Gemma Malley - Das letzte Zeichen
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»Hier«, flüsterte sie und wies Raffy die Richtung und ging darauf zu, so schnell sie konnte. Als sie dort war, stellte sie sich darauf und lächelte Raffy hoffnungsvoll zu. Dann marschierte sie los. Der Weg war etwa zwei Schritt breit, so breit, dass man rennen konnte. Sie ging schneller, wandte sich um und trieb Raffy zur Eile an, da schwang die Hintertür der Hütte auf und ein Hund stürzte heraus. Mit gewaltigen Reißzähnen und tödlichem Knurren jagte er auf sie zu. Evie blieb wie angewurzelt stehen. Das flachere Sumpfgelände lag schon hinter ihnen. Wenn sie vom Weg abkamen oder neben den Pfad traten, würden sie ertrinken. Aber der Hund war schon auf dem Pfad, rannte auf sie zu. Es gab kein Entrinnen. Sie straffte sich, biss die Zähne zusammen und ballte die Hände zu Fäusten, doch auf einmal schien vor ihr alles viel langsamer abzulaufen. Sie sah, wie Raffy sich auf den Hund stürzte und ihn vom Pfad hinunter ins Moor abdrängte. Das Tier riss das Maul auf und wollte Raffy anspringen, doch der Boden unter seinen Hinterläufen gab nach und es sank ein – genau wie Raffy. Ihre Blicke trafen sich, und er begann, mit den Armen zu rudern. »Ich komme schon klar«, rief er. »Geh schon. Lauf, was du kannst!«
Doch Evie ging nicht. Sie rannte ein Stück zurück, riss sich den Overall herunter, hielt einen Ärmel fest und warf den Rest so aus, dass Raffy das andere Ende fassen konnte. Doch es war noch ein ganzes Stück von ihm entfernt. Entschlossen arbeitete er sich darauf zu, aber mit jedem Schritt sank er tiefer ein.
»Raffy«, schrie Evie. »Raffy!«
Er schnappte nach dem Hosenbein, noch einmal, beim dritten Mal konnte er es mit der Hand packen. Evie legte sich flach auf den Weg, krallte sich mit beiden Händen in das Ölzeug und zog mit aller Kraft. Zwei Mal verschwand Raffys Kopf im Moorwasser, zwei Mal schrie sie seinen Namen, und zwei Mal sah sie ihn wieder auftauchen, die Augen angstvoll geweitet, die Zähne zusammengebissen. Dann endlich bekam er festen Grund unter die Füße und zog sich auf den Pfad hinauf, von Kopf bis Fuß bedeckt von dem ekelhaft stinkenden Morast.
Wieder öffnete sich die Tür der Hütte. Diesmal erschien ein grauhaariger Mann, der etwas in der Hand hielt. Ein Gewehr. Evie kannte das aus der Schule, wo man ihnen in Büchern und auf Bildern gezeigt hatte, welches Ausmaß das Böse vor der Errichtung der Stadt gehabt hatte. Man hatte ihnen gesagt, in der Stadt gebe es keine Gewehre. Und trotzdem …
»Los jetzt«, sagte Raffy, der das Gewehr auch gesehen hatte, und zog Evie mit. »Schnell!«
Sie rannten los. Ein Geräusch, lauter als alles, was Evie je gehört hatte, lauter als Blitz und Donner, ertönte, und sie fielen hin.
»Alles okay?«, flüsterte Raffy.
»Ja«, antwortete sie.
»Bleib liegen. Wir kriechen weiter, bis wir außer Sicht sind.«
Evie nickte und folgte Raffy. Sie krochen auf dem Bauch weiter, während hinter ihnen Schüsse peitschten; endlich schien der Mann aufzugeben und sie standen auf und rannten um ihr Leben.
»Das Tor!«, keuchte Raffy nach ein paar Minuten, die ihnen eher vorgekommen waren wie eine Stunde. »Da ist es. Lucas hatte recht.«
Evie sah es vor sich auftauchen wie einen Engel, so als würden all ihre Wünsche auf einmal in Erfüllung gehen. Ein riesiges Tor aus Metall, oben und unten mit Stacheln bewehrt, die waagerecht herausragten. Linkerhand war ein Schloss. Behutsam holte sie den Schlüssel hervor und gab ihn Raffy.
»Mach du es«, sagte sie, denn sie traute sich nicht.
Raffy nahm den Schlüssel, steckte ihn ins Schloss und drehte ihn herum. Evie wusste nicht, was sie erwartet hatte – noch mehr Schüsse vielleicht oder dass eine Armee aufmarschierte. Irgendetwas. Stattdessen ging das Tor leise auf; auf der anderen Seite lag eine graue, öde Ebene.
»Bist du wirklich sicher, dass du die Stadt verlassen willst?«, fragte Raffy. Sie sah ihn an – seine verklebten Haare, das verschmierte Gesicht, seinen schlotternden Körper und seine seelenvollen Augen. Und mit einem Mal hatte sie keine Angst mehr, denn wovor sollte sie sich jetzt noch fürchten? Sie ließen einen Ort hinter sich, der für Raffy den Tod bedeutet hätte, einen Ort, der sie in allem belogen hatte.
»Ich bin ganz sicher«, flüsterte sie.
Raffy lächelte und um seine Augen bildeten sich Fältchen. Er nahm sie bei der Hand und sie schritten zusammen durch das Tor. Dann schlossen sie es hinter sich wieder.
»Und jetzt?«, fragte Raffy, lehnte sich an das Tor und betrachtete prüfend die Landschaft vor ihnen.
»Jetzt laufen wir«, sagte Evie. »Jetzt laufen wir und bleiben nicht stehen.«
11
Raffy rührte sich und schlug die Augen auf. Dann streckte er sich und stand auf. »Hast du geschlafen?«
Evie zuckte halbherzig die Schultern. Sie hatte kein bisschen geschlafen, aber das wollte sie nicht sagen. Dazu war es zu hell gewesen – selbst in der Höhle, die sie gefunden hatten. Außerdem waren da seltsam pfeifende Geräusche um sie herum, die ihr Angst eingejagt hatten. Gern hätte sie sich näher an Raffy gekuschelt, um Trost und Schutz zu finden, aber Raffy spendete keinen Trost – da waren nur Wut und Hohn.
»Also, was jetzt?«, fragte er und blickte überheblich auf sie herab. »Sollen wir noch ein bisschen rennen? Oder hier bleiben und warten, bis wilde Tiere uns zerfleischen? Was hat Lucas gesagt? Oder ging sein Plan nicht so weit?«
Evie schloss die Augen und blinzelte die Tränen weg, die ihr in den Augen brannten. Sie hatte gehofft, dass der Schlaf helfen und dass Raffy ruhiger würde. Aber er schien sogar noch wütender zu sein. Sie hatte es satt, sich zu streiten. Sie stritten, seit sie die Stadt verlassen hatten – darüber, ob sie nach Norden gehen sollten oder nicht; darüber, ob Lucas ihnen nur zur Flucht verholfen hatte, um sie loszuwerden; darüber, wie viel Wasser sie trinken sollten. Dann war langsam die Sonne aufgegangen, und sie hatten sich darüber gestritten, ob sie weiterlaufen oder sich ein Versteck suchen sollten. Schließlich hatte Evie sich durchgesetzt, und sie hatten nach einem geschützten Platz Ausschau gehalten, wo sie sich ausruhen konnten, bis die Nacht anbrach. Schweigend hatten sie die Höhle ausgewählt. Schweigend hatten sie gegessen und getrunken. Raffy hatte sie kaum angesehen und schließlich verkündet, dass sie nun schlafen sollten, und sich mit dem Rücken zu ihr zusammengerollt.
Das Land, durch das sie gegangen waren, war seltsam gewesen und erschreckend wie ein Fiebertraum. Häuser, die ganz von Bäumen überwuchert waren, zerbröckelte Straßen, riesige graue, leblose Landstriche, die sich endlos weit zu erstrecken schienen, und wieder verfallene Gebäude. Hatten hier einmal Menschen gelebt? Hatten sie Kinder aufgezogen, waren sie zur Arbeit gegangen und hatten gelebt, ohne zu ahnen, dass ihnen die Vernichtung bevorstand? Waren sie geflohen, bevor die Schreckenszeit begann, oder waren sie von den Bomben überrascht worden? Diese Fragen hatte Evie den Lehrern in der Schule gestellt, diese Fragen hatten ihr keine Ruhe gelassen. Doch sie hatte nie eine Antwort bekommen; die Lehrer waren nicht in der Lage oder nicht gewillt, zu antworten. Die Menschen hätten die Schreckenszeit selbst über sich gebracht, sagten sie. Die Menschen seien durch ihre Amygdala zum Schlechten verleitet worden; sie seien der Gewalt, der Selbstsucht und dem Hochmut verfallen. Das Böse sei für sie eine Lebensart gewesen.
»Er hat nur gesagt, wir sollen nach Norden gehen«, sagte Evie leise. Sie öffnete die Augen und sah, dass er auf sie herabstarrte. Sein Blick war etwas sanfter geworden.
»Hast du Hunger?«
Sie nickte.
»Ich auch. Essen wir was. Aber dann sollten wir los.«
Sie war versucht, ihm zu widersprechen und ihn zu ermahnen, das bisschen Essen, das sie hatten, einzuteilen, aber sie ließ es bleiben. Sie war es müde, zu streiten. Die neue Welt war ohnehin schon rau und leer genug; mehr Einsamkeit, als sie schon jetzt empfand, konnte sie sich nicht vorstellen.
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