Ernst Meder - Gegen die Vergangenheit
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Ihre beruflichen Wege trennten sich, während sein Freund seine politische Karriere vorantrieb, hatte er eine Anstellung in einer kleinen chemischen Fabrik gefunden, die Seifen und Waschmittel herstellte. Da er diese Anstellung auf Vermittlung der Partei erhalten hatte, wurden ihm die üblicherweise am Beginn verordneten einfachsten Arbeiten erlassen. Er wurde bereits für die Tätigkeiten angelernt, die er im Normalfall erst nach mehreren Jahren erreicht hätte.
Schnell wurde er sich seiner Macht bewusst, die er durch sein Parteibuch ausüben konnte, wenn etwas nicht nach seinen Wünschen lief. Häufig setzte er diese Macht ein, wenn eine Beförderung anstand und diese nicht von einem Parteigenossen besetzt werden sollte. Oder bei Neueinstellungen, wenn sich plötzlich der Leiter der Personalabteilung berufen fühlte, jemanden aufgrund seiner Qualifikation für eine Tätigkeit vorzusehen, unabhängig davon, ob dieser auch in der Partei Mitglied war.
Er intervenierte in all diesen Fällen erfolgreich, sodass er bald Mitspracherechte in Anspruch nahm, die keineswegs mit seiner Stellung innerhalb des Unternehmens in Übereinstimmung zu bringen war.
An einer Person biss er sich allerdings die Zähne aus, einem jungen Chemiker, dessen Genialität von niemandem bestritten wurde, auf dessen Konto alle Neuerungen sowie Verbesserungen zu verbuchen waren. Sogar er, dessen chemische Kenntnisse eher rudimentär waren, erkannte das Visionäre in seinen Erfindungen. Zu seinem Leidwesen war dieser junge Chemiker ein Jude trotzdem schien er unersetzlich für das Unternehmen.
Einem ersten Impuls folgend, forderte er die Entlassung des Juden, sogleich die Besetzung dieser Stelle mit einem deutschen Parteigenossen. Er glaubte sein Ziel bereits erreicht, als ihm der Wechsel zugesichert wurde, sofern er für adäquaten Ersatz sorgen könne, der dessen Aufgabengebiete übernahm. Seine Suche endete in einem Fiasko, keiner der Chemiker, die sich anschickten, die angebotene Stelle auszufüllen, wies auch nur Bruchteile der Kenntnisse dieses Juden auf, ganz zu schweigen, von dessen Genialität.
Nach mehr als sechs Monaten sowie achtundvierzig Bewerbern akzeptierte er, dass Ephraim Levi, der wahrscheinlich beste Chemiker war, den er, aber auch seine Kollegen je in ihrem Unternehmen gesehen hatte. Wenn ihm auf diesem Wege nicht beizukommen war, so wollte er ihn weiter beobachten, eventuell auf einem anderen Weg von dessen Kenntnissen partizipieren.
Trotz seiner Abneigung suchte er fortan immer wieder dessen Nähe, konnte ihm sogar auf die eine oder andere Art einen Gefallen erweisen. Seine Absicht war, dass dieser sich ihm verpflichtet fühlen sollte, ihm von eventuell neuen Erfindungen als Erstem zu erzählen.
Durch seine Tätigkeit in der Firma sowie diverser Gespräche mit leitenden Angestellten, begann er langsam aber stetig die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu erfassen, begann zu begreifen, wie das Weltjudentum die Weltwirtschaft knechtete.
Auf den Boykottaufruf nach der gewonnenen Wahl hatten die ausländischen jüdischen Wirtschaftslenker zum Boykott deutscher Waren aufgerufen. Mit diesem Boykott fügten sie der deutschen Wirtschaft, die gerade begann, sich von den Fehlern der Weimarer Politik zu erholen, erheblichen Schaden zu.
Es war ein schmerzhafter Lernprozess, hatte er ihnen doch gezeigt, dass die Macht der jüdischen Wirtschaft sowie deren Einfluss auf ausländische Politiker noch so groß war, dass man vorsichtiger agieren musste. Seine Diskussionen mit Fritz wurden oft sehr hitzig geführt, wobei dieser häufig von den kontroversen Gesichtspunkten innerhalb der Partei erzählte, die über die richtige Politik gegenüber jüdischen Unternehmen stritten.
Letztendlich durfte das große Ziel, die deutsche Wiederaufrüstung, nicht gefährdet werden, da die Boykottkampagnen den Handel störten, die Deviseneinnahmen verhinderten. Deshalb war es besser, zum jetzigen Zeitpunkt die Verfolgung auszusetzen, jüdische Unternehmen zeitweise nicht zu benachteiligen, damit sensible Wirtschaftszweige nicht geschädigt wurden.
Mit dem Erkennen der wirtschaftlichen Zusammenhänge waren die Diskussionen mit seinem Freund sehr häufig von dessen Meinung abgewichen, da dieser die Meinung von Streicher vehement vertrat, während er sich der Meinung ihres Wirtschaftsministers Schacht anschloss.
Diese Streitgespräche änderten nichts an ihrer Freundschaft, im Gegenteil, die Versöhnung wurde umso feuchtfröhlicher genossen, da beide die Zielsetzung nie bestritten, nur der Weg dahin wurde nur oft kontrovers diskutiert.
Seit mehr als zwei Jahren war er bereits in dem Unternehmen tätig, mit dem Beginn der wirtschaftlichen Konsolidierung war auch dieses Unternehmen inzwischen weiter gewachsen. Die vergangenen Jahre waren aufregend aber zum Teil auch erschreckend gewesen. Den größten Schreck hatte er bekommen, als er von dem Schlag gegen die SA erfuhr, für die er noch bei der Wahl als Hilfspolizist tätig gewesen war. Fritz meinte nur lakonisch, er solle froh sein, dass er nicht mehr bei diesem Verein gewesen sei, da diese versucht hatten, den Führer zu stürzen.
Das konnte und wollte er so nicht stehen lassen, schließlich hatten er und seine Kameraden bis zur Aufopferung gekämpft, einiges an Gesetzesübertretungen begangen, um dem Führer den Weg an die Macht zu ebnen. Auch jetzt bekam er noch Schweißausbrüche, wenn er daran dachte, wie es hätte ausgehen können, wenn er dabei geblieben wäre. Nachträglich beglückwünschte er sich zu seinem Entschluss, seinen Weg in der Wirtschaft und nicht in der Politik zu suchen.
Während der gesamten Zeit hatte er immer ein Auge auf Ephraim Levi, betrachtete seine Entwicklung sowie seine Fortschritte innerhalb des Unternehmens. Ihm war nicht entgangen, dass Levi neben seiner offiziellen Tätigkeit, offensichtlich auch privat forschte. Für diese Forschung, die außerhalb der Firma erfolgte, hatte er offenbar ein kleines Labor in seiner Wohnung eingerichtet.
Auch wenn es immer schwerer für ihn wurde, sich die erforderlichen Rohstoffe zu besorgen, so schien er noch ausreichend zurückgelegt zu haben, dass er seine private Forschung nicht unterbrechen musste.
Er beobachtete ihn bereits über einen längeren Zeitraum, während dieser Zeit war immer mehr zu der Überzeugung gelangt, dass diesem irgendwann der Durchbruch bei seiner Forschung gelingen würde. Berücksichtigte man dessen Intelligenz in Verbindung mit seiner Genialität, so musste früher oder später ein überzeugendes Ergebnis seiner Forschung zustande kommen. Seine Sorge war, dass er diesen Zeitpunkt nicht mitbekommen würde, dass ein anderer von der Genialität dieses Chemikers profitierte, ohne dass er berücksichtigt wurde.
Als ein weit größeres Problem, welches ihm erhebliche Kopfzerbrechen bereitete, erwies sich dessen Zugehörigkeit zum Judentum. Wie sollte er die Nähe zu diesem suchen, ohne dass er gleich als Judenfreund denunziert wurde, aufgrund dessen er seine Stellung in dem Unternehmen verlieren konnte.
Dazu kam, dass er eigentlich etwas unterstützte, was offiziell nicht erlaubt, eigentlich sogar verboten war, er war dabei, einen Juden im geheimen zu unterstützen. Darüber hinaus beging er ein noch viel schlimmeres Verbrechen am deutschen Volk, welches strengstens verboten war. Er versorgte den Juden mit den Rohstoffen, die dieser für seine Forschung benötigte, er bestahl das deutsche Volk.
Er wartete so lange, bis er sicher sein konnte, dass die anderen Chemiker das Labor bereits verlassen hatten, dass Levi allein im Labor sein würde. Dann wollte er diesem auf indirektem Weg zu verstehen geben, dass er mit seiner Unterstützung rechnen konnte.
Heil Hitler Herr Levi, die Begrüßungsformel war ein Widerspruch in sich, dies sollte ihm aber erst zu einem späteren Zeitpunkt auffallen.
Guten Tag, Levi weigerte sich, diese Form der Begrüßung zu erwidern, außerdem kannte er den vor ihm stehenden Bloch, dieser war ein strammer Nazi, wie sich bei verschiedenen Gelegenheiten gezeigt hatte.
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