Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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Er war nicht zivilisiert, erkannte sie mit einem Schlag. Er war ein Böser. Er war ein Böser und er würde sie beide ermorden.

Sie wusste es ganz tief in ihrem Bauch. Und sie wusste auch, das hieß, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach in ein paar Stunden tot sein würde.

Der Mann betrachtete sie noch ein paar Sekunden lang, dann lachte er auf und steckte die Pistole in seine Gesäßtasche. »Keine Sorge, ich werde dich nicht töten. Sonst hätte ich es schon längst getan. Aber ich will wissen, wer ihr seid und was ihr auf dem Gelände der Stadt verloren habt.«

»Auf dem Gelände der Stadt?«, fragte Evie unsicher. »Wir waren doch gar nicht …«

»Oh doch, das wart ihr.« Er lächelte. »Ihr glaubt wohl, das Land vor der Stadt gehört keinem. Sie haben Patrouillen dort. Wollen nicht, dass einer zu nah rankommt. Aber ihr wart ganz nah.«

Evie blickte angestrengt um sich und suchte nach Raffy, aber er war nirgends zu sehen. War er entkommen? Folterten sie ihn? War er vielleicht schon tot? Sie heftete ihren Blick auf den Mann, suchte in seinem Gesicht nach Anzeichen dafür, dass seine Amygdala jeden seiner Schritte steuerte und sein ganzes Denken verdarb.

»Du schaust nach deinem Freund? Hier, hinter mir.«

Er trat einen Schritt zur Seite und Evie sah auf der anderen Seite des Raumes so etwas wie ein Häufchen Kleider auf dem Boden. Es bewegte sich nicht. Evies Kinnlade klappte herunter.

»Keine Sorge«, sagte der Mann. »Er lebt.«

Evie sagte nichts. Der Mann schien ihre Gedanken zu lesen und ihr war überhaupt nicht wohl dabei.

»Also«, fuhr der Mann im Plauderton fort, so als wäre das alles ganz normal; als wäre sie nicht gefangen genommen, an diesen seltsamen Ort verschleppt und gefesselt worden wie ein wildes Tier. »Wer seid ihr und warum seid ihr hier?«

Evie funkelte ihn wütend an. Die Stricke gruben sich tief in ihre Gelenke an Händen und Füßen. Sie wollte, dass ihre Fesseln sich lösten, wollte, dass dieser böse Mensch sie allein ließ, sodass sie Raffy wecken und sich mit ihm einen Fluchtplan ausdenken konnte. Plötzlich nahm sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung wahr; der Haufen Kleider sprang in die Höhe, Raffy warf sich auf den Mann und riss ihn nach hinten. Evie wollte ihm helfen und bäumte sich auf, aber die Stricke schnitten ihr ins Fleisch, und sie fiel wieder hin.

Der Mann schrie laut auf, und ein anderer Mann stürzte herein, ein hässlicher, plumper Geselle mit muskulösen Armen. Er riss Raffy zurück, schlug ihm mit der Faust in den Magen und schleuderte ihn wieder auf den Boden.

»So ist das also«, zischte der erste Mann durch die Zähne und spie etwas Blut auf den Boden. Er stand auf und blickte angewidert auf Raffy.

»Du solltest ihn lieber zur Vernunft bringen«, sagte er zu Evie. Die beiden Männer gingen hinaus und schlossen die Tür.

Sofort robbte Evie zu Raffy hinüber. Er lag auf dem Rücken mit blutüberströmtem Gesicht. Gefesselt, wie sie war, konnte sie ihn nicht berühren, seine Wunden nicht säubern. Sie blickte auf ihn hinunter, und ihre Augen füllten sich mit Tränen, weil das nicht passieren durfte, jetzt wo sie es fast geschafft hatten, zu fliehen und endlich frei zu sein.

»Raffy, Raffy, wie geht es dir?« Sie blinzelte heftig, da sie sich die Tränen nicht abwischen konnte.

»Es geht.« Er setzte sich auf und legte seine Stirn an Evies Stirn. Dann sah er sich um. Seine Augen funkelten und er biss wütend die Kiefer aufeinander. »Es hat nicht viel gefehlt …«

»Ich weiß«, sagte Evie und nickte heftig, um ihm zu zeigen, dass sie ihn verstand. »Aber es sind Böse, Raffy. Das sind keine Menschen. Sie sind nicht wie wir.«

Raffy verzog das Gesicht. »Mein Kopf«, stöhnte er. »Es tut weh … Wo sind wir hier eigentlich?«

Sie schauten sich gründlich um. Sie waren in einem riesigen kahlen Raum mit hoher Decke, grauen Wänden und Betonboden. Er war größer als alle Räume, in denen Evie je gewesen war, sogar größer als das Versammlungshaus der Stadt. Durch verdreckte Fenster fiel allmählich etwas Tageslicht und durch die rissigen Wände und mehrere zerbrochene Fensterscheiben drang Dunst und wucherten Pflanzen. An beiden Enden gab es massive Türen, die höchstwahrscheinlich verschlossen waren. Möbel waren nicht in dem Raum, nur die dünnen Matratzen, auf denen sie geschlafen hatten, und die modrig riechenden Decken.

»Ich weiß nicht«, antwortete sie. »Sieht alt aus.«

Raffy bewegte sich etwas und stöhnte wieder vor Schmerzen. »Älter als die Stadt«, schloss er. »Aber diese Leute haben das nicht gebaut.« Er sah sich staunend um. »Gar nicht so schlecht für eine Horde böser Menschen, was?«

Evie wusste nicht, was sie darauf antworten sollte. Menschen mit einer Amygdala waren zu großen wie auch zu schrecklichen Dingen fähig; diese Menschen hatten mit ihrem intakten Mandelkern Großes vollbracht. Dennoch jagte es ihr große Angst ein, dass die Leute, die diese Halle erbaut hatten, die Leute da draußen, Böses in ihren Köpfen trugen, das nur darauf wartete, sie zum Schlechten zu beeinflussen, und eine Gelegenheit suchte, sie zu verderben.

»Was, glaubst du, werden sie uns antun?«, fragte sie und bereute es sofort, da Raffys Miene sich verdüsterte.

»Ich hätte die Falle sehen müssen«, sagte er. Ich hätte …«

»Aber es war meine Schuld, dass wir gefangen wurden«, sagte Evie hastig. »Aber das ist jetzt egal. Es geht darum, was als Nächstes passiert.«

»Als Nächstes warten wir darauf, dass sie uns umbringen«, sagte Raffy bitter. Er blickte sich wieder um. Dann hellte sich seine Miene auf. »Wir könnten es durch die Fenster versuchen«, sagte er. »Wir lösen die Fesseln und ich helfe dir hinauf und dann …«

»Das sind mindestens drei Meter«, erwiderte Evie. »Dazu bräuchten wir eine Leiter … Und außerdem warten sie draußen wahrscheinlich schon auf uns.«

»Hast du eine bessere Idee?«, fragte Raffy unwirsch. »Sollen wir lieber warten, bis wir sterben?«

Evie hatte keine Zeit für eine Antwort. Die Tür schwang auf. »Na, inzwischen zur Vernunft gekommen?« Es war derselbe Mann wie zuvor. Er schritt zielstrebig herein und packte Raffy an den Schultern. Der andere, gedrungene Mann brachte einen Holzstuhl und setzte Raffy unsanft darauf. Dann packte er Evie, riss sie hoch und zerrte sie vor Raffys Stuhl, sodass sie ihm mit ein paar Schritten Abstand gegenüberstand.

»So«, meinte der Mann mit dem kahlen Scheitel und schmunzelte leicht. »Du« – er zeigte auf Evie – »wirst uns jetzt etwas erzählen, denn sonst wirst du«, er wies auf Raffy – »eine Menge Schmerzen erleiden. Mein Freund hier hat einen ganz schönen rechten Haken. Wenn du nicht willst, dass der im Gesicht deines Freundes landet, dann sagst du mir jetzt, wer ihr seid und was ihr hier zu suchen habt. Verstanden?«

Evie zitterte. Sie wusste nicht, was ein rechter Haken war, aber sie begriff, dass sie Raffy verletzen würden, und das konnte sie nicht ertragen. Noch schlimmer aber war die Erkenntnis, dass der Bruder recht gehabt hatte: Die Welt außerhalb der Stadt war ein brutaler, abscheulicher Ort, wo die Menschen sich benahmen wie Wilde, wo jeder sich nur von niederen Instinkten leiten ließ. Und das war nun ihre Welt. »Sag nichts«, rief Raffy trotzig. Gleich darauf verpasste der Dicke ihm einen so heftigen Schlag gegen den Kopf, dass Raffy für einige Sekunden das Bewusstsein zu verlieren schien. Evie schrie entsetzt auf.

»Aufhören. Bitte aufhören«, flehte sie.

»Wir hören auf, wenn du redest«, sagte der Kahle und zuckte leicht die Schultern. »Also, noch mal«, sagte er zu seinem Kumpan, und der holte wieder aus mit der Faust.

»Nein«, schrie Evie, und der Dicke hielt inne. »Nein, das dürft ihr nicht. Ich weiß, dass ihr böse seid, aber seht ihr denn nicht, dass das falsch ist? Ihr müsst aufhören. Ihr müsst …« Sie versuchte, zu Raffy zu hüpfen, aber der Kahle hielt sie zurück.

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