Gemma Malley - Das letzte Zeichen
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Lucas schüttelte den Kopf als Antwort.
Evie sprang auf und wich einen Schritt zurück. Sie konnte nicht sprechen. Sie drehte sich um und ging auf das Haus zu, das Haus, in dem sie aufgewachsen war, das Haus, das sie immer für ihres gehalten hatte. Jetzt war es für sie nichts als eine Lüge.
Sie fühlte sich elend.
Sie wollte schreien, nein, brüllen. Sie wollte Lucas anschreien, er solle sie nicht mehr anlügen, solle ihr nicht solche Dinge erzählen.
Doch sie tat es nicht, weil sie wusste, irgendwo tief drin, dass er nicht log. Der Mann aus ihrem Traum, der sie an sich presste. Die Frau, die ihr über die Stirn strich und ihr von dem wunderbaren Ort erzählte, wo sie hingehen würden, und die ihr sagte, dass sie stark sein musste. Ihre Eltern. Das waren ihre richtigen Eltern gewesen.
Sie drehte sich wieder zu Lucas um. Ihre Augen schwammen in Tränen. »Ich habe von ihnen geträumt«, hörte sie sich sagen, aber ihre Stimme hatte nichts mit ihr zu tun, denn sie war schon wieder ganz weit weg, ein kleines Mädchen auf dem Arm eines Mannes, der sie liebte. »Der Bruder hat gesagt, ich würde von der Stadt träumen. Er wusste es. Sie …«
Sie fing Lucas’ Blick auf, sah den Schmerz in seinen Augen, wusste, dass er verstand. Als sie sich gegen ihn fallen ließ, spürte sie, wie er die Arme fest um sie schlang, und es war fast so, als wäre sie wieder in ihrem Traum. »Verstehst du?«, flüsterte er verzweifelt. »Hier gibt es so viele Lügen. Wir müssen Raffy befreien. Wir müssen!«
Und Evie nickte, weil sie wusste, dass er recht hatte. Und sie wusste noch etwas. »Ich gehe auch«, sagte sie, und während sie es sagte, stieg Angst in ihr auf, denn außerhalb der Stadtmauer lauerten nur Gefahr, die Bösen, eine Welt voller brutaler Menschen. Aber sie wollte es wagen.
»Nein«, sagte Lucas sofort. »Nein, du bleibst hier. Hier bist du in Sicherheit. Ich habe alles geplant. Es wird so aussehen, als hätte Raffy den Schlüssel gestohlen. Du musst hierbleiben.«
»Nein.« Evie schüttelte heftig den Kopf. »Ich gehe mit Raffy. Ich gehöre nicht hierher. Ich will hier nicht mehr leben. Ich will nichts mehr zu tun haben mit diesem Ort.«
Lucas schwieg einige Sekunden lang. Er wich zurück, fasste sie wieder an den Schultern, aber sanfter diesmal. »Es ist gefährlich da draußen«, sagte er dann. »Bist du dir sicher?«
Sie nickte. »Ich kann hier nicht bleiben. Jetzt nicht mehr. Und sie werden sowieso wissen, dass ich es war. Raffy müsste ein Fenster oder so einschlagen … Und wenn wir das tun, dann wacht mein Vater auf, schlägt Alarm, und niemand kann entkommen.«
Lucas sah ihr in die Augen. Er sah elend aus. »Ich hätte nicht herkommen sollen.«
»Du musstest kommen«, erwiderte sie. »Und außerdem, wenn das stimmt, was du mir über meine Eltern erzählt hast, dann kann ich sowieso nicht bleiben. Nicht mehr. Sie haben sie mir weggenommen, sie haben mich angelogen. Mein ganzes Leben hier war eine einzige Lüge.«
»Sie haben jeden angelogen«, sagte Lucas leise.
»Dann gehen wir alle zusammen.« Evie schluckte und versuchte, so zu tun, als wäre der riesige Kloß in ihrer Kehle nicht da. Sie wollte so kalt sein, wie Lucas immer war, wollte eine Maschine sein, damit es nicht so wehtat. Und plötzlich verstand sie, warum er so war, wie er war. Weil Maschinen keinen Schmerz spürten. Denn wenn man aus Eis war, dann konnte man nicht verletzt werden.
Einen Augenblick lang leuchtete etwas auf in Lucas’ Blick, etwas, das sie wieder an Raffy erinnerte, aber das sie auch irgendwie verstörte, denn in ihrem eigenen Blick lag bestimmt dieselbe Verzweiflung. Sie hatte Lucas gehasst, sie hatte ihn verachtet. Aber jetzt … jetzt …
»Ich kann nicht mitkommen«, erklärte er unvermittelt, wandte sich ab und kappte die Verbindung, die ein paar seltsame Sekunden lang zwischen ihnen bestanden hatte. Evie hatte das Gefühl, als stolpere sie rückwärts, irgendwohin in etwas, was sie nicht kannte. »Ich muss hierbleiben. Es gibt Dinge, die ich tun muss. Ich …«
Sein Blick schoss umher. Evie wusste, dass es sein Kopf war, der gesprochen hatte, nicht sein Herz. Und mit einem Mal verstand sie ihn – nicht alles, aber genug. Er hatte überlebt, er hatte getan, was er tun musste. Aber er war ein Mensch, er hatte gelitten und er litt noch immer. »Es gibt Dinge, die ich erledigen muss. Dinge …« Er murmelte vor sich hin, dann schaute er sie wieder an, und diesmal spürte Evie die volle Kraft seines Blicks, die verzweifelte Not in seinen Augen, den Hunger nach Trost und nach Verständnis. Ohne es eigentlich zu wollen, ohne groß darüber nachzudenken, ging sie auf ihn zu und berührte mit den Händen seine Brust, seine Schultern, seinen Hals. Er legte die Arme wieder um sie und ihre Lippen fanden sich. Sie spürte, wie ihre Tränen sich mit den seinen mischten, sein Schmerz mit ihrem Schmerz, bis es sich fast so anfühlte, als wären sie zu einem einzigen Wesen geworden, mit derselben Wut, derselben Verzweiflung und derselben Angst. Und dann war es ganz plötzlich vorbei, genauso schnell, wie es begonnen hatte. Sie lösten sich voneinander, hielten sich noch ein paar Sekunden an den Händen, bevor sie sie sinken ließen. Und Evie wusste, dass es derselbe Gedanke war, der sie dazu gebracht hatte, aufzuhören. Der Gedanke an denselben Menschen. Raffy.
»Ich bin gleich wieder da«, sagte Evie und ging zur Haustür. »Ich bringe dir den Schlüssel. Aber ich verlasse die Stadt, Lucas. Ich kann hier nicht bleiben. Jetzt nicht mehr.«
»Ich weiß«, antwortete Lucas und sah weg. Sein blondes Haar schimmerte im Mondlicht. Seine verhangenen Augen betrachteten jetzt irgendeinen Punkt auf dem Straßenpflaster. »Es tut mir so leid, Evie. Wegen allem.«
10
Evie zog die Tür zu und warf einen letzten Blick auf das Haus, in dem sie eigentlich bis zu ihrer Hochzeit hatte wohnen wollen. Lucas drückte ihre Hand.
»Bist du so weit?« Sie nickte. »Okay, dann gehen wir jetzt und holen Raffy.«
Er ließ ihre Hand nicht los, oder vielleicht war sie es, die ihn festhielt – sie war sich nicht sicher. Sie wusste nur, dass sie das nicht allein tun konnte, dass sie Lucas’ Haut spüren musste, seine Wärme, als Bestätigung, dass sie nicht allein war. Sie hatte immer gedacht, in der Stadt sei man niemals allein; die ganze Gesellschaft hier gründete auf Gemeinschaft, Bürgersinn und Zusammengehörigkeit. Doch jetzt wusste sie, dass sie nie wirklich dazugehört hatte und dass ihr Leben eine Lüge gewesen war. Sie war auf sich allein gestellt, so war es immer gewesen.
Es dauerte nur ein paar Minuten bis zu dem Haus, in dem Lucas mit seiner Mutter und seinem Bruder wohnte. Sie gingen schon auf die Tür zu, als Evie ihn zurückhielt und zu ihm hochsah. Es gab so vieles, was sie wissen wollte, so vieles, was sie nicht begreifen konnte über ein vages Gefühl von Vertrauen und Achtung hinaus.
»Die ganze Zeit?«, fragte sie. »Du hast dich wirklich verstellt? Die ganze Zeit?«
Lucas fing ihren Blick auf, dann sah er weg. »Überleben«, sagte er leise. »Wir müssen alle unseren eigenen Weg finden, um zu überleben.«
»Und …« Sie zog die Stirn in Falten und versuchte, in Gedanken das Puzzle zusammenzusetzen, aber es waren zu viele Teile, zu viele Fragen. »Das Kommunikationsprogramm … Heißt das … Kennst du dich damit aus? Hast du …?«
Lucas nickte. »Mein Vater hat es dort installiert«, flüsterte er.
Sie starrte ihn ungläubig an. »Dein Vater?«
Lucas nickte wieder. »Evie, da draußen vor den Mauern ist eine ganze Welt. Keine hübsche Welt, keine Welt voller Schätze und Güter, aber nichtsdestotrotz eine Welt. Da sind auch Menschen, die euch helfen können. Mein Vater hat Kontakt aufgenommen mit …«
»Einer anderen Stadt?«
Lucas nickte. »Ihr müsst sie finden. Dort seid ihr sicher.«
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