Gemma Malley - Das letzte Zeichen

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Evie nickte mit weit aufgerissenen Augen. Sie zitterte. Seine Hände packten so fest zu, dass sie kaum atmen konnte. Wollte er sie zum Bruder bringen? Dafür sorgen, dass auch sie zur K erklärt wurde? Sie sagte sich, dass es ihr gleichgültig war. Sie wollte, dass es ihr gleichgültig war. Aber es war ihr nicht gleichgültig. Sie hatte entsetzliche Angst.

»Du musst mir den Schlüssel von deinem Vater geben«, sagte Lucas. Evie spürte, wie ihr Körper sich verkrampfte. Den Schlüssel von ihrem Vater? Sie verstand nicht.

»Ich werde dir gar nichts geben«, zischte sie wütend. »Du hast Raffy verraten. Er ist kein K. Das kann nicht sein.«

»Das weiß ich«, entgegnete Lucas unbewegt. »Deshalb brauche ich den Schlüssel. Er muss raus aus der Stadt. Und du wirst mir dabei helfen.«

Evie erschrak. Sie musste sich verhört haben. »Ich verstehe nicht«, brachte sie hervor. »Ich bin nicht sicher, ob ich …«

»Du wirst es verstehen. Ich lasse dich jetzt los. Wenn du auch nur einen Laut von dir gibst, dann wirst du das bereuen.«

Evie nickte, und Lucas ließ sie los, löste die Hand von ihrem Mund und drehte sie zu sich um. Was sie sah, schockierte sie. Das war Lucas, doch nicht der Lucas, den sie kannte. Seine blauen Augen waren umflort, schwermütig, und Dringlichkeit und Schmerz lagen darin. Er erinnerte sie an etwas … an jemanden. Sofort begriff sie, an wen: an Raffy. Zum ersten Mal erkannte sie, dass die beiden Brüder waren, zum ersten Mal hatte Lucas eine gewisse Ähnlichkeit mit seinem Bruder. Doch sie traute ihm trotzdem nicht. Das war immer noch Lucas. Das war immer noch der Mann, der Raffy verraten hatte.

»Weißt du, wofür K steht?«, fragte Lucas.

»Raffy ist kein K«, entgegnete sie, und ihre Stimme zitterte. »Das ist er nicht. Was wir getan haben … war nicht böse. Wir wollten nicht …«

»K steht für Killable.« Er sprach, als hätte er nicht bemerkt, dass sie etwas gesagt hatte. Er sah sie unverwandt an, aber sie sah, dass über seinem linken Auge ein winziger Muskel pochte. »Killable. Sie werden nicht neukonditioniert. Sie werden draußen ausgesetzt, damit die Bösen sie töten. Morgen wird Raffy ein K sein. Morgen Nacht werden die Bösen kommen. Deshalb bringen wir ihn heute Nacht aus der Stadt.«

Evie starrte ihn ungläubig an. »Nein«, keuchte sie. »Du irrst dich.«

»Denkst du, die Bösen kommen, weil sie wütend sind? Sie kommen, weil sie hierhergebracht werden. Weil sie hungrig sind«, sagte er bitter. »Sie erledigen die Drecksarbeit für die Stadt.«

»Nein!« Evie schüttelte den Kopf. »Nein.« Ihre Augen verengten sich zu Schlitzen. »Du lügst. Ich weiß nicht, warum du hier bist, Lucas, aber ich falle nicht auf dich herein. Du willst mich ebenfalls zur K erklären lassen. Du willst uns beide loswerden, weil du voller Hass bist.«

Lucas schüttelte energisch den Kopf. »Ich bin hier, weil ich deine Hilfe brauche.« Seine Stimme bebte leicht. »Weil Raffy unsere Hilfe braucht. Sonst wird er sterben. Wenn du Raffy helfen willst, musst du mir den Schlüssel von deinem Vater geben.«

Evie starrte ihn an. War das so etwas wie eine Falle oder so etwas wie eine Prüfung? »Neulich«, sagte sie plötzlich, »als du hier warst … da hast du auch schon nach dem Schlüssel gesucht. Darum warst du im Arbeitszimmer meines Vaters!« Ihr Mund blieb offen stehen, obwohl sie nicht weitersprach. Ein Flackern in seinen Augen sagte ihr, dass sie recht hatte.

»Da wusstest du schon, dass er zum K erklärt werden würde«, meinte sie, und Wut stieg in ihr hoch. »Weil du ihn selbst beim Bruder verraten hast. Und jetzt soll ich dir helfen? Du bist ein Lügner, Lucas, und ich helfe dir nicht. Ich weiß nicht, wozu du den Schlüssel brauchst, aber von mir bekommst du ihn nicht.«

»In einem hast du recht«, räumte Lucas ein. »Es ist meine Schuld, dass Raffy zum K erklärt wurde.«

»Weil du ihnen von uns erzählt hast?« Tränen brannten ihr in den Augen, doch es gelang ihr, sie zu unterdrücken. Sie wollte nicht weinen. Sie war zu wütend, um zu weinen. »Weil du ihm folgen musstest? Konntest du es nicht zulassen, dass dein Bruder eine von den kostbaren Regeln der Stadt verletzt?«

Lucas zog eine Braue hoch und schaute dann weg. »Wegen dir?«, fragte er bitter. »Du glaubst, ich hätte …« Er stockte, musste schlucken. Der Muskel über dem Auge pochte noch schneller. »Nein, Evie. Nicht deswegen.«

Evie spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. »Warum dann?«, fragte sie. »Warum ist Raffy ein K? Und warum erzählst du mir, du willst ihm jetzt helfen, wo du ihm doch noch nie helfen wolltest, wo du ihn doch sein Leben lang wie einen Menschen zweiter Klasse behandelt hast und dich selber verhältst wie eine Maschine?«

Sie wusste nicht, wo sie den Mut hernahm, dieses Wort auszusprechen. Lucas’ Blick verfinsterte sich, und sie fragte sich, ob sie zu weit gegangen war. Aber dann nickte Lucas langsam. Er setzte sich auf die Bettkante und schlug die Hände vors Gesicht.

»Es tut mir leid, Evie.« Er blickte zu ihr auf. Sein blondes Haar war zerzaust, und für einen Augenblick sah er nicht nur menschlich aus, sondern auch verletzlich. Evie wollte die Hand ausstrecken, doch sie wusste nicht, wie; sie traute sich selbst nicht. Und überhaupt traute sie ihm nicht. Sie würde ihm nie trauen.

Er atmete tief aus. »Ich war sehr hart mit Raffy. Aber ich wollte ihn beschützen. Er hat nicht erkannt … er hat nicht begriffen … dass das, was er getan hat, seine ganze Art … wie er die Leute angesehen hat … Er hat nicht verstanden, dass ihn das in Schwierigkeiten bringt. Er hat nicht begriffen, dass Dad genauso war. Ich wollte ihn beschützen …« Lucas’ Stimme setzte kurz aus und Evie bewegte sich vorsichtig ein Stückchen näher zu ihm hin. »Dein Vater?«, fragte sie. Raffy sprach so gut wie nie über den Vater. Als man ihn zum K gemacht hatte, war Raffy noch zu jung gewesen, um zu verstehen, was es hieß, böse und gefährlich zu sein. Allerdings hatte er ziemlich schnell erfahren, was das Vermächtnis seines Vaters bedeutete: dass die Leute auf der Hut waren vor ihm, dass sie ihm nicht trauten, und zwar nur weil er so aussah wie sein Vater.

»Unser Vater glaubte an diese Stadt. Er dachte, er könnte von Nutzen sein, wenn er möglichst viel lernte. Aber er hat sich nicht an die Regeln gehalten, nicht an die üblichen Verfahrensweisen. Er hat nicht verstanden, dass die Regeln dazu da sind, um … um …« Wieder ließ er den Satz unvollendet und blickte ins Leere.

»Um was?«, fragte Evie atemlos.

Er blickte ihr in die Augen, dann schüttelte er den Kopf. »Dazu ist keine Zeit. Nicht jetzt. Wir müssen Raffy wegbringen, solange es dunkel ist. Solange alle noch schlafen.«

Evie sah ihn misstrauisch an. Dann setzte sie sich neben Lucas aufs Bett. »Du hast mir nicht erzählt, warum Raffy zum K heruntergestuft worden ist. Und warum es deine Schuld ist, wenn du doch niemandem von mir erzählt hast. Von uns.«

Lucas blickte sich verstohlen um, so als könnte noch jemand im Raum sein, der hörte, was er zu sagen hatte. »Es war die Panne«, sagte er schließlich, und sein Blick verdüsterte sich noch mehr. »Ich habe ihm beigebracht, wie man mit der Technik umgeht und sie beeinflusst. Ich dachte, das könne ihm in Zukunft nützlich sein. Aber er wurde zu gut. Er hat … etwas gefunden. Etwas, das er nicht hätte finden dürfen.«

Evie schnappte nach Luft. Sie erinnerte sich daran, was Raffy ihr über die Panne erzählt hatte – und dass sie ihm nicht geglaubt hatte. »Du meinst … das Kommunikationsprogramm?« Ein Schauer lief ihr über den Rücken.

Lucas blickte sie erschrocken an. »Er hat es dir erzählt? Er hat dir davon erzählt?«

»Ich dachte, er hätte sich das nur ausgedacht. Er hat sich ja immer irgendetwas ausgedacht«, antwortete sie mit brüchiger Stimme.

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