Andre Bixenmann - Der Wolf der Wölfe

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Krieg überzieht das einstmalige calranische Reich.
Seit dem mysteriösen Verschwinden des Königs und der ungeklärten Nachfolge gespalten, ist der Untergang des Landes durch den Feind aus dem Osten nur eine Frage der Zeit.
Jetzt, nach Jahren der Abwesenheit kehrt ausgerechnet der Mann zurück, der die Zwietracht mitzuverantworten hat:
Sanguis, einer jener Elitesöldner, die der Volksmund «Wölfe» nennt.
Auf der Suche nach seiner entführten Schwester ahnt Sanguis nicht, dass er bald zwischen alle Fronten des Krieges gerät. Und, dass er sich bald auf einer Reise in die dunkle Vergangenheit seiner Heimat befindet, von deren Ausgang nicht nur das Leben seiner Schwester abhängt.

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»So jung und schon ein Deserteur«, urteilte der Soldat im Lederharnisch, indem er kräftig mit dem Kopf schüttelte.

Diesem Schuldspruch nicht genug, musste Sanguis plötzlich auch noch bemerken, dass an der Stelle, wo er den Greif seines Landes auf den Rüstungen suchte, die Konturen eines ganz anderen Wesens Einzug hielten. Auch wenn er es in der Dunkelheit nicht genauer erkannte, seine wässrigen Augen ließen doch keinen Zweifel darüber offen, dass die Kerle nicht zu Crests Armee gehörten. Sondern zu der der Feindes.

Panik erfasste den Jungen. Wieder vermochte er nicht zu sagen, ob es die Angst oder etwas anderes war, das ihn die Initiative ergreifen ließ. Er wand sich aus dem Griff und sprang unerwartet auf. Der Stoß, welcher den Schwarzäugigen traf, genügte, um ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Er kippte nach hinten. Ohne schützenden Helm krachte er auf einen scharfkantigen Fels, der den Hinterkopf krachend spaltete. Während der Dritte zu Boden stürzte und fluchend feststellte, dass sein Kamerad tot war, schleuderte eine Faust den Jungen unbarmherzig zu Boden. Mehrere Schläge ließen sein Gesicht in kürzester Zeit anschwellen. Die Tritte gegen die Bauchdecke und die Lunge ließen den Elfjährigen erst keuchen, dann würgen.

»Du kleiner Bastard! Ich werde dir die Augen ausstechen«, drohte der Mann im Lederharnisch.

Wutentbrannt warf er sich auf die magere Gestalt des Knaben, würgte, schlug und trat ihn auf derart brutale Weise, dass Sanguis das Bewusstsein zu verlieren drohte. Als er den Dolch zog, um seine Drohung wahr zu machen, schnappte jemand nach seinem zielsuchenden Handgelenk.

»Warte. Diese Mistgeburt hat etwas ganz anderes verdient«, meldete sich der ehemals Dritte zu Wort, nachdem er die Geldkatze des Verstorbenen in seiner Hose hatte verschwinden lassen, »statt eines gnädigen Todes zu sterben, soll er an einem qualvollen Leben verrecken.«

Das anfängliche Grinsen wuchs sich zu einem höhnenden Gelächter aus, nachdem der Schläger verstanden hatte, worauf sein Kamerad anspielte. Dann packte der Wutentbrannte den regungslosen Jungen unter der Achsel und schleifte ihn weiter in den Wald.

»Diesen Schlamassel hast du dir selbst zuzuschreiben. Jetzt, du Rotznase, geht es für dich mit Empfehlungsschreiben unseres Königs zum Toten Haufen«, verhieß ihm der Mann.

Doch Sanguis, benommen von der malträtierenden Gewalt, wollte nur aufwachen. Aufwachen aus einem Albtraum. Aus einem Albtraum, der keiner war.

V

Als der Schwarzhaarige den Leichnam der Frau auf den Rücken drehte, hielt Sanguis den Atem an. Pochenden Blickes versuchte er in dem geschwollenen Gesicht die Züge seiner Schwester zu erkennen. Doch schon nach kurzer Zeit hörte der Barde namens Veit, der sich dem Söldner nach seiner Rettung vor dem Strick angeschlossen hatte, wie sich das Leder an Sanguis‘ Hand entspannte. Er schüttelte den Kopf.

»Das war die Letzte«, sagte der Musikant.

Wortlos drehte sich der Kreuznarbige zur Türschwelle. Er griff nach einem Krautstängel, um ihn mit der Glut in der Keramik an seinem Gürtel zu entzünden. Mit dem ersten Zug tauchte er durch den Qualm ins Morgengrauen.

Über die niedergebrannten Reste eines Hofes kletterte gerade die frostige Wärme der Sonne. In ihrer kühlen Blässe begann die Verwüstung weiche Schatten zu werfen. Wie bei den Toten, die sich wie Schlafende im gefrorenen Dreck betteten. Der Katze, die an abgeschlagenen Köpfen Zuneigung suchte. Oder den Frauenschenkeln und bloßen Busen, die im fahlen Licht um Aufmerksamkeit kokettierten. Da schien es einem alten Hahn angemessen, inmitten knisternder Glut zur gewohnten Geschäftigkeit zu mahnen.

Sanguis, den die Gewissheit, dass seine Schwester nicht unter den Opfern war, eigentlich erleichtern musste, stapfte harsch zur Schmiede des Dorfes, das auf den Namen Arbach hörte. In kokelnden Schutt gelegt, markierte sie das Zentrum der Verheerung. Denn hier lagen die meisten Bewohner; zu einem unheimlichen Reigen dahingestreckt. Es musste Spuren geben, dachte sich der Söldner. Irgendetwas, das ihm weiterhelfen würde. Doch im Zentrum der geschauten Grausamkeit bot sich ihm eine nur schwer lesbare Handschrift. Obgleich man in Mord und Tod eine im Kern simple Sache vermuten mochte, war das in Starre gegossene Entsetzen so vielfältig und rätselhaft wie jede andere Regung der Natur. Trotzdem musste man irgendwo anfangen.

Also stampfte Sanguis gegen den besprenkelten Kies, der die vom Rot rund geschliffenen Ränder des Bodens säumte. Durch den Tritt und die plötzliche Verdichtung des angefrorenen Untergrunds platzte die spröde Kruste auseinander, weswegen sie winzige Splitter vereisten Blutes aus dem Verborgenen spuckte. Bohrte Sanguis mit seiner Stiefelspitze tiefer, förderte er noch mehr der rostfarbenen Flüssigkeit zutage. So viel, um zu bestätigen, was heiße Glut und kalte Asche bereits zuvor hatten mutmaßen lassen: Nämlich, dass der Überfall auf das Dorf am frühen Morgen des gestrigen Tages erfolgt sein musste. Genug Zeit also für das Blut vor dem nächtlichen Frost so tief durch die schwere Erde zu sickern.

Weniger dieser Erkenntnis, als vielmehr seiner Vorstellungskraft geschuldet, sog Sanguis so langsam an seinem Kraut, dass er bald sein Herz schlagen hörte. Denn nur so konnte er den polternden Hufen jener Pferde lauschen, deren Spuren sich überall in Arbach tummelten. Allein dadurch und indem der Braunhaarige seine Augen kniff, ergab das Wirrwarr an Abdrücken einen Sinn. Einen solchen, der nicht nur von Herkunft und Verschwinden, sondern auch von Anzahl und Wesen der Reiter kündete. Zunächst nämlich führten die im Bodenfrost verewigten Hufe an den Punkt am Horizont, wo man die Abendsonne vermuten konnte. Aber sie waren gegenläufig. Die Angreifer waren demnach aus dem Westen aufgetaucht und auch wieder in diese Richtung entschwunden. Zu sechst, vielleicht auch zu siebt. In jedem Fall aber waren sie schnell gekommen. Und ungewöhnlich lang geblieben.

Das verrieten Sanguis nicht zuletzt die unzähligen Pferdeäpfel. Zwar rangen sie ihm auch wegen der nun einschätzbaren Verweildauer und Anzahl der Reiter ein dankbares Lächeln ab. In erster Linie machten ihn die Kotbälle aber deshalb schmunzeln, weil sich in ihnen ganz wunderbar die Abdrücke von Hufeisen tummelten. Das war Hinweis genug, um sowohl Marodeure als auch schwere Reiterei ausschließen zu können. Denn während die einen über weniger und selten beschlagene Pferde verfügten, waren die eisernen Konturen für die anderen zu ausgeprägt und damit nicht tief genug für ein gepanzertes Beritt. Letzteres ergab auch allein deswegen keinen Sinn, weil der Frontverlauf inzwischen gut zwei Tagesritte weit entfernt sein mochte. Die gezogenen Kreise der Spuren und der Umstand, dass es Sanguis möglich war, sie durch scharfe Beobachtung auseinanderzuhalten, verriet noch etwas anderes. Dass die Reiter ordentlich geführt worden waren und Disziplin kannten.

Obgleich der Kreuznarbige mit der Stichhaltigkeit seiner ersten Beobachtungen zufrieden war, so sehr beunruhigten ihn die bisherigen Erkenntnisse. Etwas in ihm begann zu rumoren, ja Vorhaltungen zu machen: Dass er zu spät war. Und dass seine Schwester, wenn schon nicht unter den Toten, so doch in den Händen derart organisierter und bemittelter Männer unerreichbar sein konnte; in einem Land, das einstmals Sanguis‘ Heimat, heute vielmehr die Fremde war. Dieses Eingeständnis ließ ihn die Mundwinkel verziehen. Aber es veranlasste ihn auch dazu, freihändig zu rauchen, weil er sich abhocken und den ersten Leichnam umdrehen wollte. Denn die Toten, so schweigsam sie auch waren, dokumentierten den Überfall auf eine besonders akribische Weise. Es war Zeit, sie wortwörtlich zu einer Aussage zu bewegen. Auch wenn schon die erste Leiche, die Sanguis anrührte, so steif war, dass sich der Kopf nur schwerlich bewegen ließ. Dafür aber entschädigte sie den Söldner auf ihre ganz eigene Art: mit der Qualität einer mörderischen Handwerkskunst, die ihm selbst zu eigen war.

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