Gemma Malley - Das letzte Zeichen
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»Das sagst du mir andauernd«, erwiderte Evie und schob ihren Stuhl zurück. Mit einem Mal fühlte sie sich beengt; vor ein paar Sekunden noch war es so gemütlich in der Küche gewesen, und jetzt glaubte Evie, sie müsste ersticken.
»Ich sage das andauernd, weil ich mir nicht sicher bin, ob du es zu schätzen weißt«, antwortete die Mutter knapp. »Ich weiß nicht, ob du überhaupt irgendetwas zu schätzen weißt. Du hast Glück, dass du überhaupt hier bist, Evie. Wirklich Glück.« Sie schlug etwas mit dem Schneebesen in einer Rührschüssel und bewegte die Hand nun schneller. Evie fragte sich, was wohl wäre, wenn die Schüssel samt Inhalt quer durch die Küche fliegen würde. Aber dann wurde ihr bewusst, dass sie sich das nicht fragte, sondern dass sie hoffte, dass es passieren würde.
Weil sie böse war. Sie nahm das zur Kenntnis ohne irgendeine Gefühlsregung; es beunruhigte sie nicht einmal mehr. Es war einfach eine Tatsache. Eine Tatsache, die sie akzeptiert hatte.
»Ich finde, du solltest Lucas schätzen, weil er ein guter Mann ist. Weil er ein A ist«, sagte Delphine rundheraus.
Sie stellte die Schüssel auf die Anrichte, kam an den Tisch und setzte sich Evie gegenüber hin.
»Ich finde, du solltest es würdigen, dass dir eine gute Heirat bevorsteht. Mit einem guten Mann mit guten Aussichten. Nicht wie bei …«
Sie beendete den Satz nicht, aber Evie wusste, was ihre Mutter hatte sagen wollen.
»Nicht wie bei dir?« Sie stand auf, und sie spürte, wie die Wut in ihr hochstieg. Sie hatte es satt, ihre Gefühle zu kontrollieren. Sie konnte es nicht mehr. »Vater liebt dich. Er ist ein guter Mann. Ein wirklich guter Mann. Sein Arbeitszimmer ist voller Medaillen und Pokale, er ist beliebt und geachtet. Und er ist Schlüsselhüter. Aber das reicht dir nicht. Ich wünschte, du würdest Lucas heiraten. Ich glaube, ihr habt einander verdient!« Sie ließ die Näharbeit halb fertig liegen und floh hinauf in ihr Zimmer, ohne auf die Rufe ihrer Mutter zu achten, und auch nicht auf die Drohungen und schließlich auf das Ultimatum, sie bekäme kein Abendessen, ja überhaupt nichts zu essen, bis sie sich entschuldigte.
Sie hatte sowieso keinen Hunger.
Und sie würde sich auf keinen Fall entschuldigen.
Es war schon spät, aber Evie konnte nicht schlafen. Stattdessen saß sie auf dem Bett und versuchte, ihren bohrenden Hunger nicht zu beachten, sich über so banale, unwichtige Dinge zu erheben, wo es doch so viele andere Dinge gab, die sie verstehen und über die sie sich Gedanken machen musste. Raffy, Lucas, ihre eigene Zukunft.
Und doch war da etwas anderes ganz vorn in ihrem Kopf, nagte an ihr und ließ ihr keine Ruhe. Etwas, das ihre Mutter gesagt hatte. Du hast Glück, dass du überhaupt hier bist.
Aber wo sollte sie denn sonst sein?
Evie sah aus dem Fenster. Es war dunkel und still. Sie sah Häuser, Hunderte Häuser, genau wie ihres, in denen Licht brannte. Da drin saßen Familien, genau wie ihre eigene, um den Tisch, spielten Karten oder lasen in den Betrachtungen. Gute Menschen. Arbeitsame Menschen. Sie zog die Vorhänge zu. Wie breit war die Grenze zwischen Gut und Böse? Wie nah waren gute Menschen daran, sie zu überschreiten? War es wie eine dünne Linie auf dem Boden, über die man leicht stolpern konnte, wenn man nicht aufpasste, oder war es eher wie ein Fluss, den man nur bewusst überqueren konnte? Sie hatte willentlich einen Fluss überquert, das wusste sie, und Raffy hatte sie dabei geführt.
Die Tür ging auf und Evie blickte ängstlich hoch. Es war ihr Vater. Das Mondlicht tanzte auf seinem Gesicht und zeichnete die dunklen Schatten um seine Augen nach. Er setzte sich ans Fußende des Bettes. »Entschuldige, dass ich dich so spät noch störe.«
»Ist schon in Ordnung«, sagte sie unsicher und schaute auf die Uhr auf ihrem Nachttisch, und ihr Magen zog sich zusammen, als sie sah, dass es fast Mitternacht war. Normalerweise schliefen ihre Eltern spätestens um zehn. »Es tut mir leid«, sagte sie. »Es tut mir leid, was ich zu Mutter gesagt habe. Ich habe es nicht so gemeint.«
»Du hast dich mit deiner Mutter gestritten?«, fragte ihr Vater bekümmert.
»Ja. Ich … Ich dachte, du bist deswegen gekommen«, sagte Evie und runzelte die Stirn.
»Nein. Ich komme gerade von einer Besprechung mit den Schlüsselhütern. In der Stadt ist jemand Böses aufgespürt worden, Evie. Es soll eine zweite Neutaufe geben.«
Evie spürte, wie ihr der Schweiß ausbrach. Redete er von ihr? War er gekommen, um ihr zu sagen, dass sie zur K erklärt worden war? Nein, bitte nicht! Sie würde sich ändern. Sie würde … Sie bemerkte, dass er sie erwartungsvoll ansah, und fasste sich.
»Ja, Vater«, flüsterte sie.
»Evie, da ist noch etwas.«
Eine Vorahnung zog sich über Evie zusammen wie eine dunkle Wolke; es war der Ausdruck auf dem Gesicht ihres Vaters. Sein Zögern, die Weigerung, ihr in die Augen zu schauen. Es ging doch um sie. Sie kamen, um sie zu holen. Sie war die K. Sie begann zu zittern.
»Evie, ich fürchte, der Böse ist … Raphael.«
Evie blickte entsetzt hoch. »Raffy? Nein!« Sie zitterte noch heftiger.
»Das System hat entschieden«, meinte ihr Vater sanft. »Es steht uns nicht zu, darüber zu urteilen. Aber ich weiß, dass du und er …«
Er holte tief Atem. »Ihr wart einmal Freunde. Du heiratest seinen Bruder. Aber ich bin sicher, dass es keine negativen Auswirkungen auf Lucas hat. Er ist ein guter Mann. Ich will nicht, dass du dir Sorgen machst.«
»Du willst nicht, dass ich mir Sorgen mache?«, keuchte Evie. »Raffy ist nicht böse … Ganz bestimmt nicht. Er …«
»Der Bruder hat mir selbst gesagt, dass Lucas die entscheidenden Informationen für das System beschafft hat«, erklärte der Vater und legte ihr die Hand auf die Schulter. »Und dass er dem Bösen so nah gekommen ist, wird an meiner Meinung über ihn nicht das Geringste ändern. Also, schlaf jetzt, Evie. Morgen wird ein anstrengender Tag.«
Evie konnte nicht sprechen. Schweigend sah sie ihrem Vater nach, wartete, bis seine Schritte im Schlafzimmer der Eltern verklangen und die Tür dort geschlossen wurde.
Ihr Verstand arbeitete wie wild. Sie stand auf, blickte sich verzweifelt im Zimmer um und begann, sich anzuziehen. Sie musste zu Raffy, musste ihn warnen. Sie wusste nicht, wie, aber sie musste es irgendwie schaffen. Wenn er eine zweite Neutaufe erhielt, dann würde sie ihn nie wiedersehen, und das konnte sie nicht ertragen. Sie würden weglaufen, weit weg von diesem schrecklichen Ort, von dieser Stadt, die behauptete, sie sei voller Güte, ohne zu wissen, was Güte überhaupt war – wie sollte sie auch, wenn ein Mann wie Lucas, der seinen eigenen Bruder verriet, als Inbegriff des Guten galt? Lucas war der, der böse war. Er war mehr als böse. Er war …
Sie hörte ein Geräusch. Es klopfte ans Fenster. Ein Gefühl der Erleichterung durchströmte sie! Das war Raffy. Er war entkommen. Er war hier. Er war in Sicherheit. Sie zog die Vorhänge auf und zog am Griff, um das Fenster zu öffnen. Ihre Nackenhaare stellten sich auf: Denn es war nicht Raffy, den sie sah. Es waren zwei blaue Augen. Zwei abscheuliche, gefühllose Augen, die sie anblickten, und ihr erster Impuls war, das Fenster wieder zu schließen, Lucas auszusperren, ihn von der Mauer zu stoßen, die er heraufgeklettert war. Aber er war schneller, er packte sie an den Handgelenken, stieß sie zurück, schwang die Beine über das Sims und landete vor ihr.
»Evie«, meinte er und zog eine Braue hoch. »Gehst du noch weg?«
9
Sie wollte schreien, aber kein Laut kam heraus. Lucas hatte ihr sofort mit einer Hand den Mund zugehalten und sie an sich gezogen, ihr Rücken an seiner Brust. Dann beugte er sich ganz dicht an ihr Ohr.
»Hör zu«, sagte er leise. »Ich will, dass du mir sehr gut zuhörst, Evie. Hast du verstanden? Und du darfst keinen Laut von dir geben. Keinen einzigen Laut.«
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