Hans-Jürgen Setzer - Achter Stock - Endstation

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Leon Walters, Chefredakteur des Koblenzer Tageskuriers, ein unverbesserlicher Morgenmuffel, ansonsten gutmütig, hilfsbereit und voller Engagement stolpert in seinem ersten Fall mitten hinein ins pralle Seniorenleben, denn sein Boss, Alexander Paffrath, bittet ihn, einen Artikel über die Seniorenresidenz Moselblick zu verfassen.
Wie gewohnt recherchiert Leon Walters überaus gründlich. Was er bei seinen Recherchen herausfindet, übersteigt jegliches Maß an Menschlichkeit und Ethik.
Wird es Leon Walters gelingen, die Machenschaften zu unterbinden und die Schuldigen ihrer gerechten Strafe zuzuführen?

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„Natürlich komme ich gerne, Frau Minister. Sie wissen, es ist mein wichtigstes Thema und mir ein echtes Bedürfnis, mich darum zu kümmern. Danke für die Einladung und bis zum Sonntag.“ Anna Liebenstein legte den Hörer auf, ging zur Tür und sagte: „Frau Ullrich, aktualisieren Sie bitte meine Präsentation, für einen Vortrag im Kanzleramt am kommenden Montag, auf dem Laptop.“

Anna Liebenstein leitete seit über drei Jahren die Geschicke der Seniorenstiftgruppe Gartenparadies. Sie löste kurzfristig ihren Vorgänger ab. Er war immer häufiger in die Schlagzeilen geraten. Unter ihr gewann das Unternehmen schnell an Ansehen. Sie punktete mit neuen Konzepten zur leistungsorientierten Seniorenarbeit. Menschen erhalten im Alter Leistungen in ihren Pflegeheimen nach einem Punkteschlüssel, der sich aus Lebensleistungspunkten ergibt. Hierbei zählen in erster Linie berufliche Erfolge, die messbar sind, wie in einer Währung. Und da in ihrer Einrichtung überwiegend wohlhabende, alte Menschen lebten, gab es in ihrem Haus finanziell nur wenige Probleme mit diesem neuen System. Vor allem, nachdem die Modernisierungsmaßnahmen abgeschlossen waren, sah es noch besser aus. Gartenparadies war hier quasi die Vorzeigeeinrichtung für Politiker, etwas jenseits des linken Spektrums.

Natürlich waren die linksorientierten Politiker vom Lebensleistungspunktprinzip nicht wirklich begeistert, weil aus ihrer Sicht, wie üblich, körperliche Arbeit schlechter als geistige Arbeit bewertet wurde. So war das bei der Zustimmung zur Grundidee des Gesetzes natürlich nicht gedacht gewesen. Unter anderen Voraussetzungen hätten sie niemals zugestimmt, da die Mehrheiten nun mal gerade anders lagen.

Da Frau Liebenstein ihre Theorien vor einer Umsetzung im ganzen Land im Kleinen testen musste, war sie derzeit meistens im Seniorenstift Moselblick in Koblenz. Diese Einrichtung gehörte zu ihrer Gruppe und der 55-jährige Leiter, Christian Fuchs, war einfältig und führungsschwach genug, um diese vor seiner Nase gesetzte Liebenstein ohne größeres Murren zu ertragen. Aktuell ließ sie ihn einfach seinen Jahresurlaub nehmen, um ganz ungestört zu sein.

Einladungen erhielt Anna Liebenstein häufig wegen noch inoffizieller Modelle zum sozialverträglichen Ableben. Hier wurde in einem geschäftlichen Modell berechnet, welche Kosten ein alter nicht mehr produktiver Mensch verursachte und wie diese im Verhältnis zu den Lebensleistungspunkten verteilt waren. Es war seit Langem bekannt, dass Menschen in den letzten Lebensjahren die meisten Kosten im Gesundheitssystem verursachten. Hier gab es Unterschiede zwischen den sozialen Schichten. Je höher der Status war, desto weniger Leistungsbedarf bestand. Und in Zeiten knapper Mittel musste immer überlegt werden, was alles geleistet werden muss und kann. Hierbei war Sterbehilfe dann natürlich ein Thema. Für diese Theorien hatte sie kürzlich als Mitglied eines Frauengeheimbundes den Posten als mögliche Nachfolgerin der Großmeisterin in Aussicht gestellt bekommen. Es musste allerdings von einem geheimen, inneren Zirkel geprüft und angenommen werden.

Man munkelte hinter vorgehaltener Hand, dass in ihren Seniorenstiften das eine oder andere schon einmal ausprobiert wurde. Wen interessierte ein vorzeitig verstorbener alter Mensch? Weder den Staat noch die Erben. Und sie arbeitete mit Inbrunst an Ideen, wie ein sinnvoller Kreislauf des Lebens geknüpft werden könnte. Ganz wie in der Natur. Ein Lebewesen stirbt, andere leben gut davon und haben deshalb trotzdem noch einen guten Ruf. Nehmen wir die Ameisen: Gesundheitspolizei des Waldes. Niemand rümpft hier die Nase. Warum sollte das nicht beim Menschen gelingen. Es musste nur gut verkauft werden.

Für Anna Liebenstein würde diese Anerkennung sehr viel bedeuten, denn der Beruf war ihr zentraler Lebensmittelpunkt. Wer es im Geheimbund zu Erfolg brachte, der hatte außerhalb alle Möglichkeiten.

Beziehungsversuche hatte sie schon einige hinter sich, sowohl zu Männern wie zu Frauen. Sie hielt es einfach nicht lange mit einem Partner oder einer Partnerin aus. Sie wurden ihr schnell langweilig, störten sie nur, denn sie forderten im Laufe der Zeit immer mehr Aufmerksamkeit und hatten kein Verständnis für ihren stressigen Beruf, der auch viel Abwesenheit von zu Hause und an Wochenenden erforderte. Da war es mit den Schwestern des Geheimbundes anders. Hier ging ein gewisser Reiz von den Zusammenkünften aus und eine würde für die andere sogar sterben, wenn es sein musste. Dieses Gefühl hatte sie in einer privaten Beziehung noch nie. Sowohl in privaten als auch in beruflichen Bereichen war sie extrem genau, ja geradezu pedantisch, andererseits in gewisser Weise unkonventionell und experimentierfreudig. Ja, das traf gerade auf ihr sexuelles Leben zu und daher wurde es ihr schnell langweilig. Sie wollte Neues, ebenfalls Genauigkeit und Verlass und daher klappte es mit Beziehungen nie länger als ein paar Tage. Ihr Tagesablauf war klar durchstrukturiert und für alle Mitarbeiter bekannt. Keiner traute es sich, wegen einer Unterschrift, sie zum falschen Zeitpunkt zu fragen. Es war überhaupt sehr schwer, ihr etwas recht zu machen.

Ab und zu quälte sie die Einsamkeit. Daher hatte sie versucht, dies alles bei einem Psychoanalytiker näher zu ergründen. Doch nach 50 Sitzungen brach sie ab, weil sie ihn für unfähig hielt und sie den Eindruck gewann, Teil einer unendlichen Geschichte zu werden, bei der nur er profitierte. Da hätte sie ihn fast besser analysieren können als umgekehrt und viermal die Woche auf die Couch, da ließ sich die Zeit effektiver nutzen, dachte sie. Stattdessen blühte ihre Neurodermitis wieder auf, die sich jedoch meist gut kaschieren ließ. Außerdem dachte niemand in ihrer Anwesenheit eine Sekunde lang über ihre Makel nach, höchstens über die jeweils eigenen Unzulänglichkeiten.

Nachricht von Anna Liebenstein

Leons Handy klingelte. „Leon Walters, Chefredakteur Koblenzer Tageskurier, was kann ich für Sie tun?“

„Wow, das klingt ja wirklich professionell, Herr Walters“, sagte eine junge Frauenstimme. „Na, wissen Sie, wer dran ist?“

„Also, wenn ich mich nicht sehr täusche, spreche ich mit der lieben Frau Ullrich, oder?“, entgegnete Leon keck.

„Das hätte ich nicht gedacht, dass Sie mich erkennen, Herr Walters.“

„Eine so liebe Stimme kann man keinesfalls vergessen, Frau Ullrich.“

„Sie bringen mich ja in Verlegenheit.“

„Was kann ich denn für Sie tun?“

„Nun, Frau Liebenstein hat mich beauftragt, Ihnen Ihre Grüße auszurichten. Sie findet die Idee großartig und ist auf Ihren Artikel über den Bewohner gespannt. Sie würde es prima finden, wenn Sie nach dem Interview des Bewohners bei ihr vorbeischauen könnten, um einige ihrer Ideen zu besprechen. Vielleicht könnten die in Ihrem Artikel ein Plätzchen finden. Sie sollen dann einfach kurz vorher mit mir einen Termin mit ihrem Kalender abstimmen, gerne kurzfristig. Habe ich das nicht gut gemacht?“

„Das kann ich wohl sagen. Wissen Sie denn bereits, wie Ihr freier Wunsch aussieht?“ Leon dachte, es wäre nicht schlecht, eine nächste Angestellte von Anna Liebenstein einmal privat kennenzulernen.

„Hm, also ich weiß nicht, Herr Walters. Wir kennen uns doch gar nicht.“

„Ja, genau deshalb. Also, wenn Sie nichts wissen, Frau Ullrich, was halten Sie von einem kleinen Geschäftsessen bei Luigis Pizzeria? Der hat die beste Pizza in der Stadt. Morgen Abend?“

„Warum eigentlich nicht? Treffen wir uns dort um 19:00 Uhr?“

„Gerne, Sie erkennen mich an dem glücklichsten Gesicht im ganzen Lokal.“

„Übertreiben Sie nicht. Ich bekomme ja die Röte gar nicht mehr aus meinem Gesicht. Bis dann. Ich freue mich.“

„Na, und ich erst, liebste Frau Ullrich. Ich bin auf Ihren Vornamen gespannt. Bis bald.“

Püriert oder gemixt?

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