Klaus M. G. Giehl - Die Methode Cortés

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Nach zwei Jahren Rosenkrieg ist der in den USA tätige Biologieprofessor Jakob Zucker mit den Nerven am Ende. In seiner Verzweiflung (und frei nach dem historischen Vorbild des Hernan Cortés', der seine Schiffe verbrannte, um sich für die Eroberung des Aztekenreichs zu motivieren, sprich, seine Ängste zu überwinden) wirft Jakob seine Forschungskarriere hin und kehrt nach Mainz in seine alte Heimat zurück. Er will einfach nur noch seine Ruhe und wieder Umgang mit den Kindern haben. In der Republik läuft es indes gar nicht gut für ihn: Die Trennung quält ihn, Probleme mit dem Sorgerecht schütteln ihn, die Kosten der Scheidung übermannen ihn, die des Unterhalts «erwürgen» ihn, und mit dem Nachlass seiner Mutter kündigen sich Schwierigkeiten an. Von diesem Schlamassel in die Enge getrieben, beschließt er, mit seinem Segelboot zu fliehen und über die Weltmeere zu reisen. Eine wechselvolle Fahrt in ein neues Leben beginnt.

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„Das kommt jetzt ja wohl wirklich ein bisschen spät.“

„Nein“, korrigierte ich, nun sehr sanft, und ergänzte: „Jedenfalls hatten diese Fehler mit dir zu tun. Allerdings hast letztlich ebenso dumich, wenn auch ungewollt, auf diesen Zusammenhang aufmerksam gemacht. Dafür möchte ich mich bedanken.“

„Okay. Kann ich dann jetzt wieder weiterschlafen?“

„Ja. Schlaf gut. Dann.“

Auf der Fahrt war ich froh, das alles hinter mir zu lassen. Und froh war ich auch, meiner Frau mitgeteilt zu haben, dass ich mich ändern würde. Ich wusste nicht, ob sie verstanden hatte, was ich gemeint hatte. Aber das war nicht wichtig.

Wichtig war, dass ich verstanden hatte. Denn ich hatte keine Lust mehr auf dieses ständige Nachgeben, das meine Rolle in unserer Ehe definiert hatte. Ständig nachzugeben und ständig Verständnis zu zeigen hatte nirgendwo hingeführt, wurde nur als Weichheit, die man ausnutzen könne, gedeutet. Und damit musste Schluss sein.

Das hatte ich meiner Frau mitteilen wollen. Und darauf, ob sie dies verstanden hatte, kam es nicht an. An kam es darauf, dass ichwusste, ihr dies mitgeteilt zu haben, ja, versprochen zu haben, dass ich mich ändern würde. Und da ich meine Versprechen hielt, brauchte ich mich nicht zu sorgen, ob es anders würde: Von meiner Seite sicher. Und von der Seite meiner Frau? Schwer zu sagen, doch unwahrscheinlich, denn sie war ein „unverträgliches Wesen“, das sich um den Standpunkt anderer nicht scherte, sobald er ihren Interessen im Weg stand.

Als ich hinter Dreisen auf die A63 fuhr, dachte ich auf einmal an Cortés und musste schmunzeln. Cortés hatte, um sich und seine Männer für den Feldzug gegen die Azteken zu motivieren, seine Flotte verbrennen müssen. Ich hatte für mein – sicher bescheideneres – Ziel lediglich ein Versprechen benötigt.

Tja, „Versprechen“ , nickte ich. Meine „Geheimwaffe“ für hundertprozentige Motivation! Und grinsend schloss ich den Gedanken: Man muss eben nur die richtigen „Hebel“ finden!

Kurz vor dem Flughafen Frankfurt bot sich mir ein Sonnenaufgang, wie ich ihn bislang nicht erlebt hatte. Die Luft war kalt und klar und trocken und die Landschaft flimmerte in den frühen Sonnenstrahlen in grellen Gelb–, Violett– und Rottönen. Alles wirkte frappierend dreidimensional, gleißend hell, scharf und schön, beinahe unwirklich. Ich freute mich über einen derartigen Abschied – und Beginn meiner Reise zurück in die USA.

III. BEGINN EINER REISE

20 Vorläufiges Zuhause

In Austin verflog die Freude schnell: Meine Freunde und Bekannten verbrachten den Jahreswechsel bei ihren Familien, im Urlaub oder waren anderweitig verreist. Und ich war allein, hatte keine Wohnung und fuhr herum im Wagen meiner Frau, der wie zehn Ambosse an den Füßen meiner Stimmung zog: Noch bis vor kurzem hatten die Kinder auf der Rückbank „gesessen“, wenn ich mit ihm durch die Stadt gefahren war. Nun fuhr ich mit mir alleine. War ich mit den beiden unterwegs gewesen, hatten wir gescherzt, geblödelt, Unsinn gemacht. Nicht so jetzt. Klar. Jetzt lärmte und kicherte und trötete nichts. Jetzt steckte mir niemand Finger in die Ohren oder blies mir nass ins Haar. Jetzt hörte ich bloß das steife Schlagen des Fahrtwinds und meine Haare scharf in diesem flattern. Die vor mir flirrenden Lichter verschwammen und ich ergänzte gedanklich:

Überhaupt war jetzt nichts mehr da von den Kleinen. Außer ihrem Geruch. Und der würde auch bald verschwinden.

Ich schloss die Scheibe und beschleunigte.

Nach etlichen Meilen – inzwischen roch ich nichts mehr – musste ich tanken. Ich fuhr zu meiner nahe der Uni gelegenen „Stamm–Tanke“, wo ich den Wagen neben der ersten Tanksäule stoppte. Als ich ausstieg, kam es mir fast warm vor. Ich inhalierte tief, denn die Luft roch nach „Texas“, einer Mischung aus schwerem Lehmboden, frischgeschnittenem Gras, heißem Öl und einer dezenten Abgasnote. Für mich hatte dieser Geruch etwas Kraftvolles und Ursprüngliches. Ich liebte ihn.

Als der Zapfhahn angenehm tief im maximalen Benzinstrom zu vibrieren begann, bemerkte ich Jim auf mich zu trotten. Jim war ein schwarzer Clochard, vermutlich vierzig, sah aber älter aus. Sein Gesicht und seine Arme waren ledern und von Narben übersäht. Er trug ein ehedem weißes Unterhemd und eine löchrige Jeans, die wie ein Ziegenstall roch. Jim war ein netter Bursche, immer fröhlich, immer zum Scherzen aufgelegt. Er fragte mich, ober er meine Scheiben putzen könne. Ich bejahte und er begab sich ans Werk.

Während ich, eine Hand am Zapfhahn und die andere in der Hosentasche, Sterne im schwarzen Himmel auszumachen suchte, erzählte mir Jim von Bruce, der ihn gestern übers Ohr gehauen habe. Ich nickte und ließ mich vom dichten Verkehr mesmerisieren. Jim informierte mich unterdessen, dass es um das Football Team der „Texas Longhorns“ gar nicht gut stehe im Moment, dass die Leute – Fucking Jerks! – keine Tips mehr gäben (ich gab ihm allerdings immer Trinkgeld, mindestens einen Dollar, also war ich kein „Jerk“!), und dass es Kelly vorletzte Woche erwischt habe. Ein Bus. Voll von vorne und aus die Maus. Ich hörte nicht richtig zu und bestätigte mit „hmhm“, „really?“ und „tough titties“. Jim nickte jeweils. Mein Zapfhahn klickte, die Benzinarterie war versiegt. Ich tippte ihn ab, sog noch einmal den Duft der Aromaten ein, und hakte den Hahn in seiner Gabel fest.

Jim war ebenfalls fertig. Er ließ den Handwischer zum Trocknen wie eine Machete durch die Luft zischen, was ich unlogisch fand, denn gleich würde er ihn in den Eimer mit der Waschlösung plumpsen lassen. Und dem war auch so. Nachdem sich Jim die Hände an seiner Ziegenhose abgetrocknet hatte, gab ich ihm zweiDollar! ( Nix „Jerk“! Ha! Ätsch! ) Er bedankte sich und wollte weg schlurfen, hielt aber inne und sah mich mit zur Seite geneigtem Kopf an. Er kniff die Augen zusammen, als überlegte er, als glaubte er etwas nicht. – Merkte er, wie ich drauf war? – Er musterte mich von oben nach unten und zurück, bis er sagte:

„What’s going on, buddy?“

„Nothing“, entgegnete ich.

„Alles in Ordnung?“, schien er mir dies nicht ganz abzukaufen.

„Alles in Ordnung“, nickte ich, „Und bei dir?“

„Alles in Ordnung“, nickte auch er, zögerte einen Moment und sagte: „Dann mach’s mal gut.“

Er lächelte, wippte zweimal die Brauen aufmunternd nach oben, und verschwand hinter der Tankstelle.

Wieder auf den Highway, fiel mir ein, dass ich mir besser bald ein Hotel suchen würde. Ich musste ja irgendwo schlafen und das Haus war verkauft!

War der neue Eigentümer überhaupt schon eingezogen? Einen „Reserveschlüssel“ hatte ich noch!

Ich schüttelte den Kopf und entschloss mich, meinen „illegalen“ Impuls zu vergessen (ich war ein rechtschaffener Mann!) und mich auf Zimmersuche zu begeben. Diese war schnell von Erfolg gekrönt: Ich fand etwas an einem Service Way nahe der Uni. Es war ein zweigeschossiges Hotel, ein bisschen im Pueblo Style. Die Zimmer hatten kleine Küchen, waren also autarke Mini–Apartments. Meines lag im Erdgeschoss mit Terrasse auf einen Parkplatz.

Nachdem ich die Formalitäten an der Rezeption erledigt und den Koffer im Zimmer abgestellt hatte, machte ich mich auf in mein Labor, den Rest meiner Sachen – zwei Umzugskisten und mehrere Tüten – zu holen.

Es war kurz nach Mitternacht, als ich den Wagen auf dem Institutsparkplatz abstellte. Zügigen Schrittes näherte ich mich meinem Labor. Ohne Menschen auf dem weißen Flur sahen die Pflanzen auf den Blechaktenschränken noch grüner aus, als sie mir sonst schon vorgekommen waren. Hier unten gab es keine Fenster, nur künstliche Beleuchtung. Ich hatte mehrmals in die Blätter der Pflanzen gezwickt, um mich zu vergewissern, ob die Dinger echt waren. ( Sie waren es! ) Ihr intensives, geradezu ampelgrünes Grün resultierte vermutlich aus einem Kompensationsmechanismus der Pflanzen für insuffiziente Beleuchtung: mehr Chlorophyll für weniger Licht. Biologie war schon faszinierend! Nicht totzukriegen!

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