Ursula Tintelnot - Die Füchsin

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Ihre Lebenswelten könnten nicht unterschiedlicher sein. Valerie, eine erfolgreiche Autorin lebt in ihrer luxuriösen Eigentumswohnung in einem angesagten Quartier in Hamburg. Sie lebt allein, ohne feste Bindung, mit ihrer Katze. Ihr Leben zwischen exquisiten Empfängen und anstrengenden Lesereisen ist vergleichsweise glamourös.
Adam ist durch einen Schicksalsschlag alleinerziehender Vater eines Eineinhalbjährigen und Besitzer einer Gärtnerei, vor den Toren der Stadt, auf dem platten Land geworden. Valerie kennt seinen Vornamen. Für Adam bleibt sie die Namenlose, die Füchsin, wie er sie bei sich nennt.
Nach einer zufälligen, kurzen Begegnung, bleibt beiden eine unstillbare Sehnsucht nacheinander. Immer wieder sehen sie sich im Gewühl der Großstadt ohne sich näher zu kommen. Keiner von beiden ergreift die Initiative. Beide sind verletzt in ihrer ganz eigenen Weise und fürchten, noch einmal verletzt zu werden.
Ihre Lebenswelten könnten nicht unterschiedlicher sein. Valerie, eine erfolgreiche Autorin lebt in ihrer luxuriösen Eigentumswohnung in einem angesagten Quartier in Hamburg. Sie lebt allein, ohne feste Bindung, mit ihrer Katze. Ihr Leben zwischen exquisiten Empfängen und anstrengenden Lesereisen ist vergleichsweise glamourös.
Adam ist durch einen Schicksalsschlag alleinerziehender Vater eines Eineinhalbjährigen und Besitzer einer Gärtnerei, vor den Toren der Stadt, auf dem platten Land geworden. Valerie kennt seinen Vornamen. Für Adam bleibt sie die Namenlose, die Füchsin, wie er sie bei sich nennt.
Nach einer zufälligen, kurzen Begegnung, bleibt beiden eine unstillbare Sehnsucht nacheinander. Immer wieder sehen sie sich im Gewühl der Großstadt ohne sich näher zu kommen. Keiner von beiden ergreift die Initiative. Beide sind verletzt in ihrer ganz eigenen Weise und fürchten, noch einmal verletzt zu werden.

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Va­le­rie ver­lässt das Ver­lags­haus. Sie geht lang­sam den Ha­r­ve­ste­hu­der­weg ent­lang. Zu ih­rer Lin­ken glit­zert die Als­ter im Son­nen­licht. Se­gel­boo­te.

Eine Post­kar­te , denkt sie, biegt in die Als­ter­chaus­see ein, über­quert den Mit­tel­weg und läuft bis zur Hal­ler­stra­ße. Die Gär­ten und Häu­ser nimmt sie kaum wahr. Am U-Bahn­hof gibt sie auf. Die neu­en Riem­chen­san­da­len drü­cken und sind nicht halb so be­quem, wie sie aus­se­hen.

»Paul­sen­platz«, ächzt sie, wirft sich in die Pols­ter des Ta­xis und löst die Riem­chen an ih­ren Fü­ßen.

»Bleibt es da­bei?« Der Ta­xi­fah­rer grinst.

»Ver­spro­chen«, sagt sie.

Den Nach­mit­tag ver­bringt sie auf dem Bal­kon. Die Pflan­zen duf­ten und glän­zen vor Näs­se. Sie träumt von ei­nem küh­len Glas Wein, ei­nem Stück Käse am Abend nur mit ih­rer Kat­ze. Aber sie ist mit Ruth ver­ab­re­det.

Va­le­rie trifft ihre Freun­din in der wei­ten Hal­le, in der auch die Le­sung vor ei­ni­gen Ta­gen statt­ge­fun­den hat. Ruth hat Kar­ten für ein afri­ka­ni­sches Tanz­the­a­ter in der Fa­brik. Tanz in­ter­es­siert sie nicht, sie geht ih­rer Freun­din zu­lie­be mit. Ruths Arm­rei­fen klir­ren, wenn sie ihr Glas zum Mund führt. Sie ste­hen an der The­ke, wo man in der Pau­se oder nach der Vor­füh­rung ein Glas Wein oder Pro­sec­co trin­ken kann.

»Er­war­test du je­man­den?« Ruth sieht sich um.

»Nein. Wie kommst du dar­auf?«

»Weil du mich den gan­zen Abend über noch nicht an­ge­se­hen hast. Statt­des­sen hast du die­sen su­chen­den Blick.«

Va­le­rie hat tat­säch­lich an ihn ge­dacht. Viel­leicht kommt er ja öf­ter hier­her?

Sie spürt eine leich­te Wär­me auf den Wan­gen und be­schließt, die hal­be Wahr­heit zu er­zäh­len. Dann denkt sie, dass es über­haupt kei­ne Wahr­heit gibt, kei­ne hal­be und auch kei­ne gan­ze. Un­wil­lig über sich selbst schüt­telt sie den Kopf.

»Also was ist?« Ruth lässt nicht lo­cker.

»Gar nichts. Ich habe bei der Le­sung neu­lich hier einen Mann ge­se­hen.«

»Aha.« Ruths Brau­en fah­ren in­ter­es­siert in die Höhe. Arm­rei­fen und Ket­ten klin­geln bei je­der Be­we­gung.

Sie sieht aus, als habe sie sich für die­sen Abend mit bun­ten Per­len und Rei­fen folk­lo­ris­tisch auf­ge­peppt, aber es steht ihr gut. Ruth kann al­les tra­gen, und sie ist un­be­streit­bar sexy. Kein Mann, der nicht einen Blick ris­ki­ert, denkt Va­le­rie.

Sie sieht an ih­rem ei­ge­nen schlich­ten schwa­r­zen Kleid hin­ab. Dazu trägt sie eine lan­ge schma­le Sil­ber­ket­te und rote Pumps. An ihr klin­gelt nichts. Sie lä­chelt. Ruth sen­det Si­gna­le an ihre Um­ge­bung: Hey Leu­te, hier spielt die Mu­sik. Und das tut sie mit Er­folg.

»Er war etwa zwei Jah­re alt«, sagt Va­le­rie jetzt »und saß auf dem Schoß sei­nes Va­ters. Ich neh­me je­den­falls an, dass es sich um den Va­ter han­del­te. Kei­ne Ah­nung, wir ha­ben nicht mit­ein­an­der ge­spro­chen.«

Sie weiß nicht, war­um sie Ruth ver­schweigt, dass sie doch mit­ein­an­der ge­spro­chen ha­ben. Es ist nicht wich­tig , denkt sie. War­um kann sie sich dann an je­des Wort er­in­nern? Adam und Ben .

Ruth , denkt sie, hat nicht be­son­ders vie­le Freun­de, aber gan­ze Ru­del von Be­kann­ten . Sie weiß nicht mehr, wie oft ihre Freun­din heu­te schon ge­grüßt wor­den ist. Ruth kennt Gott und die Welt, weiß aber ihr Pri­vat­le­ben sehr sorg­fäl­tig zu schüt­zen. Al­ler­dings kann sie mit Ge­füh­len bes­ser um­ge­hen als sie selbst.

Va­le­rie fällt plötz­lich ein, dass sie ihre Ko­lum­ne für eine Zeit­schrift nicht län­ger auf­schie­ben kann. Die Re­dak­ti­on braucht ih­ren Text mor­gen, und sie hat noch nicht ein­mal da­mit an­ge­fan­gen. Aus­ge­rech­net über Ge­füh­le soll sie schrei­ben.

»Ich muss ge­hen.«

In Ge­dan­ken ist sie schon bei der Ar­beit, die vor ihr liegt. Va­le­rie lässt sich von Ruth in den Arm neh­men, eine Kör­per­lich­keit, die sie nur we­ni­gen er­laubt. Die­se künst­li­che Herz­lich­keit hat ihr nie ge­fal­len.

5 Juli

Adam stu­diert alte Re­zep­te. In der Nacht, wenn Ben fest schläft, sitzt er über sei­nen Bü­chern. Sein kost­bars­ter Be­sitz ist ein ab­ge­grif­fe­nes schwa­r­zes Büch­lein mit der schlich­ten Auf­schrift Gift-Buch . Kein ge­druck­tes Buch, son­dern eine Klad­de, hand­ge­schrie­ben von 1534. Er liest: Step­pen­rau­te, Toll­kir­sche, Queck­sil­ber, Gift­pil­ze, Gei­fer und Gal­le von Gift­tie­ren. An Be­täu­bungs­mit­teln (me­di­ci­nae stu­pe­fac­to­riae) nennt der Ver­fas­ser: Bil­sen­kraut, Al­rau­ne, Opi­um, Gift­lat­tich und Mohn; die­se tö­ten nur bei Über­do­sie­rung. Sehr be­ru­hi­gend, denkt er.

Adam schaut auf, als Bel­la ein lei­ses Knur­ren von sich gibt. In den Ju­li­näch­ten wird es nicht wirk­lich dun­kel. Adam legt sein Heft zur Sei­te und tritt ans ge­öff­ne­te Fens­ter. Viel­leicht ein Fuchs oder ein an­de­res Tier, das sich an sei­nem Haus vor­bei­s­tiehlt. Bel­la sieht auf­merk­sam zu ihm auf.

Ist da ein Schat­ten, eine ver­stoh­le­ne Be­we­gung? Eine Wei­le bleibt er noch am Fens­ter ste­hen, aber nichts rührt sich.

»Da ist nichts, Bel­la«, sagt er.

Die Hün­din trot­tet zu­rück zum Tisch und lässt sich seuf­zend auf den küh­len Stein­bo­den fal­len. Adam nimmt eine an­ge­bro­che­ne Fla­sche Gavi aus dem Kühl­schrank, schenkt sich ein Glas ein und geht da­mit an den Kü­chen­tisch. Er setzt die Kopf­hö­rer auf und lauscht dem un­fass­bar sü­ßen So­pran der Sän­ge­rin: »Por­gi Amor … Hör mein Flehn, o Gott der Lie­be …«

Er denkt an die Frau ohne Na­men. Sie hat sich in sei­ne See­le ge­brannt. Im­mer wie­der hört er sie lei­se la­chen. Sieht ih­ren for­schen­den Blick.

Seit er Ben bei sich hat, ist Adam oft al­lein. Es über­rascht ihn, wie sehr ihm die­ses Le­ben ge­fällt. Sein Han­dy leuch­tet auf. Chris­ti­na! Auf dem Bild­schirm er­scheint ihr Ge­sicht. Das Foto hat er selbst ge­macht. Sie lacht ihn an, ihr lan­ges Haar flat­tert im Wind und ver­schwimmt im glei­ßen­den Gelb des Raps­fel­des im Hin­ter­grund. Er hat sie nicht ver­ges­sen, sie passt nur nicht mehr in sein Le­ben. Kei­ne Frau der Welt hält einen Mann aus, auf des­sen Hüf­te oder Schul­tern über Wo­chen ein klei­nes Kind hockt. Das hat sie ihm bei ih­rer letz­ten Be­geg­nung sehr deut­lich ge­macht. Er setzt die Kopf­hö­rer ab und nimmt den An­ruf an.

»Adam, bist du das?« Ihre Zun­ge stol­pert.

Sie ist be­trun­ken , denkt er. »Chris­ti­na.«

»Ich will dich wie­der­se­hen.«

Er denkt an die letz­ten Aus­ein­an­der­set­zun­gen. »Ich glau­be, das ist kei­ne gute Idee.«

»Aber ich ver­mis­se dich.«

Die­ses an­de­re Ge­sicht schiebt sich über das Chris­ti­nas, nicht so jung, aber fas­zi­nie­rend. Das Ge­sicht ei­ner Frau, die so prä­sent ist wie kei­ne, die er kennt. Er hört sie lei­se la­chen, die Na­men­lo­se. Ihr glän­zen­des Haar. Sein Puls be­schleu­nigt sich.

»Adam, bist du noch dran?«

»Was?«

»Ich könn­te mor­gen zu dir raus­fah­ren. Lass uns re­den.«

Er gibt nach. Dann legt er auf. Es ist fair , denkt er, mit ihr zu re­den .

Adam starrt auf das Han­dy. Ei­gent­lich weiß er, dass es nichts mehr zu sa­gen gibt. Als er auf­schaut, steht Ben in der ge­öff­ne­ten Kü­chen­tür.

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