Monika Kunze - Stille(r)s Schicksal

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Was eigentlich ganz harmlos beginnt, entwickelt sich so nach und nach zu einer schrecklichen Tragödie. Ein Krimi im herkömmlichen Sinne ist dieses Buch aber nicht. Die Autorin hat versucht herauszufinden, was auf dem Lebensweg eines bis dato völlig unbescholtenen jungen Mannes passiert sein könnte, ehe er sich vor Gericht für seine furchtbare Tat verantworten musste. Also eine dramatische Schicksalsgeschichte, ein psychologischer Krimi … oder gar eine ungewöhnliche Liebesgeschichte?
Vielleicht erkennt der/die eine oder andere sich in den Nebenfiguren sogar wieder … beim Wegschauen … bevor das Verbrechen passiert …

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Die Leute waren mehr oder wenig eilig aus dem Bus geklettert, doch Anne saß noch immer auf ihrem Platz und hatte nur Augen für den Hibiskus.

"Ach, ist der schön!" Sie wandte sich um, aber der junge Mann, der unterwegs gestöhnt und gefragt hatte, ob sie denn hier auf einer Müllhalde gelandet seien, war schon weg.

Anne stutzte. Sie war die Letzte. Schnell sprang sie auch aus dem Bus und lief den anderen hinterher.

Überraschung im Zimmer Nummer Dreizehn

"Guten Tag, Sie sind Frau Hellwig, ja?"

Also, nach Spanien klang das nicht, dachte Anne, eher nach Deutschlands Küste, entweder Nord- oder Ostsee. Anne mochte diese saubere Aussprache.

Die Formalitäten waren schnell erledigt.

"Hier bitte, Ihr Zimmerschlüssel und der Hotelausweis."

Jetzt fiel es ihr wieder ein: Sie hatte gelesen, dass das Hotel von einem Hamburger Ehepaar geführt wurde. Das schien also die Chefin zu sein. Sie war in mittleren Alter, etwas füllig und strahlte eine gewisse Mütterlichkeit aus.

Anne schaute auf den Schlüsselanhänger und trat zur Seite.

"Nummer Dreizehn? Na, wenn das kein gutes Zeichen ist!"

Doch eine ältere Dame, die aufgeregt etwas zu suchen schien, hatte dazu wohl eine ganz andere Meinung.

"Dreizehn? Um Himmels willen", rief sie aus und schlug die Hand vor den Mund, "das kann doch kein gutes Zeichen sein, Fräulein! Mir hat diese vertrackte Zahl wirklich immer nur Unglück gebracht. Es ist ja seltsam, dass es in diesem Hotel überhaupt ein Zimmer mit so einer Nummer gibt", nörgelte sie weiter, bis ihr Blick auf die Handtasche fiel, die mit einem Riemen am Koffer befestigt war.

"Ach, da ist ja das vertrackte Ding", rief sie plötzlich erfreut aus, ihr Ärger schien vergessen zu sein, denn ihr rosiges Apfelgesicht wurde von einem breiten Lächeln zerfurcht. Anne zwinkerte ihr zu.

Andere waren weniger gut gelaunt, sie beschwerten sich lautstark, dass sie kein Zimmer mit Meerblick bekommen hätten.

"Bei dem Preis ist das doch wohl das Mindeste!"

Der arrogante Ton ging Anne auf die Nerven, doch gleich darauf besann sie sich: Die sind eben genauso urlaubsreif wie ich, dachte sie versöhnlich.

Die alten Hasen waren sofort zu erkennen, nicht nur an ihrer gesunden Bräune, sondern auch an ihrer gelassenen Neugier, mit der sie die nervösen Neuankömmlinge bemusterten.

Ein älterer Herr in Shorts, Turnhemd und Strohhut meinte im Fahrstuhl zu seiner Gefährtin: "Weißt, Leni, in Deutschland scheint´s Frühling geworden zu sein. Könne mär oigentlich hoimfohre."

Leni, es war schwer zu sagen, ob es sich um seine Frau oder seine Tochter handelte, nickte zustimmend während sie versuchte, ihren Fuß unter Annes Reisetasche hervor zu ziehen.

"Oh, Verzeihung", Anne lächelte schuldbewusst und zog schnell die Tasche etwas beiseite.

Leni dankte ihr mit einem hoheitsvollen Nicken.

Endlich im Zimmer mit der Nummer Dreizehn.

Anne ließ die Reisetasche einfach fallen, öffnete das Fenster und trat auf den Balkon hinaus, freute sich über den herrlichen Ausblick und die frische Brise, die vom Meer herüber wehte. Ihr Blick fiel auf den wunderschönen Hibiskus, der sie schon bei ihrer Ankunft verzaubert hatte, auf Hochbeete, in denen Blumen rankten, die sie noch nie zuvor gesehen hatte: kleine, dickfleischige, dunkelgrüne Blätter an ebenso dicken Ranken, ab und zu eine Blüte, die dem heimischen Gänseblümchen nicht unähnlich war, nur eben von einem kaum zu übertreffenden, leuchtenden Rot.

Und weiter vorn, gleich hinter der felsigen Mauer, brandete der Atlantische Ozean. Links hinter den Palmen und dem Swimmingpool hatten wohl die Surfer ihr Domizil. Einige ließen sich von den Wellen tragen, andere saßen an den weißen Tischen oder im schwarzen Sand, tranken etwas oder unterhielten sich einfach. Es war ihnen schon von weitem anzusehen, dass sie ihren Urlaub genossen.

Genau das hatte Anne jetzt auch vor.

"Erst mal unter die Dusche, dann in den Badeanzug - hinunter zum Strand und ab ins kühle Nass", dachte sie wieder einmal laut, denn es hörte sie ja niemand.

Sie wollte an nichts mehr denken, sich in die tosenden Wellen stürzen und ein Stück hinaus schwimmen.

Doch als die junge Frau ihre Tasche öffnete, erschrak sie. Das waren doch nicht ihre Sachen! Hosen, Rasierwasser, T-Shirts, oh Gott, offensichtlich die Tasche eines Mannes. Da war ja auch ein Schild. Sven Stiller las Anne und zu ihrer Überraschung war dieser junge Mann auch noch aus Klarwasser. Er wohnte gar nicht weit von ihr, in der Kastanienallee. Siedend heiß wurde ihr, als sie daran dachte, dass das wohl der Typ sein musste. War das etwa der Typ im Trabbi mit dem gleichen Kennzeichen? Erst hatten sie ihn überholt, dann war ein Weilchen hinter ihnen gefahren, aber bald war er nicht mehr zu sehen gewesen. Wie hätte das kleine Kultauto auch mit Dieters Opel mithalten sollen?

Sven also, Sven Stiller. Aber so still kam er ihr nicht vor, denn wenn sie sich richtig besann, war er es doch auch, der ihr im Flugzeug gewünscht hatte, dass sie gut schlafen und schön träumen möge. Und im Bus hatte er etwas von einer Ankunft auf der Müllhalde geredet. Und dann war er plötzlich verschwunden gewesen, als sie ihm ihre Freude über den herrlichen Hibiskus hatte mitteilen wollen.

Aber wie er eigentlich richtig aussah, hätte sie nicht mehr zu sagen gewusst. Anne hatte an diesem Tag einfach zu viele Leute gesehen und dabei eigentlich niemanden so richtig angeschaut. Sie legte die Sachen, die ihr nicht gehörten, wieder in die Tasche zurück, wusch sich schnell Gesicht und Hände. So, jetzt würde sie diesen Sven Stiller suchen gehen.

Als sie die Treppe hinunter kam, sah sie einen jungen Mann an der Rezeption stehen. Er hatte sich lässig an den Tresen gelehnt und schien angeregt mit der Empfangsdame zu plaudern. Die dunkelhaarige Frau lachte mehrmals, bevor sie sagte: "Keine Sorge, wir suchen und finden."

Sie sprach mit spanischem Akzent. Die Chefin aus Hamburg war nirgends mehr zu entdecken.

Der junge Mann trug Jeans und T-Shirt, Anne fielen sein knackiger Hintern und kräftige Schultern auf, seine dunklen Haare fand sie etwas zu lang. Als sie gerade dabei war, seine Größe auf mindestens einen Meter achtzig zu schätzen, drehte er sich um. Nur für ein paar Sekunden begegneten sich ihre Blicke. Lange genug jedoch, um die Wende, die ihr Leben ab sofort nehmen würde, zumindest zu ahnen. Er schaute sie aus seinen dunklen Augen an, als sei ihm gerade das achte Weltwunder begegnet. Doch dann schien er sich zu fassen und fragte:

"Entschuldigung, sind Sie nicht die Kleine aus Klarwasser? Ich bin Ihnen auf der Autobahn ganz unauffällig gefolgt, aber Sie haben mich abgehängt … erinnern Sie sich?"

Für Anne stand für einen Moment die Zeit still, sie lauschte seiner Stimme, ohne den Sinn seiner Worte zu erfassen. Nur Bruchstücke drangen bis zu ihr vor, sie schüttelte sich und hörte gerade noch, wie er sagte: "Das ganze Dilemma kam nur, weil ich mich so geärgert habe über Sie. Erst kommen Sie mit einem Mann zum Flugplatz, der überhaupt nicht zu Ihnen passt und dann würdigen Sie mich einfach keines Blickes, obwohl ich Sie doch schon zweimal angesprochen hatte."

Anne hatte sich wieder in der Gewalt und bei seinen letzten Worten, gelang ihr sogar ein leicht spöttisches Lächeln. Irgendwann würde er wohl aufhören zu reden, doch sie war sich nicht sicher, ob sie das wirklich wollte. Sie schaute sich also angelegentlich im Foyer um, während er von den vertauschten Taschen zu erzählen begann. Plötzlich verstummte er so abrupt, als hätte ihn jemand ausgeschaltet wie ein Radio. Sein Vorrat an Worten war erschöpft. Nun schaute er sie erwartungsvoll an, als sei sie jetzt an der Reihe.

Anne stellte sich kurz vor, fragte ihn dann mehr oder weniger unbefangen: "Sie sind doch der Sven Stiller, nicht wahr?"

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