Erin Lenaris - Die Ring Chroniken 1

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Die Ring Chroniken 1: краткое содержание, описание и аннотация

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Wie schmerzhaft sind Lügen?
Was, wenn du sie fühlen könntest?
Von ihnen umringt wärst?
Die 16-jährige Emony verfügt über eine Gabe: Sie kann Lügen erkennen. Doch diese Fähigkeit bringt sie in Gefahr, als sie ihre Heimat, die
lebensfeindliche Rauring-Wüste, verlässt. Denn es gibt nur eine Möglichkeit, der mörderischen Hitze und dem quälenden Durst zu
entkommen – Emony muss eine Ausbildung bei dem Unternehmen beginnen, das die weltweite Wasserversorgung kontrolliert.
Rasch kommt sie dahinter, dass ihr Arbeitgeber die Wüstenbewohner betrügt. Der einzig ehrliche Mensch scheint ihr Ausbilder Kohen zu sein, für
den sie bald mehr empfindet. Kann sie ihm im Kampf gegen den übermächtigen Gegner vertrauen?
Und sind die Lügen noch viel größer als vermutet?

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4. Kapitel

Als die Transportmaschine nach vier Stunden brummend in den Sinkflug geht, öffnen sich die Fensterblenden. „Ooooh“, raunt es vielstimmig durch das Flugzeug. Die Aussicht kommt mir unwirklich vor, wie ein Foto aus einem Bildband, bei dem Kontrast und Farben verstärkt wurden. Die Werbefilme für die Adoptenausbildung haben nicht übertrieben.

Wir nähern uns einer Bergkette mit felsigen Gipfeln und üppigem Bewuchs weiter unten. Die Farben sind so satt und grell, dass es beinahe in den Augen schmerzt – Gelbgrün, Blaugrün, Schwarzgrün, Grün in allen Schattierungen. Polaris, die Hauptstadt des Regenrings, liegt am Fuß einer Bucht, umgeben von bewaldeten Hängen. Die Vegetation erstreckt sich über die Vorgärten bis zum Dach der bläulich schimmernden Türme und sprießt sogar zwischen den spiegelnden Glasflächen heraus.

Felix stößt einen Pfeifton aus. „Magnetautobahnen! Reee-gen-frisch!“ Er reckt den Hals und stemmt sich gegen die Haltebügel, um von seinem Innensitz einen besseren Blick nach draußen zu erhaschen. „Seht ihr die Selbstfahrspur? Die Powerschlitten müssen Energie für drei Pipeline-Shuttles haben!“ Wild fuchtelt er mit seiner Hand vor Milas Gesicht herum. „Schaut mal da, auf dem Dach! Das blaue Becken! Das muss ein Swimmingpool sein! Der fasst mindestens vierhundert Kubikmeter Wasser.“

In meinem Hirn rattert es. Vierhundert Kubikmeter, vierhunderttausend Liter. Das entspricht achtzigtausend Tagesrationen für meine Mutter und mich. Beim aktuellen Preis von zwanzig Liqui pro Zuteilung ist die Poolfüllung eins Komma sechs Millionen Liqui wert. Das sind tausendsechshundert Monatslöhne für eine Desinfektorin wie meine Mutter. Bei diesem Gedanken wird mir ganz schwindelig. Felix dagegen scheint das alles gar nicht zu belasten, stattdessen kommentiert er munter weiter, was er alles sieht. Von Mila höre ich kein Wort.

Wir haben Polaris überflogen und nehmen Kurs auf eine Anhöhe hinter der Stadt. Der Boden rast so schnell auf uns zu, dass ich Druck auf den Ohren spüre. Wir sinken und tauchen in die grüne Landschaft ein, bis das Transportflugzeug abrupt abbremst. Einen Moment lang rebelliert mein Magen, dann landen wir mit einem scharfen Ruck auf der Plattform direkt hinter einer glasgedeckten Halle.

Alle recken neugierig die Köpfe. Kaum dass unsere Haltebügel nachgeben und die Türen aufgehen, drängen wir sofort hinaus. Felix lässt Mila und mir mit einer eleganten Verbeugung den Vortritt in die kühle Luft des Regenrings.

Frisch riecht es hier, nach feuchter Erde und saftigem Grasschnitt. Gierig sauge ich den Sauerstoff ein, denn so klare Luft habe ich noch nie eingeatmet. Und alles ist so groß hier draußen, so weit! Der höchste Raum in unserer Siedlung ist der zweistöckige Aufgang zur Transportschleuse. Sonst gibt es nur kleine Kammern mit dicken Betonwänden. Wenn ich mich in unserer Wohnung eingeengt fühle, setze ich meinen Kopfhörer auf und tauche ein in die langsame Musik mit sphärischen Halleffekten. Dabei schließe ich die Augen und stelle mir vor, die Töne flögen durch einen hohen und luftigen Raum. Doch was ich hier erblicke, übertrifft alles, was ich mir je ausmalen konnte.

Der Pilot steigt als Letzter aus der Transportmaschine und bedeutet uns wortlos, ihm in das gigantische Gebäude zu folgen. An der Pforte nehmen wir uns von einem Tisch unsere Namensschilder, bevor wir in eine helle Galerie mit glänzend weißem Boden einbiegen. Filigrane Treppen schwingen sich zu einem zweiten Rundlauf hinauf, grüne Schalensessel mit fast unsichtbaren Füßen scheinen über dem Boden zu schweben. Die bogenförmige Glasfront bietet einen spektakulären Blick auf Polaris und lässt die Sonnenstrahlen ungehindert herein.

Zu Hause müssen wir uns vor der aggressiven Strahlung verstecken; hier fühlt sich das milde Sonnenlicht auf meinem Gesicht fast wie ein Streicheln an. Es ist schon nach neun Uhr abends, aber im August dämmert es so weit nördlich des Polarkreises nur für wenige Stunden, bevor die Sonne wieder aufgeht. Ganz nah stelle ich mich an die Scheibe, schließe die Augen und genieße die wohlige Wärme, die pure Energie. Es ist kein Vergleich mit dem mickrigen „Sonnensaal“ in unserer Siedlung. Das ist ein stolzer Name für den winzigen Raum, in dem sich die Leute rund um die Uhr auf ansteigenden Plastikbänken vor kühlen Tageslichtlampen aneinanderquetschen. WERT hat diesen Raum als „Gruß aus dem Norden“ gestiftet, damit wir Rauringbewohner unser Vitamin-D-Defizit wenigstens ein bisschen lindern können. Die Lichtzeit war immer eine schöne Abwechslung zu den Vitaminpillen, im Vergleich zur echten Sonne jedoch erscheint sie mir nun dürftig und blass.

Als ich die Lider hebe, sind die anderen schon um die Ecke verschwunden. Ich folge Felix‘ Pfeifen. Heute klingt es schräger als sonst.

„Der ist ja voll aus der Spur“, sagt ein Typ mit kantigen Schultern und erntet für seinen Kommentar Gelächter. „Hat wohl Schiss!“

„Mächtig Schiss“, mischt sich ein ebenso klotziger Kerl hinter ihm ein. Obwohl sich seine Stimme höher anhört, klingt er genauso aggressiv. Äußerlich gleichen sich die beiden bis aufs Haar. Na ja, bis aufs Haar nicht gerade: Der eine hat sich die linke Kopfhälfte kurz rasiert, während rechts blonde Gelstacheln in alle Richtungen abstehen, der andere trägt die gleiche Frisur spiegelverkehrt. Linkskahl und Rechtskahl halten sich für die Größten und finden auch gleich eine Fangemeinde. Unauffällig schiele ich auf ihre Namensschilder. Dart Ambos, Bolt Ambos. Brüder also.

Der Pilot führt uns in eine lichtdurchflutete Halle. „Das ist der Appellraum für die Sektorengruppe A. Wartet hier“, erklärt er und verschwindet.

Unruhig tritt Felix von einem Fuß auf den anderen. Ich schaue mir die Mädchen an, die sich um eine große Blondine geschart haben. „Olya Olienova“ steht auf ihrem Namensschild. Offensichtlich ist sie es gewöhnt, im Mittelpunkt zu stehen, und hat bereits einen Hofstaat um sich versammelt. Kein Wunder bei dem Puppengesicht und dem Selbstvertrauen, das sie ausstrahlt. Sie wirkt irgendwie reifer als die anderen, erwachsener, als sei sie ein oder zwei Jahre älter als wir. Ist sie wahrscheinlich sogar, denke ich. Bestimmt ist sie ein paarmal sitzen geblieben. Sie sieht nicht wie die hellste Kerze auf der Torte aus.

Sei nicht so gehässig, würde meine Mutter sagen und hinzufügen: Jetzt guck nicht so schamlos!

Also lasse ich den Blick durch den Raum schweifen, über die bodentiefen Fenster an seiner Westseite und die mit sattgrünen Farnen bepflanzte Wand gegenüber. Neben der Tür entdecke ich eine silbrige Säule mit einem Becken, in dem frische Tropfen glänzen. Ist das ein Wasserspender? Felix hat ihn auch schon erspäht. Als er näher tritt, springt eine Fontäne aus der Mitte der Schale. Lachend verrenkt er seinen Hals, damit er das Wasser mit dem offenen Mund auffangen kann. Seine Fröhlichkeit ist ansteckend. Die Mädchen kichern über seine Faxen, drängen sich zu ihm um den Brunnen und schubsen sich gegenseitig, um an den Wasserstrahl ranzukommen. Nach und nach folgen ihnen auch die Jungs.

Ich halte mich raus. Mir macht der Luxus Angst, denn den gibt es bestimmt nicht umsonst.

Erst jetzt fällt mir der große Glaskasten an der Stirnseite des Raums auf. Darin bewegt sich etwas. Eine Schlange, mindestens zwei Meter lang. Den spitzen Hornschuppen an ihrer Stirn zufolge muss es eine Sandviper sein. Ihre Schuppen sind rot wie frisches Blut. Sie hebt ihren dreieckigen Kopf und beobachtet uns mit ihren kalten Augen.

Langsam dreht sie ihren Kopf hin und her, als wollte sie sich jeden Einzelnen von uns einprägen. Dann bleibt ihr Blick an mir hängen. Offenbar fühlt sich auch Felix angesprochen, denn er fuchtelt wild mit den Armen vor dem Terrarium herum, wobei er eine fröhlich-freche Melodie pfeift. Ohne das dicke Panzerglas zwischen ihm und der Viper klänge das bestimmt anders.

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