Arkadi Adamow - Marktlücken

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Durch Zufall erhält die Moskauer Kriminalmiliz die Information, daß vor wenigen Tagen ein Mann ermordet wurde. Bekannt ist sogar einer der Täter, der jedoch entkommen kann. Als nach mühevoller Suche der Tote in einem Schuppen gefunden wird, stellt sich heraus, daß im Haus nebenan etwa zur gleichen Zeit ein schwerer Einbruchsdiebstahl begangen wurde. Hängen die beiden Verbrechen zusammen?
Wer ist der Tote? Weshalb wurde er umgebracht? Je tiefer die Kriminalmiliz in den Fall eindringt, desto mehr Rätsel gibt er ihnen auf. Die Verbindungen der Verbrecher reichen bis in eine Stadt am Schwarzen Meer, und allmählich zeichnen sich die Konturen eines riesigen und perfekt organisierten Wirtschaftsverbrechens ab.
Arkadi Adamow (Jahrgang 1920), der Begründer des sowjetischen Kriminalromans, wird seit vielen Jahren auch in der DDR gern gelesen. Unter anderem erschienen von ihm bei Volk und Welt „Gift aus dem Kischlak", „Der verschwundene Hotelgast", „Die Tote in der Baugrube" und „Ein Uhr nachts".
Foto: © M. N. Pasi
Arkadi Adamow
Titel der Originalausgabe:
На свободное место
© Издательство „Советский писатель", Москва 1981

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Donnerwetter, ist das ein Exemplar! Ein Kerl wie ein Quadrat. Er ist einen Kopf kleiner als ich. Aber das ist nicht weiter verwunderlich, mit meinen einsneunundachtzig stehe ich ziemlich einsam da, und mitunter ist mir meine Länge bei unserer schwierigen Arbeit reichlich unbequem. An diesem Burschen sind die Quermaße beeindruckend, bei seinem Anblick denkt man unwillkürlich, daß der Ausdruck »breit wie ein Schrank« nicht aus der Luft gegriffen ist. Man ahnt, daß er Bärenkräfte hat. Sein Gesicht, es wirkt keineswegs blöd, ist gleichsam in die Breite gezogen. Er hat schmale, mißtrauische Augen mit leicht geschwollenen Lidern, dicht darüber buschige Brauen. Alles ist groß und grob - die Nase, der Mund, die Ohren, die dicken frischen Lippen, alles ist auffällig. Nein, der Junge steht nicht auf der Fahndungsliste, ich bin fast überzeugt davon. Doch warum ist er aus dem Bahnhofsrestaurant geflüchtet, was hat ihn erschreckt?

»Setz dich, Kumpel. Aber mach mir den Stuhl nicht kaputt«, sagt Ilja Sacharowitsch. »Du bist mein Gast, wenn du Geld hast. Und hast du keins, versuch dein Glück, schlimmstenfalls ziehst du ohne Unterhose ab!« Lachend deutet er auf die Karten, dann stellt er mich vor: »Das ist mein Busenfreund Vitjok. Obwohl wir gerade erst angefangen haben, hat er mir schon einen halben Hunderter rübergereicht. Und getrunken hat er keinen Tropfen. Das ist ein Freund, was?«

»Für die Freundschaft mit dir reich ich gern mehr rüber, Onkel Ilja!« Ich blinzle verschmitzt und frage den Gast: »Wie sollen wir dich titulieren?« Mein Blick ist aufmerksam, abschätzend, keinerlei Freundlichkeit ist darin. Mag er spüren, daß wir nicht auf den Kopf gefallen sind, mag er sich anbiedern, beweisen, wer er ist und was ihn unserer Gesellschaft würdig macht.

»Ljocha«, knurrt er und streckt seine Pratze aus.

»Setz dich, Ljocha«, sage ich und schiebe sie weg. »Zu früh gibst du Pfötchen. Sag lieber, wie du sonst noch heißt!«

»Wenn du Vitjok bist, bin ich Ljocha«, knurrt er wieder. »Und mit dem Pfötchen kann ich auch anders.«

»Das ist vorerst nicht verlangt«, entgegne ich. »Genehmigen wir uns lieber einen auf die Bekanntschaft. Dann sehen wir weiter.«

»Gemacht«, stimmt Ljocha zu, und seine dicken Lippen verziehen sich zu einem Grinsen. »Auf die Bekanntschaft trinke ich.«

»Folgendes, Ljocha«, belehrt ihn Ilja Sacharowitsch, während er Wodka eingießt. »Die Regel kennst du doch? Die Fragen stellen wir, da du nun mal bei uns hereingeschneit bist. An dir ist es, zu antworten. Und was ist mit dir?« fragt er Wolodja und zeigt auf den Wodka.

»Bloß nicht, Onkel Ilja«, sagt der und springt auf. »Ich muß los. Hab erst den halben Plan geschafft. Also wird mein Fahrgast zufrieden sein?« Lustig zwinkert er Ljocha zu.

»Wenn er unser Mann ist, dann wird er zufrieden sein«, antwortet Ilja Sacharowitsch ausweichend.

Wolodja geht, und wir setzen unsere Plauderei fort, wobei wir Ljocha von Zeit zu Zeit ein wenig auf den Zahn fühlen. Ihn macht das nicht stutzig, offenbar kennt er die »Regel«.

Nach und nach erfahren wir, daß Ljocha kein Moskauer ist, daß er noch nicht lange hier ist und er dorthin, wo er bisher genächtigt hat, nicht zurück kann. Weil er hier in Moskau mit jemand abgerechnet hat, was jetzt viel Staub aufwirbeln wird.

»Hast du ihn umgelegt?« frage ich sachlich.

»Sieht so aus...«, antwortet Ljocha stirnrunzelnd, und mir scheint, er ist mit dem, was er angestellt hat, unzufrieden.

Ich bin äußerst gespannt. Ein Mord? Wo wurde er begangen, wer ist das Opfer? Aber es gehört sich nicht, so direkt zu fragen. Einstweilen wissen wir nichts. Vielleicht sind wir klüger, wenn wir den gestrigen Tagesbericht gelesen haben. Ljocha jetzt festzunehmen wäre sinnlos, er würde seine Worte sofort abstreiten, und bereits eine Stunde später müßten wir ihn laufenlassen. Dann würde er untertauchen und aus Moskau verschwinden. Und wenn wir endlich etwas über das von ihm begangene Verbrechen erfahren und ein paar Beweise zusammengekratzt haben, ist Ljocha über alle Berge. Hat er diesen Mord überhaupt verübt? Vielleicht will er bloß prahlen, »Autorität« gewinnen, »zünftig« wirken! Aber eine innere Stimme sagt mir, daß Ljocha nicht lügt.

»Wo bist du eigentlich her?« fragt Ilja Sacharowitsch.

»Von da, wo es warm ist und gedörrte Aprikosen wachsen«, sagt Ljocha grinsend.

Als sich nach dem nächsten Gläschen Ljochas Blick trübt, tastet sich Ilja Sacharowitsch erneut an ihn heran. »Hast du bloß abgerechnet oder warst du auf 'n Batzen Geld aus?« fragt er und kaut mühsam Wurst dabei.

»Es mußte sein.«, knurrt Ljocha unwillig.

»Willst du uns für dumm verkaufen?« schnauze ich ihn an.

In solcher Gesellschaft mag man so was nicht. Und wenn man's nicht mag, dann schlägt man zu. Aber eine Schlägerei wäre nachteilig für Ljocha. Er muß befürchten, auf die Straße zu fliegen. Ich spüre mit jeder Faser, daß er Angst hat. Bestimmt hat er etwas auf dem Kerbholz. Und wenn das der Fall ist, bricht er keinen Streit vom Zaun, ich kann ihn also ruhig unter Druck setzen. Ich muß unverzüglich Einzelheiten der von ihm verübten Tat erfahren und ihn wenigstens einen Tag bei Ilja Sacharowitsch festhalten, bis uns ein solches Verbrechen gemeldet wird und wir es diesem Ljocha »anpassen« können.

»Die Nummer laß lieber, klar?« füge ich drohend hinzu. »Antworte, wenn du gefragt wirst. Kennst du nicht das Gesetz? Der Chef ist er.«

Ilja Sacharowitsch lächelt dabei so bedeutsam, daß es Ljocha sichtlich unbehaglich wird.

»Ich hab 'ne Rechnung beglichen«, murmelt er.

»Bist du schon oft in Moskau gewesen?« erkundigt sich Ilja Sacharowitsch. »Weißt du, wie's hier langgeht?«

»Ich bin das erste Mal hier. Und bestimmt auch das letzte.«

»Sehr vernünftig.« Ilja Sacharowitsch nickt. »Weil hier besondere Spielregeln herrschen, Kleiner. Ich hab mir an denen sämtliche Zähne ausgebissen, siehst du?« Er öffnet den Mund, und ich erstarre, aber da fällt mir ein, daß er sich vor Ljochas Ankunft beklagte, er warte schon seit einer Woche auf die neue Prothese und traue sich nicht unter die Leute.

Ljocha grinst zwar, doch in seinen Augen zeigt sich Unruhe.

»Wie hast du ihn umgelegt?« frage ich gleichmütig. »Mit 'm Messer?« Kauend zünde ich mir eine Zigarette an.

Die Frage ist sehr wichtig. Ein Messer ist rasch weggeworfen. Außerdem gilt nicht jedes als blanke Waffe. Aber wenn Ljocha eine Pistole hat, dann sieht die Sache anders aus, dann ist er gefährlich, und ich kann ihn festnehmen. Der Staatsanwalt würde mir sofort einen Haftbefehl geben.

»Ist das nicht egal?« antwortet Ljocha grimmig.

Ich zucke die Schultern. »Ich dachte, du brauchst vielleicht blaue Bohnen, bei Kasse bist du ja wohl.«

Ljocha kneift mißtrauisch die Augen zusammen. »Ich hab vorsichtshalber kaum was bei mir. Hier, dreihundert, das ist alles.« Er wirft rote Zehner auf den Tisch. Dann dreht er die Hosentaschen um, und auf dem Tisch erscheinen ein Kamm, ein Portemonnaie, ein kleines Taschenmesser, mit dem man auf keinen Fall einen Menschen umbringen kann, und ein schmutziges Taschentuch. Ljocha hat einen dicken Pullover an, über weitere Taschen verfügt er also nicht. Aber die Gesäßtasche läßt er merkwürdigerweise aus. Knapp befehle ich: »Was ist da drin? Zeig!«

Ljocha darf deshalb nicht eingeschnappt sein. Ziererei ist in solchen Situationen fehl am Platze. Man muß wissen, was der Fremde mitgebracht hat, was von ihm zu erwarten ist und ob man ihm trauen kann. Eilig zieht Ljocha einen zerknitterten, beschmutzten Ausweis heraus und schleudert ihn geringschätzig auf den Tisch. »Das war drin. Seht's euch an.«

Leider darf ich's mir nicht ansehen. Ein Ausweis gilt hier nichts. Im Gegenteil - das geringste Interesse an einem Ausweis wirkt verdächtig. Deshalb würdige ich ihn keines Blicks, sondern sage enttäuscht: »Und ich dachte, du brauchst blaue Bohnen.«

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