Christian Jacq - Der Sohn des Lichts

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Der Sohn des Lichts: краткое содержание, описание и аннотация

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Deutsch von
Annette Lallemand
Die Originalausgabe erschien 1995 unter dem Titel
»Ramses. Le fils de LA lumiere«
bei Editions Robert Laffont, S.A. Paris

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Der dickbäuchige Wachtmeister war als erster bei Ramses und warf sich vor dem Streitwagen in den Schlamm.

»Wir sind unversehrt, Majestät! Kein einziger ist verwundet.«

»Steh auf.«

Die arglose Freude wurde von einer eisigen Stimmung gelähmt.

»Wir – wir waren zu wenige, um Widerstand zu leisten. Die Seeräuber hätten uns niedergemacht.«

»Wie weit sind sie vorgedrungen?«

»Sie haben die Küste nicht verlassen und ein anderes Dorf überfallen.«

»Weil ihr zu feige wart!«

»Aber Majestät, das wäre ein ungleicher Kampf gewesen.«

»Mach meinen Weg frei.«

Dem Wachtmeister blieb gerade noch Zeit, zur Seite zu springen. Da er mit gesenktem Kopf dastand, sah er nicht, wie der Streitwagen des Regenten auf das Leitschiff eines beeindruckenden Flottenverbandes aus Memphis zufuhr. Kaum war Ramses an Bord, gab er Befehl, schnurgerade nach Norden zu rudern.

Er war rasend vor Zorn auf diese Seeräuber und diese unfähigen Soldaten, und er verlangte von seinen Ruderern die Aufbietung sämtlicher Kräfte. Ihr Eifer erlahmte nicht, sie ließen sich sogar anstecken und hatten es plötzlich genauso eilig wie er, an der Meeresgrenze Ägyptens die Ordnung wiederherzustellen.

Ramses fuhr geradewegs auf sein Ziel los.

Die Seeräuber, die sich inzwischen in den beiden eroberten Dörfern niedergelassen hatten, wußten noch nicht so recht, wie sie sich verhalten sollten. Sollten sie ihren Zugriff auf die Küste erweitern und sich am Sieg erfreuen oder die Beute packen und heimfahren und in näherer Zukunft erneut angreifen?

Als Ramses sie angriff, saßen sie gerade beim Mittagsmahl und aßen Fisch. Trotz der zahlenmäßig gewaltigen Überlegenheit des Gegners verteidigten die Seeräuber sich mit unglaublicher Wildheit. Der Riese allein erledigte rund zwanzig Fußsoldaten, mußte aber der großen Zahl dann doch weichen.

Mehr als die Hälfte der Seeräuber war getötet worden, ihr Schiff stand in Flammen, aber ihr Anführer weigerte sich, vor Ramses klein beizugeben.

»Wie heißt du?«

»Serramanna.«

»Woher kommst du?«

»Aus Sardinien. Du hast mich besiegt, aber andere sardische Schiffe werden mich rächen. Zu Dutzenden werden sie einfallen, und du wirst sie nicht aufhalten können. Wir wollen die Reichtümer Ägyptens, und wir werden sie uns holen.«

»Wieso beschränkt ihr euch nicht auf euer eigenes Land?«

»Erobern ist unser Lebensinhalt. Eure armseligen Soldaten werden uns nicht lange Widerstand leisten.«

Empört über die Frechheit des Mannes, hob einer der Ägypter sein Beil, um ihm den Schädel zu spalten.

»Zurück!« befahl Ramses, an seine Soldaten gewandt. »Wer von euch tritt freiwillig gegen diesen Barbaren an?«

Es gab keinen Freiwilligen.

Serramanna lachte höhnisch.

»Ihr seid keine Krieger!«

»Was genau suchst du hier?«

Die Frage überraschte den Riesen.

»Reichtum! Und dann auch noch Weiber, euren besten Wein, ein Haus mit Landbesitz und…«

»Wenn ich dir das alles biete, würdest du dann das Amt des Obersten meiner Leibgarde übernehmen?«

Die Augen des Riesen weiteten sich, bis vom Gesicht kaum mehr etwas übrigblieb.

»Töte mich, aber verspotte mich nicht!«

»Ein echter Krieger ist fähig, in einem einzigen Augenblick eine Entscheidung zu treffen. Willst du mir also dienen oder sterben?«

»Sag deinen Wachen, sie sollen mich loslassen!«

Furchterfüllt banden die zwei Soldaten ihm die Handgelenke los.

Ramses war groß, aber Serramanna war noch einen Kopf größer. Als er zwei Schritte auf den Regenten zu tat, richteten die ägyptischen Bogenschützen ihre Pfeile auf ihn. Wenn er sich auf Ramses stürzte und einen Zweikampf beabsichtigte, um ihn mit seinen Pranken zu erwürgen, würden sie dann noch schießen können, ohne Sethos’ Sohn zu verletzen?

Ramses las in den Augen des Sarden die Lust zu töten, blieb aber weiterhin mit verschränkten Armen stehen, als kümmere ihn das nicht. Sein Gegner vermochte beim Regenten keine Spur von Angst auszumachen.

Serramanna beugte das Knie und senkte den Kopf.

»Befiehl, und ich werde gehorchen.«

ZWEIUNDFÜNFZIG

In Memphis war man empört. Stellte die Oberschicht der Armee etwa nicht genügend tapfere Söhne, oder waren diese etwa nicht würdig, den Schutz des Regenten zu gewährleisten? Die Leibgarde einem solchen Barbaren zu unterstellen war eine Beleidigung des Adels, selbst wenn Serramanna, das mußte man zugeben, in seiner sardischen Tracht in der Tat abschreckender wirkte als jeder andere. Die übrigen Seeräuber, die sich der Plünderung schuldig gemacht hatten, waren zwar zur Verbüßung ihrer Schuld in die Steinbrüche geschickt worden, aber gebührte ihrem Anführer deshalb ein solch beneidenswerter Posten? Keiner würde Mitleid haben mit dem Regenten, wenn der Kerl ihm eines Tages doch in den Rücken fiele.

Chenar jubilierte. Wieder hatte Ramses einen Fehler begangen. Diese empörende Entscheidung war ein beredter Beweis, daß nur rohe Gewalt bei Ramses Anklang fand. Bankette und Empfänge strafte er mit Mißbilligung und machte statt dessen endlose Ritte durch die Wüste, übte sich unermüdlich im Bogenschießen und Schwertkampf, wenn er nicht gar mit seinem Löwen herumtollte.

Serramanna wurde zu seinem bevorzugten Kampfgefährten. Einer lernte vom anderen, sei es im Ringkampf oder mit der Waffe, wobei Kraft und Geschmeidigkeit sich harmonisch verbanden. Die dem Riesen unterstellten Ägypter beklagten sich nicht. Auch sie wurden gedrillt und zu Elitesoldaten geschult und dafür bestens untergebracht und verpflegt.

Ramses hielt sein Wort. Serramanna wurde Besitzer eines Hauses mit acht Räumen, einem Brunnen und einem baumbestandenen Garten. Sein Keller füllte sich mit Amphoren voll ausgereiften Weines und sein Bett mit nicht gerade scheuen Libyerinnen und Nubierinnen, die den Fremdling höchst anziehend fanden.

Obgleich er weiterhin Helm, Brustschild, Schwert und Rundschild trug, vergaß der Sarde seine Heimat. In Sardinien war er arm und verachtet gewesen, in Ägypten war er reich und geachtet! Dafür war er Ramses unendlich dankbar. Er hatte ihm nicht nur das Leben geschenkt, sondern ihm auch noch jenes beschert, von dem er immer geträumt hatte. Wer auch immer es wagen sollte, den Regenten zu bedrohen, der würde es mit ihm zu tun bekommen!

Die Nilschwemme in diesem vierzehnten Regierungsjahr Sethos’ war nicht vielversprechend. Der schwache Wasseranstieg könnte zu Hungersnöten führen. Sobald der König eine Bestätigung der Kundigen aus Assuan erhielt, die den Fluß beobachteten und ihre Aufzeichnungen mit denen früherer Zeiten verglichen, ließ er Ramses rufen. Trotz seiner Mattigkeit, die sich nicht bessern wollte, fuhr der Pharao mit seinem Sohn zum Gebel Silsileh, wo die Ufer den Nil einengten. Dort kam der Überlieferung gemäß Hapi, der das Wasser anschwellen ließ, aus zwei Höhlen hervor, und dieses reine Wasser nährte das Land.

Um ihn wohlwollend zu stimmen, opferte Sethos dem Fluß vierundfünfzig Krüge Milch, dreihundert Brote, siebzig Kuchen, achtundzwanzig Näpfe Honig, achtundzwanzig Körbe Weintrauben, vierundzwanzig Körbe Feigen, achtundzwanzig Körbe Datteln sowie Granatäpfel, Avocados, Jojobas, Gurken und Bohnen, Tonfigürchen, achtundvierzig Krüge Weihrauch, Gold, Silber, Kupfer, Alabaster und Kuchen in Form von Kalb, Gans, Krokodil und Flußpferd.

Drei Tage später war der Wasserspiegel gestiegen, aber noch immer unzureichend. Es blieb nur noch eine winzige Hoffnung.

Das Haus des Lebens von Heliopolis war das älteste Ägyptens. Dort wurden die Schriften über die Geheimnisse von Himmel und Erde, die geheimen Rituale, die Himmelskarten, die Annalen der Königshäuser, die Verheißungen, die Göttersagen, die Aufzeichnungen aus Medizin und Chirurgie, die Abhandlungen über Mathematik und Geometrie, Hinweise zur Traumdeutung, die Handbücher zur Baukunst, Bildhauerei und Malerei, die Listen des für jeden Tempel notwendigen Ritualgeräts, der Festtagskalender, Sammlungen mit Zauberformeln, die von den Alten verfaßten »Weisheitslehren« und die Spruchsammlungen zur »Verwandlung in Licht«, die das Reisen in der anderen Welt begleiteten, sorgfältig aufbewahrt.

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