Christina Wermescher - Tod des Verlegers

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Die Kurzgeschichte ist tot!
Davon ist Katja, Schwester eines glücklosen Verlegers, zutiefst überzeugt. Seine Bitte um ein Darlehen für sein Herzensprojekt, eine Anthologie mit phantastischen Kurzgeschichten, schmettert sie ab. Kurz darauf stirbt ihr Bruder. Doch für Katja fangen die Probleme gerade erst an.
Ein verschlossener Keller. Eine Kiste voller Geschichten, in denen ein Geheimcode versteckt ist. Und ein tickendes Kästchen, das nur mit der richtigen Kombination geöffnet werden kann – das sind die Dinge, die der tote Verleger seiner Schwester hinterlässt. Seine Abschiedsnachricht an sie: «Lies oder stirb.»
Eine Liebeserklärung an die Kurzgeschichte – für all jene, die glauben, dass die richtige Geschichte zur richtigen Zeit ein Leben verändern kann.
Mit Beiträgen von Melanie Vogltanz, Renee Engel, Thomas Heidemann, Veronika Lackerbauer, Erik Huyoff, Christina Wermescher, Fabian Dombrowski, Robert Friedrich von Cube, Jacqueline Mayerhofer, Werner Graf

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Seht doch! Er ist kaum verletzt! – Oh Jubel! Oh Freude! – Ruhig, er will uns etwas sagen!

»Verd… verdammte Räuber.«

Oh weh! Oh Jammer! – Er ist böse auf uns! – Was sollen wir tun?

Geben wir ihm seine Sachen zurück. Das wird ihn freuen.

Rund um den Mann bricht hektische Aktivität aus. Die Gnome bewegen sich so schnell, dass das menschliche Auge nicht folgen kann. Die Erde wirft Blasen wie ein Yorkshire Pudding im Backofen.

Bis er sich aufgesetzt hat, sind die Gnome verschwunden.

Vor ihm liegen die Dinge, die er vor zwanzig Jahren hier vergraben hat: eine verrostete Blechbüchse und ein Lederetui mit zwei vergoldeten Federn, einem Federhalter aus Elfenbein, einem Tintenfass und einem Stück Siegelwachs, an dem er winzige Zahnabdrücke entdeckt.

Fassungslos greift er nach der Büchse. Der Deckel liegt nur lose auf, und darunter sind sie alle versammelt: seine Verse und Gedanken, Charlottes Briefe und der eine Brief, den er nie verschickt hat. Den er geschrieben hat, als schon alles verloren war und nur er selbst es nicht wahrhaben wollte. Dass Charlotte auf Drängen ihres Vaters nicht ihn, einen Poeten gemeiner Herkunft, sondern einen Mann ihres Standes heiraten würde.

Seine Hände zittern, als er den Umschlag öffnet.

Den Brief liest er nicht. Den kennt er nach all den Jahren noch in- und auswendig.

Aber das Gedicht schmiegt sich wie von selbst in seine Hände. Er merkt nicht, dass er laut liest.

Am Baum im Nadir deines Himmelswegs

bin ich ein Blatt, das Sonnenschein verschmäht

das tags und auch des Nachts sich stets

voll Hunger nach dir reckt und dreht

dein weißes, klares Licht nur trinkt

mein Wandelstern, der nie versinkt

Während er liest, hängen zahllose Augenpaare an seinen Lippen. Die Gnome spüren, wie die Magie an diesen Ort zurückfließt, den Willard Elleridge einst für die Frau geschaffen hat, die er liebte. Hier wollte er sie bitten, ihn zu heiraten.

»Ich vergebe dir«, haucht Mr. Elleridge. Ein letztes Mal sieht er Charlotte vor sich, bleich und schön wie Mondlicht auf Neuschnee. Tränen zerplatzen zwischen den Zeilen.

Und Boozer rammt ihn mit voller Wucht, reißt ihn zu Boden und schlabbert überglücklich sein Gesicht ab. Mr. Elleridge packt lachend seinen Hund und drückt ihn an sich.

»Guter Junge«, prustet er. »Guter Junge! Hey, das reicht jetzt aber!«

Immer noch weint er, aber sein Herz ist leicht. So leicht und eins mit dieser und der anderen Welt, dass er Dinge sieht und hört, die den meisten Menschen für immer verborgen bleiben.

Wir hatten kein Zuhause, wispert eine dünne, alte Stimme, die nur Mr. Elleridge hören kann. Es gibt nicht mehr viele Orte, an denen wir leben können. Als wir diesen Garten fanden und die vergrabenen Worte darin, wussten wir, dass wir hier willkommen sein würden.

»Meinetwegen seid willkommen«, schnieft Mr. Elleridge (oder nennen wir ihn einfach Willard, denn so gut kennen wir ihn inzwischen).

»Sofern ihr den Garten wieder in Ordnung bringt«, fügt er mit der Eldritch-Stimme hinzu, und unter der Erde huschen die Gnome aufgeschreckt in alle Richtungen davon, um ihren guten Willen zu beweisen.

***

»Mr. Elleridge«, ruft Mrs. Swanson von der Gartenpforte her. »Hatten Sie ein wenig Zeit zum Nachdenken?«

Willard blickt von seinem Kartoffelacker auf, wo er gerade munter vor sich hin pfeifend die erste Ernte einfährt.

»Ach, Anne, meine Liebe! Selbstverständlich habe ich nachgedacht. Sie hatten recht mit dem Zettelchen. Ich entschuldige mich für mein garstiges Benehmen.«

Mrs. Swanson strahlt übers ganze rosige Gesicht. »Mein lieber Willard! Ich wusste, dass man Sie nicht aufgeben darf.«

Willard kommt mit dem Drahtkorb zu ihr. »Erlauben Sie, dass ich mich mit einem bescheidenen Geschenk bei Ihnen bedanke?«

»Wenn ich so charmant gefragt werde, kann ich nicht ablehnen«, erwidert Mrs. Swanson kokett.

Er reicht ihr den Korb über die Pforte. Darin liegt eine einzige Kartoffel von der Größe eines Kürbisses.

»Du meine Güte!« Mrs. Swanson quellen die Augen über. »Darf ich die mit zum Markt nehmen? Bestimmt gewinne ich damit das Preiswiegen!«

Willard lacht bei der Vorstellung. »Warum nicht? Aber falls jemand nach Ihrem Geheimnis fragt, sagen Sie besser, Sie hätten Pferdemist genommen.«

Sie zwinkern einander zu.

»Und falls ich Sie nach Ihrem Geheimnis frage, Willard?«

Er lächelt. »Dann würde ich sagen, dass zwanzig Jahre genug sind.«

Unter der

Weltenesche

Veronika Lackerbauer

Der Wetterbericht hatte im Verlauf des Tages verbreitet Niederschläge prognostiziert, von Norden kommend bis an den Alpenrand. Noch war davon allerdings nichts zu spüren. Der schwere Duft von Flieder in voller Blüte, vermischt mit Waldmeister, hing in der Luft, und die frisch ausgetriebenen Blätter entfalteten sich zögerlich im wärmer werdenden Sonnenlicht. Noch schwirrten emsige Bienen und Hummeln durch die beinahe sommerliche Abendluft, doch bald schon würde sich der träge Spätfrühlingstag seinem Ende zuneigen.

Allenfalls die Geschäftigkeit der brummenden, summenden Insekten hätte ein Hinweis darauf sein können, dass dieser Abend noch für Überraschungen gut sein würde.

***

Annika saß am geöffneten Fenster ihres Zimmers und ließ den Blick über den übervollen Fliederbusch hinweg in den Garten und zum Waldrand schweifen. Für Annika war schon der Weg hinunter in den Garten unerreichbar weit. Sehnsüchtig betrachtete sie die hohen, schlanken Fichten, die verheißungsvoll mit ihren nadeligen Ästen zu winken schienen. Den wolkenlosen Himmel zerschnitten nur die Kondensstreifen zweier Flugzeuge, die sich in unterschiedlicher Richtung kreuzten. Wohin ihre Reise wohl ging?

Für Annika blieb nur der Blick aus dem Fenster. Nicht nur, weil sie, an ihren Rollstuhl gefesselt, gezwungen gewesen wäre, jemanden um Hilfe zu bitten, um die Stufen von der Terrasse hinunter auf den Kiesweg zu bewältigen, sondern auch und vor allem deshalb, weil sie einen Berg von Aufgaben vor sich auf dem Schreibtisch liegen hatte, der erledigt werden wollte.

Hier im Institut traute man ihr zum ersten Mal in ihrem Leben etwas zu – anders als zu Hause, wo ihr Vater sie umsorgt und verhätschelt hatte, als wäre sie mit ihren dreizehn Jahren immer noch ein Wickelkind. Viele Krankenhausaufenthalte hatten einen regelmäßigen Schulbesuch unmöglich gemacht, auch wenn sie zu Hause und im Krankenbett viel selbstständig nachgeholt hatte. Ihre Lehrer waren nachsichtig gewesen, doch auch einig in der Überzeugung, dass es bei ihr nicht allzu viel Sinn hatte, Leistung einzufordern. Und ihre Mutter … Sie hingegen hatte sich mehr und mehr von Annika zurückgezogen. Am Anfang stand der Schock nach Annikas Geburt, als man ihrer Mutter noch im Kreißsaal gesagt hatte, dass eine Bürde auf ihr lastete, die ihr ganzes Leben prägen würde. Zunächst ließ sich vielleicht noch hoffen, dass das Kind sich fangen würde, später einmal in der Lage wäre, ein eigenständiges Leben zu führen. Doch mit jedem Jahr, das Annika älter wurde, schwand die Hoffnung. Als die Prognose der Ärzte, dass sie nie richtig laufen lernen würde, sich bewahrheitete, begann ihre Mutter sie abzulehnen. Die Mutter sah in ihr immer nur das, was sie seither den Fluch nannte.

Die Ärzte hatten dafür einen lateinischen Begriff, der nüchterner beschrieb, was Annika fehlte: Spina bifida – ein offener Rücken. Etwa einmal unter tausend Geburten trat diese oft weitreichende Fehlentwicklung im Rückenmark auf. Die Frage, warum sie ausgerechnet Annika getroffen hatte, war müßig, trotzdem wurde ihre Mutter nicht müde, sie immer wieder zu stellen und mit dem Schicksal ihres Kindes, das gleichzeitig das ihre war, zu hadern.

Hier im Institut, das Internat und Behandlungszentrum in einem war, konnte Annika zum ersten Mal ohne das Gefühl leben, eine Enttäuschung zu sein. Hier war sie nicht die andere. Jedes Kind, das hierher kam, hatte mit dem einen oder anderen Problem zu kämpfen, ein Rollstuhl schien dabei noch nicht das Schlimmste zu sein, was einen treffen konnte. Obwohl sie glücklich war, einmal nicht aus der Masse herauszustechen, und trotz ihres Ehrgeizes, das Abitur aus eigener Kraft zu machen, sehnte sie sich an diesem herrlichen Frühlingstag wieder einmal nach dem Unerreichbaren: Wie mochte es wohl sein, wenn man einfach aufstehen und hinüber zum Waldrand laufen konnte?

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