Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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»Ich behalte es«, sagte Evie.

»Im Ernst?« Raffy verzog ungläubig das Gesicht. »Es ist schmutzig. Und es ist ein Kinderspielzeug.«

»Ich war auch einmal ein Kind … früher«, sagte Evie leise. »Es sollte hier nicht so verlassen liegen bleiben.«

»Also wenn du es wirklich behalten willst, dann stecke ich es in den Rucksack«, sagte Raffy, dann hielt er inne, weil sie etwas gehört hatten. Ein Rascheln.

Erschrocken sahen sie sich an. Weit und breit war niemand zu sehen, aber sie konnten dennoch in Gefahr sein.

»Gehen wir«, flüsterte Raffy, und sie gingen weiter, so leise sie konnten. Evie wagte kaum zu atmen und zwang sich, so leicht wie möglich aufzutreten.

Sie liefen weiter und bald kam vor ihnen ein Waldstück in Sicht. Raffy zog sie an der Hand dorthin und keuchte: »Komm, hier hinein.« Sie rannten zwischen den Bäumen hindurch, und Evie kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, so groß und majestätisch waren diese Bäume, viel größer, als sie sich je hätte vorstellen können, fast so als könnten sie bis zum Mond hinaufreichen mit ihren Ästen. Gewaltige Stämme wuchsen aus dem dicht mit Gebüsch bestandenen Boden. Dornen verhakten sich an ihren Knöcheln und bohrten sich ins Fleisch, aber sie nahm den Schmerz kaum wahr. So groß war ihr Erstaunen über diesen verwilderten, geheimnisvollen Ort, der von einer Macht kündete, wie die Stadt sie nie erlangen würde. Sie liefen tiefer hinein, bis sie nicht mehr weiterkonnten und nur noch das sanfte Gesäusel des Windes in den Blättern hörten.

»Okay«, sagte Raffy und stützte die Arme auf die Knie, um wieder zu Atem zu kommen. »Wir sollten hierbleiben.«

»Glaubst du, das war die Polizeigarde?«, fragte Evie.

Raffy schüttelte den Kopf, aber sie konnte die Furcht in seinem Blick sehen. »Vielleicht war da gar nichts.« Er war offensichtlich bemüht, locker und zuversichtlich zu klingen. »Aber wenn es die Polizeigarde war, dann ist das der beste Platz, um uns zu verstecken. Wenn es sein muss, können wir sogar auf einen Baum klettern.«

Evie nickte verhalten. »Und wenn es nicht die Polizeigarde war?«

Raffy blickte ihr in die Augen. Sie wussten beide, dass die andere Möglichkeit mindestens genauso grauenerregend war: die Bösen.

»Ich glaube nicht, dass da jemand war«, meinte Raffy mit einem Achselzucken, das über die angespannte Situation hinwegtäuschte. »Aber hier findet uns niemand. Schau, der kleine Bach da, also haben wir sogar Wasser. Dann finden wir bestimmt auch etwas zu essen und einen Lagerplatz.«

»Etwas zu essen?« Evie blickte sich voller Zweifel um; sie sah nichts als Bäume und Gestrüpp.

»Beeren«, meinte Raffy zuversichtlich. »Und wahrscheinlich gibt es hier Kaninchen. Oder Vögel. Ich kann uns welche fangen.«

Evie musste das verdauen und sie runzelte die Stirn. »Und wie sollen wir sie … essen?«

Raffy lachte. »Du musst sie töten«, sagte er mit funkelnden Augen. »Und dann kochst du sie. Das ist nur fair, wenn ich sie schon fange.«

Sie sah ihn entsetzt an. »Ich kann doch kein Kaninchen umbringen.« Sie wich ein Stück zurück. »Ich kann es einfach nicht.«

Er lachte wieder und packte sie im Spaß. »Hast du noch nie einem Kaninchen das Fell abgezogen?«

Evie schüttelte den Kopf. Es gab Kaninchen in der Stadt, aber sie wurden draußen auf den Feldern geschlachtet. Wenn Evie sie zu Gesicht bekam, dann waren sie schon zerlegt und in Tüten gepackt zum Verkauf – nicht mit Fell und mit einem Kopf mit Augen …

»Ich auch nicht.« Raffy grinste. »Keine Ahnung, wie man die fängt. Ehrlich gesagt weiß ich nicht einmal, ob es in so einer Gegend überhaupt welche gibt. Ich wollte nur ein bisschen angeben. Erst einmal schauen wir vielleicht nach Beeren, was meinst du?«

»Du Idiot.« Auch Evie musste lachen. Doch während sie sah, wie Raffy herumkroch und nach Beeren suchte, ging ihr durch den Kopf, dass sie zwar vielleicht kein Tier töten musste, aber dass ihre Chancen, hier draußen zu überleben, ziemlich schlecht standen.

Sie lief zu ihm hin und biss die Zähne zusammen, wenn sie sich an den Dornen stach oder sich die Arme zerkratzte. »Hast du etwas gefunden?«

»Brombeeren«, sagte er und hielt eine hoch. »Sie sind noch nicht ganz reif, aber ich glaube, man kann sie essen.«

Evie streckte die Hand aus und wollte nach der Beere greifen, doch da schlang sich etwas um ihren Knöchel und riss sie in die Höhe. Sie baumelte in einem Netz, drei Meter über dem Boden. Raffy rannte zu ihr hin, aber auch er wurde von einem Netz hochgerissen und hing augenblicklich hoch oben in dem Baum, unter dem sie eben noch gestanden hatten.

Ein paar Sekunden später tauchten ein paar Männer auf und die Netze wurden losgeschnitten. Wie gelähmt vor Angst sah Evie zu, wie Raffy und sie gepackt wurden und wie Männerhände ihnen den Mund zuhielten und sie wegschleiften.

12

Sie ist bei Raffy, sie halten einander fest, klammern sich aneinander, weil sie wissen, dass man sie trennen will … »Du liebst mich«, flüstert er. »Nur mich.« Und sie nickt leidenschaftlich, weil sie weiß, dass es wahr ist, dass sie verbunden sind, dass zwischen ihnen etwas ist, das nicht zerbrochen werden kann, dass es immer Raffy und sie war und dass das immer so sein wird. Dann wird es kalt und sie bekommt eine Gänsehaut an den Armen. Sie weiß, dass Raffy es auch spürt, weil er sich angespannt umschaut. Und plötzlich sind sie da und umzingeln sie; sie sind wie Geister, unheilvoll schwebende Wesen, aber sie weiß sofort, wer das ist. Es sind die Bösen, die es auf sie abgesehen haben, und sie müssen weglaufen … Und sie rennen, aber sie rennen nicht schnell genug, und als ihre Fersen den Boden berühren, springt sie hoch in die Luft, bis hinauf in die Wolken, aber es reicht nicht, es wird nie reichen. Evie stolpert; sie liegt auf dem Boden. Raffy dreht sich um, und sie sieht die Angst in seinen Augen, und während er auf sie zukommt, weiß sie, dass es zu spät ist. Er ruft, dass es ein Fehler war, dass alles ein Fehler war, und dann ist er fort. Lucas steht an seiner Stelle und sieht ihr tief in die Augen und sagt ihr, dass sie stark sein muss, dass sie mutig sein muss und dass er von ihr abhängig ist. Er legt die Arme unter ihren Kopf und hebt ihn behutsam an; dann beugt er sich herunter, und sie sieht den Schmerz und die Qual in seinen Augen, sieht, dass er sie braucht. Ihr Verlobter. Lucas. Und sie kann nicht anders, als ihre Lippen sich finden und er sie küsst, und sie fühlt sich sicher und geborgen und alles ergibt mit einem Mal einen Sinn. Aber sie schließt die Augen, und als sie sie wieder öffnet, ist er verschwunden und sie ist allein und es ist sehr kalt …

Evie erwachte und zitterte vor Kälte. Nur ein Stück von ihr entfernt stand ein Mann und starrte sie an. Ihr Kopf tat so weh, wie sie es noch nie erlebt hatte. Sie konnte sich nicht bewegen, denn sie war an Händen und Füßen gefesselt. Jetzt erinnerte sie sich wieder an die Falle und an die starken Hände, die sie festgehalten hatten. Raffy hatte sich gewehrt und hatte verloren und war mit dem Gesicht nach unten auf den Boden geworfen worden. Sie hatten ihren Rucksack geplündert, ihnen Fragen ins Gesicht gebrüllt und Informationen verlangt. Sie hatten stundenlang marschieren müssen, bis sie nicht mehr weiterkonnte; man hatte ihr Wasser angeboten; sie hatte es getrunken und war zusammengebrochen. Sonst wusste sie nichts mehr; sie hatte keine Ahnung, wie sie an diesen kalten dunklen Ort gekommen war. Sie roch den Atem des Mannes, süß und scharf zugleich, wie der Begrüßungstrunk bei der wöchentlichen Versammlung, wie ein Feuerwerk oder wie …

»Du bist also wach? Das ist gut«, sagte er. »Tut mir leid wegen der Schmerzen. Wir mussten den Chip entfernen. Nur eine Vorsichtsmaßnahme.«

Evie musterte ihn ängstlich. Sie hatte keine Ahnung, wovon er redete. Sie wusste nur, dass er unter den Männern gewesen war, die sie und Raffy abgeschnitten hatten. Er hatte kein einziges Haar auf dem Scheitel; die restlichen Haare an den Seiten waren silbergraue Stoppeln. Sein faltiges Gesicht war schmutzig und von der Sonne gebräunt. Er trug eine Weste, kein Hemd. In der Hand hielt er eine Waffe, die sie bedrohlich anblitzte.

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