Christian Jacq - Der Sohn des Lichts
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- Название:Der Sohn des Lichts
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Annette Lallemand
Die Originalausgabe erschien 1995 unter dem Titel
»Ramses. Le fils de LA lumiere«
bei Editions Robert Laffont, S.A. Paris
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Dieser Gedankengang machte Moses unsicher.
»Ramses berauscht sich an seiner Macht«, fuhr Sary fort, »seine Schwester hat den Fehler begangen, ihm etwas mehr Zurückhaltung nahezulegen. Im Grunde hat er sich nicht verändert. Sein unnachgiebiger und ungezügelter Charakter ist nicht geeignet für die verantwortungsvolle Rolle, die ihm übertragen wurde. Glaube mir, ich bin der erste, der das bedauert. Auch ich hatte ja versucht, ihm ins Gewissen zu reden. Doch es war vergeblich.«
»Belastet dich diese Verbannung nicht?«
»Verbannung ist ein zu starkes Wort! Diese Gegend ist doch großartig, der Tempel verschafft Seelenruhe, und es macht mir Freude, mein Wissen an Kinder weiterzugeben. Ehrgeiz ist meinem Alter nicht mehr angemessen.«
»Hältst du dich für das Opfer einer Ungerechtigkeit?«
»Ramses ist der Regent.«
»Machtmißbrauch ist ein schlimmer Frevel.«
»Es ist schon besser so, glaub mir. Aber hüte du dich vor Ramses.«
»Aus welchem Grund?«
»Ich bin mir sicher, daß er sich nach und nach all seiner alten Freunde entledigen wird, und dabei wird ihm jeder Vorwand recht sein. Allein schon ihre Gegenwart wird ihm lästig sein. Er hat ohnehin nur Augen für Nefertari. Seit ihrer Heirat zählt nur mehr ihre Zweisamkeit. Diese Frau vergiftet ihm Herz und Sinn. Sei auf der Hut, Moses! Für mich ist es zu spät, aber du wirst es noch zu spüren bekommen.«
Der Hebräer dachte lange nach. Er achtete seinen ehemaligen Lehrer, dessen Worte so gar nicht streitbar geklungen hatten. Sollte Ramses wirklich den falschen Weg gegangen sein?
Der Löwe und der gelbe Hund hatten Freundschaft geschlossen mit Nefertari. Außer Ramses durfte nur sie noch den Wüstenkönig streicheln, ohne gekratzt oder gebissen zu werden. Alle zehn Tage gönnte sich das junge Paar einen freien Tag und streifte mit den beiden Tieren durchs Land. Schlächter lief neben dem Wagen her, während Wächter es sich zu Füßen seines Herrn bequem machte. Mittags aßen sie am Feldrain, bewunderten den Flug der Ibisse und Pelikane und grüßten die Dorfbewohner, die Nefertaris Schönheit bezauberte. Die junge Frau verstand es, auf jeden einzugehen, und fand für alles das richtige Wort. Schon etliche Male hatte sie bewirkt, daß sich die Lebensbedingungen eines alten oder kranken Bauern verbessert hatten.
Ob sie Tuja oder einer Magd gegenüberstand, Nefertari war immer die gleiche, stets aufmerksam und ausgeglichen. Sie besaß alle Gaben, die Ramses fehlten, Geduld, Bescheidenheit und Sanftmut. Alles, was sie tat, war einer Königin würdig. Vom ersten Augenblick an hatte er gewußt, daß sie unersetzlich sein würde.
In ihnen wuchs eine Liebe heran, die sich deutlich unterschied von der, die der Regent für Iset, die Schöne, empfand. Zwar vermochte Nefertari wie diese sich der Lust hinzugeben und die Leidenschaftlichkeit ihres Geliebten zu genießen, aber selbst im Augenblick der Vereinigung ihrer beider Körper funkelte in ihrem Blick noch ein anderes Licht. Im Gegensatz zu Iset, der Schönen, teilte Nefertari die geheimsten Gedanken ihres Geliebten.
Als der Winter des zwölften Regierungsjahrs seines Vaters anbrach, bat Ramses ihn um die Erlaubnis, Nefertari nach Abydos mitnehmen zu dürfen, damit auch sie die Osiris- und Isis-Mysterien erlebte. Das königliche Paar sowie der Regent und seine Gemahlin brachen also gemeinsam auf zur heiligen Stadt, wo Nefertari eingeweiht wurde.
Am Tage nach der Zeremonie überreichte Tuja ihr ein Goldarmband, das sie von nun an tragen würde, wenn sie der großen königlichen Gemahlin zur Hand ging bei den Ritualhandlungen. Die junge Frau war zu Tränen gerührt. So hatte ihr Lebensweg sie also doch nicht, wie befürchtet, vom Tempeldienst entfernt.
»Mir gefällt das nicht«, mäkelte Ameni.
Da Ramses wußte, wie griesgrämig er manchmal sein konnte, hörte er nur mit halbem Ohr zu.
»Mir gefällt das ganz und gar nicht«, hörte er abermals.
»Sollte man dir minderwertigen Papyrus geliefert haben?«
»Den hätte ich doch gar nicht erst angenommen, darauf kannst du Gift nehmen. Fällt dir denn nichts auf? In deiner Umgebung?«
»Des Pharaos Gesundheit ist nicht beeinträchtigt, meine Mutter und meine Gemahlin sind die besten Freundinnen, das Land lebt in Frieden, Homer schreibt. Was kann man sich sonst noch wünschen? Ja, ich weiß! Du bist noch immer nicht verlobt!«
»Ich habe keine Zeit für solche Belanglosigkeiten. Hast du sonst nichts bemerkt?«
»Nein, wirklich nicht.«
»Du hast nur noch Augen für Nefertari. Verständlicherweise. Zum Glück jedoch hast du mich. Ich wache und horche.«
»Und was hörst du?«
»Beunruhigendes Gerede. Man versucht dein Ansehen zu untergraben.«
»Trägt Chenar die Schuld daran?«
»Dein Bruder befleißigt sich erstaunlicher Zurückhaltung seit einigen Monaten. Im Gegenzug wird aber das abschätzige Gemunkel bei Hofe immer lauter.«
»Das ist lästig, aber unwichtig.«
»Da bin ich aber anderer Meinung.«
»All diese Schwätzer werde ich schon das Schweigen lehren!«
»Das wissen sie«, bemerkte Ameni. »Darum werden sie sich gegen dich auflehnen.«
»Außerhalb der Palasthallen oder der Empfangssäle ihrer prächtigen Villen haben sie keinen Funken Mut.«
»Da magst du recht haben, doch ich fürchte, sie werden sich gegen dich verbünden.«
»Sethos hat seinen Nachfolger bestimmt. Alles übrige ist Geschwätz.«
»Glaubst du, Chenar verzichtet freiwillig auf den Thron?«
»Du sagst doch selbst, daß er gefügig geworden ist.«
»Genau das beunruhigt mich. Es paßt so gar nicht zu ihm!«
»Du machst dir zu viele Sorgen, mein Freund. Sethos schützt uns.«
»Solange er lebt«, dachte Ameni bei sich. Er war entschlossen, Ramses zu warnen, denn die Stimmung wurde immer unbehaglicher.
FÜNFZIG
Ramses’ und Nefertaris tochter hatte nur zwei Monate gelebt. Das schwächliche Kind, das auch nicht essen wollte, war ins Reich der Schatten heimgekehrt. Der Kummer der jungen Frau hatte den Ärzten viel Sorge bereitet. Drei Wochen lang hatte Sethos ihr täglich die Hände aufgelegt, um ihr die notwendige Kraft zu verleihen, diesen Schmerz zu überwinden.
Der Regent leistete seiner Gemahlin hilfreichen Beistand. Kein Ton der Klage kam über Nefertaris Lippen. Allzugern raffte der Tod Neugeborene dahin, ungeachtet ihrer Herkunft. Aus ihrer Liebe zu Ramses würde ein neues Kind entstehen.
Der kleine Kha war gesund. Eine Amme nahm sich seiner an, während Iset, die Schöne, in den höheren Kreisen Thebens mehr und mehr Fuß faßte. Sie hatte ein offenes Ohr für die Klagen Dolentes und ihres Gatten und wunderte sich über Ramses’ ungerechte Entscheidung. In der großen Stadt des Südens fürchtete man seine Thronbesteigung, denn er galt als Despot, der sich um das Gesetz der Maat recht wenig scherte. Iset erhob zwar Einwände, doch angesichts der vielen Klagen verschlug es ihr die Sprache. War ihr Geliebter wirklich ein machtbesessener Tyrann, ein völlig gefühlloses Ungeheuer?
Abermals fielen ihr Chenars Worte ein.
Sethos gönnte sich keine Ruhe mehr. Sobald seine Verpflichtungen es ihm erlaubten, ließ er Ramses kommen. Im Garten des Palastes führten Vater und Sohn lange Gespräche. Sethos, der am Schreiben keinerlei Gefallen fand, vermittelte seine Lehren lieber mündlich. So mancher König vor ihm hatte »Lehren« verfaßt und seinem Nachfolger Weisungen für das Regierungsamt hinterlassen. Er sprach lieber. Der Junge sollte den Worten des Alten lauschen.
»Genügen wird dieses Wissen nicht«, mahnte er, »aber es ist doch immerhin so viel wert wie Schild und Schwert für einen Fußsoldaten. Du wirst dich verteidigen und angreifen können. Zeiten des Glücks wird jeder sich selbst zuschreiben, doch sobald Unglück hereinbricht, wirst du der einzig Schuldige sein. Wenn dir ein Fehler unterläuft, suche die Schuld nur bei dir, bei keinem anderen, und dann berichtige ihn. Die gerechte Ausübung der Macht ist die ständige Berichtigung des Denkens und Handelns. Es ist an der Zeit, daß ich dir eine Aufgabe übertrage, die du an meiner Stelle bewältigen mußt.«
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