Franz Stimmer - Grundlagen des Methodischen Handelns in der Sozialen Arbeit

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Mit diesem Buch liegt eine Einführung in die Systematik Methodischen Handelns in der Sozialen Arbeit vor. Dadurch wird es möglich, die vielfältigen und oft verwirrenden Ebenen und Aspekte Methodischen Handelns in einen sinnvollen Zusammenhang zu bringen. In diese Systematik (Funktionsprinzipien sowie zirkulärer Problemlösungsprozess) mit den wechselseitig aufeinander bezogenen Ebenen sind Grundfragen der Ethik und des Rechts, bedeutsame Handlungsleitende Konzepte (Empowerment, Case Management, Sozialökologie), zentrale Interaktionsmedien (Beratung, Begleitung-Unterstützung-Betreuung) ebenso integriert wie spezifische Methoden und Verfahren der Situationsanalyse (Person-in-Environment System, Netzwerkanalyse, Genogrammarbeit), der Situationsintervention (Klientenzentrierte Gesprächsführung, Themenzentrierte Interaktion, Motivational Interviewing) und der Reflexion professionellen Handelns (Selbstevaluation, Supervision) sowie die Entwicklung eines Kompetenzenprofils für Fachkräfte der Sozialen Arbeit. Die genannten Elemente Methodischen Handelns und ihre Verknüpfung in einem systematischen Rahmen fundieren professionell-methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit. Das Buch bietet so eine unverzichtbare Grundlage für das Studium und die Praxis der Sozialen Arbeit.

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Die Problemlösungsaufgaben im Rahmen der Sozialen Arbeit lassen sich auf einem Kontinuum denken ( Abb. 1), das die beiden Extrempunkte »völlig neuartiges Problem« und »völlig institutionalisiertes Problem« aufweist. Probleme, die sich in der konkreten Realität stellen, sind zwischen diesen Extrempunkten, mehr oder weniger zur Mitte hin, angeordnet.

Abb. 1: Problemtypen-Kontinuum

Probleme vom Typ x verlangen eine Planungsphase entsprechend dem Orientierungsraster ( Abb. 3), d. h., es müssen alle Ebenen von der Ethik bis hin zu den Techniken bedacht, integriert und zu einem Konzept methodischen Handelns gebündelt werden. Wenn sich etwa in einer Gemeinde zeigt, dass eine Jugendhilfeeinrichtung im Sinne von Diversionsprojekten (Programme, mit deren Hilfe die stigmatisierenden Auswirkungen durch formale Eingriffe des Justizsystems bei jugendlichen Delinquenten so weit wie möglich vermieden werden sollen) sehr sinnvoll wäre und einige Bürger sich zu einem Verein zusammenschließen, der diese Aufgabe organisieren möchte, keiner aber recht weiß wie, dann beginnt genau diese Art von Problemlösung. Es müssen, um einige Punkte zu nennen, regionalorientierte Handlungskonzepte entwickelt, die Kooperation am Ort gefördert (Gericht, Jugendamt), Jugendliche für die Einrichtung gewonnen, Mitarbeiter eingestellt, juristische Rahmenbedingungen beachtet, die Öffentlichkeit informiert und die Finanzierung gesichert werden. Die Zielvorgaben sind zunächst noch relativ diffus.

Probleme vom Typ y und deren Lösungen sind von den Problemlösern verinnerlicht. Hier besteht bereits eine Orientierung an Handlungsleitenden Konzepten, die Arbeitsformen und Interaktionsmodi sowie die spezifischen Methoden sind im Rahmen dieser Arbeit anerkannt. Dies sind Probleme, wie sie in Institutionen mit einer klar umrissenen Aufgabenstellung auftreten. Beispiele sind etwa die Schwangerschaftskonfliktberatung, die Heimerziehung oder die Jugendamtsberatung von Pflegeeltern. Hier wird in der Regel das Orientierungsraster nicht mehr bewusst reflektiert, außer es kommt zu Problemen, wenn sich beispielsweise rechtliche Vorgaben ändern, Finanzierungen gefährdet sind, Mitarbeiter erschöpft aufgeben, die Klienten wegbleiben oder Kritik von außen zum Umdenken zwingt. Die Zielvorgaben sind relativ eindeutig. Problemlösungen dieses Typs reduzieren verwirrende Komplexität und erleichtern dadurch das Handeln, unterliegen aber der Gefährdung, dass soziales Handeln in eine ritualisierte Abfolge von Teilschritten gepresst wird.

Probleme vom Typ a treten dann auf, wenn etwa eine Institution, für die bisher Probleme vom Typ y kennzeichnend waren, sich auf neue Aufgaben einlässt, für die es vielleicht auch schon Modelle gibt, die aber für die spezifische Problemlage transformiert werden müssen. So kann eine Drogenberatungsstelle, die bisher schon Erfahrungen in der Suchtprävention in Schulen gemacht hat, aufgrund von neuen Möglichkeiten, die das Sozialministerium eröffnet hat, zusätzlich die Aufgabe übernehmen, Suchtprävention im Kindergarten langfristig zu gestalten. Zur Prävention und zur Suchtprävention gibt es genügend theoretisches und handlungsmethodisches Material, die praktischen Erfahrungen der Mitarbeiter in den Schulen sind profund und es sind auch einige Erfahrungen mit der Suchtprävention im Kindergarten zumindest ansatzweise in anderen Regionen bereits gemacht worden. Die Übertragbarkeit muss nun überprüft werden, es muss gefragt werden, ob Prävention wirklich im Kindergarten das geeignetste Konzept ist oder nicht vielleicht besser neuere Konzepte der Gesundheitsförderung der Aufgabe angemessener sind, wobei die Ziele vielleicht erst noch genauer definiert werden müssen. Die Handlungsleitenden Konzepte, die sich in der Schule bewährt haben und die darin integrierten spezifischen Methoden, Verfahren und Techniken müssen vermutlich modifiziert, ergänzt oder ersetzt werden. Weiter ist die Frage zu klären, wer denn eigentlich die Klienten sind; sind es die Kinder, die Erzieherinnen, die Eltern oder alle zusammen? Die Zielvorgaben sind weniger diffus als bei Problemen vom Typ x und weniger eindeutig als beim Typ y.

Die Sogwirkung der Institutionalisierung und der Ritualisierung bringt es mit sich, dass alle Problemtypen sich im Laufe der Zeit dem Typ y annähern. Dies ist im Grunde auch wünschenswert, zumindest nicht zu verteufeln, da routiniertes Arbeiten in Teilbereichen es erst ermöglicht, effektiv und kompetent die gestellten Aufgaben einer Lösung zuzuführen, ohne in der verwirrenden Diffusität oder den Zufälligkeiten des Alltags zu versinken. Um umgekehrt aber nicht der Erstarrung eines computergesteuerten Robotersystems zu verfallen, sind die Evaluation bzw. viel mehr noch die Selbstevaluation und die Supervision notwendige Instrumente, um dieser Entwicklung vorzubeugen. Wenn als Basis des methodischen Umgangs mit Klienten die Verständigungsorientierung anerkannt wird und damit strategisch erfolgszentriertes Handeln ( Abb. 6) weitgehend vermieden werden kann, ist dies ein weiteres Präventionselement, das einem konservenhaften Handeln in der Sozialen Arbeit vorbeugt. Routine muss also immer wieder misstrauisch hinterfragt werden. Positiv formuliert zeichnet sich sozialpädagogische Kreativität dadurch aus, dass vor dem sicheren Hintergrund stabilisierenden Routinehandelns versucht wird (nach Moreno), für alte Probleme neue Lösungen zu finden und für neue Probleme angemessene Lösungen zu entwickeln.

3.3 Mehrperspektivität von Problemen

Mehr als in vielen anderen Berufen ist in der Sozialen Arbeit die Rede von der Multiperspektivität der Problemgenese und Problemlösung. Dennoch ist die Reduktion von Vielfalt notwendig, um in konkreten Situationen handlungsfähig zu bleiben. Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit ist Handeln in komplexen Situationen, die nach Dörner (1992, S. 58 ff.) durch Vernetztheit, Dynamik, Intransparenz und (notwendigerweise) ein unvollständiges Strukturwissen gekennzeichnet sind. Eine Vergewisserung wesentlicher Aspekte dieses Handelns, immer unter der Ausrichtung auf einen verständigungsorientierten zirkulären Problemlösungsprozess ( картинка 11 Kap. 3.5) sowie einer Orientierung und Ausrichtung des Handelns an Basiskriterien ( картинка 12 Abb. 3und Abb. 4) ist daher hilfreich für die Strukturierung verwirrender Komplexität und Voraussetzung für effektives Arbeiten. Das Bewusstsein bzw. das Bewusstmachen von netzwerkartigen Problemverflechtungen sind notwendige, wenn auch noch nicht ausreichende Voraussetzungen, um die auftretenden Probleme in den diversen Arbeitsfeldern Sozialer Arbeit angemessen zu bewältigen. Hinzukommen muss eine verantwortete Beschränkung von Dienstleistungen, die die äußeren und inneren Grenzen von Sozialpädagogen und Klienten bewusst berücksichtigt. In der Abbildung 2 sind einige zentrale Aspekte des Perspektivengeflechtes zusammengefasst.

Abb. 2: Perspektiven: Gesellschaft – Lebenswelten – Lebensstile

In der Sozialen Arbeit sind die Problemanalyse-, Interventions- und Reflexionsmethoden bzw. -verfahren im Sinne mehrperspektivischen Denkens und Handelns bezüglich der Problemzuordnung, aber eben auch der Ressourcenfindung auf die Lebensstile und die Lebenswelten der Klienten sowie auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, in denen sozialpädagogisches Handeln stattfindet, einschließlich ihrer Wechselwirkungen zu beziehen. In den Lebenswelten sind nicht nur pathogene Wirkungen zu finden, sondern auch salutogene Möglichkeiten zu suchen. Dies beinhaltet auch die Frage, was in der Umwelt zu verändern ist, um positive Veränderungen in den Lebenstilen der Klienten zu bewirken bzw. auch umgekehrt.

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