Sabina Schneider - Luka & Robin

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*Von männlichen Jungfrauen und unweiblichen Hexen* – so könnte der Titel von Lukas Leben lauten.
Wäre da nicht Robin.
*Verflucht, verhext und zugebissen* – wäre passend, wenn es nur um Robin ginge.
Doch diese Geschichte – ein Märchen, das über alle Dimensionen reicht – handelt von beiden. Von Luka und Robin, einem Zwillingspaar, so unterschiedlich wie Hexen und Drachen, Feuer und Wasser, Luft und Erde. Es ist ein Märchen, das von (un)talentierten Hexen erzählt und in dem das Geschlecht (k)eine Rolle spielt. Wenn es um fressen oder gefressen werden, verzauberte Drachen und verfluchte Hexen geht, ringt die Ewigkeit mit dem Ende und es stellt sich eine Frage: Entsteht Liebe aus Hunger, oder Hunger aus Liebe, während eine Seele verzweifelt «Friss mein nicht!» schreit.

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Für einen Moment lasse ich den Gedanken zu: Ich will ihn nicht lieben. Warum reicht das nicht? Dieser verfluchte, verblödete Logan! Warum ist er es immer, der mich zum Weinen bringt? Seine Worte tun so viel mehr weh als alles, was der Count gesagt hat oder hätte sagen können. Dann reiße ich den Geistern der ermordeten Schmetterlinge erneut die Flügel aus und stelle mir vor, wie sie sich in Magensäure zersetzen. Und es ist segenreiche Wut, die dabei aufschäumt.

Verärgert wische ich den Rotz und die Tränen mit dem Ärmel weg und mache mich daran, Mr. Perfekt zu satteln, führe ihn nach getaner Arbeit hinaus und streichle ihm über die weiche Mähne, die selbst im Mondlicht silbern leuchtet. Sein Fell fängt jeden noch so kleinen Lichtstrahl auf und wirft ihn als Geschenk an die Welt zurück. Am Tag macht er der Sonne Konkurrenz und in der Nacht verblassen die Sterne bei seinem Anblick. Seine Schönheit ist Balsam für meine Seele, ihn kann ich von Herzen lieben, ohne Angst vor Ablehnung oder Gelächter.

Sein Name passt zu ihm. Mr. Perfekt – der Vollkommene. Viel ist vom Neu-Schlenglischen-Unterricht nicht hängen geblieben – ich habe einfach kein Talent für Sprache … oder sonst irgendetwas … – aber bei der langwierigen Namenssuche für das schönste Fohlen der Welt hat sich die jahrelange Quälerei als hilfreich erwiesen. Der ideale Name für einen treuen Freund und Gefährten. Unabhängig davon ob Männlein oder Weiblein.

Warum ist das Geschlecht bei Menschen so wichtig? Wäre Mr. Perfekt Mrs. Perfekt, würde ich ihn genauso lieben. Ich steige auf, schnalze mit der Zunge und drücke sanft meine Fersen in seinen Bauch. Mehr braucht es nicht. Wir sind ein eingespieltes Team und er galoppiert mit Freuden vom Hof.

Es ist dunkel und wenn ich und vor allem Mr. Perfekt den Weg nicht kennen würden, wäre es sicher gefährlich. Doch wir sind ihn schon unzählige Male zusammen geritten und der Vollmond beleuchtet mit den Sternen die Felder, die wir in einem rasenden Tempo hinter uns lassen. Und je weiter der Hof und das Haus, der Ball und das Gelächter in die Ferne rücken, desto leichter wird mein Herz, desto leiser werden die Fragen, die ich mir selbst nicht beantworten kann.

Als der Wind mir Tränen in die Augen treibt und die Welt mit weicheren Konturen für mich zeichnet, wünsche ich mir, dass er auch meine Gesichtszüge neu definieren könnte. Mein zu eckiges Kinn, die zu lange Nase und zu schmalen Lippen, die Brauen, die einem Gestrüpp gleichen, meine nichtssagenden braunen Augen und diese Ohren, die zu groß für meinen Kopf sind, wegwischen und neu formen würde.

Es ist nicht nur der fehlende Busen und die männliche Kleidung, die mich burschikos aussehen lassen, es ist vor allem mein Gesicht. Zu grob, um zu einem Mädchen zu passen, geschweige denn zu einer Frau.

Wenn ich Bartwuchs hätte und ein Gehänge, würde ich aussehen wie ein Mann. Ich benehme mich auch wie einer. Aber bin ich innen drin ein Mann? Oder eine Frau? Wo liegt der Unterschied? Im Moment könnte ich Kinder gebären, wenn ich einen willigen Partner finden würde. Doch möchte ich das?

Wenn ich ein Mann wäre, könnte ich Kinder zeugen. Die Geburt und die Erziehung der Frau überlassen und nur ab und an mit ihnen herumtoben und sie abgeben, wenn sie in die Hose gemacht haben oder sonst irgendwie stören.

So wie Vater.

Das klingt um so vieles besser.

Doch wenn ich an Robins tanzende Brüste denke, dann spüre ich Neid und nicht Verlangen. Wenn ich eine andere schöne Frau sehe, blicke ich ihr nach, nicht weil ich mich in ihrer Schönheit verliere, sondern weil ich ihre Schönheit besitzen möchte.

Wenn ich an Verlangen denke, dann sind es männliche Hände, die mich streicheln. Eine dunkle, tiefe Stimme, die mir Komplimente ins Ohr flüstert.

Wenn mein Sexualtrieb weiblicher Natur ist, bedeutet das, ich bin im Inneren eine Frau?

Das Hufgetrampel von Mr. Perfekt schlägt mir diese Gedanken aus dem Kopf. Verscheucht die Unsicherheit und ich verliere mich in dem schnellen Rhythmus. Wir preschen durch den Wald. Ich überlasse Mr. Perfekt die Entscheidung und er bringt mich zu dem idealen Platz, zu unserer Lichtung.

Ich steige ab, nehme Mr. Perfekt das Zaumzeug ab und lasse ihn grasen, lege mich auf den Rücken und blicke zum Himmel hinauf, suche nach den Sternzeichen, die mein Vater mir gezeigt hat. Der große Bär mit dem kleinen, der Löwe, daneben das Rhinozeros und nicht weit davon das Einhorn. Natürlich sind alles erfundene Namen für Punkte im Himmel. Das wusste ich schon früh. Doch es hat Spaß gemacht und das Einhorn, das ist auf meinen Mist gewachsen.

Während Robin immer an Mutters Rockzipfel hing, habe ich mit und auch ohne Vater die Welt erkundet. Und hier, das Gras im Nacken, die Sterne über mir und den kühlen Frühlingswind auf meinen Wangen, mag ich mein Leben, so wie es ist … oder so wie es war.

Ich wünschte, ich könnte es festhalten und in diesem Moment ewig leben. Doch ich werde älter. Die Zeit lässt sich nicht anhalten und ich muss mich entscheiden. Entweder ich werde zum Mann oder zur Frau. Selbst wenn es körperlich nicht geht, wenn mir niemand ein Gehänge in den Schritt zaubern kann, muss ich mich entscheiden, ob ich bleibe, wie ich bin: Burschikos, für immer ein bartloser Jüngling, der wild durch die Gegend reitet und alleine bleibt, weil ihm das fehlt, was eine Frau glücklich machen und ihr eine Familie schenken kann.

Oder versuche ich, die Kanten und Ecken und Büsche in meinem Gesicht mit Creme und Schminke zu überdecken, und stopfe mir Kissen unters Kleid in der Hoffnung auf eine Partie, die nicht zu schlecht ausfällt? Unsere Familie ist nicht arm. Viele würden mich wegen des Geldes heiraten. Doch keinem Mann, der sich nach einem Frauenkörper sehnt, würde ich je genügen.

Und ein leiser Gedanke, eine Hoffnung, die mich vor vier Jahren betrogen hat, die mir heute Nacht etwas vorgegaukelt hat, flüstert mir ins Ohr: Vielleicht gibt es ja doch jemanden da draußen, der mich so mag, wie ich bin. Wenn auch nicht als Frau oder als Mann, dann als Mensch. Als Freund. Und dieser verfluchte Gedanke treibt mich von selbst wieder zu Logan und ich glaube, seine Lippen auf meinen zu spüren.

Ich wende mich von den Sternen ab und denke über das Kloster nach. Im Kloster könnte ich weder Mann noch Frau sein, doch das Leben in Schweigen, mit der Nase in Büchern, erscheint mir ebenfalls nicht lebenswert.

Wo ich auch hinsehe …

… gibt es kein Leben für mich, in dem ich bleiben kann, wie ich bin und trotzdem glücklich werde?

Dann höre ich es, das Pfeifen. Wolken verdunkeln den Mond, verschlucken jeden Lichtstrahl. Hat der Wolf wieder den Mond gefressen? Doch das kann nicht sein. Dafür ist es noch viel zu früh. Etwas stimmt hier nicht. Meine Eingeweide ziehen sich schmerzhaft zusammen. Auch Mr. Perfekt scheint es zu spüren, und wiehert aufgeregt. Bevor ich aufspringen und zu ihm rennen kann, bäumt er sich auf und bricht panisch durch das Unterholz.

Ich rufe seinen Namen und will ihm folgen, habe Angst, dass er sich in der Dunkelheit verletzt, als die Schwärze um mich herum von weißem Nebel aufgefressen wird. Zuerst kriecht er meine Stiefel hoch, färbt das Schwarz der Dunkelheit weiß, als wäre die Realität nur eine Tuschezeichnung und als hätte der Schöpfer dieses Kunstwerkes sich dazu entschlossen, sie auszuradieren und neu zu erschaffen.

Ich müsste Angst haben, doch ich kann nur fasziniert zusehen, wie der Nebel meine Knie hochsteigt, über meine Hüften zu meiner Brust kriecht und schließlich meine ganze Welt bedeckt. Vorsichtig schließe ich meine Augen und sehe Schwarz. Ich öffne meine Lider und die Welt um mich ist weiß. Alles, was mich definiert, was mir Form gegeben hat, ist verschwunden und für einen Moment bin ich frei von Zweifel, Sorgen und der Frage, wer oder was ich bin.

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