Claudia Martini - Morgen wirst Du frei sein

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"Als ich zu mir kam, lag ich auf dem Küchenboden. Vor mir, nicht einen Meter entfernt, meine Mutter. Ihr rechtes Auge war halb geschlossen, das linke glotzte mich an. Das Gesicht wirkte so verrutscht wie der Bademantel, der den Blick auf ein geblümtes Nachthemd und das faltige Dekolletee freigab. Die Haut zerknülltes Wachspapier, die Haare wie vom Sturm zerwühlt.
Ich schaute weg.
Ein Messer lag unter dem Tisch. Ich erkannte es, es steckte für gewöhnlich in dem hölzernen Messerblock an der Spüle. Es war jenes, das mein Vater verwendet hatte, um Gulasch zu schneiden.
Es hatte braune Flecken.
Ich hatte niemals eine Leiche gesehen. Jetzt hatte ich zweifellos eine vor mir.
Ich drehte den Kopf und sah das Blut. Nicht viel, aber deutlich erkennbar auf dem weißen Frottee.
Ich hatte keine Ahnung, was passiert war.
Ich erinnerte mich nicht an einen Streit zwischen uns, nur an die Nachrichten. Es ging um den Euro, um die Krise in Griechenland, um eskalierende Demonstrationen in Spanien. Die Kanzlerin rief zu Besonnenheit und Sparsamkeit auf. Die Versuche Irans, ein Atomkraftwerk zu bauen, waren ebenfalls ein Thema. Der Wetterbericht fehlte bereits in meiner Erinnerung.
Meine Mutter brühte sich an kühlen Abenden Kräutertee. Aber was wollte ich in der Küche?
Ich schauderte, konnte mich aber nicht abwenden. So blieb ich unbeweglich dort auf dem Fliesenboden, fror, begann zu zittern, dann zu weinen.
Ich fühlte zu viel, um mit diesem Aufruhr in meinem Inneren umgehen zu können. Einsamkeit. Verzweiflung. Schuld. Angst. Doch als ich meine Mutter da liegen sah, still und stumm, stellte sich ein weiteres Gefühl ein.
Erleichterung.
Und das löste Panik aus."

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Dann sah ich sie. Sie stand an einem Pfeiler, schaute zu uns herüber. Ich erstarrte.

Jessica sah irritiert zu mir auf. »Was denn? Hast du was vergessen?«

»Was? Äh, nein.« Ich wusste nicht, was ich tun sollte, also blieb ich stehen.

Thea drehte sich langsam um und ließ sich von einem Strom Menschen zur U-Bahn-Station treiben.

Ich atmete wieder.

»War sie das? War das Jessica?«, fragte Thea beiläufig, als sie Pilzsauce über meine Knödel schöpfte.

»Ja.«

»Wann stellst du sie mir vor?«

»Ich weiß nicht. Muss ich? Ich meine ...« Ich verstummte. Stellte man seiner Mutter eine Freundin vor? Die im Moment und vielleicht auf Dauer nicht mehr als das war: eine Freundin? Wir hatten uns zwar geküsst, vielmehr, Jessica hatte mich geküsst und gelacht über meine Unerfahrenheit und Unsicherheit. Zu weitergehenden Intimitäten aber war es bis jetzt nicht gekommen. Wo auch? Ich spürte Trotz in mir aufsteigen. Davon abgesehen war Thea nicht meine Mutter.

»Warum sollte ich?«, provozierte ich Thea mit vorgerecktem Kinn.

»Bring sie am Wochenende mit! Ich koche was Leckeres.« Sie setzte sich, wünschte mir guten Appetit, begann ihren Knödel zu zerteilen.

»Und wenn sie nicht will?«

»Sie will.«

Sonntagmittag holte ich Jessica vom Zug ab.

Thea schien Jessica vom ersten Moment an ins Herz zu schließen. Sie fragte sie über ihre Familie aus, erkundigte sich nach ihren beruflichen Plänen, diskutierte mit ihr die Vor- und Nachteile von Praktika und Auslandssemestern. Beim Kaffee lachten, scherzten, tuschelten die beiden wie gute Freundinnen.

Ich blieb schweigsam, fühlte mich ausgeschlossen. Mehr noch, ich war skeptisch angesichts Theas blendender Laune und doch erleichtert, dass sie sich so entspannt zeigte und Jessica zu akzeptieren schien.

Ich wusste nicht, warum ich misstrauisch war, wahrscheinlich tat ich Thea unrecht. Dennoch, ich traute ihr nicht.

Als ich Jessica zum Bahnhof fuhr und zum Bahnsteig brachte, trat sie auf mich zu, streckte sich, stellte sich auf die Zehenspitzen und legte die Arme um meinen Hals.

»Deine Mutter, die ist eine Nette, weißt du das?«

»Naja ...«

»Nix naja. Was verstehst du denn von Frauen?«, zog sie mich auf und rieb ihre Wange an meiner. »Iiih, stachelig!«

Ich küsste sie auf die Stirn. »Schade, dass du schon wegmusst.«

»Ich bin morgen mit meinem Referat dran. Offen gesagt habe ich heute Nacht noch eine Menge zu tun, wenn ich nicht ausgelacht und an den Pranger gestellt werden will.« Sie kicherte. »Nächstes Mal. Nächstes Wochenende«, flüsterte sie in mein Ohr. »Dann bleibe ich zum Frühstück.«

Sie drängte sich an mich, ließ mich ihren schlanken, biegsamen Körper spüren. Meinen spürte ich auch, überdeutlich. Mein Mund wurde trocken, in meinen Ohren rauschte es. Schweiß perlte auf meiner Stirn. Ich nickte.

Jessica lächelte.

Ich sah ihr zu, wie sie in den Zug stieg. Sie stand an der Tür, winkte mir zu. In meinem Bauch kribbelte es so stark, dass ich lachen musste und die Hand auf die Stelle legte. Der Zug setzte sich in Bewegung.

Die Vorfreude auf den nächsten Morgen, an die Begrüßung, bei der ich ihr mit den Fingern am Nacken nach oben durch die Haare gleiten und ihre nach Kaffee schmeckenden Lippen küssen würde, ließ mich zum Auto rennen. Die Energie, die ich in mir spürte, schien mich anzuheben, über meine Sorgen und Geheimnisse davonschweben zu lassen.

»Nettes Mädel. Sehr offen. Und extrem klug«, urteilte Thea, als ich zurück war. »Ich mag sie.«

»Mhm.« Ich warf mich in den Sessel, schaute auf den Fernseher, ohne wahrzunehmen, was ich da sah.

»Was ist los? Freut dich das nicht? Ich meine, es könnte ja auch anders sein.«

Ich hätte gern den Mut aufgebracht, offensiv zu fragen, welche Konsequenzen es für mich haben würde, wenn Jessica bei Thea durchfiele. Doch ich wollte keine Diskussion auslösen, die diese Saite in Thea zum Klingen brächte, die mir Angst machte.

»Wann kommt sie wieder?«, fragte sie.

»Weiß nicht. Am Wochenende.«

»Gut. Ich backe Kuchen.«

Am Montag trafen wir uns am Hauptbahnhof, tranken Latte macchiato, teilten uns eine Butterbreze am Stehimbiss und gingen Jessicas Vortrag durch. Wir stiegen in die U-Bahn, rannten Hand in Hand die Stufen zum Vorlesungssaal hinauf, schlüpften kurz nach dem Professor in den Raum. Kichernd wie zwei Teenager plumpsten wir auf die Klappsitze und suchten, kaum sitzend, schon wieder Körperkontakt.

Das Referat war ein Erfolg; der sonst so kritische Dozent zwar zufrieden und hatte nur wenig auszusetzen. Wie vereinbart, brachte ich mit einigen Fragen die Diskussion in Gang, die Jessica souverän moderierte.

Nach dem Mittagessen trennten wir uns. Ich hatte meinen Job anzutreten, Jessica ihr erstes Seminar für Erstsemester zu leiten.

Wir verabredeten uns für den folgenden Morgen, umarmten und küssten uns und versprachen uns, am Abend zu telefonieren, wenn wir beide im Bett lagen.

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