Robert Silverberg - Kinder der Retorte

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Am Anfang war Krug
und er sprach: »Es seien Retorten«, und da waren Retorten.
Und Krug betrachtete die Retorten und fand sie gut.
Und Krug sprach: »Es seien Nukleotiden in den Retorten.« Und die Nukleotiden wurden in die Retorten gegossen, und Krug mischte sie, bis sie sich miteinander verbanden.
Und die Nukleotiden bildeten die großen Moleküle, und Krug sprach: »Es werde der Vater und werde die Mutter in den Retorten, und es teilen sich die Zellen, und Leben entsteht in den Retorten.«
Und es ward Leben, denn da war Reproduktion.
Und hierfür sei Krug gepriesen.

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Hier hinein, sagt Lilith, und wir betreten einen niedrigen dunklen Gang.

Eine Treppe. Trockener Geruch von Fäulnis und Verwesung. Spinnweben. Wir tauchen in unbekannte Tiefen. In der Ferne, tief unten, glühen gelbe Lichter. Wir gehen hinunter und hinunter und hinunter.

Wo sind wir? frage ich.

Ein Sicherheitstunnel. Gebaut während des Gesundheitskrieges vor zweihundert Jahren, Teil eines Systems, das unter ganz Stockholm verläuft. Die Gammas haben es übernommen.

Eine Kloake.

Ich höre kurze Ausbrüche von Gelächter, Gesprächsfetzen. Es gibt Läden hier unten, vergitterte Schaufenster, hinter denen kleine Lampen qualmen und flackern. Gammas laufen hin und her. Einige von ihnen machen das Eins-zwei-drei-Zeichen, als sie an uns vorübergehen. Getrieben von einer Furcht, die ich nicht verstehe, zieht Lilith mich hastig mit sich. Wir gehen durch weitere Tunnel, betreten einen Durchgang, der zu einem anderen Tunnel führt.

Drei Slobiesüchtige tanzen vorbei. Ein männlicher Gamma, das Gesicht mit roten und blauen Streifen bemalt, macht Halt und beginnt zu singen. Singt er für uns:

Wen soll ich heiraten?
Wer wird mich heiraten?
Feuer in der stinkenden Retorte
Frei fliegendes Feuer.
Mein Kopf mein Kopf mein Kopf mein Kopf
Mein Kopf

Er kniet nieder und würgt. Eine blaue Flüssigkeit tritt auf seine Lippen, er spuckt sie uns vor die Füße.

Wir gehen weiter. Wir hören einen hallenden Schrei:

Al- pha! Al- pha! Al- pha! Al- pha!

Zwei Gammas begatten sich in einem Alkoven. Ihre Körper sind schweißnaß. Gegen meinen Willen beobachte ich die stoßenden Hüften und lausche dem Klatschen von Fleisch gegen Fleisch. Die Frau trommelt mit den Fäusten auf dem Rücken ihres Partners. Protestiert sie gegen eine Vergewaltigung? Oder ist es Ausdruck ihres Entzückens? Ein Slobie stolpert aus dem Schatten, fällt über sie, und die drei bilden einen Haufen verschlungener Glieder. Lilith zieht mich weg. Ich bin plötzlich voller Verlangen nach ihr. Ich denke an ihre festen Brüste, ihre Hüften, ihren Leib. Ist es möglich? Ich bin plötzlich versessen darauf, einen Alkoven zu suchen und mich mit ihr mitten unter den Gammas zu kopulieren. Ich versuche sie zu umarmen, doch Lilith entzieht sich meiner Berührung. Nicht hier, sagt sie. Nicht hier. Wir müssen die soziale Distanz wahren.

Blendende Lichtkaskaden fallen von der Decke des Tunnels herab. Rosa Blasen erscheinen und zerplatzen, sauren Geruch verbreitend. Ein Dutzend Gammas stürzen aus einem Seitengang, bleiben bestürzt stehen, als sie begreifen, daß sie beinahe mit zwei Alphas zusammengestoßen wären, machen Zeichen der Verehrung und rennen weiter, rufen, lachen, singen.

Ich schmelze dich und du schmilzt mich ,
Und wir schmelzen dahin und sind glücklich.
Stoß zu! Stoß zu! Stoß zu, mein Schatz!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!

Sie scheinen glücklich zu sein, sage ich. Lilith nickt. Sie sind vollkommen betrunken, sagt sie. Wahrscheinlich auf dem Weg zu einer Strahlenorgie.

Einer was?

Eine Lache gelber Flüssigkeit läuft unter einer geschlossenen Tür hervor. Scharfe Dämpfe steigen. Urin? Die Tür fliegt auf. Eine Gammafrau mit leuchtenden Brüsten, einer hellen Narbe am Bauch, kichert uns an. Sie macht einen höflichen Knicks. Mylady, Mylord, wollen sie mit mir? Sie kichert. Hockt nieder. Sie taumelt umher in irrem Tanz. Krümmt den Rücken, klatscht auf ihre Brüste, macht die Beine breit. Grüne und goldene Lichter flammen auf in dem Raum, aus dem sie gekommen ist. Eine Gestalt erscheint.

Was ist das, Lilith?

Normale Höhe, doch doppelt so breit wie ein Gamma und bedeckt mit einem dicken rauhen Fell. Ein Affe? Das Gesicht ist menschlich. Das Wesen hebt die Hände. Kurze stumpfe Finger, zwischen ihnen Schwimmhäute! Es zerrt das Mädchen wieder zurück In den Raum. Die Tür schließt sich.

Eine Mißgeburt, sagt Lilith. Es gibt viele von ihnen hier. Es sind Androiden, die dem Standard nicht entsprechen. Genetische Pannen, vielleicht Schmutz in der Nährflüssigkeit. Manchmal haben sie keine Arme, keine Beine, keine Köpfe, keine Verdauungsorgane. Fabrikationsfehler aus Krugs Retorte. Ausschuß.

Werden sie nicht automatisch vernichtet in der Fabrik?

Lilith lächelt. Sie werden nicht vernichtet, man hält sie verborgen. Diejenigen, die nicht lebensfähig sind, sterben ohnehin sehr bald. Manche werden von den Gammas hinausgeschmuggelt, wenn die Aufseher nicht aufpassen, und in einen der Unterstände mitgenommen, meistens hierher. Hier halten sie sie zum Spaß oder aus Mitleid. Wir können unsere idiotischen Brüder nicht töten, Manuel!

Leviticus, sage ich. Alpha Leviticus Leaper.

Schau, dort ist noch einer.

Eine Gestalt aus einem Alptraum hüpft ausgelassen durch den Gang. Sie sieht aus wie etwas, das in einen Ofen geschoben wurde, bis das Fleisch zu zerfließen begann. Der Umriß ist menschlich, die Konturen jedoch nicht. Die Nase ist ein Klumpen, die Lippen sind tassenförmig, die Arme verschieden lang, Finger wie Tentakeln, aber die Genitalien sind monströs: Pferdepenis, Stierhoden.

Er wäre besser tot, sage ich zu Lilith.

Nein. Nein. Er ist unser Bruder. Unser bemitleidenswerter Bruder, den wir lieben.

Das Monstrum bleibt zehn Meter vor uns stehen. Seine schlangenartig beweglichen Arme machen das Zeichen: Eins-zwei-drei.

Mit klarer und überraschend wohlklingender Stimme sagt er, der Friede Krugs sei mit euch, Alphas, geht mit Krug. Geht mit Krug. Geht mit Krug.

Krug sei mit dir, antwortet Lilith.

Das Monstrum watschelt weiter, ein glückliches Lächeln auf seinem entsetzlichen Gesicht.

Der Friede Krugs? Geht mit Krug? Krug sei mit euch? Lilith, was bedeutet das alles?

Höflichkeit, sagt sie. Ein freundlicher Gruß.

Krug? Krug hat uns doch alle geschaffen, sagt sie.

Ich erinnere mich an Dinge, die gesagt wurden, als ich mit meinen Freunden in dem Egotauschraum war. Du weißt, alle Androiden lieben deinen Vater? Ja. Manchmal glaube ich, es muß fast wie eine Religion sein für sie. Die Religion Krugs. Nun, es hat doch einen gewissen Sinn, seinen Schöpfer anzubeten. Lache nicht.

Der Friede Krugs. Geht mit Krug. Krug sei mit euch.

Lilith, halten die Androiden meinen Vater für Gott?

Lilith weicht der Frage aus.

Wir können darüber ein anderes Mal sprechen, sagt sie. Die Leute hier haben Ohren. Es gibt gewisse Dinge, über die wir hier nicht sprechen können.

Aber…

Ein anderes Mal!

Ich lasse das Thema fallen. Der Tunnel weitet sich jetzt zu einem großen, hell erleuchteten, überfüllten Raum. Ein Marktplatz? Geschäfte, Stände, Gammas überall. Wir werden angestarrt. Es gibt zahlreiche Mißgeburten hier, eine grauenhafter als die andere. Es ist schwer zu begreifen, wie so verstümmelte und mißlungene Geschöpfe überleben können.

Gehen sie je an die Oberfläche?

Nie. Sie könnten von Menschen gesehen werden.

In der Gammastadt?

Sie gehen kein Risiko ein. Sie würden sofort abgeholt werden und auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

Im Gedränge der überfüllten Halle rempeln sich die Androiden an, schimpfen, zanken sich. Irgendwie aber lassen sie stets einen freien Raum um uns. Zwei Messerduelle werden ausgetragen. Niemand schenkt ihnen Beachtung. Man benimmt sich schamlos lasziv. Es stinkt ranzig und faul. Eine Frau mit funkelnden Augen nähert sich mir und flüstert, Krug segne dich! Krug segne dich! Sie drückt mir etwas in die Hand und läuft davon.

Ein Geschenk.

Ein kleiner kühler Würfel mit abgerundeten Kanten, ähnlich dem Spielzeug in dem Psychotauschraum in New Orleans. Sendet er Botschaften? Ja. In seinem milchigen Kern bilden sich Worte, zerfließen wieder und verschwinden:

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