Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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Evie öffnete den Mund, um etwas zu sagen, aber Lucas schüttelte den Kopf. »Keine Fragen mehr. Wir haben keine Zeit«, flüsterte er. »Sobald wir einmal im Haus sind, gibt es eine Menge zu tun. Raffy wird mir nicht zuhören; er wird zu lange brauchen, bis er alles versteht. Aber du musst mir jetzt zuhören. Du musst die Führung übernehmen. Geht durch das Osttor und dann Richtung Norden. Schaffst du das?«

Evie nickte.

»Geht so lange, bis es hell wird, und dann sucht euch ein Versteck. Im Norden gibt es Höhlen, bis zu denen ihr es schaffen solltet. Falls nicht, sucht euch überall Deckung, wo ihr könnt. Diese Welt ist in der Schreckenszeit fast ganz zerstört worden. Ihr müsst also Wasser und etwas zu essen mitnehmen. Und ihr müsst sehr vorsichtig sein, Evie. Gib auf Raffy acht. Er kann sehr unbedacht sein und er wird zu leicht wütend.«

Ihre Blicke trafen sich, und etwas flackerte kurz auf zwischen ihnen, aber Lucas sah wieder weg, bevor Evie es deuten konnte.

»Geht über Nebenwege nach Osten bis zum Stadtrand.«

»Durch die Sümpfe?« Sie bemühte sich, das Zittern in ihrer Stimme zu unterdrücken. Jeder wusste Bescheid über die Sümpfe, die sich um die Stadt zogen und die Grenze zwischen dem Guten und dem Bösen bildeten. Evie hatte sie nur ein einziges Mal gesehen, vor vielen Jahren. Ihr Vater hatte sie mitgenommen. Er hatte ihr erzählt, die Sümpfe seien Teil eines ausgeklügelten Bewässerungssystems, das das Wasser in die Flüsse der Stadt leitete. Zugleich verstärkten sie den Verteidigungsring der Stadt. Monster gäbe es keine in den Sümpfen, hatte der Vater gesagt – entgegen den Geschichten, die den Kindern in der Schule erzählt wurden – und man brauche sie nicht zu fürchten, denn sie beschützten und ernährten die Bürger in der Stadt. Evie hatte aufmerksam zugehört und genickt, aber als sie wieder gingen, war sie doch sehr erleichtert gewesen, als sie durch die kleinen Felder und Gemüsegärten am Übergang zum Sumpfland wieder zu den Straßen und Häusern zurückgekehrt waren, dem sicheren, bewohnten Teil der Stadt, den sie kannte. Den Teil der Stadt, den sie, wie sie damals dachte, nie wieder verlassen wollte.

»Es gibt einen Weg durch den Sumpf«, sagte Lucas und nickte. »Geht genau nach Osten und haltet Ausschau nach einem Häuschen. Es sieht verfallen aus, aber das ist es nicht. In dem Häuschen ist ein Wächter mit Hunden.«

»Mit Hunden?« Evie schluckte.

»Es wird gut gehen. Ihr werdet Regensachen anziehen. Das überdeckt euren Geruch ein bisschen. Gleich hinter dem Haus findet ihr den Weg. Der führt euch zum Osttor. Geht durch das Tor, rennt los, nach Norden, und schaut nicht zurück.«

»Und du?«, fragte Evie. »Was ist mit dir?«

Er zuckte die Achseln und brachte ein leichtes Lächeln zustande. »Kein Problem. Mach dir um mich keine Sorgen. Also, sind wir so weit?«

Evie schaute ihn noch ein letztes Mal an – diese Augen, die immer so kalt gewesen waren und die jetzt strahlten wie die Sonne – und nickte. »Ich bin so weit.« Leise öffnete Lucas die Haustür.

Im Haus war es stockdunkel. Evie ließ sich von Lucas die Treppe hinauf bis zu Raffys Zimmer führen. Lucas schaltete eine kleine Lampe an. Raffy war an sein Bett gefesselt. Er hatte die Augen geschlossen und atmete schwer. Ab und zu zerrte er im Schlaf an den Stricken und abermals stieg Furcht auf in Evie. Damit hatte sie nicht gerechnet. Sie warf einen schnellen Seitenblick auf Lucas und fürchtete schon fast, er würde sie mit kaltem, höhnischem Blick verlachen, weil sie ihm geglaubt hatte, weil sie auf seinen Trick hereingefallen war. Aber in seinen Augen war nichts als Schmerz und Zärtlichkeit, als er sich über seinen Bruder beugte und ihn losband. »Es tut mir leid, Raffy«, flüsterte er. »Aber es ging nicht anders.«

Plötzlich öffnete Raffy ein Auge, dann das andere. Mit glasigem Blick begutachtete er die Lage. Als er bemerkte, dass seine Hände frei waren, und er seinen Bruder sah, der über ihm aufragte, warf er sich gegen ihn. Er stieß ihn zu Boden, sprang auf und stürzte auf Evie zu. »Schnell«, rief er hastig. »Wir müssen hier raus. Wir müssen weg von ihm.«

Evie schüttelte den Kopf. »Raffy! Wir verlassen die Stadt und Lucas hilft uns dabei.«

Raffy blickte sie überrascht und schockiert an. »Lucas? Die Maschine? Du darfst ihm nicht trauen, Evie. Er hat mich festgebunden und mich hier gefangen gehalten.« Er packte Evie und wollte losrennen, doch er fiel hin und riss Evie mit zu Boden. Lucas warf sich auf ihn.

»Still!«, zischte er. »Wenn Mutter aufwacht …« Er sah besorgt zur Tür und gab Evie ein Zeichen, sie solle sich verstecken. »Nur für den Fall«, flüsterte er. Evie huschte hinter die dicken Vorhänge am Fenster, aber außer dem Gepolter, das Raffy machte bei dem Versuch, sich aus Lucas’ Griff zu winden, war nichts zu hören. Nach wenigen Augenblicken kam Evie wieder hervor.

»Raffy«, flehte Lucas, aber es hatte keinen Zweck. Sein Bruder tobte weiter und weigerte sich, zuzuhören. Evie hockte sich bei Raffy nieder.

»Raffy«, sagte sie und nahm seine Hand. »Vertraust du mir?«

Raffys Blick wanderte von ihr zu Lucas und wieder zurück. Dann nickte er.

»Morgen werden sie dich zu einem K machen«, flüsterte sie. Raffys Augen weiteten sich vor Angst, und er wand sich noch heftiger, aber Evie drückte seine Hand fester und er hielt inne. »Wir verlassen die Stadt. Du und ich, zusammen. Lucas hilft uns dabei. Ich habe den Schlüssel von meinem Vater. Lucas ist nicht so, wie du denkst, Raffy. Er ist keine Maschine. Er hat dich beschützt.«

Raffy sah sie voller Abscheu an. »Mich beschützt? Er ist schuld, dass sie mich zu einem K machen. Er hat mich festgebunden. Er hat gesagt, ich bin eine Gefahr für mich selbst.«

»Das warst du auch«, meinte Lucas leise, aber bestimmt. »Du hast über Dinge geredet, die dir nur schaden konnten. Ich musste so tun, als wenn du verrückt wärst und wirres Zeug reden würdest. Sonst …«

»Sonst was?«, fragte Raffy wütend. »Sonst hättest du einen schlechten Eindruck gemacht? Nach deiner grandiosen Karriere?«

»Raffy, nicht …«, sagte Evie, die seine Wut verstehen, doch die Lucas’ gequälten Ausdruck nicht ertragen konnte, auch wenn der noch so sehr versuchte, ihn zu verbergen. »Du musst mir einfach glauben.«

»Ihr müsst jetzt gehen«, sagte Lucas. »Bindet mich fest, damit es so aussieht, als hättet ihr mich überwältigt.« Er ließ Raffy los und zog zwei wasserdichte Overalls und Gummistiefel unter dem Bett hervor. »Das braucht ihr für die Sümpfe«, sagte er sachlich und stopfte alles in einen Rucksack, der am Fußende des Bettes bereitstand. »Da sind auch Verpflegung und Wasser drin – genug für ein paar Tage.«

Evie starrte auf die Sachen, dann auf Lucas. »Du hast gewusst, dass ich gehen würde?«, fragte sie leise. »Du hattest das alles geplant?«

Lucas sah sie eindringlich an. »Ich dachte, ich würde selbst gehen«, meinte er.

»Und dann?«, fragte Evie und versuchte, das Zittern in ihrer Stimme zu verbergen.

Lucas wandte den Blick ab. »Aber so ist es besser. Wenn ich hier bin, kann ich euch besser beschützen, bis ihr in Sicherheit seid.«

»Sicher aus der Stadt draußen, meinst du?«, fragte Evie.

»Sicher aus dem Weg für Lucas und dann ziemlich schnell verhungert. Stimmt’s, Lucas?«, sagte Raffy sarkastisch.

»Und dann müsst ihr selbst etwas zu essen und Wasser finden«, fuhr Lucas unbeirrt fort, ohne auf ihre Fragen einzugehen. »Wenn ihr euch noch mehr aufpackt als das hier, wird es zu beschwerlich. Wasser könnt ihr an den Zuflüssen zum Stadtfluss finden. Er ist westlich der Stadt aufgestaut, fließt aber von Osten zur Stadt.«

Er war fertig mit Packen und gab Raffy den Rucksack. »Kannst du das tragen?«

Raffy riss ihm den Rucksack aus der Hand. »Wir sollen also wirklich weglaufen? Und du lässt das einfach zu?« Er verdrehte die Augen. »Keine Chance. Ich weiß, was passiert. Du wirst uns die Polizeigarde auf den Hals hetzen, genau wie du es bei Vater gemacht hast.«

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