Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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»Raffy!« Evie warf ihm einen warnenden Blick zu. »Sag so was nicht. Das stimmt nicht. Lucas hilft uns.«

»Es stimmt sehr wohl«, erwiderte Raffy wütend. »Ich habe es doch selbst gehört. Ich habe gehört, wie er mit ihnen gesprochen hat. Er hilft uns nicht. Er weiß gar nicht, was helfen überhaupt ist.«

Evie schaute unsicher zu Lucas. Der wich ihrem Blick aus.

»Sag, dass du nicht die Polizeigarde auf deinen Vater gehetzt hast.« Ihre Stimme stockte. »Das hast du nicht getan. Das kannst du nicht getan haben.«

»Ich habe getan, was ich tun musste«, antwortete er.

»Nein!« Evie atmete keuchend. »Das ist unmöglich!« Sie blinzelte eine Träne weg und starrte Lucas an, damit er sagte, dass das nicht stimmte. Sie hatte geglaubt, dass er doch ein guter Mensch war, dass er ihr Freund war, dass er die Stadt hasste wegen seinem Vater. Er hatte sie glauben gemacht, dass er litt und dass er verstand. Aber Lucas sagte nichts.

»Nicht unmöglich«, sagte Raffy, und seine Augen verengten sich. »Alles ist möglich, richtig, Lucas?«

Lucas schwieg. Mit schuldbewusster Miene zog er Raffys Stricke zu sich hin und band sie zuerst um seine Fußgelenke, dann um seine Handgelenke. Evie sah im Mondlicht die goldene Uhr aufblitzen und erschauerte.

»Du …« Bestürzt starrte sie Lucas an und schüttelte ungläubig den Kopf, als Raffy die Enden der Seile fest verknotete. Lucas zuckte zusammen, doch er sagte nichts. »Hast du deinen Vater wirklich an die Polizeigarde verraten?«

»Natürlich hat er das. Das ist doch typisch Lucas. Dich hat er vielleicht hereingelegt, aber mich nicht.« Raffy hob den Rucksack auf und warf seinem Bruder einen verächtlichen Blick zu. »Komm, Evie. Mal sehen, wie weit wir kommen, bis er sie hinter uns herhetzt. Ich bin gespannt, wie lange er diesmal braucht, um seine Familie zu verraten.«

Evie nickte zögernd; sie verstand es nicht und wollte es auch nicht verstehen. Lucas sah weg. Sie sagte seinen Namen, aber er blickte gerade so lange zu ihr hin, um ihnen zu bedeuten, dass sie gehen sollten.

»Leb wohl«, formte sie stumm mit den Lippen und folgte Raffy aus dem Zimmer. Lucas hatte er nicht gesehen; er starrte an die Wand vor ihm, und Evie war sich nicht sicher, aber sie glaubte, dass die Wärme wieder aus seinen Augen wich und dass sie ganz langsam wieder zu kaltem Stahl wurden.

Sie gingen durch die Hintertür und schlichen durch den Garten weiter zu dem Weg, der dahinter lag. Sie redeten nicht. An jeder Ecke blieben sie stehen und spähten auf den Weg oder auf die Straße vor ihnen, bevor sie mit gesenktem Kopf weitergingen. Der Rucksack sah riesig aus, und Evie fragte mehrmals, ob er nicht zu schwer sei und ob sie ihm helfen sollte. Doch Raffy knurrte nur als Antwort. Allmählich ließen sie die Stadt hinter sich, und statt durch dicht besiedelte Straßen liefen sie nun an Maisfeldern und Weizenfeldern vorbei, an den Weiden für die wenigen Rinderherden, die im Freien grasen durften. Mit jedem Schritt spürte Evie, wie ihr kälter wurde – so als würde sie sich von einem behaglichen Feuer entfernen. Aber das Feuer war nicht dazu da, um sie zu wärmen, sagte sie sich immer wieder; das Feuer würde Raffy verzehren, wenn sie blieben. Und sie auch. Also hielt sie den Kopf gesenkt und hastete hinter Raffy her. Sie verdrängte die Ängste und die Sorgen und sagte sich immer wieder, sie habe keine Wahl und das vom Bösen bewohnte Land war für sie immer noch sicherer als die Welt innerhalb der Mauern der Stadt.

Dann blieb Raffy stehen und sie blickten sich erstaunt um. Sie waren im Sumpfland, wo der Boden so vollgesogen war mit Wasser, dass es sich anfühlte, als würden ihre Schuhe einsinken, das Land, das ihr Vater ihr gezeigt und vor dem er sie gewarnt hatte, jemals einen Fuß hineinzusetzen, weil es sie sonst verschlingen würde, genau wie der Sumpf alle Bösen verschlang, die versuchten, in die Stadt einzudringen.

Evie atmete tief durch und zog Raffy den Rucksack von den Schultern; schweigend zogen sie die Overalls und die Stiefel an.

»Wohin jetzt?«, fragte Raffy mit sarkastischem Ton. Er hatte ihr noch immer nicht verziehen, dass sie sich in Lucas’ Plan hatte einbinden lassen. Hatte sie es sich selbst verziehen? Immerhin hatte sie Lucas geküsst. Er hatte ihr in die Augen gesehen, und sie hatte etwas gefühlt, etwas, das sie nicht hätte fühlen sollen.

»Da muss ein Häuschen sein. Eine Hütte«, flüsterte sie. Sie suchte den Horizont ab, und sie spürte, wie ihr Magen sich zusammenzog, als sie sie entdeckte. Sie war erleichtert, aber auch erschrocken, weil es sie wirklich gab und sie schon so nah waren. »Da drüben.« Sie deutete auf das baufällige Häuschen; es war genau so, wie Lucas es beschrieben hatte. »Da ist ein Wächter drin mit Wachhunden. Dahinter ist ein Pfad, der zum Osttor führt.«

»Ein Pfad? Durch das Sumpfland?« Raffy zog die Brauen hoch.

Evie zuckte mit den Schultern als Antwort. »Das hat Lucas gesagt.«

»Ach so, ja wenn Lucas das gesagt hat, dann muss es ja stimmen«, erwiderte Raffy scharf. »Wie lange habt ihr beide das alles eigentlich schon geplant? Und seit wann seid ihr beide so gute Freunde? Ach, das habe ich ganz vergessen. Ihr seid ja verlobt. Wirklich schade, dass du jetzt mit mir weggehst. Oder ist das noch ein Teil des Plans, von dem du mir nichts erzählt hast? Der Teil, wo du mich draußen vor dem Tor sitzen lässt und wieder zurückgehst, damit du glücklich und zufrieden mit Lucas leben kannst, so wie du es immer gewollt hast?«

Evie starrte ihn an und ihre Unterlippe zitterte. »Das ist nicht wahr«, flüsterte sie verzweifelt. »Tu das nicht, Raffy. Nicht jetzt. Wir müssen es hinausschaffen, bevor sie merken, dass du verschwunden bist.«

Raffy blickte sie finster an und zuckte die Schultern. »Na schön. Dann gehen wir also zu dem Haus?« Er marschierte los.

Evie folgte ihm. »Wir müssen aufpassen wegen den Hunden!«, rief sie, aber Raffy hörte nicht hin; er ging mit großen Schritten voraus, und sie musste laufen, um mit ihm mitzuhalten.

Bald erreichten sie das Haus. Raffy ging außen herum und blieb dann wieder bei Evie stehen. »Ein Pfad? Da ist kein Pfad. Da ist bloß Morast. Wir sitzen in der Falle. Traust du Lucas jetzt immer noch?«

Evie schluckte unbehaglich. Raffy hatte recht – da war nichts zu sehen von einem Weg, nur Marschland. Schon sanken ihre Stiefel langsam ein; wenn sie weitergingen, würden sie vom Boden verschluckt. War es eigentlich das, was Lucas gewollt hatte? Nein. Nein, sie war sich ganz sicher. Lucas war ein guter Mensch. Es musste einfach so sein …

Da ertönte ein Bellen und sie erstarrten. »Jetzt kriegen uns also die Hunde«, sagte Raffy bitter. »Ich habe es dir doch gesagt. Ich habe es dir gesagt.«

Doch Evie hörte nicht hin. Außer sich vor Angst, rannte sie hin und her und suchte nach dem Pfad. Er musste hier sein. Sie wusste es. Sie versuchte, sich zu erinnern, was Lucas gesagt hatte. Gleich hinter dem Haus. Gleich … Sie blickte zu der Hütte und erkannte mit einem Mal ihren Fehler. Sie standen an der Seite der Hütte. Sie waren von dort aus, wo sie die Hütte gesehen hatten, zur Rückseite gerannt, aber das Dach neigte sich zur Seite; sie suchten an der falschen Stelle.

»Hier entlang«, zischte sie und zog Raffy am Arm. Sie wollte laufen, aber der Boden war zu schwer; für ein paar Schritte brauchte man eine halbe Ewigkeit. Das Bellen wurde lauter; in der Hütte ging das Licht an.

Sie kamen zur Rückseite der Hütte und Evie starrte und starrte, sie wollte den Pfad unbedingt finden, aber da schienen überall Pfade zu sein, die nur Schatten auf dem Boden waren. Und dann plötzlich sah sie ihn im Mondlicht. Ein leicht erhöhter Bereich aus Stein oder etwas Ähnlichem zog sich von der Rückseite der Hütte ins Moor. Er verhinderte, dass die Hütte im Sumpf versank, er würde sie aus dem Sumpf hinausführen.

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