Andre Bixenmann - Der Wolf der Wölfe

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Krieg überzieht das einstmalige calranische Reich.
Seit dem mysteriösen Verschwinden des Königs und der ungeklärten Nachfolge gespalten, ist der Untergang des Landes durch den Feind aus dem Osten nur eine Frage der Zeit.
Jetzt, nach Jahren der Abwesenheit kehrt ausgerechnet der Mann zurück, der die Zwietracht mitzuverantworten hat:
Sanguis, einer jener Elitesöldner, die der Volksmund «Wölfe» nennt.
Auf der Suche nach seiner entführten Schwester ahnt Sanguis nicht, dass er bald zwischen alle Fronten des Krieges gerät. Und, dass er sich bald auf einer Reise in die dunkle Vergangenheit seiner Heimat befindet, von deren Ausgang nicht nur das Leben seiner Schwester abhängt.

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»Ist es Gold?«, unterstellte der Alte, indem er einen Schritt näher kam.

Sanguis hingegen schwieg bloß. Er schüttelte nicht einmal den Kopf. Denn selbst wenn der Blinde es nicht hätte sehen können, so hätte sich der Söldner damit eigens jener Ausflüchte beraubt, die ihn vor einem herben Eingeständnis bewahrten.

»Träumt Ihr von Abenteuern?«, stocherte der Blinde im Näherkommen.

Angesichts der wahrgenommenen Aggressivität rückte Sanguis seine Schulterplatte zurecht. Während der Alte seine Ohren nach dem stählernen Klappern spitzte, tastete der Söldner nach seinem Dolch.

»Geht es Euch um Ruhm?«, stichelte der tätowierte Seemann kaum mehr einen Fuß entfernt. »Egal, was Ihr sucht: Kehrt um«, riet er mit gesenkter Stimme, ehe er den Korken seiner Schnapsflasche mit den faulen Zähnen zog und aufs Deck spuckte. »Erspart uns, erspart Euch diesen Flecken Erde.«

»Nein«, widersprach Sanguis entgegen seiner vorherigen Stille so heftig, dass ihm der Blinde überraschend an die Gurgel ging.

»Ihr findet dort nichts von alldem: Kein Gold, keine Abenteuer, kein Ruhm – ihr findet dort nichts außer den Tod«, zürnte er.

Weil der fremde Passagier keine Anstalten machte, seinen Mahnungen nachzugeben, begann der Blinde seinen Griff so fest zu spannen, als wollte er den Braunhaarigen erdrosseln.

»So einen Krieg wollt Ihr nicht erleben, Junge«, schnaubte er.

Sanguis hingegen drückte die Hand des Angreifers zur Seite. An genau die Stelle, wo Henrichs raue Fingerkuppen den Ausläufer seiner Narbe berühren mussten. Und auf beiden Seiten auflodern ließen, was seit Ewigkeiten in jeweiliger Dunkelheit verborgen war.

»Ich habe ihn erlebt«, keuchte Sanguis, indem er der eigenen Vergangenheit ins Auge sah.

»Wir haben keine Wahl, Weib«, hörte der Braunhaarige seinen Vater in dieser Erinnerung brüllen.

Seine Mutter hatte das Gesicht in den Händen vergraben. Sie begann zu schluchzen. Dann kullerten glänzende Perlen über ihre Unterarme auf den Tisch.

»Reiß‘ dich endlich zusammen«, schrie ihr Ehemann, indem er sie gewaltsam an den Haaren zog. »Wir haben kaum was zu fressen und diese Blagen machen nun mal kein Geld, sondern Ärger. Der Winter kommt und ich kann sie mir nicht leisten«, schimpfte er lauthals.

Sein Gesicht verzog sich zu einer noch grässlicheren Fratze. Er schlug ihr mit der flachen Hand gegen die Wange. Sie ertrug es, doch Sanguis‘ Schwester nicht.

»Hör‘ endlich auf«, kreischte diese und stürmte wütend in die Stube.

Doch der Vater ballte lachend die Faust. Unbarmherzig zertrümmerte er ihr die Nase, bevor sie ein Tritt in den Unterleib krachend gegen die Wand schleuderte. Warmes Blut vermischte sich mit kalten Tränen.

»Du alte Vettel! Sieh‘ dir deine Ausgeburten nur an. Morgen bring‘ ich ihn in die Stadt. Und für sie finde ich auch noch eine Lösung«, brüllte der Vater, während er die Mutter an den Haaren in die Schlafstube zerrte.

»Name und Beruf?«, fragte ihn die heisere Stimme. Der braunhaarige Junge zitterte.

Er hielt sich an dem Tisch fest und schwieg. Ein Schlag prasselte gegen seine blau unterlaufene Wange.

»Nicht mal das kannst du. Er heißt Sanguis Cor, Taugenichts von Beruf«, antwortete der Vater forsch.

Sein kalter Atem stank nach Alkohol. Jemand drückte Sanguis in beide Backen und begutachtete die lückenhaften Zahnreihen. Dunkle Augen musterten seine dürren Arme und kantigen Rippenbögen.

»Ziemlich mageres Kerlchen – weiß nicht, ob der’s lange machen wird«, stellte der Soldat fest.

Fragend blickte er in die Augen des Schreibers.

»Freiwilliger ist Freiwilliger«, zischte der Vater.

Der musternde Soldat zuckte mit den Achseln. Ein Nicken des Schreibers beendete die Diskussion.

»Wir werden sehen. Ein, zwei Winter werden schon drin sein. Hier Eure Münzen«, gab der Soldat lächelnd zu verstehen.

Grinsend nahm der Vater das Geld entgegen. Er machte auf der Stelle kehrt und ging. Ohne zurückzublicken und ohne seinen Sohn zu schlagen.

Als Sanguis aus seiner Erinnerung erwachte, fand er sich mit einem Krautstängel im Mund. Der Blinde dagegen zitterte. Seine Lippen waren blau, das Gesicht bleich.

»Ihr?«, stammelte er, nachdem er längst vom Söldner und dessen Narbe abgelassen hatte.

Während er sich zu fassen suchte, entfaltete der in langen Zügen inhalierte Rauch seine Wirkung. Betört vom harzig-süßen Geschmack des glimmenden Stängels, begann sich Sanguis‘ Körper zu entspannen. Sogar die um das Dolchheft geklammerte Hand lockerte sich.

Doch innerlich rumorte es, ungeachtet des verführerischen Rauschmittels, heftiger als zuvor. In die entbrannte Wut, deren Ursprung Sanguis nicht zu deuten wusste, mischten sich plötzlich Zweifel und Enttäuschung. Der Braunhaarige kannte das Gefühl von kochendem Blut in seinen Adern. Oft schon hatte er sich der darin liegenden Kraft bemächtigt. Dieses Mal aber war es anders.

Der ungeheure Druck, mit dem sein polterndes Herz die rote Flüssigkeit durch seinen Leib pumpte, ließ die Blutbahnen zu schmerzenden Strängen anschwellen, derweil eine ungeahnte Hitze seine Wahrnehmungen im Takt der Herzschläge versengte. Unzählige Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Sie malten Bilder, stellten Fragen und prophezeiten Unheil. Aus den Zweifeln erwuchs Hass – ein mannigfaltiges Zerwürfnis, welches sich letztlich in Schuldgefühlen niederschlug.

Was ist los mit dir, fragte er sich. Doch das Verlangen nach einem Zug am Stängel blendete eine mögliche Antwortsuche aus. Stattdessen ergossen sich etliche andere Fragen in seinen Kopf und jagten umher. Er strengte sich an. Versuchte sich zu konzentrieren. Und in sich hinein zu hören. Doch alles, was er hörte, war der Schlag eines vernachlässigten Herzes. Dieser Erkenntnis zollte er die einzige Antwort, die er fand. Das Bild einer Frau brannte sich ihm mit einem neuen Hitzewall vor das geistige Auge. Es war seine Schwester, das einzige noch lebende Familienmitglied, dem er vieles schuldig geblieben war. Doch die Erinnerung an sie war blass. Von Streit und Uneinigkeit, von Schuld und Vorwurf zerrissen. Der Krieg hatte Sanguis eingeholt und der Wind hatte seine Schwester fortgetragen, stellte er nüchtern fest.

»Es ist wegen dem Krieg, nicht wahr?«, mutmaßte der Blinde. »Deswegen kehrt Ihr nach so vielen Wintern zurück.«

Der Kreuznarbige regte sich nicht. Ihm drängte sich eine neue Erinnerung auf. Noch aber war ihr Flüstern zu leise, um den entflohenen Geist einzufangen.

»Dann seid Ihr der Vorbote des Krieges.«

»Nein«, gab der Söldner zur Antwort, indem er in die grauen Augen seines Gegenübers starrte.

Was er damit an Hoffnung in Henrich erweckte, erstickte er sofort wieder im Keim.

»Ich bin der Krieg.«

»Fahrt zur Hölle«, schimpfte der Blinde, der diesem Satz auf seine alten Tage nichts abgewinnen konnte.

»Bin schon dabei«, erwiderte Sanguis mit sich öffnenden Armen.

Dass Henrich das feixe Grinsen dahinter in diesem Moment nicht sehen konnte, war womöglich besser so. Es reichte, dass er die Tollkühnheit hören und fühlen musste.

Weil Sanguis dem bibbernden Schiffskoch im gleichen Zuge die Buddel entriss, Rauch und Schnaps zu einem verführerischen Gemisch vermengte. So wie er es mochte. Und brauchte.

III

»Neunundzwanzig«, zählte Sanguis beim Anblick der jungen Frau, die am Wegesrand gehängt worden war.

Ihre blaublassen Blutergüsse auf Busen und Bauch leuchteten im Lila der niedergedrückten Fliedersträucher, in denen man sie zuvor vergewaltigt haben musste. Neunundzwanzig Frauen und Männer, erinnerte sich der Braunhaarige, hatten seinen Weg vom Hafen bis hierher gesäumt. Verstümmelt. Verbrannt. Verwest.

Sanguis blinzelte und mahnte das Pferd zur Weiterreise. Ob ihm die Hingerichteten den richtigen Weg wiesen, wusste er nicht. Mit Gewissheit aber beschieden sie dem Heimkehrer ein verheißungsvolles Willkommen.

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