Manfred Mai - Deutsche Geschichte

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Aus der Ritterzeit stammen einige Werke der Weltliteratur, unter anderem das Nibelungenlied und der Parzival .

Zum ersten Mal schrieben Dichter nicht in Latein, sondern in ihrer Sprache, in der Sprache des Volkes.

Eines der schönsten Liebesgedichte deutscher Sprache stammt vermutlich von einem Minnesänger. Wir kennen seinen Namen nicht, aber sein Gedicht rührt uns bis heute – und wir müssen es nicht einmal in modernes Deutsch übersetzen:

Dû bist mîn, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn. dû bist beslozzen in mînem herzen: verlorn ist daz slüzzelîn: dû muost immer drinne sîn.

Viele Ritter nahmen an den Kreuzzügen teil, mit denen die christlichen Stätten im »Heiligen Land« von den Arabern zurückerobert werden sollten. Dabei benahmen sie sich alles andere als ritterlich. Gleich beim ersten Kreuzzug (1096 bis 1099) richteten sie ein furchtbares Blutbad in Jerusalem an.

Den dritten Kreuzzug von 1189 bis 1192 führte der Stauferkaiser Friedrich I. Er stammte aus einer Ritterfamilie, die ihre Burg auf dem Hohenstaufen im Schwabenland hatte. Wegen seines rötlichen Bartes wurde er von den Italienern »Barbarossa« genannt. Während seiner Regierungszeit zog er sechsmal nach Italien, um seinen Herrschaftsanspruch durchzusetzen und die reichen Städte Oberitaliens zur Zahlung von Steuern und Abgaben zu zwingen. Bei dem Kreuzzug, den der 68-jährige Barbarossa nach Jerusalem führte, ist er am 10. Juni 1190 in einem Fluss ertrunken.

Die Nachricht vom Tod des beliebten Kaisers löste in Deutschland große Trauer aus. Viele wollten nicht glauben, dass Barbarossa wirklich tot war. Bald wurden Geschichten erzählt, in denen er weiterlebte. Der Sage nach sitzt er bis heute schlafend im Kyffhäuserberg in Thüringen, von wo er eines Tages kommen wird, um die alte Macht und Herrlichkeit des Deutschen Reiches wieder erstrahlen zu lassen.

Wer will Kaiser sein?

Nach dem Aussterben der Staufer im 13. Jahrhundert war das Ansehen der Kaiserkrone so tief gesunken, dass keiner der Fürsten sie haben wollte. Das Reich drohte in eine Vielzahl weltlicher und geistlicher Fürstentümer, Graf- und Ritterschaften und Freie Städte zu zerfallen. Am mächtigsten waren die sieben Kurfürsten (die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier, der König von Böhmen, der Pfalzgraf bei Rhein, der Markgraf von Brandenburg und der Herzog von Sachsen), die allein das Recht hatten, einen neuen Kaiser zu wählen. Weil auch sie mehr an ihren eigenen Vorteil als an das Wohl des Reiches dachten, waren sie nicht an einem starken Herrscher interessiert. Und weil sie sich nicht einigen konnten, blieb das Reich von 1254 bis 1273 ohne Regierung. Diese Zeit wird nicht nur die »kaiserlose«, sondern auch die »schreckliche« genannt. Kaufleute, Dörfer, ja ganze Städte wurden von Raubrittern und plündernden Horden überfallen. Kein Leben und kein Eigentum war sicher. Wer stärker war, nahm sich, was er haben wollte. Gesetze wurden nicht mehr geachtet, es herrschte nur noch das Faustrecht.

Um diesen Zustand zu beenden, trafen sich die Kurfürsten im September 1273 zur Wahl eines Kaisers in Frankfurt. Einer von ihnen, König Ottokar II. von Böhmen, wäre selbst gern Herrscher des ganzen Reiches geworden. Aber er war den anderen Kurfürsten ohnehin schon zu mächtig, sodass sie lieber den vermeintlich schwachen Grafen Rudolf von Habsburg wählten. Bald sollte sich herausstellen, dass sie sich in ihm getäuscht hatten.

Rudolfs Stammsitz, die Habsburg, lag im Aargau in der Schweiz. Verglichen mit den Kurfürsten war er zwar nur ein kleiner Graf, aber er galt als klug und zäh. Gleich zu Beginn seiner Regierungszeit ging er hart gegen die Raubritter vor, ließ viele hinrichten und ihre Burgen zerstören. Dann erließ er ein Gesetz über den Landfrieden, nach dem jeder Geschädigte vor dem Richter Klage erheben und Schadenersatz verlangen konnte. Wie schon Karl der Große zog er durch das Reich, um selbst nach dem Rechten zu sehen. »Ich bin nicht König geworden, um mich einzuschließen. Meine Augen sollen alles sehen und meine Ohren alles hören, was im Lande vor sich geht«, sagte er. Und ein Zeitgenosse schrieb über Rudolf: »Er verbreitet Furcht und Schrecken bei den ungerechten Großen und Freude unter dem Volk.«

Ein »Großer« allerdings zeigte von Anfang an keine Furcht vor dem »armen Grafen«, wie er Rudolf herablassend nannte: der böhmische König Ottokar. Er verweigerte Rudolf die Anerkennung und verhöhnte ihn sogar. Am 26. August 1278 standen sich die beiden mit ihren Soldaten auf dem Marchfeld bei Wien gegenüber. Ottokars Heer wurde besiegt, er selbst auf der Flucht getötet. Bald danach wurde Ottokars Reich aufgeteilt. Mit Zustimmung der Kurfürsten erhielten Rudolfs Söhne Österreich, die Steiermark, Kärnten und Krain als Lehen. Damit war der Grundstein für eine starke Stellung der Habsburger im Deutschen Reich gelegt. Durch geschicktes Verheiraten seiner drei Söhne und sechs Töchter und durch die Vergabe neuer Lehen an Familienmitglieder gelang es Rudolf, die Habsburger innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einem der mächtigsten Geschlechter in Europa zu machen. Und als an die geistlichen Kurfürsten seiner Zeit niemand mehr dachte und die Familien der weltlichen Kurfürsten längst ausgestorben waren oder keine Macht mehr besaßen, regierten die Nachkommen des »armen Grafen Rudolf von Habsburg« noch immer als deutsche und österreichische Kaiser, der letzte bis 1918.

Finstere Zeiten

Das ausgehende 13. und noch mehr das 14. Jahrhundert waren unruhige und unsichere Zeiten. Nachdem der Habsburger Albrecht I. im Jahr 1308 von seinem Neffen ermordet worden war, machten die Kurfürsten den Grafen Heinrich aus dem Hause Luxemburg zum deutschen König. Als er fünf Jahre später starb, konnten sich die Kurfürsten nicht einigen und wählten gleich zwei Könige: den Habsburger Friedrich und den Wittelsbacher Ludwig. Das war und blieb einmalig in der deutschen Geschichte und machte ein Grundproblem des Reiches deutlich: die Schwäche des König- beziehungsweise Kaisertums. Weil die deutschen Könige und Kaiser von der Zustimmung der mächtigen Kurfürsten abhängig waren, konnte sich kein Machtzentrum mit einer Hauptstadt entwickeln, von wo aus das Reich dauerhaft regiert und verwaltet wurde.

Zur politischen Unsicherheit kam noch die große Plage des zu Ende gehenden Mittelalters: die Pest. Im Lauf des 14. Jahrhunderts fiel ihr etwa ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer. Ganze Landstriche verödeten. Die Welt musste den Menschen als ewiges Jammertal mit Hunger, Pest und Kriegen erscheinen. Und auch von ihrer letzten Hoffnung, der Kirche, wurden viele enttäuscht. Denn sie erkannten den Widerspruch zwischen dem, was die Geistlichen verkündeten, und dem, was sie taten. Gepredigt wurden Nächstenliebe und Genügsamkeit, doch gleichzeitig lebten viele Kirchenmänner in Saus und Braus und waren mehr an weltlicher Macht als an einem Leben nach Gottes Geboten interessiert. So verloren die Menschen allmählich das Vertrauen in die Kirche und damit ihren letzten Halt. Sie glaubten nicht mehr, dass diese Ordnung – oder besser gesagt Unordnung – von Gott gewollt war. Das Verhalten der geistlichen und weltlichen Obrigkeit konnte nicht in Gottes Sinn sein. Viele Menschen verweigerten der Obrigkeit erstmals den Gehorsam und erhoben sich gegen sie. In den Städten und auf dem Land kam es zu Aufständen, die jedoch meistens blutig niedergeschlagen wurden.

Diese finsteren Zeiten meinte man, wenn man später das ganze Mittelalter »finster« nannte. Damit aber tat man den mittelalterlichen Menschen Unrecht. Das Mittelalter war auch eine Zeit großer politischer, wissenschaftlicher und kultureller Leistungen.

Mittelalterliche Baumeister begannen schon im 11. Jahrhundert mit dem Bau der romanischen Dome von Worms und Speyer. Im 13. Jahrhundert wurden die Grundsteine für die gotischen Kathedralen in Freiburg, Köln und Straßburg gelegt. Im 14. Jahrhundert folgten die Ulmer mit dem Bau ihres Münsters. Zur gleichen Zeit wurden in Prag, Wien, Heidelberg und Köln Universitäten gegründet, in denen nicht nur der rechte Glaube, sondern auch das wissenschaftliche Denken gelehrt wurde.

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