Gemma Malley - Das letzte Zeichen
Здесь есть возможность читать онлайн «Gemma Malley - Das letzte Zeichen» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Старинная литература, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Das letzte Zeichen
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:3 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 60
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Das letzte Zeichen: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Das letzte Zeichen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Das letzte Zeichen — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Das letzte Zeichen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Raffy schnürte den Rucksack auf und warf ihr etwas Brot und Käse hin, und sie begann lustlos zu essen, aber bald meldete sich der Hunger mit Macht und sie schlang alles gierig hinunter. Doch sie behielt Raffy im Auge, während sie aß. Ihr ganzes Leben lang hatten sie sich danach gesehnt, zusammen zu sein, und jetzt waren sie zusammen und konnten kaum miteinander reden. Würde das in dieser Welt jenseits der Stadt immer so sein?
»Sollen wir zu der anderen Stadt gehen?«, fragte sie schließlich. »Der Ort, der mit dem System kommuniziert hat?«
Raffy aß zu Ende, zog eine Flasche Wasser aus dem Rucksack und trank einen Schluck. Dann stand er auf. »Also glaubst du mir jetzt?« Wieder war seine Stimme voller Hohn. »Das solltest du lieber nicht. Lucas hat doch klargestellt, dass ich mich geirrt habe. Es war eine Panne, das ist alles.«
Evie schüttelte den Kopf. »Er meint, er hätte das nur gesagt, um dich zu schützen. Damit du es nicht weitererzählst. Er hat gesagt, es sei ein Kommunikationsprogramm. Er hat gesagt, es sei seine Schuld, dass du es gefunden hast.« Sie fing seinen Blick auf und verstummte; er hatte die Wärme in ihrer Stimme gehört und seine Miene war feindselig. »Das hat er mir jedenfalls erzählt«, sagte sie brüsk, »als er mich gebeten hat, dir bei der Flucht zu helfen.«
»Dann muss es ja stimmen«, sagte er und sah weg. Er nahm noch einen Schluck aus der Flasche. »Schau«, sagte er und packte den Rucksack. »Wir können uns über diesen anderen Ort nicht den Kopf zerbrechen. Jedenfalls nicht jetzt. Wir müssen so weit von der Stadt wegkommen, wie es geht. Sie werden nach uns suchen. Und wir müssen die Bösen meiden. Und etwas zu essen finden, Wasser und einen Unterschlupf. Ich denke, damit haben wir genug zu tun, meinst du nicht auch?«
Er blickte sie kaum an, als wäre sie das Letzte, was er sehen wollte.
»Aber …« Evie verzog unwillkürlich das Gesicht. Sie wusste, dass er recht hatte. Doch sie wollte es nicht hören. Sie wollte ein Ziel haben, nicht einfach weglaufen. Sie wollte Antworten; sie wollte Wut ablassen gegen die Stadt und sie wollte den anderen Ort finden. Den Ort, von dem sie gekommen war.
»Aber was?« Raffy seufzte ungeduldig.
»Aber wir suchen doch nach dieser anderen Stadt, wenn wir in Sicherheit sind, oder? Lucas hat gesagt, wir sollten uns nordwärts halten, bestimmt weil …«
»Lucas sagt einen Haufen Zeug«, unterbrach Raffy sie verärgert. »Aber Lucas ist nicht hier. Ich gehe da lang. Kommst du mit?«
Er marschierte auf den Höhlenausgang zu, und für ein paar Augenblicke sah Evie ihm nach, wie er ging. Sie war allein. Sie war allein mitten in einem trostlosen Niemandsland. Sie war müde, sie war hungrig, und Raffy war wütend auf sie, weil sie ihm das Leben gerettet hatte.
»Weißt du, dass K für Killable steht?«, rief sie plötzlich. »Weißt du, dass sie dich von den Bösen töten lassen wollten? Wenn ich dir nicht zur Flucht verholfen hätte. Wenn Lucas dir nicht geholfen hätte.«
Raffy blieb stehen und drehte sich um. »Killable?«
»Genau. Killable.« Sie rannte zu ihm. »Ks werden nicht neu konditioniert«, sagte sie atemlos. »Man setzt sie vor der Stadtmauer aus, damit die Bösen sie töten. Die Bösen fressen sie auf. Wie Wilde.«
»Und das hat dir mein Bruder erzählt?«, fragte Raffy, immer noch mit Trotz in der Stimme, doch jetzt spiegelte sich so etwas wie Furcht in seinem Gesicht.
»Er hat gesagt, er hätte dich eingesperrt, damit niemand mit dir sprechen konnte. Er hat versucht, sie davon zu überzeugen, dass du an Wahnvorstellungen leiden würdest und dir das mit dem Kommunikationsprogramm nur eingebildet hättest. Er hat gesagt, er wollte dich beschützen.«
»So wie er meinen Vater beschützt hat?«, fragte Raffy. »Evie, er hat die Polizeigarde gerufen. Er hat sie auf unseren eigenen Vater gehetzt. Unser Vater war ein K. Du meinst also, er ist vor der Stadt ausgesetzt worden? Und Lucas wusste es?« Er biss sich auf die Lippe, wandte sich ab und wischte sich mit dem Ärmel über die Nase.
Evie sah zu Boden. Hatte Lucas so etwas wirklich getan? Und hatte Raffy doch recht mit Lucas? Nein. Sie konnte das nicht glauben. »Vielleicht hat er es ja getan, Raffy. Ich weiß es nicht. Aber er hat uns zur Flucht verholfen. Er hat verhindert, dass die Bösen dich töten. Und er … er hat …«
»Er hat was?«, fragte Raffy höhnisch.
»Er hat mir gesagt, dass meine Eltern nicht meine Eltern sind.« Sie fing an zu schluchzen. »Er hat gesagt, ich wäre in die Stadt gebracht worden. Und dass sie meine richtigen Eltern umgebracht hätten.«
»Was?« Raffy erstarrte.
»Er hat gesagt, sie hätten Leute hereingelassen, die Kinder hatten, und ihnen die Kinder dann weggenommen und … und …«
Raffy schüttelte den Kopf, seine Augen flackerten, als würde er Informationen verarbeiten. Dann fasste er Evie an den Schultern. »Dein Traum! Dein Traum!«
Evie nickte. Tränen liefen ihr über die Wangen. Tränen der Trauer, der Erschöpfung, der Angst und des Verrats. »Sie haben mir immer gesagt, ich muss gegen meine Träume ankämpfen. Und dann haben sie gesagt, ich würde von der Stadt träumen! Der Bruder wusste es – er wusste es die ganze Zeit. Und Lucas hat es mir erzählt. Warum hätte er mir die Wahrheit sagen sollen, wenn er mir nicht irgendwie helfen wollte? Vielleicht sind meine Eltern ja aus dieser anderen Stadt gekommen. Verstehst du denn nicht, dass wir dort hinmüssen?«
Raffy starrte sie einen Moment lang an, dann zog er sie an sich und nahm sie in die Arme.
Als er sie losließ, blickte sie zu ihm auf und sah, dass in seinen Augen ein Feuer loderte; die Hoffnungslosigkeit, die sich dort eingenistet hatte, war endlich vertrieben. »Wir werden diesen anderen Ort finden«, sagte er feierlich. »Wir werden ihn finden. Das verspreche ich dir. Es tut mir leid, Evie. Es tut mir so leid.«
Evie lächelte unter Tränen. »Mir tut es auch leid«, brachte sie heraus. »Mir tut es auch leid.«
Er küsste sie zärtlich. »Wir haben uns, und das ist alles, was zählt. Richtig?«
Evie sah ihn an, den Jungen, den sie schon so lange liebte, ihren besten Freund, ihren Vertrauten, und sie nickte. Doch während Raffy sie noch einmal an sich zog, gingen ihr Bilder von Lucas durch den Kopf, Bilder von dem Schmerz in seinen Augen und von der Verzweiflung in seinem Gesicht, und sie drängte diese Gedanken weg und vergrub ihr schlechtes Gewissen tief in ihrem Herzen.
»Na, dann los«, meinte Raffy und lächelte sie an. »Es wird schon dunkel. Höchste Zeit, dass wir loskommen.«
Sie traten aus der Höhle wieder hinaus in die schaurige, vergessene Landschaft. Sie liefen los, dann gingen sie ein Stück, um wieder zu Atem zu kommen, dann rannten sie wieder über rissige, staubtrockene Erde, durch Lagerhallen ohne Dach und über gestampfte Pfade, die einmal Straßen und Gehsteige gewesen sein mussten.
»Warte«, rief Evie. Sie blieb stehen, bückte sich und zog etwas aus der Erde.
»Was ist das?«, fragte Raffy.
»Ein Spielzeug.« Sie drehte es in den Händen. Eine perfekt nachgebildete Babypuppe, ein Mädchen, aus Plastik, ein Stoff, den es innerhalb der Stadtmauer nur ganz selten gab. Nur Dinge von früher waren aus Plastik, und sie wurden verachtet, weil es die Dinge der Bösen waren. In der Stadt wurde kein Plastik hergestellt; nur neue, in der Stadt hergestellte Gegenstände waren gut, weil das die Industrie und Produktivität förderte und alles, was die Stadt so wunderbar machte. Während sie die Puppe betrachtete, konnte Evie förmlich den Hohn des Bruders hören, und ihre Mutter, wie sie sich darüber lustig machte, über das Spielzeug des Bösen, und zu ihr sagte, es werde sie verderben. Spielzeug war nicht erlaubt in der Stadt; was sie an Spielzeug gesehen hatte, stammte aus der Alten Welt, wo es so etwas ab und zu gab. Man spielte gelegentlich darauf und spielte damit, bis es einem von einem Lehrer oder von den besorgten Eltern weggenommen wurde. Aber sie war nicht mehr in der Stadt.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Das letzte Zeichen»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Das letzte Zeichen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Das letzte Zeichen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.