Mara Laue - Die Tote vom Dublin Port

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Eine Drogentote bei den Dublin Docks – für die Polizei ein eindeutiger Fall und schnell abgehakt. Pech nur, dass Russel O'Leary, Pub-Musiker, sporadischer Privatdetektiv und Freund der Toten, genau weiß, dass Aislyn keine Drogen nahm. Warum will der leitende Ermittler dem Fall trotzdem nicht weiter nachgehen? Wem gehört der Wagen, in dem ein Zeuge Aislyn kurz vor ihrem Tod gesehen hat, und was wollte sie überhaupt mitten in der Nacht am Hafen? Je näher er den Antworten kommt, desto mehr muss Russel erkennen, dass Aislyn nicht die Frau war, für die er sie gehalten hat. Doch diese bittere Wahrheit hat ein Ausmaß, das nicht nur ihn in höchste Gefahr bringt.
"Mara Laues Kriminalromane sind spannend, realistisch, gut recherchiert, flüssig geschrieben und entführen einen zu Orten, von denen man am Ende des Buches glaubt, sie selbst gesehen und erlebt zu haben. Sehr empfehlenswert für Fans klassischer Ermittlerkrimis." (Iny Lorentz)

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Was sicherlich daran lag, dass sie keinen Abschiedsbrief hinterlassen hatte. Eben noch war alles gewesen wie immer. Seine Mutter hatte ihn und Caitlin wie jeden Morgen auf den Schulweg geschickt, ihnen einen schönen Tag gewünscht, den obligatorischen Kuss gegeben und ihnen lächelnd nachgewinkt. Stunden später hatte ein Polizist, ein Kollege seines Vaters, ihn und Cait von der Schule abgeholt, weil »etwas mit der Mutter passiert« sei. Sein Vater hatte ihre Leiche gefunden, als er am Vormittag von einem Nachteinsatz nach Hause gekommen war. Da war sie schon seit ein paar Stunden tot gewesen: gestorben an einem elektrischen Schlag, als sie ein Bad hatte nehmen wollen und ihr versehentlich das eingeschaltete Radio ins Wasser gefallen war, während sie in der Wanne saß. Vermutlich hatte sie es lauter oder leise stellen wollen, war abgerutscht und …

Russel war sich nicht sicher, ob seine Mutter diese Todesart mit der bewussten Absicht gewählt hatte, dass alles wie ein Unfall aussah, oder ob sie nur die für sie am einfachsten durchzuführende Methode genommen hatte. Dass es kein Unfall war, war ihm, seinem Vater und Cait sonnenklar. Seine Mutter hat nie – niemals in ihrem ganzen Leben – morgens ein Bad genommen und niemals beim Baden Radio gehört. Erst recht nicht an einem Tag und zu einer Zeit, als sie in der Clontarf School of Music hätte unterrichten müssen, wo sie sich weder krankgemeldet noch Urlaub genommen hatte.

Ein Rätsel blieb der Grund für ihre Tat. Russel und Cait hatten sich die Schuld gegeben. Zwar war zumindest Russel nicht bewusst, dass er irgendetwas so Böses getan haben könnte, um seine Mutter in den Selbstmord zu treiben, aber er war wie alle Kinder kein Engel, wild und ungehorsam und manchmal patzig. Cait gab sich die Schuld, weil sie, mit fünfzehn mitten in der Pubertät, allzu oft die Rebellin herauskehrte. Noch am Vorabend hatte sie heftig mit ihrer Mutter wegen einer Nichtigkeit gestritten und sich nicht wieder mit ihr versöhnt.

Sein Vater versicherte ihnen beiden, dass die Mutter sie innig geliebt und ihnen alles verziehen habe, was sie wann auch immer angestellt haben mochten. Und dass ihr Entschluss zu sterben ganz gewiss nie im Leben mit ihnen zu tun habe. Stattdessen gab er sich selbst die Schuld. Wegen zu großer Schweigsamkeit, wegen zu häufiger Abwesenheit aufgrund von Spät- und Nachtschichten, wegen der Gefahr, in der er in seinem Beruf ständig schwebte und weil er nicht das Geringste davon mitbekommen hatte, dass seine Frau an seiner Seite am Leben so verzweifelt war, dass sie nur noch den Tod als einzigen Ausweg sah.

Ein Fehler, den er bei seinen Kindern vermeiden wollte, weswegen er sie nun ständig mit Fragen nach ihrem Befinden löcherte. Was sowohl Cait wie auch Russel aus dem Haus getrieben hatte, kaum dass sie achtzehn waren. Cait kehrte nach ihrer Ausbildung bei der Polizei ins Elternhaus zurück, denn kostenfreies Wohnen war für diesen Schritt ein nicht zu unterschätzendes Argument. Und ihr Vater zeigte bis heute kein Interesse an irgendeiner anderen Frau, was Cait zum Auszug hätte zwingen können. Russel blieb lieber für sich und zog später ins Haus seiner Großeltern.

Irgendwann fand sich ein Tagebuch der Mutter, versteckt im hintersten Winkel ihres Kleiderschrankes in einem alten Schuhkarton. Aber die Hoffnung, darin endlich die Antwort zu finden, warum sie sich umgebracht hatte, erfüllte sich nicht. Die letzte Eintragung war auf drei Tage vor ihrem Tod datiert und lautete lapidar: »Ich kann nicht mehr. Ende.« Was sie »nicht mehr konnte«, hatte sie nirgends notiert. Bis auf diese letzten Worte hatte sie drei Jahre zuvor aufgehört, das Tagebuch zu führen, obwohl gemäß dem damaligen Eintrag und auch den früheren Aufzeichnungen nichts, aber auch gar nichts darauf hindeutete, dass es etwas in ihrem Leben gab, das ihr Kummer bereitete. »Wir werden unsere Haustür rot anmalen«, hatte sie als Vorletztes notiert. »Ein leuchtender Farbtupfer in der Nachbarschaft. Das wird bestimmt lustig.« Danach hatte sie nur noch ihren Entschluss fürs finale Ende geschrieben.

Was die quälende Frage nach dem Warum immer noch unbeantwortet ließ. Und dieses Rätsel würde vermutlich nie gelöst werden.

Russel parkte seinen Wagen auf dem relativ leeren Parkplatz vor dem Friedhof. Um diese frühe Stunde war noch wenig los. Die Besucher des Botanischen Gartens würden erst später kommen. Caits Ford stand zwei Parkbuchten weiter. Demnach war ihr Vater auch schon da. Russel nahm die weiße Rose vom Beifahrersitz, die er gestern in einem Blumenladen gekauft hatte, und ging zu dem Grab seiner Mutter. Sie war hier beerdigt worden, weil sie in Glasnevin aufgewachsen war, obwohl die O’Learys in Rathfarnham wohnten.

Sein Vater und Cait standen bereits vor dem Grab und blickten auf den Grabstein aus grünem Connemara-Marmor, in den mit Goldlettern eingeprägt war: Niamh Ní Bhriain O’Leary, geliebte Ehefrau und Mutter, schmerzlichst vermisst . Dazu ihr Geburts- und Todestag. Eine rote und eine gelbe Rose lagen bereits auf der Steinplatte, mit der das Grab bedeckt war. Die rote stammte von Russels Vater, die gelbe von Cait.

Russel legte seine weiße dazu und stellte sich neben seinen Vater. Der nickte ihm stumm zu. Wieder einmal hatte Russel das Gefühl, in einen Spiegel zu sehen, der ihm zeigte, wie er selbst in dreißig Jahren aussehen würde. Und ein Blick in Caits Züge offenbarte, wie er aussehen würde, wäre er ebenfalls ein Mädchen geworden. Sie waren zwar keine Zwillinge, sahen einander aber so ähnlich, dass jeder sie auf Anhieb als Geschwister erkannte. Cait lächelte zur Begrüßung und zwinkerte Russel zu.

Sein Vater legte den Arm um seine Schultern und zog ihn an sich. Den anderen Arm hatte er um Caits Schultern gelegt. Russel legte seinen um seines Vaters Taille, wo schon Caits Arm lag. Ihre Hand tastete nach seiner. Er ergriff sie und drückte sie fest. Eine lange Zeit standen sie schweigend vor den in der Erde vergrabenen Überresten der Frau, die ihnen alles bedeutet hatte. Die Vögel zwitscherten, die Sonne schien und alles wirkte wunderbar, friedlich und schön.

Warum hatte sie das nur getan? Warum war sie einfach so gegangen und hatte ihre Kinder und ihren Mann im Stich gelassen? Was war so schrecklich gewesen, dass sie das Leben nicht mehr ertragen hatte?

Russel fiel es wie dem Rest seiner Familie sehr schwer, den Verlust zu verkraften. Declan, schon damals sein bester Freund, war ihm eine große Hilfe gewesen. Russel konnte die Nächte nicht zählen, die er bei den Walshs geschlafen hatte, weil Vater und Schwester mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt waren und keine Kraft hatten, Russel ausreichend zu trösten.

Hätte ihn jemand gefragt, er hätte überzeugend behauptet, über den Verlust hinweg zu sein. Schließlich war er ein erwachsener Mann von neunundzwanzig und kein halbverwaister Zehnjähriger mehr, dessen Welt komplett zusammengebrochen war. Aber der Tod seiner Mutter hatte eine tiefe Narbe in ihm hinterlassen. Declans unerschütterliche Freundschaft hatte geholfen, die Wunde zu schließen. Aber erst Aislyns Liebe und seine zu ihr glätteten auch die Narbe, erzeugten aber gleichzeitig eine tiefe Furcht, die er in den hintersten Winkel seines Bewusstseins verbannte: die Furcht, dass sie ihn verlassen könnte. Egal auf welche Weise.

Sein Vater drückte ihn und Cait noch einmal fest an sich, das stumme Zeichen, dass die alljährliche Trauerzeremonie vorüber war. Er ließ seine Kinder los, warf wie immer dem Grabstein einen Luftkuss zu und sprach einen kurzen Segen auf Gälisch, ehe er sich vom Grab abwandte. Er legte Russel die Hand auf die Schulter, während sie zum Parkplatz gingen.

»Wie geht es dir, Sohn?«

»Wie immer, Dad.« Was Russel, wie sein Vater wusste, auf diesen Moment bezog, nicht auf den Rest seines Lebens.

Cait hakte sich an der anderen Seite bei ihm unter. »Und wann dürfen wir dich zum Traualter schleifen? Führen, meine ich.«

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