Gemma Malley - Das letzte Zeichen
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»Hast du jemandem davon erzählt?« Lucas sah sie eindringlich an und Evie schüttelte den Kopf.
Er schien das zu verdauen. Dann sah er sie wieder an, ganz entschlossen, fast so als blicke er direkt in sie hinein. »Also hilfst du mir? Beschaffst du den Schlüssel?«
Sein ganzes Gesicht schien völlig verändert. Da war nichts mehr von dem Lucas, den sie schon ein Leben lang kannte. Er sah aus wie ein richtiger Mensch. Wie jemand, der sie brauchte. Wie jemand, der sich tatsächlich sorgte um Raffy.
»Du hast es die ganze Zeit gewusst? Und du hast dich die ganze Zeit verstellt?«, fragte sie.
»Ich musste«, flüsterte er und nickte. »Es tut mir leid.«
»Und ich? Was war das? Warum die Verlobung mit mir?«
»Weil ich wusste, dass Raffy dich liebt und dich nie bekommen würde. Ich dachte, so könnte ich wenigstens dafür sorgen, dass du in Sicherheit bist.«
Sie bekam einen Kloß im Hals und wurde von verwirrenden Gefühlen übermannt.
»Ich helfe dir«, flüsterte sie.
Ein Lächeln huschte über Lucas’ Gesicht. »Also gut.« Er stand auf und auch Evie erhob sich. »Wir brauchen den Schlüssel. Du gehst und holst ihn. Wir treffen uns dann draußen. Wenn deine Eltern aufwachen, dann sag, du würdest schlafwandeln. Sag, du könntest nicht schlafen. Irgendwas, okay? Aber erwähne meinen Namen nicht. Sie dürfen nicht wissen, dass ich da bin. Verstehst du? Davon hängt sehr viel ab, Evie.«
Sie nickte. Sie hatte sich noch nicht an diesen neuen Lucas gewöhnt. Irgendwie erwartete sie immer noch, dass er sich plötzlich mit seinen eiskalten blauen Augen auf sie stürzte und triumphierend die Lippen kräuselte über ihre Dummheit. Doch stattdessen sah er sie voller Dankbarkeit an und kletterte wieder zum Fenster hinaus. Sie war wieder allein, ihr Kopf raste, doch sie konzentrierte sich ganz auf das eine: Sie würde helfen, Raffy zu retten. Koste es, was es wolle.
Sie schlich zur Tür und zog sie einen Spaltbreit auf. Der Flur war verlassen. Vor dem Schlafzimmer der Eltern blieb sie stehen, wie schon so oft, wenn sie sich draußen mit Raffy getroffen hatte. Erst als sie die gleichmäßigen Atemzüge des Vaters hören konnte, ging sie weiter zur Treppe. Die Stufen knarrten; das hatten sie immer getan, aber Evie wusste, welche Stufen unter ihrem Gewicht nicht allzu laut ächzten. Geschmeidig schlich sie nach unten wie auf Trittsteinen. Sekunden später stand sie im Arbeitszimmer ihres Vaters und blickte auf das Porträt ihrer Mutter, hinter dem der Safe mit dem Schlüssel versteckt war. Ihr Vater öffnete ihn nur in den Nächten, wenn die Bösen kamen. Dabei war er immer allein und unbeobachtet, wie das Protokoll es verlangte. Doch Evie hatte schon als kleines Mädchen gelernt, wie man unbemerkt in ein Zimmer schlüpfte und heimlich beobachtete.
Nervös kniete sie sich auf den Schreibtisch und nahm das Bild von der Wand. Mit schweißnassen Fingern drehte sie das Zahlenschloss des Safes, so wie sie es bei ihrem Vater gesehen hatte. 4 – 5 – 24. Ihr Geburtsdatum. Die Tür glitt auf, und sie starrte einen Augenblick darauf, bevor sie hineingriff und den Schlüssel nahm.
Doch dann hielt sie inne. Was tat sie da? Sie spielte Lucas in die Hände. Sein ganzes Leben lang war er kalt, herzlos und grausam gewesen. Und jetzt erzählte er ihr auf einmal, dass er sich verstellt hatte? Und jetzt sollte sie ihm glauben, dass er ihr und Raffy nur helfen wollte? Lucas hatte keine Gefühle. Er war skrupellos. Und er war schlau. Egal was sein Plan war, sie fiel nicht darauf herein.
Sie schob sich rückwärts vom Schreibtisch, verließ das Arbeitszimmer und ging aus dem Haus. Lucas wartete draußen auf sie. »Hast du ihn?«, fragte er und streckte die Hand aus.
Sie schüttelte den Kopf. »Ich tue es nicht.« Sie sah ihm direkt in die Augen. »Ich traue dir nicht.«
Er packte sie an den Schultern. »Evie, du musst mir vertrauen. Kapierst du denn nicht? Es gibt keinen anderen Weg. Du musst mir den Schlüssel geben, oder Raffy … Raffy …« Die Stimme versagte ihm. Ungläubig sah Evie, wie ihm die Tränen über das Gesicht liefen. Mit einer jähen Handbewegung wischte er sie weg.
»Aber wie soll ich dir denn vertrauen?«, fragte sie unglücklich. »Wie denn? Nach allem, was du getan hast?«
»Nach allem, was ich getan habe? Wie zum Beispiel, deine kleinen mitternächtlichen Treffen mit Raffy zu decken? Dafür zu sorgen, dass das System euch nicht erwischt? So etwas zum Beispiel?« Lucas’ Augen blitzten wütend.
Evie starrte ihn unsicher an. »Du hast es gewusst?«
»Natürlich habe ich es gewusst.« Er seufzte. »Sonst hätte man euch doch gleich geschnappt!«
Evie brauchte eine Weile, um das zu verdauen. Das System hatte nichts gewusst; es war ihr nicht auf der Spur gewesen. Lucas hatte sie die ganze Zeit beschützt. Sie und Raffy. Oder, dachte sie plötzlich, das System hatte ihn mit dieser Information ausgestattet, damit er ihr Vertrauen gewinnen konnte. Hätte er wirklich tatenlos zugesehen, wenn er von ihren Treffen mit Raffy gewusst hätte?
»Ich verstehe nicht, wie du hättest verhindern können, dass das System davon erfährt.« Zweifel plagten sie. »Man kann das System doch nicht kontrollieren, oder?«
Lucas schloss die Augen. Dann blickte er sie seltsam an, unsicher. »Also gut. Da ist noch etwas.«
»Was?« Sie verengte die Augen zu Schlitzen. »Was denn?«
»Ich will dir etwas erzählen, Evie. Etwas Wichtiges. Damit du mir vertraust, okay?«
»Okay«, antwortete sie unsicher.
Er sah nach oben, dann wieder auf den Boden, so als suchte er nach den richtigen Worten.
»Was denn?«, fragte Evie noch einmal und runzelte die Stirn. »Sag schon.«
Er zog ein Stück Papier hervor und gab es ihr. Evie blickte verständnislos darauf. Es war irgendeine Bescheinigung. Da standen ihr Name und auch die Namen ihrer Eltern. »Deine Eltern …«, flüsterte er kaum vernehmlich. »Deine Eltern sind nicht deine Eltern.«
Sie sah ihn an. »Natürlich sind sie meine Eltern!«
»Nein, Evie.« Er atmete tief aus, trat einen Schritt zurück und blickte sie besorgt an. »Das sind sie nicht. Sie haben dich adoptiert, als du drei Jahre alt warst.«
Sie kniff die Augen zusammen und las den Text noch einmal durch, bis sie, ganz unten in der Ecke, das Wort fand, das sie gesucht hatte. »Adoption.« Ihr wurde übel. Und sie knüllte das Blatt zu einem Ball zusammen.
»Was redest du denn da?«, meinte sie wütend. »Ist das noch eine Lüge? Was redest du denn da, Lucas?« Sie tippte ihm mit dem Finger gegen die Brust, dann versetzte sie ihm einen Stoß, und ehe sie sichs versah, schlug sie auf ihn ein. Sie fauchte ihn an. Aller Anstand war abgefallen, bemerkte sie; Schluss mit der Heuchelei. »Was redest du da, Lucas?«, drang sie auf ihn ein. »Sag es mir …!«
Lucas hockte sich hin und zog sie neben sich. »Das war Teil des Wachstumsprogramms«, flüsterte er, und seine Stimme war angespannt. »Es gab nicht genug Menschen, vor allem keine jungen Leute. Nicht alle konnten nach der Schreckenszeit Kinder bekommen. Nicht alle …« Er holte tief Atem. »Also hat man Menschen hereingelassen. Verzweifelte Menschen. Manche hatten einen weiten Weg zurückgelegt. Sie hatten nichts zu essen, waren am Verhungern. Sie waren nur knapp dem Tod entronnen und hatten gedacht, die Stadt würde sie retten. Sie kamen her und …« Er verstummte; in seinen Augen glänzten Tränen.
»Und was?«, fragte Evie. Ein seltsames Gefühl beschlich sie. »Was ist mit ihnen passiert? Was ist mit meinen richtigen Eltern passiert?«
»Man hat ihnen ihre Kinder weggenommen und sie zu guten Eltern gegeben. Zu Eltern, die selbst keine Kinder bekommen konnten.«
Evie spürte einen dicken Kloß in der Kehle. »Das meine ich nicht. Was ist mit ihnen passiert? Was ist mit meinen leiblichen Eltern passiert?« Ihre Stimme klang kehlig tief.
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