Als Tante Marion dann außer Sichtweite ist und Janine immer noch auf dem Farbumschaltungsschalter drückt wird sie angeherrscht. „Janine, hör doch endlich auf ständig daran herumzudrücken, davon geht doch alles kaputt“. Weinerlich jammert Janine daß sie kalte Füße hat. Sie hört mit dem Umschalten der Farben trotzdem auf und folgt nun etwas unwilliger ihrer Begleitung. Als ich die beiden weiter beobachte, drückt Janine wieder den Farblichtschalter, stolpert, und fällt auch noch hin. Wegen ihrer Unachtsamkeit wird sie jetzt angeherrscht und ermahnt besser aufzupassen.
Ich überlege und lasse die ganze Szene vor meinem geistigen Auge nochmals abspielen: Ein Erwachsener kauft Schuhe für ein Kind. Diese Schuhe wurden nicht etwa angeschafft weil sie einen sicheren Halt geben, rutschfest sind, das Gehverhalten verbessern, den Untergrund beleuchten oder besonders warm halten, sondern weil sie in den Sohlen und im Schaft in unterschiedlichen Farben blinken. Man zeigt anderen „Kinderbesitzern“ seine technische Kompetenz und macht ihnen „eine lange Nase“(Anmerkung Coon: „Eine lange Nase machen“ besagt: Man erregt Neid bei anderen Menschen. Dies geschieht um zu zeigen wie schlau, fortschrittlich, reich, mächtig, humorvoll man ist. Man will damit aus der „Masse“ herausragen, eigentlich ein Angeberverhalten). Doch wenn ich alle Komponenten zusammenfasse, wären Schuhe für Janine mit anderen Eigenschaften besser gewesen. Mit mehr Halt in den Schuhen und warmen Füssen hätte die Kleine mehr Freude an den neuen Schuhen gehabt. Anderes Beispiel: Stellt Euch nur mal vor wir Katzen würden solche LED-Leuchten benutzen: jede Maus und jede Ratte würde uns von weitem sehen und sich wahrscheinlich totlachen wenn wir sie fangen wollen.
Eine lustige Geschichte habe ich übrigens heute in der Zeitung gelesen: Zuerst glaubte ich es wäre im Vorgriff auf den morgigen 1. April und somit ein verfrühter Aprilscherz, aber es handelt sich um die nackte Realität: In der Stadt Bremen herrscht starke Finanznot. Aus diesem Grund sind auch bei der Polizei wenige und teilweise total veraltete Dienstfahrzeuge vorhanden. Wenn für einen dringenden Einsatz ein Fahrzeug benötigt wird, ist dieses in Reparatur, oder schon mit anderen Beamten unterwegs. Damit wenigstens ab und zu zeitnah reagiert werden kann, ist man jetzt auf einen Carsharing-Anbieter gekommen, der seit 2016 immer wieder seinen Fahrzeugpark zur Verfügung stellt. Es handelt sich natürlich nicht um Blaulicht-Einsätze, aber um trotzdem dringende Dienstfahrten um beispielsweise bei Schlägereien oder auch Einbrüche möglichst zeitnah reagieren zu können. Die Hansestadt Bremen ist extrem verschuldet und so werden die Ersatzfahrzeuge in immer größeren Umfang angefordert. Der Autoanbieter unterhält zum Glück über 100 Stationen über das Stadtgebiet verteilt, sodass die Polizeibeamten in angemessener Zeit zu den Ersatzfahrzeugen gelangen können. Ist ein Fahrzeug gerade frei, lässt es sich mit dem Telefon, Handy-App oder auch mit dem Internet sofort fest buchen. Der Zündschlüssel steckt in einem Stationstresor, oder befindet sich im Handschuhfach des gebuchten Fahrzeuges. Autotüre oder der Tresor lassen sich mit einer Chipkarte und einem PIN-Code öffnen. Wenn dies alles geschehen ist, kann die Polizei ihren Einsatz umsetzten. Behördenrabatt soll es nicht geben, man hat sich lediglich auf den Vielfahrer-Tarif geeinigt. Neben der monatlichen Grundgebühr von 25 Euro sind pro verfügungsberechtigtem Polizisten, weitere 2 Euro fällig. Daneben kommen natürlich noch die Kosten von 20 Cent pro gefahrenem Kilometer und die Stundenmiete in Höhe von 2 Euro hinzu. Das Benzin ist aber bereits im Leihpreis enthalten.
Ich muss jetzt grinsen, denn mir kommen doch dazu einige Gedanken: Vielleicht könnte man mit Dienstfahrrädern ebenfalls helfen das Transportproblem zu lösen. Es wäre doch bestimmt eine Touristenattraktion in Bremen die Polizei auf Dienstfahrrädern, mit Blaulicht zu fotografieren, die gerade zum gerade stattfindenden Banküberfall radeln.
Eine weitere Idee wäre, die Ganoven zu bitten sich abzusprechen und jeweils nur im gleichen Stadtteil tätig zu werden, damit die Polizei Fahrgemeinschaften beim Einsatz machen kann, oder einige Bürger sind bereit die Transporte mit dem privaten Pkw durchzuführen, indem sie die Beamten, quasi als „Anhalter“ mitnimmt. Oder die „Verbrecher rufen nach ihren Taten die Taxizentrale an, nennen den Tatort und lassen dann die Polizisten zum Tatort abholen. Die Bezahlung müsste natürlich von den Tätern bereits im Vorfeld erledigt sein, damit die Taxiunternehmer nicht so lange auf die Bezahlung durch die Stadt Bremen warten müssen. Bestimmt hast Du auch einige tolle Eingebungen wie die Hansestadt Bremen ihre Probleme lösen kann?
Du meinst Polizisten auf Rollschuhen oder auf einem Skateboard im Einsatz, ein Gewehr auf dem Rücken befestigt und Stöcke für die Beschleunigung und das Beherrschen beim Befahren von Kurven und Unterführungen in den Händen würde auch ganz toll aussehen? Wenn es soweit ist: Bitte Fotos machen und mir zuschicken, ich lache auch gerne.
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