Thomas Riedel - Gwenaëlle - Der Sehnsucht verfallen

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Gwenaëlle - Der Sehnsucht verfallen: краткое содержание, описание и аннотация

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Als nach dem Tod ihres Vaters auch noch ihre Mutter viel zu früh verstirbt, steht die blutjunge Gwenaëlle allein im Leben. Sie wird zwar von der stolzen, adeligen Familie ihrer Tante aufgenommen, aber bei ihrem Eintreffen zeigt sich, dass sie auf ›Castle Ballantyne‹ nicht willkommen und nur geduldet ist. Unverdrossen übernimmt sie all die Pflichten, die man ihr aufbürdet und versucht der feindseligen Haltung ihrer Verwandten mit Geduld und Freundlichkeit zu begegnen. Sie ahnt nicht, dass die Ablehnung ihrer Person auf ihre Mutter zurückzuführen ist. Als sich das Geschehen aus der Vergangenheit schicksalhaft wiederholt, wird Gwenaëlles Lage unerträglich. Auch ihre Liebe, die sie mit dem jungen Marquis Alexander of Roseberry verbindet, droht daran zu zerbrechen und treibt sie zu einem letzten verzweifelten Schritt …

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Waynette entging das veränderte Verhalten ihres bisherigen Verehrers natürlich nicht. Zunächst bemühte sie sich, es zu übersehen, denn es wollte einfach nicht in ihren Sinn, dass dieses › unfertige, junge Ding ‹, als das ihr die Stiefschwester erschien, ihr ernsthaft gefährlich werden könnte. So sicher fühlte sie sich schon der Zuneigung des Marquis'. Doch mit der Zeit musste sie einsehen, dass sie sich vollkommen verrechnet hatte. Als ihr der Marquis immer offensichtlicher aus dem Weg ging, stellte sie ihn eines Tages deswegen zur Rede. Er war sichtlich peinlich davon berührt, erklärte ihr dann aber ganz offen, dass er sich in seinen Gefühlen für sie getäuscht habe, denn seitdem er Tempest gesehen habe, wisse er, dass diese die Einzige sei, die er lieben und zur Frau begehre könne.

Diese Demütigung vergaß Waynette ihr Leben lang nicht, und ihr einziges Bestreben war es fortan, dass niemand davon erfahren sollte, wie schwer ihr Stolz und ihre Liebe getroffen war. Der Marquis of Roseberry solle sich nur nicht einbilden, dass sie ihm nachtrauere!

Es gab ja schließlich noch genug andere Männer, die sich um ihre Gunst rissen. Den erstbesten würde sie jetzt nehmen, nur um zu beweisen, wie wenig sie sich aus dem Marquis gemacht hatte.

Wenige Tage danach verlobte sie sich mit Baron Brackenridge, einem ihrer treuesten Verehrer, der nie darauf zu hoffen gewagt hatte, dass die stolze, schöne Baroness Waynette ihn erhören würde. Er war äußerlich ein ganz ansehnlicher Mann, verfügte aber über keine nennenswerten Reichtümer, da seine Familie nicht allzu begütert war und sein ältester Bruder das väterliche Gut erbte.

Waynettes verschmähte Liebe wandelte sich in Hass, aber dieser richtete sich weniger gegen den ehemaligen Geliebten als vielmehr gegen die Stiefschwester. Ja, Tempest war an allem schuld, - sie hatte den Marquis betört und mit ihren Unschuldsaugen in ihre Netze gezogen!

Am Abend der Verlobung kam es zwischen den beiden Schwestern zu einer heftigen Auseinandersetzung. Tempest, die ihre Glückwünsche im Trubel des Festes nur ganz flüchtig hatte anbringen können, wollte dies nachholen, als sie später allein waren – aber Waynette fuhr sie sofort heftig an: »Spar dir deine Wünsche! Oder meinst du, ich wüsste nicht genau, wie froh du bist, dass ich dir nicht mehr im Weg stehe? Ab jetzt brauchst du auf mich keine Rücksicht mehr zu nehmen und so zu tun, als wäre dir der Marquis of Roseberry gleichgültig. Es kann ja nicht mehr lange dauern, bis er dich fragt, ob du seine Frau werden willst und bei unserem Vater offiziell um deine Hand anhält. Und du … du wirst ihm beseelt in seine Arme sinken.«

Mit verständnisloser Miene hatte Tempest diesen Ausbruch über sich ergehen lassen. Sie starrte die Schwester an, als ob diese in einer fremden Sprache zu ihr rede. Endlich fasste sie sich und erwiderte: »Was habe ich eigentlich getan? Ich verstehe überhaupt nicht, was du meinst.«

»Nun spiele bloß nicht das Unschuldslamm!«, entgegnete Waynette wütend. »Das verfängt bei mir nicht. Meinst du etwa, ich hätte nicht gemerkt, dass der Marquis nur noch für dich Augen hat, seitdem du hier aufgetaucht bist? Wir waren bereits so gut wie verlobt, und du bist schuld daran, dass er sich auf einmal von mir abgewandt hat.«

»Aber glaube mir doch, Waynette, der Marquis of Roseberry ist mir vollkommen gleichgültig! Gewiss, ich habe mich ganz gern mit ihm unterhalten, weil er eine so nette, freundliche Art hat, doch mir ist der Gedanke überhaupt nicht gekommen, dass er sich für mich interessieren könnte«, versicherte Tempest eifrig. »Es wäre auch völlig zwecklos«, setzte sie nach einem kurzen Zögern mit holdem Erröten hinzu, »denn mein Herz gehört bereits einem anderen.«

Jetzt war das Erstaunen bei Waynette. »Wer ist es?«, fragte sie atemlos.

»Du kennst ihn nicht«, wehrte Tempest ab, »es ist ein unbedeutender junger Maler. Sein Name ist Anthony McMasters. Er ist der Neffe unserer Internatsvorsteherin, der öfter zu Besuch kam. Dabei haben wir uns kennen- und lieben gelernt.«

»Aber wie stellst du das vor? Unser Vater wird niemals einwilligen, dass du einen Bürgerlichen heiratest«, warf Waynette ein.

»Dann müssen Anthony und ich eben warten, bis ich mündig bin«, erwiderte Tempest mit fester Stimme. »Von ihm wird mich keine Macht der Welt trennen, und nie werde ich einen anderen lieben als ihn.«

In Waynettes Herzen regte sich ein leichter Hoffnungsschimmer. »Wenn der Marquis of Roseberry dir nun doch einen Antrag machte, … würdest du ihn tatsächlich abweisen?«, fragte sie eindringlich.

»Ganz gewiss würde ich das«, antwortete Tempest gelassen, ohne eine Sekunde des Zögerns, und bemerkte den leicht verwunderten Blick ihrer Schwester. »Deswegen verstehe ich auch nicht, warum du dich mit dem Baron of Brackenridge verlobt hast, wenn du doch eigentlich den Marquis liebst?«

»Warum? … Damit er sich nicht einbilden sollte, dass ich mir seine Wankelmütigkeit zu Herzen genommen habe«, entgegnete Waynette hochfahrend.

»Ist das nicht aber ein Unrecht gegen Stratton? Er liebt dich bestimmt sehr und geht davon aus, dass du auch ihn ebenso gernhast«, wagte Tempest vorsichtig einzuwenden.

»Ach was! … Und Baron of Brackenridge soll froh sein, dass ich ihn überhaupt nehme«, erwiderte ihre Schwester mit einem höhnischen Lächeln, ehe sie unbeherrscht fortfuhr: »Es hätte alles anders kommen können, … aber dann musstet ja du auftauchen. Der Marquis hätte dich einfach nie zu Gesicht bekommen dürfen!«

»Aber ich bin hier ebenso gut zu Hause wie du, Waynette, und du kannst kaum erwarten, dass ich auf ewig fernbleibe«, wehrte sich Tempest und fügte verärgert hinzu: »Ich muss schon sagen: Ich bin ziemlich aufgebracht über deine haltlose Beschuldigung. Wie kannst du dich nur erdreisten mir unterzuschieben, ich hätte meine Finger nach dem Marquis ausgestreckt und ihn betört? … Aber es hat wohl keinen Sinn, dass wir uns noch länger über dieses Thema unterhalten. Ich hoffe für dich, dass du von selbst zur Einsicht kommst, wie ungerechtfertigt deine impertinenten Vorwürfe sind.«

Waynette blieb ihr darauf eine Antwort schuldig. Sie war ganz von ihren Gedanken in Anspruch genommen. Hatte sie nicht doch vielleicht eine Dummheit begangen, als sie sich so übereilt verlobte, statt weiter um die Liebe des Marquis of Roseberry zu kämpfen? Wenn dieser einsah, dass Tempest nichts von ihm wissen wollte, würde er möglicherweise zu ihr zurückfinden. Warum nur, war ihre Schwester ausgerechnet jetzt zurückgekehrt? Ein paar Wochen oder gar nur ein paar Tage später, und sie wäre sicher schon Romneys Braut gewesen, und niemand hätte sie von diesem Platz verdrängen können.

In dieser Nacht fand sie keinen Schlaf. Sie entwarf die abenteuerlichsten Pläne, was sie tun könne, um den Marquis zurückzugewinnen, kam aber zu keinem endgültigen Entschluss. Immer mehr redete sie sich ein, dass ausschließlich Tempest an allem schuld sei – eine Idee, von der sie nicht mehr loskam.

Nur wenige Tage später erfuhr sie, dass der Marquis of Roseberry um die Hand ihrer Schwester angehalten habe. Ihr Vater, sehr beglückt, dass seine Jüngste eine so glänzende Partie machen sollte, wollte es zunächst nicht fassen, als Tempest ihm erklärte, sie liebe einen anderen und würde nie von ihm lassen. Er schalt sie ein törichtes Ding, das doch gar nicht wisse, was Liebe sei – ja, sie stehe ihm Begriff, ihr Glück mit den Füßen zu treten.

Aber Tempest blieb standhaft und ließ sich weder durch Bitten noch Drohen umstimmen. Als ihr Vater sich in seinem Zorn dazu hinreißen ließ, zu sagen, sie solle sich zu ihrem Liebhaber scheren, und das auf › Castle Ballantyne ‹ kein Platz mehr für sie sei, packte sie ohne Widerrede ihre Koffer und verließ das Gut.

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