteil, je mehr sie gegen uns waren, desto enger wurde unsere Beziehung, desto größer unser Widerstand. Also beschlossen sie gute Mine zu dem, ihrer Ansicht, bösen Spiel zu machen. Sie versuchten jetzt, das Beste für das eigene Familienmitglied herauszuholen. Die Verhandlungen für den Ehevertrag die „Ketuba“, zeigte erneut die Unterschiede unserer Eltern, während sie sich zähnefletschend gegenübersaßen.
Bis Ephraim ein Machtwort sprach, er hatte eine Ketuba aufgesetzt, die weit über das übliche Eheversprechen hinausging. Du weißt, dass in der Ketuba der Ehemann verspricht, einen finanziellen Ausgleich zu zahlen, sollte die Ehe enden oder sie als Witwe zurückbleiben. Er hatte alles so verfasst, dass alles an mich gehen sollte, wenn er sich je von mir trennte oder falls er sterben sollte.
Meine Eltern jubelten, seine Eltern heulten und jammerten wegen der ungerechten Lösung, aber es war uns gleichgültig. Ich hätte ihn auch ohne Ketuba geheiratet, ich wäre ihm auch ohne Heirat überallhin gefolgt.
Trotz aller Versuche uns auseinanderzubringen, haben wir am fünften November, keine zwei Monate, nachdem wir uns zum ersten Mal gesehen haben, geheiratet. Genau da, wo wir uns zum ersten Mal gesehen haben, in unserer Synagoge mit Rabbi Weizenbaum. Es war unsere Anerkennung dafür, dass er uns während der ganzen Zeit bestärkt hatte, gegen die Widerstände unsrer Familien und Freunde anzukämpfen.
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