Thomas Riedel - Gwenaëlle - Der Sehnsucht verfallen

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Gwenaëlle - Der Sehnsucht verfallen: краткое содержание, описание и аннотация

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Als nach dem Tod ihres Vaters auch noch ihre Mutter viel zu früh verstirbt, steht die blutjunge Gwenaëlle allein im Leben. Sie wird zwar von der stolzen, adeligen Familie ihrer Tante aufgenommen, aber bei ihrem Eintreffen zeigt sich, dass sie auf ›Castle Ballantyne‹ nicht willkommen und nur geduldet ist. Unverdrossen übernimmt sie all die Pflichten, die man ihr aufbürdet und versucht der feindseligen Haltung ihrer Verwandten mit Geduld und Freundlichkeit zu begegnen. Sie ahnt nicht, dass die Ablehnung ihrer Person auf ihre Mutter zurückzuführen ist. Als sich das Geschehen aus der Vergangenheit schicksalhaft wiederholt, wird Gwenaëlles Lage unerträglich. Auch ihre Liebe, die sie mit dem jungen Marquis Alexander of Roseberry verbindet, droht daran zu zerbrechen und treibt sie zu einem letzten verzweifelten Schritt …

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Seine Lordschaft war keine Kämpfernatur, und er hasste Auseinandersetzungen. Um des lieben Friedens willen hatte er nachgegeben und war nur dem Namen nach Herr des Hauses.

Bei der heutigen Mittagstafel unterrichtete die Baroness ihre Kinder über das Kommen ihrer Nichte, und da von Gwenaëlles Existenz bisher kaum etwas bekannt war, herrschte zunächst allgemeines Erstaunen.

»Eine unbekannte Cousine? Das ist ja interessant!«, rief Murdock. Er war nur während der Ferien zu Hause, denn er studierte schon seit mehreren Monaten an der Universität von Cambridge, um später einmal die diplomatische Laufbahn einzuschlagen. »Hoffentlich ist sie wenigstens hübsch«, fuhr er fort, »damit man mal eine kleine Abwechslung hat.«

»Sie kommt keineswegs hierher, um sich zu amüsieren«, belehrte ihn seine Mutter. »An sich besteht nicht die geringste Verpflichtung für mich, sie bei uns aufzunehmen. Es geschieht nur aus gutem Willen, weil sie nach dem Tod meiner Stiefschwester alleinsteht. Jedenfalls ist sie in ganz anderen Verhältnissen aufgewachsen als ihr, und diesen Unterschied möchte ich auch nicht allzu sehr verwischen. Sie wird einen bestimmten Bereich an Pflichten zugewiesen bekommen, damit sie gleich weiß, dass sie hier nicht das Leben einer Lady führen kann.«

»Wo soll sie denn schlafen? … Doch nicht etwa mit in meinem Zimmer?«, fragte Wendelle rasch.

»Nein, keine Sorge, meine Kleine. Ich werde ihr die Stube geben, die zuvor deine Gouvernante bewohnt hat«, erklärte ihre Mutter. »Ich habe allerdings keine Ahnung, welche Schulbildung Gwenaëlle genossen hat, doch ich hoffe, dass ihre Kenntnisse ausreichen, vorläufig deinen Unterricht zu übernehmen.«

»Ich will aber keine neue Erzieherin! Ich mag überhaupt nicht lernen!«, begehrte Valora trotzig auf.

»Du bist überhaupt nicht gefragt!«, entgegnete ihre Mutter streng. »Setz dich lieber ordentlich hin, und zappele nicht unentwegt herum!«

»Wann wird sie bei uns eintreffen?«, erkundigte sich Murdock interessiert.

»Noch heute, mit dem Abendzug«, antwortete seine Mutter. »Du könntest nachher dem Kutscher mitteilen«, wandte sie sich an ihren Mann, »dass er gegen sechs Uhr zur Bahnstation fährt. Aber er soll den Einspänner für die Einkäufe nehmen, der genügt vollkommen.«

»Wäre es denn nicht angebracht, dass einer von uns das Mädchen am Bahnhof in Empfang nimmt?«, wagte ihr Mann zu fragen.

»Das halte ich für absolut überflüssig«, wies sie ihn zurecht.

»Eigentlich hatte ich vor, am Nachmittag einen kleinen Ausflug in die Stadt zu machen. Da könnte ich es so einrichten, diese Gwenaëlle auf dem Rückweg mitzubringen«, schlug Murdock vor.

Seine Mutter sah ihn erstaunt an. Sein Interesse für diese fremde Cousine passte ihr gar nicht. Das fehlt mir gerade noch, dass er dem jungen Ding womöglich Flausen in den Kopf setzt! , dachte sie bei sich. Da werde ich beizeiten die Augen offenhalten müssen. Aber zum Glück sind seine Ferien ja bald zu Ende. Murdock hatte nun mal ein leicht entflammbares Herz, und sie lebte ständig in der Angst, er könne sich seine Karriere durch eine seiner zahlreichen Affären verderben. Kein Wunder, dass ihm die Frauen so nachlaufen , dachte sie bei sich, während sie ihren Sohn mit mütterlichem Stolz betrachtete, er sieht wirklich fabelhaft aus.

Und das stimmte auch. Murdock hatte die schlanke, große Gestalt seines Vaters geerbt und auch seine etwas lässige, weiche Art. Die Ähnlichkeit mit seiner Mutter zeigte sich nur an der Haarfarbe – beide waren tiefschwarz. Auch heute noch entdeckte man auf dem Kopf der Baroness kaum ein graues Haar.

Ein leicht blasierter Zug im Gesicht des jungen Mannes ließ darauf schließen, dass er die Genüsse des Lebens bereits ziemlich ausgekostet hatte. Er war fest davon überzeugt, dass er alles, wonach ihn verlangte, auch bekommen würde.

Sie überlegte einen Augenblick, wie sie ihren Sohn auf geschickte Weise von seinem Vorhaben abbringen konnte. Sie wollte auf keinen Fall, dass er mit Gwenaëlle zusammentraf, ehe sie selbst das Mädchen in Augenschein genommen hatte. Aber es wäre natürlich unklug gewesen, ihm das direkt zu sagen, denn dann hätte er es erst recht getan. Nein, sie musste es anders anfangen. »Ach, Murdock«, wandte sie sich darum an ihn, »ich hatte doch sehr darauf gehofft, dass du uns am Nachmittag Gesellschaft leistest. Die Muirheads haben sich zum Tee angemeldet und extra angefragt, ob du auch da wärst. Sie haben dich in diesen Ferien doch noch gar nicht zu Gesicht bekommen.«

Murdock schnitt eine Grimasse. Er verspürte nicht die geringste Lust, sich mit den langweiligen Muirheads zu unterhalten. Wahrscheinlich kam auch Florence mit, die jüngste Tochter. Er hatte ihr im vergangenen Jahr mal ein bisschen den Hof gemacht – einfach aus Langeweile, weil gerade kein anderes weibliches Wesen in der Nähe war. Aber sie schien die Sache verteufelt ernst genommen zu haben, denn seitdem suchte sie dauernd eine Gelegenheit, ihm zu begegnen und die alten Fäden wieder anzuspinnen, während er den kleinen Flirt längst über seine anderen Abenteuer vergessen hatte. Sicher war auch heutige Besuch auf ihrem Mist gewachsen. Er sah sie schon vor sich, wie sie ihn laufend anhimmelte und auf ein freundliches Wort von ihm lauerte!

Allerdings galt es seine Mutter nicht verstimmen. Er hatte im letzten Semester wieder einige Schulden gemacht und musste versuchen, von ihr eine Extrazuwendung zu erhalten. Zwar bekam er ohnehin einen recht hohen Wechsel, doch das Geld rann ihm nur so durch die Finger. Und wenn man sich eine so kostspielige Freundin leistete wie die süße Kimberly vom Ballett, dann war es letztlich kein Wunder, wenn man mit dem Geld nicht auskam. Seine Mutter würde ihm sicher allerhand Vorhaltungen machen, wenn er mit seiner Bitte herausrückte, aber dann würde er schon bekommen, was er brauchte. Bisher war es jedenfalls noch so gewesen. Aber es konnte immerhin nicht schaden, sie bei guter Laune zu halten.

»Na gut, Mutter, wenn du so großen Wert auf meine Anwesenheit legst, dann bleibe ich natürlich hier«, erwiderte er liebenswürdig. »Ich kann ja auch ein anderes Mal in die Stadt fahren. Es eilt damit nicht, und George wird unsere Cousine auch ohne mich sicher hierherbringen.«

Erleichtert nickte ihm seine Mutter zu. »Die Muirheads werden bestimmt sehr erfreut sein, dich zu sehen«, lächelte sie, wissend, dass Florence Muirhead großes Interesse an ihrem Sohn zeigte. Wenngleich dieses junge Mädchen ihr auch nicht gerade als die ideale Schwiegertochter erschien – insgeheim war sie der Ansicht, dass Murdock noch eine weitaus glänzendere Partie machen könnte – so war es ihr doch lieber, wenn er Gefallen an ihr fand, anstatt eine andere, nicht wiedergutzumachende Dummheit zu begehen.

»Bitte, Wendelle«, wandte sie sich jetzt an ihre Tochter, »klingle nach dem Mädchen. Sie soll jetzt den Tee auf der Terrasse servieren.«

»Mich entschuldigst du wohl, meine Liebe«, meldete sich ihr Mann, während er sich gleichzeitig vom Stuhl erhob, »aber ich muss unbedingt gleich zum Vorwerk hinaus, um die Aufstellung der neuen Dampfdreschmaschine zu überwachen.«

»Wie du willst«, erwiderte Waynette kühl. Sie wusste genau, dass ihr Mann seine Arbeit jedes Mal vorschob, wenn sie Besuch bekamen, weil er sich dabei zu sehr langweilte. »Dürfen wir dich zumindest zum Dinner zurückerwarten?«, rief sie ihm noch nach.

»Selbstverständlich. Also dann, … bis später!«

»Bitte, nimm mich doch mit, Vater!«, bettelte Valora. »Du hast mir doch versprochen, mir die jungen Kälbchen zu zeigen, die auf dem Vorwerk angekommen sind … Ich werde auch brav sein und dir ganz sicher nicht fortlaufen«, setzte sie aus freien Stücken hinzu und fasste dabei schmeichelnd nach seiner Hand.

Ihr Vater blickte unschlüssig zu seiner Frau hinüber. Valora war sein heimlicher Liebling, wusste aber, dass Waynette es nicht gern sah, wenn er das Kind mit auf die Felder nahm. Sie verwildere viel zu sehr, hatte sie schon mehrfach erklärt, und gewöhne sich schlechte Manieren an, wenn sie zu oft mit den Knechten und Mägden zusammenkam.

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