Manfred Mai - Deutsche Geschichte

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Wie alle heidnischen Völker verehrten die Germanen viele Götter. Als höchster Gott galt Wodan, der nach germanischer Auffassung die Welt regierte und das Schicksal aller Menschen lenkte. Die Germanen glaubten fest an ein Leben nach dem Tod. Die Tapferen stiegen auf zu Wodan nach Walhalla, wo sie ein schönes Leben erwartete. Die feigen und schlechten Menschen mussten im Reich der Göttin Hel in ewiger Finsternis schmachten.

Die Völker mischen sich

Die Menschen im Römerreich und die germanischen Stämme lebten trotz aller Unterschiede lange Zeit in friedlicher Nachbarschaft. In den besetzten Gebieten waren viele Germanen vom Lebensstil der Römer bald so beeindruckt, dass sie wie die Römer zu leben versuchten. Wer es sich leisten konnte, schickte seine Söhne in römische Schulen. In Kleidung und Umgangsformen orientierte man sich am römischen Vorbild. Streitigkeiten wurden nach römischem Recht geregelt. Nach und nach entstanden römische Provinzstädte wie Trier, Worms, Köln, Mainz und Augsburg. Zentrum dieser Städte war das Forum, ein großer, von Gebäuden umgebener Platz, auf dem politische Versammlungen und Gerichtsverhandlungen stattfanden. Auch Werkstätten, Läden, Gasthäuser und öffentliche Bäder gehörten zum Stadtbild. Manche Gebäude und Wasserleitungen (Aquädukte) sind heute noch erhalten und zeugen von der hohen Baukunst jener Zeit. Allerdings sollte man bei der Bewunderung dieser Leistungen nicht vergessen, dass vieles nur durch die Ausbeutung der unterworfenen Völker, vor allem der unteren Schichten, möglich wurde. Die einfachen Menschen lebten mehr schlecht als recht und waren der Willkür der Reichen und Mächtigen oft schutzlos ausgeliefert.

Mit den germanischen Stämmen jenseits des Limes gab es regen Handel. Und viele junge Germanen dienten sogar als Soldaten in der römischen Armee. So lernten auch sie die römische Kultur und Lebensweise kennen.

Doch im dritten Jahrhundert zogen Alemannen, Sachsen, Franken, Sweben, Vandalen und Gepiden aus dem Norden Europas nach Süden und Westen. Niemand kann genau sagen, weshalb es zu dieser Völkerwanderung kam. Klimaveränderungen, zu wenig fruchtbares Land, Überfälle durch andere Stämme und die Hoffnung, anderswo bessere Lebensbedingungen zu finden, mögen wichtige Gründe gewesen sein. Eine Zeit lang konnten die römischen Truppen die »Barbaren«, wie sie alle nicht römischen Völker und also auch die Germanen nannten, abwehren. Aber letztlich waren die Germanen stärker und drangen in das Römische Reich ein. Sie wollten es jedoch nicht zerschlagen, sondern seine Errungenschaften für sich nutzen. So mischten sich römische Kultur und Lebensart langsam mit germanischen Sitten und Gewohnheiten.

Germanische Stämme beherrschten nun weite Teile Europas. Aber sie waren untereinander keineswegs einig. Vor allem der gerissene und skrupellose Frankenfürst Chlodwig gab keine Ruhe. Durch List, Verrat und Mord schaffte er nach und nach andere Stammesfürsten aus dem Weg. Auf diese Weise wurde er immer mächtiger, ließ sich zum König machen und eroberte mit seinen Soldaten die Gebiete der Alemannen, Burgunder, Westgoten und ganz Gallien. So entstand um 500 n. Chr. das große Frankenreich, aus dem später Frankreich und Deutschland hervorgingen.

Im Nachhinein scheint es, als wären die Menschen und Völker jener Zeit dauernd in Bewegung und auf der Suche nach Neuem gewesen. Auch in Glaubensfragen gab es große Veränderungen. Die Lehre von Jesus Christus verbreitete sich in Europa. Römer und Germanen glaubten zwar noch an ihre alten Götter, wollten von einem neuen Gott nichts wissen und verfolgten die ersten Christen. Doch die Botschaft des Mannes aus Nazareth übte bald eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus. Und schon im 4. Jahrhundert wurde das Christentum zur offiziellen Religion im Römischen Reich.

So schnell ging es bei den germanischen Stämmen nicht; sie hielten noch lange an ihren Göttern fest. Selbst als Chlodwig sich taufen ließ und das auch vom ganzen Volk verlangte, konnte von einer Glaubenswende keine Rede sein. Die heidnischen Sitten, Bräuche und Vorstellungen lebten noch zweihundert Jahre neben christlichem Gedankengut fort.

Die endgültige Christianisierung des Frankenreichs gelang erst durch den Mönch und späteren Bischof Bonifatius. Der Angelsachse kam im Jahr 716 aus England, um die Friesen zu missionieren. Drei Jahre später beauftragte ihn der Papst mit der Germanenmission. Im Lauf der Zeit wurde aus dem Missionar ein kirchlicher Organisator, der Klöster gründete und die Bistümer neu ordnete. Im Alter von 80 Jahren kehrte Bonifatius noch einmal zur Friesenmission zurück. Am 5. Juni 754 wurde er von heidnischen Friesen erschlagen.

Machtwechsel

Im Geschlecht der Merowinger, aus dem Chlodwig stammte, kam es öfter zur Erbstreitigkeiten. Überhaupt waren die Merowinger wohl keine besonders guten Könige. Man sagte von ihnen, dass sie nicht viel mehr konnten als auf dem Thron sitzen und mit Mühe die Reden halten, die ihnen ihre Minister eingetrichtert hatten. Die letzten dieser Könige waren so schwach, dass an ihrer Stelle praktisch der höchste Beamte im Reich, der »Hausmeier«, regierte. Einer dieser Hausmeier hieß Karl und herrschte 25 Jahre lang mit starker Hand über das Frankenreich, weshalb er den Beinamen »Martell«, das heißt »Hammer«, erhielt.

Nachdem es einem großen arabischen Heer gelungen war, über die Pyrenäen in das Frankenreich einzudringen, marschierte ihm Karl Martell mit seiner Armee entgegen. Bei Tours und Poitiers siegte die fränkische Armee im Oktober 732 und drängte die Araber wieder über die Pyrenäen zurück. Dieser Sieg war für die weitere Geschichte Europas von großer Bedeutung. Die Ausbreitung des Islam war damit gestoppt und blieb auf das »Morgenland« beschränkt. Im »Abendland« ging die Christianisierung weiter, weshalb Karl Martell auch als »Retter des Abendlandes« gefeiert und geehrt wurde.

Karls Sohn Pippin wollte nicht mehr nur als Hausmeier regieren, er wollte König werden – und er wusste auch wie. Weil die Kirche und ihr Oberhaupt bei den Franken hoch angesehen waren, suchte Pippin für sein Vorhaben die Unterstützung des Papstes. Er ließ in Rom anfragen, ob es eigentlich gut und richtig sei, dass jemand König genannt werde, der in Wirklichkeit gar keine königliche Macht mehr besitze. Der Papst antwortete, es sei besser, den als König zu bezeichnen, der die Macht habe.

Nach diesem Spruch des Papstes wurde der Merowingerkönig Childerich III. in ein Kloster verbannt und Pippin von den Adligen zum König ausgerufen. Damit war die Herrschaft der Merowinger auch formal zu Ende.

Pippin wollte dem neuen Königsgeschlecht der Karolinger von Anfang an eine zusätzliche Sicherung geben. Deshalb ließ er sich im November 751 von den Bischöfen des Reiches mit geweihtem Öl salben. Diese Salbung machte ihn zum christlichen König, ja zum König von Gottes Gnaden. Damit hat Pippin Politik, Religion und Kirche erstmals in der Geschichte in einer Weise verbunden, die für fast alle deutschen Könige und Kaiser bis in unser Jahrhundert richtungsweisend war. Seit Pippin erhoben sie den Anspruch, ihr Amt von Gott zu haben und nach göttlichem Recht zu handeln.

Karl der Große

Auch wer nur wenig von der Geschichte des Mittelalters weiß, hat bestimmt einen Namen und eine Zahl im Kopf: Karl der Große und das Jahr 800, in dem er zum Kaiser gekrönt wurde. »Vater Europas« und »Beschützer der Christenheit« wird Karl der Große auch heute noch genannt.

Begonnen hat Karls Karriere, als er nach dem Tod seines Bruders Karlmann im Jahr 771 Alleinherrscher über das Frankenreich wurde. Wie die meisten Könige vor und nach ihm führte er viele Kriege, über die hier nicht im Einzelnen berichtet werden soll. Karls Ziel war von Anfang an, alle Germanen in sein Reich zu holen – es fehlten ihm noch die Langobarden, Bayern und Sachsen. Die beiden ersten unterwarf Karl ohne Probleme. Aber die Sachsen wehrten sich 32 Jahre mit allen Mitteln. Schließlich wurden sie doch besiegt und mussten den christlichen Glauben annehmen.

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